y v^v .%r; . v k« 'Jak ■y\ ■ .-.' ,, v ■■■ -&■•] ,:. />; : t ¥ * Sw - _ S ■ ff f Ä f & |'y . _ | \ 4 y*.' t .v;f w£x * ^ QU- ,n # ■ c. fr' * . ■' - d * 1 DOCTORS UND PROFESSORS AN DER MEDICINISCHEN SCHURE ZU PARIS, \ J // ANALYTISCHE ZOOLOGIE. '' - ‘ ’ ' . * V AUS DEM FRANZÖSISCHEN, MIT ZUSÄTZEN VON L. F. F 1\ O R I E P, PROFESSOR ZÜ HALLE. WEIMAR IM VERLAGE DBS LANDES - INDUSTRIE - COMPTOIRS ■ - , 1 8 o 6 . i Li. bl lä^\m i V o r r e d e . Das Werk, wovon ick hier dem Publiko eine deutfche Bearbeitung übergebe, ift erft zu Anfänge diefes Jahrs zu Pa- ris unter folgendem, ausführlichen Titel erfchi'enep : Zoologie arialytifjue , ou methode naturelle de Clafj ification des animaux reildue plus facilea V aide de tableaux fynoptiques ; par A. Conft. D inner il D. et Profeffeur a l’ecole de medecine a Paris etc. Gleich bey der erften Durchficht des Buches gefiel mir die Einrichtung deffelben fo fehr, es fehlen mir fowohl zur Grundlage bey Vorlefungen über Zoographie als auch als. Hulfs- mittel für Anfänger — um fich in dem fo fehr fchwierigen Be- stimmen der Thiere fortzuhelfen — fo zweckmäfsig, clafs ich mich elitfchlofs eine deutfche Ausgabe davon zu veranftalten. Die genauere Bekanntfchaft, die ich während meiner Arbeit felbft und bey meinen diesjährigen Vorlefungen , (wo ich die einzeln erscheinenden Bogen gleich als Leitfaden benutzte) mit dem Werke machen mufste , haben die güpftige Meinung,, welche ich' von ihm hegte,» eher verftärkt als vermindert, fo dafs ich hoffe, es werde auch das dabey intereffirte Publikum, wenn es dies Buch genauer kennen lernt, mein Unternehmen nicht mifsbilligen. — Dem was ich dem Werke hier voran- zufehicken für nöthig finde, erlaube ich mir nur das für uns Wefentüche von dem, was der Verfaffer in feiner von mir weggelaff enen Vorrede lagt, heyzufügen. Die Methode, die der Vf. (welcher das Glück hatte, bey fei- ner Arbeit alle Gegenstände nach der Natur befchreiben und vergleichen zu liönneii) befolgt hat, und die er die analytifche nennt, ift in der Botanik fchon nrehreremale mit Nutzen ge- braucht werden, z. B. in der Botanographie bei girjue y on Lefti- b'o udois , in der Flore francaifc von Lama r k in der Dispofitio genermn plaiitarum Europae von Batfch und wohl in andern II Werken, die ich nicht kenne. Auch in der 'Zoologie hat man diefe Methode wohl vcrfn eilt z. B. in Brunich fundarnenta ento- mologiae , aber in dem Umfange und mit dem Glück als he hier von dem Verfalfer angewendet ift, war es bisher nicht gefchehen. - ' . *' Es ift bey diefer Änalyfis nicht immer der Charakter der Claffe , Ordnung und Gattung von einem und clemfelben Tbei- le hergenommen ; dies ift bey den Pflanzen lehr gut, bey den Tliieren nicht wohl thunlich. Man mufs aber darum nicht glauben, dafs die Charaktere, welche von fcheinbar unwich- tigeren Tlieilen hergenommen hnd, deswegen einen geringe- ren Werth hätten. Die geringften Modifikationen äufsCrer Theile z. B. der Bewegungsorgane eines Thieres hnd aufs innig- fte mit der inneren Organifation , Lebensart u. f. w. verknüpft ! So fchelnt es auf dem erften Blick fehl* gleichgültig zu feyn, ob der Schwanz einer Eidechfe rund oder platt ift): man Wird aber aufhören dies für unwefentlich zu halten, wenn man be- denkt, dafs die EidecMen mit zufammengedrücktern, plattem Schwänze beftändig im Waiffer und in feuchten Orten leben , gut fchwimmen, ihre Beute leicht erhafeben, daher gröfser und ftärker werden können als die mit rundem Schwänze , welche alle diefe Eigenlchaften nicht haben. Wenn man bey der Chhrakteri flick immer nur auf die Eigenthiimlichkeit eines Orgäns hebt, Jo ift es lehr fchwer oft die einzelnen Gattungen zu unterfclieiden und man ift gezwungen, hch faft ängftlich nach den allergenngfien Ünterfcliieden um zu fehen , dahinge- gen man, wenn man aüch auf mehrere andere Dinge Rücklicht nimmt, die weit auffallenderen Unterfcliiede hervorheben kann. Sieht der Entomologe z. B. blos auf die Frefswerkzeu- ge , wie wenig verfchieden hnd dann die Gattungen bronte , trichius , bruchus, die doch in andern Rückhchten fehr von ein- ander ahweichen. Vorzüglich brauchbar ift das Buck um danach Thiere, die man nicht kennt, der Gattung nach zu beftimmen. Will man z. B. gern wiffen zu welcher Gattung derfo genannte Zan. der oder Sandart gehört, fo verfährt er folgendermafsen. Man weifs durch die Berücldlchtigung der erften Tabelle, dafs der / III ^ . s ■ / / • - 1 ' ly Zander a]s ein rückgrathiges 'Thier , o/ut an- dere Rückfichten haben mich beftimmt , die hier von dem Vf. übriggelaffene Lücke durch einen Auszug des Lamar kochen Sy f lerne des animaux fans vertebres , (welches in Beziehung auf Couch yliologie wohl das befte ift, was wir haben) auszufül- , 7 1 \ len. Diefer Auszug, der auf etwa zwey Bogen näcliftens er- fcheinen Toll und als ein Supplement zu diefer Zoologie ange- fehen werden kann , wird zugleich alle diejenigen neuen Con- chylien^attungen enthalten, welche in den Annciles du mufeum national d’hiftoire naturelle bisjetzt bekannt gemacht find. Die Würmer lind überhaupt noch wenig bekannt, doch find die bekannteren hier, nach Cuvisr und Lajiiark, auf eine lehr leicht zu überlebende Weife zufammengeftellt. — - Die Cmftaceen lind durchaus nach Latreille’s und La- mark’s Arbeiten behandelt. — Die Infekten aber find nach einem ganz neuen, dem Vf. eignen, Syfteme aufgeführt und der Entomolpgifche Theil ift ohnftreitig in dem ganzen Werke am heften bearbeitet, da Dumeril lieh über zwölf Jahre be- fonders fleifsig mit den Infekten befchäftigt urid eine der gröfsfen Sammlungen über diefe Claffe zufammengebracht hat. — Die Claffe der Zoophyten ift ebenfalls nach den Ab- theilungen der neachtetften Naturforfcher bearbeitet: ganz befonders liegt ihr auch hamarhs Syfl eme des anirnauoc [ans vertebres zum Grunde. — Die fchwächfte Parthie ift wohl die, die von den Eingeweide - Würmer h handelt und dies ift bey der Unkenntnifs der Franzofen in der cleutfchen Literatur auch lehr begreiflich. Hätte der Vf. die neuern vortreffli- chen Arbeiten von Rudolphi , Zeder u, f. w. gekannt, fo würde diefer Theil wohl ganz anders ausgefallen feyn. Ueberhaupt ift man aber mit den Eingeweidewürmern in dem Falle, dafs man mit einer allgemeinem Kenntnifs derfelben gar nicht weit reicht, fondern, wenn man lie kennen lernen will, gezwungen ift, fich gleich in details einzulaffeü. Man wird alfo ohnehin bald feine Zuflucht zu den Werken obenerwähn- ter Männer nehmen müffen. Was nun aber ins befondere die gegenwärtige cleutfche Ucberfetzung anlangt, fo habe ich gefucht ihr dadurch einige .Vorzüge vor dem Originale zu geben, dafs ich bey den ver- fchieclenen charakteriiirten Gattungen immer eine Art (fpe- cies) als Beyfpiel genannt habe. Dies hat zwar bey ganz neu entdeckten Gattungen , keinen, aber bey, aus bekannten Arten , neu zufammen geftellten Gattungen einen nicht unbedeutenden VI Werth. Wer z. B. das Original -braucht, weifs nicht, wenn er manche ihm neue Gattungen und Namen liefst und charakteri- iirt findet, ob he aus neuentdeckten Arten gebildet, alfo ganz neu, oder aus alten bekannten Arten neu zufämmengeftellt lind. Durch meinen Zufatz lieht er dies im erften Augen- blick, da ich, wo ich konnte, die bekannten Arten nach der l 3 tenvon Gmelin beforgten Aufgabe des Linn eifchenNatur- fyftems citirt habe. So fteht z. B. bey cheir oinys z. B. fciu- r us madagascarienfis , bey Fhalacrocorax z. B. Perle ca nus carbo L. u. I. w. Diefe Zufätze waren oft fchwieriger, als he manchem fcheinen mögen, d» he genaue Vergleichungen und .den Gebrauch mancher in Deutfchland eben nicht häu- figen Werke erforderten; weswegen ich auch bey einem allen- falhgen Irr'thume um Entfchuldigung bitte. Wer das Original forgfältig mit diefer Ausgabe vergleichen kann, wird auch hie und da einen Irrtlnjm des Vf. berichtigt finden ohne dafs es befonders angemerkt wäre. Von Vielen werden wohl die neuen Namen der Familien getadelt und, gemifsbilliget werden und es ift auph nicht zu leugnen, dafs manche von ihnen fehrhart klingen. Der VI. legt auch auf he keinen befondern Werth, keinen andern als den der Kürze, und den mufs man doch auch gelten 1 affen ; denn ift es nicht kürzer den Ausdruck Ad el obr anch ien zu brau- chen als zu fia gen : die Zweyte Familie der dritten Ordnung der Klaffe der Mollusken? ift das Wort Stenoptören nicht kür- zer als: die zwölfte Familie , der zweyten Unterordnung der er- ften Ordnung der Klaffe der Infekten ? Wenn an manchen Namen die deutfeben Endungen hart klingen, fo ift das mehr Fehler von mir als von dem Vf. ; allein wer hch die Mühe geben will, folche Namengebungen felbft zu verfuclien, wird finden dafs auch hier das Tadeln etwas leichter ift als das beffer machen. Fr ori ep. Halle am i§, Sept. 1806. L i \ |, •' Vf:. ‘ <' ■ 1 ANALYTISCHE ZOOLOGIE. 2 Allgemeine Eintheilung No. I. T H IE KE. . - m hebende, verdauende, empfindende, ficli bewe- gende Wefen. Klassen. f'Briilte; lebendiggebärend l.Säugthiere r Lungen ,<; Federn . . .2. Vögel rückgratliig ; Joriilfe,-^]^^ Federn . 3. Reptilien ^ keine Lungen : Kiemen 4 . . *4 u 3. Op' CD a. a> 1 tö !2j >-s c cm rt 5 CB' 0 ET 4 3 ra 2 Sc: CTG* 01 CTQ CD p— 1 "Ö £L r-t CD 3 CD ►» ffi Cf ^ W to H n ► Q 3 sc o CD CD a CD 3 CO o cd 3 7? Pc: 3 CD *1 »> d- cu CD 3 CD C fca ? c£T Ü C/> CD ö üo CO CD 3 CD ts WJ a Va *1 O- *-* CU o CD CD Di rt '-C CD rr- *~S w CD Jl5 : CD tr ^ S ^ a C w .t-T-i >-n o £U CU CD CD SSI ►'S 3 D-: a- • !? N 9X1 « V sp £ ehen p— i CD CD 00 oq 4^ H ts Di 3" 3 2 O s ö Di p? p f Di CTQ CD er rp o Pa 3 g 5* Go* o Er* "d ÜQ* GfS* *-s p— ■> rt -s D3 CD CD CD P> P £U •“5 *1 Cu Cu CD Q CD CD CD 3 a 3 3 £a 3 O 3 c SJ 3 CD 3 O W ^ 3 3» r - • i" * O S^r 1 CP <~i P CTQ CD CD -i CD 3 i-i • r+ td CD P 3 0 3 p- Cs * i— j «i * 3 ct> to m | -eJ 'tS O feg v 2 c « S " ® 3 t< 3 o- p CTQ CD p >-i o CD 3 p rs CD P bd h— ‘ 5 r-f* CD Klasse. SÄUGTHIERE. 5 -Säugthiere überhaupt, BEMERKUNGEN ZUR II. TABELLE. Die Säugthier e (Mammalia) werden alle, wenn He eben geboren find, ■smVMilck gelaugt, die in den Braßen der Weibeben abgefondert wird. Die Zahl der Brülle ya,riirt zwilchen zwey und zwölf ; fie fitzen an der Brufi oder an dem Bauche; auch bey den Männchen aller Säugthierarten finden lieh Spuren von Säugwarzen : nur bey drey Arten, die einftweilen in die Familie der Zahnlolen gebracht find, hat man fie noch nicht ent- deckt. Die Wärme des Blutes fcheint von der -Mt der Circulation und B.e- fplration bey den Säugtbieren abzuhängen. Die ganze Malle ihres BluLes wird (nach und nach) von dem Herzen durch die Lungen getrieben, und der Einwirkung der Luft ausgeletzt; ihre Refpiration wird (im Leben) nie ganz unterbrochen. Herz und Lungen liegen bey allen Säugthieren ohne Ausnahme in der Brulthöle und find von den übrigen Eingeweide^ durch eine lleifchige Scheidewand, das Zwergfell, getrennt. Nägel und Hufe find hornartige Ueberziige zum Schutz des äulser- Iten Endes der Zehen oder Finger; der Nagel ilt Ichneidend, oft Ipitz oder glatt und umfchlietst niemals das letzte Zehenglied ganz; der Hu aber ilt abgerundet und bedeckt das Zehenglied ganz und gar. Der Daumen ilt derjenige der fünf Fänger, welcher (dem Körper am jiächiten) nach innen lieht, wenn die Hand - oder Fulsfläche auf den Bo- den geltützt ilt. Wenn das Thier ihn für lieh allein bewegen, von den übrigen Fingern entfernen oder nähern kann: lo nennt man ihn abgefon- derl. Man findet diele Bildung auch noch bey den meiften Chiropteren und einigen Nagethieren. Eine Art von Quadrumanen und etliche Pedimanen haben den Daumen lehr kurz und nur als einen Höcker unter der Haut. F/offen find hier kurze, platte ruderförmige Glieder,, wovon die Finger an einander liegend und bi^ an ihre Spitze von der Haut bedeckt find. Man erkennt ein Säugthier für einen Ferfengeher (Plantigrada), wenn die ganze untere Fläche desFulses, von derFerfe bis zu den Zehen, haar- los und von einer lo fchwieligen Haut, wie bey dem Menfchen, bedeckt ilt. Die Schneidezähne dienen zum Zerlcheiden, filzen vorn im Munde und find meift leharf zugelphliff'en. DieEck-, oder Hunds- oder Augeh- zähne find rneilt in einen langen fpitzen Kegel verlängert und dienen zum Zerreifsen. Die Backenzähne fitzen hinten und dienen zürn Zermalmen der Nahrungsmittel. Ihre Form ilt lehr verlchieden , bey den fleifchfrel- lenden Thiexen find lie mit mehreren lebneidenden Hervorragungen , bey den Pflanzenfreilenden find fie platt und gefurcht oder mit ftumpfen Hö- ckern verleiten. 6 Säugthiere mit Nägeln. No. III. I. Familie. BIMANEN. Säugthiere mit getrennten, Nägel tragenden, Glie- dern; wo hlos an den Händen der Daumen den übrigen Fingern entgegengesetzt werden kann; mit allen drey Arten von Zähnen. Der Mejifch. BEMERKUNGEN ZUR III. TABELLE. Die Familie der Bimanen oder der Säugthiere mit zwey Händen (an den Bruftgliedern) begreift nur die Gattung Menfch. Er iß das erfte un- ter den belebten Welen , Io wohl durch Vollkommenheit feiner Organe, als durch feine geißigen Fähigkeiten fo wie durch die Sprache. 'Die all- gemeine Bildung feines Körpers nähert ihn aber den Säugthieren, von welchen er alles Wefentli^he hat. Es werden hier nur einige Punkte fei- ner Naturgelchichte angeführt, um in dem Werke keine Lücke zu laßen. D ie Form der Hände des Menfchen ilt eigenthiimlich ; der Daumen iß lang und kann den übrigen Fingern entgegengeletzt werden, was man bey den zwey folgenden Familien nicht fo wahr nimmt. Der M.enfch iß allein unter den Säugthieren fähig, lieh hlos auf der Fläche der Hinter- ffifse aufrecht zu halten ; bey ihm allein flehen auch die in der, mit her- vorragendem KinDe verfehenen , Kinnlade fitzenden Zähne ganz vertikal. Der Menfch zeichnet fleh auch durch eine allgemeine Schwäche fei- ner Organe, in der erßen Periode des Lebens gleich nach der Geburt, und durch die lange Zeit aus, die zii feiner erßen phyflfchen Erziehung erforderlich iß. Kein anderes Säugthier bedarf fo lange wie er der Sorg- falt und des Schutzes feiner Aeltern und es fcheint, dafs yon diefen nothwendigen beßändigen Aufmerkfamkeiten , die das Kind immer ver- langt und bedarf, dafs hievon auch der gefeilte häßliche Verein und vor- züglich die Ehe begründet werde, welche natürlich gleiche Dauer mit dem Leben beyder Gatten haben mufs^ Der Menfch allein hat unter den Säugthieren den Vorzug, artikulirte ßöne hervorzubringen, lis mit einander zu verbinden, um feine Ideen, feine Wünfche, feine Abneigung, feine Freude und feinen Schmerz aus« zudrücken. , 7 Säugthiere mit Nägeln. Das Vermögen, lieh vergangener Dinge zu erinnern, feine Gedanken jtufammenzuftellen , etwas zu vergleichen , zu beunheilen , gevviffe Uin- Itände durch Erfahrung geleitet vorherzufehen , leine Gefühle andern mitzutheilen, leine erlten Empfindungen zu vervollkommnen — Dies Ver- mögen hat nur dcrMenfch. Nur er hat ein fo voll.kommnes Gedächtnifs ; nur er ilt mit vergleichendem Scharffinn, Urtheilskralt, nur er mit eigent- licher Intelligenz begabt. Das menfchliche Gefchlecht (genus und fpecies) , was uuter allen Climaten der Erde, die Pole ausgenommen, lebt, zeigt in der allgemei- nen MafiTe der Individuen in gewiflen Gegenden einige Verfcliiedenheiteit der Hautfarbe, des Haarwuchfes und des Bartes , der Kopf- und.Ge- fichts form und der ganzen Statur des Körpers. Bey der Beobachtung der co n hantelten Verlchiedenbeiteri diefer Art hat mau geglaubt, ITe unter lechs Pmcen bringen zu muffen. 1. Die kaukaßßcke oder arabifch- europäifche Race , wovon die Haut weifs , die Haare lang und fchlicht, das Gefleht oval und gerade und die Nafe länglicht ilt; bewohnt vorzüglich Europa und einige Theile von Afrika und Alien. 2. Die hyperboreifche (oder Polar race), mit brauner Haut, febwat- zen fchlichten kurzen Haaren, plattem Geficht und Nale, findet lieh im Norden der alten und neuen Welt, in der Nähe der Polarcirkel, und Ich eint eine Milchuug der mongolifchen und kaukafifchen Race zu feyn. 3. Die mortgolißche Race , deren Haut rothbraun oder gelb , Haar Ichwarz', Geficht rund, mit vorfteh enden Wangen und Itrahlenartigen Runzeln um die Augen, Nale kurz und gedrückt, der Hirnlchädel kegel- förmig verlängert ift, bewohnt das füdliche Alien , China und die Tar- tarey. 4. Die amerikanißeke Race , mit röthlicher kupfriger Haut, langen, Itarken dunkelbraunen Haaren, mit langem breiten bartlolen Geflehte und etwas breitgedrückier Nalp, lebt belonders nn mittäglichen Amerika. 5. Die malaifche Race, hat gelbbraune Haut, dicke, fchwarze, weiche, leicht gekräulelte Haare, Ichräges fchmales Geficht mit verheben- dem Kinne, eine gewölbte Stirn , dicke vorragende Nafe, weiten Mund, wenig vorragend© Lippen; diele Race, die an die kaukaßfehe und äthio- pifche gränzt , bewohnt die In fein des ftillen Meers, die Philippinen, die Moluckert und die Halbinlel Malacka. 6. Die iilhiopifche Race, mit fchwarzer Haut, mit fchwarzen kur- zenderaufen (wolligen) Haaren, rundem Geficht , vorftehendem Munde und aufgeworfenen Lippen, kurzer lehr breiter Nale, planer Stirn und kleinem Hirnlchädel, bildet die am beftimmieften unterlebiedene Race, die faXt eine befondere Art der Gattung ausmacht. 1 8 Säugthiere mit Nägeln. f CD e 3 CD O / ' O < >> Ei r- s 3 B g. £: N ", CT t“ rö CD Er* * p -2 K “ . S 3 e . Op 3 Cu ^ ( < e a Öchneidezäh ne A, ^ Ss“ s. p> . 3 nt £d T> »"j ffi 5 ' 1 * o-a 3 - cu»L . re •1 CD ,/v O EL Üi aq o > • W o CD w So o a> ö Nj ►— -i f— <« CD 5. O CD 77 CD CT* Ul 2. Co t o ( 3- : o CD >.. -• ST? 3 £» Sr ao CT' O 3 - S 3~ < £L 5 -<3 ^ = “-3 N 3 0^5 vu CD CO CD n er 3 tr 3 . fo C N» N CD Q C /3 p: £: CTQ 5' CL, £• Ct> 0:5 P CD B s tu s - ? z r~ • r>- - 2 ?'cm 2 ct> L 3 k— j a O- CD 2 b y i~ ,,|j i — < CD P to 10, cp. Co M CKJ K5 CD H t"* o s’ So pr 4 3 2^ Ora w •y , CO ^P. O 3 ffi S3 p <5 o 3 O *-! SP ►1 *-* t )-• • H- • erc So G 3 Cfq © h-J Cu Vj 7? o P P CD O 3 W i2| w rz d 03 C 3 CD P Cb Jü -i O -1 CD cm ^ CD P 3- Do CD 2 P *4 * c o p N & P CD b s= tfä CE CD y Hrj f l*H w o d > U d cd § W w d o o w 'pö vahrt ; da, wo fie fich finden, find die Backen, wenn die Tafchen leer find , fchlaff und hängend. Gef iifsfcliwipl en find nackte Stellen , wo die Haut verdickt und oft gefärbt i ft , worauf das Tbier fich beym Sitzen Itiitzt. Die Hervonagung, welche die Schnautze vor dem Kopf bildet, kann durch einen Winkel ausgedrückt werden, der durch zwey gerade Linien gebildet wird, wovon die eine horizontal an der untern Fläche der Gau- men decke läuft und durch eine andere fchräge von der Stirn nach dem hervorragen dften Theil der Schnautze gezogene durchlchnhten wird; die Vereinigung diefer Linien iit der GrJichtsH'inkel , von welchem die ge- ringere Zahl der Grade die gröfsere Hervorragung der Schnautze anzeigt. i. Das genus Orang (pitbecus) begreift die Affenarten, die dem Menlchen am nächfien kommen ; alle fünf bekannte Arten haben lange Arme und find Bewohner der alten Welt. Z. B. Sim. fatyrus L. 2. Die Sapajus (callirrix) hahep fall die Schnautze der Orangs. Ihre Nafeniöqher liehen von einander entfernt. Man findet fie nur in Ameri- ka ; alle haben einen langen Schwanz ; die, bey denen diefer Schwanz kein Wickelfchwanz ift, find von einigen Naturforfchern Sakis und Sa- gt uns genannt. Z. B. Sim. panisgus, piihecia, midas. L. g. Die Brüllaffen (cebus) unterlcheiden fich von denSSapajas noch durch ihren pvramiciatilch erhabenen Kopf und durch fehr grobe Unrerkin n liefen. Man kennt nur zwey Arten aus Amerika. Z. B. Sim. femiculüs. L. 4 - Die Guenons ( cer- copithecus) und alle folgende Affen find Bewohner der alten Welt; die Nafenlöcher liehen lehr nahe an einander; -einige haben den Schwanz länger, andere kürzer, als den Körper; letztere heilsen auch Meerkatzen. Z. B. Sim. nictitahs, cynomolgos, L. 5. Von den Hundskopf affen (cvno- cephalus) kennt man nur eine Art. Z. B.Sim. inuus. L. 6. Der Pongo (pon- go), auch nur eine Ipeciesfilt auf der ln fefBorneo gefunden. 7. VomlenPrt- ■vianen{ papio)giebt es fechs Arten. Z. B. Sim. Iphinx. L,. g. tndri 2. B Lern, indri L. , Lori z. B. Lern, tardigradus und Galago heifsen lateluifch eben Io, und find wie die Maki (lemur) und Tarfer (Tarfius) Bewohner; d;>r alten Welt. Die meiiten haben den Namen : Affen mit Fuchslchnautzen ; fie fcheinen wirklich den natürlichen Uebergang von den Allesfrejfsnden, d. b. die fich eben fo gut von Fleifch als von Früchten,, nähren , zu den Fieifchfrefienden zu machen , die fich blos von thierifrben Sufeftanien nähren und noch das mit ihnen gemein haben, dafs fie auch mehr als zwey Junge zugleich haben. \ ro Säugthiere mit Nägeln. No. V. ML Familie. CHIROPTEREN ODER ALIPEDEN. Säugthiere mit allen drey Zähnarten ; zwifchen den Fufsen und me'ifiens zwifchen den ( verlängerten) Fingern ? häutige Ausbreitungen. nicht verlängert; keine obern Schneidezähne ; lehr kurzer Schwanz ...... i. Galeopitheke \ [ehr verlän- gert ; Wales f mit einem Blatt e! ' naQ der " oder Häuten be- ltebend • • • 5 - Rhinolophe fetzt ; Eckzähne J . j an einander r flehend . 6. Pbylloftom r am Ende frey . . 3. NoCtilion ohne Haut ("Schwanz s v oder Blatt ;< in der ^ Membran unterwärts gebogen . 4- Fledermaus kein Schwanz 2 . Vampyr BEMERKUNGEN ZUR V. TABELLE. Der Name C/zjropferen (chiroptera) bedeutet die Hände in Fluge! verwandelt. Dies iij: auch bey den meiften wirklich der Fall ; aber ihr wefenrlicher Charakter belteht x. in der Vereinigung aller drey Arten von Zähnen, wodurch ixe floh von dem flatternden Eichhörnchen (polatouche), einem Nagethiere, unterfcheiden ; 2 . in dem Mangel eines abgesonderten Daumen an den Hinterfülsen , den man bey dem flatternden Beuteltbiere' bemerkt'; 3- in der Ausbreitung der Haut an der Seite des Körpers, wel- che die Vorder - und Hinterfufse verbindet und wodurch c|as Tbier in der Luft erhalten wird, wenn es die.Fufse von dem Körper entfernt ; dies wird durch die Benennung sllipeden , die Füfse als Flügel, ausgedrückt. Diele Thiere nähern fleh den Quadrumanen durch die Zahl und Vertheiluag der ßriifte und. durch den bey den meiften abgefon eierten Daumen an den Händen. Sie kommen auch den Plantigraden nahe. Io- II Säugthiere mit Nägeln. /v /, ■ : ,v ' \ . s _ wolil dadurch, dafs fie die Ferfe beym Gehen auf den Boden ftiitzen als durch ihre fchneidenden und fpitzeckigen Backzähne. 1. Die Arten , yrelche keine verlängerte Finger haben, fliegen weni- ger gut, aber fie können defio befler, den Kopf nach oben, klettern; fie erhalten lieh nur flatternd durch die Seitenbau! in der Luft wie durch einen Failfchirm. Der Name Gale.ophh.eken ( galeopithecus ) , den man ihnen beylegt, bedeutet KatzenafFe. Sie finden fich nur auf den.Moliu- kifchen Inlein. Z. B. Lemur volansy L. Bey allen andern Gattungen finci die Finger der Vorderfülse ausseror- dentlich lang und, mit Ausnahme der Daumen , in eine haai lote Haut eingefchloffen , deren Feftigkeit fie veritärken. Alle diele 1 liiere leben gelelligg fie ziehen fich in dunkle Orte zurück und kommen blos des Nachts zum Vo-rfchein. Die Weibchen haben gewöhnlich nur zwey Jun- ge, die fie an den Brüllen hängend mit fich tragen. Alle Arten lallen im Winter in einen betäubten fchlafenden Zuftand, — W interlchlai ; beym Klettern haben fie den Kopf nach unten gerichtet. 2. Die T^ampyrc (Pteropus) find die grotsten bekannten Arten und leben in den warmen Theilen von Afrika und Allen. Z.B. Vespertilio vam- pyrus L. 5. Die Noctilionen oder Nacbtlöwen find lo genannt worden, weil das Ende des Schwanzes frey und umgebogen und die Schnautze rund und der eines Löwen ähnlich' ift ; die hieher gehörigen Arten find wenig hekanntrmd leben nur, in den heifseiten Zonen. Z.B. Vespert. I.eporinusL. 4 . Die Fiederm.iiufe (vespertilio) unterfcheiden fich von der vori- gen Gattung nur dadurch, dafs fie den Schwanz ganz in der Flughaut verborgen” und nach unten gefchlagen haben ; fie halten fich unter gemä- Isigten Himmeisfirichen vorzüglich in Europa auf. Z. B. Vespertilio mu- rinus L. 5, und 6. Die Nafenblätter oder ausgebreitete Membranen oberhalb oder unterhalb der Nafenlöcher Icheineri beltimmt zu feyn , dem damit verfebenen Tbiere eine lebhaftere Empfindung der Gerüche, vielleicht lelbft Empfindung von den in der Atmolphäre fchwimmendei! Körpern zu verfchaffen. Die Rhinolophen (d. h. Blattnafe) z. B. Vespert, ferrura ecjui- jj U m L. und Phyllojiomen (d. b. Blattmaul z. B. Vespert, hafiatus L-) ha- ben ihren Namen von diefer Bildung. Wohl mit Unrecht hat man den Thieren diefer Familie einen feefis. ten Sinn zugelchrieben ; der T-aftfinn ift bey ihnen, durch die nackton Flughäute und die vielen unter der Haut weglaufenden Nerven, fo fehr entwickelt, dals höchlt wabrlcheinlich die grofse Empfindlichkeit diefer Theile ihnen andere Organe (nämlich Auge oder Nale) er letzt , weil fie fich eben fo frey und fie her bewegen können, wenn fie uer letztem Or- gane auch beraubt lind. Säugthiere mit Nägeln. BEMERKUNGEN ZUR VI. TABELLE. Der Name Dighigraden. iruckt das Vermögen aus, auf den Zehen zu gehen, was lehr vielen Th ivren eigen ift ; Hier ilt das Wort in einem erigern Sinne genommen, im Gegenlatze der Plantigraden , Pedimanen und Chiropteren, die ungefähr wie die Säugthiere diefer Familie gebildet ünd, wovon aber keine Art auf den Zehenlpitzen geht. Alle hieher gehörigen Thiere lind fleifchfreffend ; He lind mit fehr vollkommnen Sinneswerkzeugen verlehen und haben überhaupt eine Bil- dung, welche die Harken, Iclmellen und gewandten Bewegungen begün« -l'tigt, die Ire, um auf den Raub auszugehen, nöthig hatten. Die eine Abtlieiking hat den Körper wenig erhoben; diele find im Ganzen Ichvvächer; fie wenden daher mehr Lift an; lie Ichleichen, fo Säugthier e mit Nägeln. i3 'zu ‘lagen, nur des Nachts hervor und verbergen Jlch in Löcher unter der Erde. Die andern haben den Körper hoch auf den Beinen; diele können fchnell laufen; lind Harker und kühner. Die meilten haben belonders einen Sinn, entweder das Gefleht, das Gehör oder den Geruch, lehr ent- wickelt. Die Gattungen, welche die Nagel zurückziehen oder beym Gehen in. die Höhe richten können, können lehr leicht klettern, aber abwärts können lie nur rückwärts herabgleiten. Die andern können nicht klet- tern; sdie meilten graben in die Erde. 1. Die Marder (multela) haben fünf freye Zehen an jedem Fulsc ; den Körper langgeftreckt, gewölbt; den Schwanz kurz zyJindrileb- Sienäh- ren lieh von Eyern und dem Blute anderer Thiere. Z. B. muht, martes L. 2. Die Stinkthiere ( mephitis ) haben ihren Namen von dem Übeln Geruch, den, he verbreiten; ihr Körper ift hinten dicker, der Schwanz lehr haarig und wie geftutzt. Z. B. Viverra mephitis, putorius L. 5. Die Manguften (ichneumon) haben einen an der Balis dicken, aber am Ende l'pitzen Schwanz, der beynahe fo lang als der Körper ift. In den heilsen Gegenden von Alien und Afrika lind lie zu Haufe. Z. B. Viverra mungo , ichneumon L. 4. Die Fifchottern (lutris) haben die fünf Zehen jedes Fufses durch eine Schwimmhaut vereinigt und fcheinen die Carnivoren mit den Am- phibien unter den Säugthieren zu verbinden. Die Schnautze iß rund und der Schwanz an der Balls dick; ihr Geiicht ift fchwach, aber der Geruch lehr Icharf. Sie nähren lieh vorzüglich von Fliehen, die lie tau- chend aus dem Wafier holen. Z. B. Muliela lutris L. 5. Die Kaizen (felis) haben die Zunge mit hornartigen rückwärts gerichteten Stacheln beletzt und daher rauh wie eine grobe Feile. Einige, z. B. Karakals und Luchfe, haben einen Haarbiilchel an der Spitze des äalsern Ohrs und einen kurzen Schwanz; die andern haben einen langen Schwanz und das Ende der Ohren nackt. Man theilt lie ein : a. in fol- che mit einfarbigem Pelz, z. B. Puma und Caguar; b. in folche mit geftreiftem Pelz, z. B. Katze, Tiger u. f. w. ; c. in die gefleckten, z. B. Leopard, Panther, LTnze u. f. w. Diele Gattung ilt fehr zahlreich und die Arten derlelben lind in der alten und neuen Welt zu Haufe. 6. Die Zibethihiere (civetta), welche mit der Geltalt der Marder, die Nägel der Katzen und die Schnautze der Hunde verbinden, haben unter dem After einen Sack oder eine Spalte, woriri fich eine riechende molchusähnliche Materie abletzt. Z; B. Viverra' civetta, Zibetha L. 7. Die Hyänen (hyaena) find den Hunden lehr nahe verwandt« Thiere, haben aber eine Art von Mähne und den hintern Theil des Rück-' graths viel weniger erhaben als den;. vordem. Z. B. Canis hyaena L. 8. Die Hunde ( canis ). vereinigen in diefer Gattung zugleich Wolf, Fuchs und viele andere Arten. *4 Säugthiere mit Nägeln. r~ ta a as <9 W n M P: JT- Fr- OI CO O p Schraeidezährie v. . . CO r~? P O ST* CD er S5 »- 1 -I CD O t ? 4 *-$ bQ CTS W O \ ?r N P- P 3 k-> w " £. v 3Q . CT» -A*. 5 S P* C: W S"3 05 s. pr Q- <-t n a m p: O HS Er ^ “ rr 33 <9 ■3 <1 r“' CO P 3 erq o il er tr^ 2 CI» 2 « 3 CD ts- 3 0 3 IS S. IT 5 er o *-t p O- O T3 re CD f^r 3 *-< CO o er Ni P: 3 CD P 3 CT? p p o er p c p- CD *1 ts p er c *-< 3*. CD er p 3 C: *5 3. aV pr CD t— < • 3 CD P: 3 ! SP CD *■< CD o er CD 3 CD »-s S CD ^ 3 CD > 3 erq CD Ö * • * * ♦ • V 4 a> cp oj *-« "<1 Cp H »—1 aq er r* ö er ►a Bäi CO g CD CD 0 p 3 * p ö t— • p 0 3 N 3 p 3 hj CD O r-r 3" 03 fir 1 P 1 — i 3 3 cn p: cr S CD Cfq >~t 5 1— > l~J • 0 O CD 0 P"* 1 5 CD h-< • P r^* 5 Qw -S H-* • CD rt p ■ CD '"S 0 rs CD CTQ P > ts CD 0 3 B ? I 5P ^ — *j r ,v ' ^ PT 1 cT o- 05 P tö o c- cd CD p O 1— -* £ p if CD er o CD CT* ?. 3 ‘ ^ CD CD Pi CT 1 ?F £ erq P“* CD S 9 p Cu CD ’-i r-r CD ö Pi - C CD P ' f V. Familie. PLANTIGRADEN. i5 Säugthiere mit Nägeln. BEMERKUNGEN ZUR VII. TABELLE. Die Säugthiere dielier Familie fiützen die ganze Fiilsfohle der Hinter- füfse beym Gehen auf die Erde; die Form ihrer Vorderfiilse i'lt in den verfcbiedenen Gattungen lehr verfchieden ; die hieher gehörigen Thier?! lind von allen denen Säugthieren, die keine abgefonderten Daumen ha- ben, die am wenigften Fleilchfreffenden ; die meifien lieben Früchte und lüfse Wurzeln. Sie gehen und laufen fchlecht ; kommen gewöhnlich hlos des Abends hervor; und in kalten Ländern halten Ile einige Monate lang eine Art von Winterfchlal. Die Form und Zahl der Zähne giebt eine leicht zu merkende Abthei- lung an. 1. Die Bären (urfus) find an ihren langen Eckzähnen leicht zu er- kennen , hinter welchen man einen kleinern und dahinter eine Lücke wahrnimmt. Z. B; Urfus arctos 2 . Die Kinkaju (eaudivoivulus) find die einzigen Thiere diefer Fami- lie, welche einen Wickellchwanz haben, der viel länger ifi als der Körper; finden ficb nur in .Amerika. Z. B, Yiverra catidivolvula L. 3. Die Dachfe (taxus) find dem Bär etwas ähnlich, aber ihre Eck- zähne flehen dicht an den Backzähnen. Man vereinigt unter diele Gat- tung Thiere aus der alten und neuen Welt, z. B. den Vielfrafs, den Ra- ekum (Wafchbär) u, f. w. Z.B. Urlusmeles L., Viverra mellivora L. 4. Die Koaci (nalua) haben die Nafe beweglich und in einenRüllel Verlängert, langen Schwanz ; finden lieh in Amerika. Z.B. Urfus nafuaL. 5. Die Zg<*/(Erinaceus europaeus L.) und 6. die Tenreck ( feLifer) z. B. Erinaceus letofus L. haben den Körper mit Stacheln oder Borften bedeckt. Wie die Stachellekweine und Echidnas können die Igel fich bey dro- hender Gefahr zufammen rollen und fo Kopf und Füfse völlig verbergen. D ie hiezudienenden Hautmuskeln haben eine ganz bebändere Einrichtung. 7, Die Spitzmäufe (lorex) haben gewöhnlich die Schnautze über dieUnterkinnlade hinaus verlängert z.B. Sorex fodiens L. ; die Arten, wel- che die Hinterfiilse mit einer Schwimmhaut haben, nennt man Desman . Z.B. Sorex mofehatus L. Die meilten dielerThiere ähneln den Maulwür- fen durch ihre^Schnautze und Zähne, den Mäulen aber durch ihre Haara Und Fülse. 8, Di e Maulwürfe (talpa). ,Da auch einige Spitzmäufe, z. B. chry- fochloris, ähnliche Ich aufeiförmige Yorderfüfse mit Ichneidenden Nägeln haben: fo mufs man hier eine belonders genaue Zählung und Betrachtung der Zähne zur Unterlckeidung benutzen. , Z. B. Talpa europaea L. Säugthiere mit Nägeln. N°. VIII. VI. Familie. PEDIMANEN ÖDER BEUTELTHIERE. Säugtliiere mit Nägeln und den drey Zalinarten; den Daumen an den Hinterfdfsen abgelbndert; unter dem Bauche ein Sack oder eine Hautfalte. « fzeho; Schwanz lt bringt, von ihr felbir in den Zitzen fack gebracht werden, oder ob fie durch eine Art J effnun dahin kommen, die in diefer Periode lieh vieliereht in den Ba.tehdecken bil- det. Dhaneril ZgoL 1 I Säugthiere mit Nägeln. *9 Säugthiere mit Nägeln. BEMERKUNGEN ZUR IX. TABELLE. Die Nagethiere (rofores) die deswegen fo genannt find, weil fie ihre Nahrungsmittel nicht anders zerkleinern können als wenn fie fie wie mit einer Feile benagen, haben immer nur zwey Schneidezähne irn Unterkiefer, und alle aulser dem Känguruh und dem Hafen haben auch nicht mehr im Oberkiefer. Sie bilden eine natürliche Familie, die mit den Beutelthie ren durch das Känguruh, den Phaskolome und das Aye- aye zufammen- hängr; mit der Plantigraden durch das Stachelfchwein und den Coendu - mit den Chiropteren durch die Polatufche. (Sciur. vot.) Alle nähren fich. von feilen Subfianzen, harten Kräutern, Holz und Wurzeln. Sie haben mehr als zwey Säugwarzen und bringen mehrere Junge i. Die Kängu- ruh (kangurus) haben lehr lange Flinterfiifse , kurze Vorderfiifse, haken- , förmige Nägel; fie bedienen fich auch des Schwanzes zum (Sehen. Z. B, Kang. gigameus (Geoftr.) 2. Die Phaskolomen (phascolomys) oderBeu- telmäufe , find die einzigen Nagethiere, welche zugleich einen Zitzenfack, Und den Daumen an den Hinterf'ül'sen ahgefondert und Nagellos haben - man hat fie wie die Arten der vorigen Gattungen nur inAufiralien gefun- den. 3. Das slye-^ye (cheiromys) oder Handmaus iit ein von Sonnerat auf Madagaskar entdecktes Thier. Z. B. Sciur. madagalcarienfis L. 4. u. 5 - Die Goendus (coendus) ( Hyfirix prebenfilis L. ) und Stachelfchw ei- ne (hyftrix) (Hyft. crifiata L. ) gränzen fehr nahe an einander. 6. Di« Sauia (cavia) find amerikanifche Thiere, die oft an den Hinterfüfsen hufenähnliche Nägel haben. Einige haben gar keinen Schwanz und aus dielen hat man ein eignes Genus hydrochoerus, z. B. Cavia capybara L., machen wollen; die übrigen mit einem kuizen Schwänze hat man slguti genannt. Z. ß Cavia paca L. 7 Die Scharrmäufe ( fphalax ) haben den Kopf lobreit als den Körper, der kurzbeinig ,ift und keinen Schwanz ; man fiebt bey ihnen (äufserlich) keine Augen , die fie, bey ihrer unterirdilchen Lebensart nicht brauchen. Z. B. mus typblus L. 8- Die Hamjter (cri- cetus ) (mus cricetus L.) unterfcheiden fich wefentlick von den g. Mur- meUhieren (aretomys) (arctom. alpinus L.j welche keine eigentlichen Bä- ckentafchen haben. 10. Die Hafen (lepus) Z. B. lepus timidus L. find in zwey Untergattungen getheilt wovon das zweyte di e sllpenhafen ( pica, lagumys) (lepus alpinus L.) leicht an den kurzen Ohren und mangelnden Schwänze zu erkennen ifi. it. Das Eichhörnchen (fciurus) Z. B. Iciub vulgaris L. und 12. die Schläfer (myoxus; (m. glis. L. ) kommen in Ge- ltalt, Gewohnheit und Lebensart einander lehr nahe. 13. und 14. Di« Kampagnols, Feidmäufe (ärvjcola) z. B. mus arvicola L. unterfcheiden fich von den Muujen (mus), z.B.nui s rattus L. durch die Geftalt ihrer Backen- zähne, die bey erfteren nicht ausgefchnitien find, und durch den behaarten Schwanz. 15. Die Zibethmaus ( ondatra ) nahe! t fich den Kampagne]» durch« die Zähne, und den Maulen durch den Schwanz. Z B. Müs zibethi- cus L. 10, Der Hydromys und 17. die Biber (über; (Caftor fiber) L. find atu der 1 abelie hinreichend ujuexlcheidsnd charakterifirt. ty.'h JS7 , ' ’ ' - Vb ■ 3"* 20 Säugthiere mit Nägeln. No. X. VIII. Familie. ZAHNLOSE. Nägeltragende Säugthiere. Ohne Schneide - und Eckzähne. « B :ai CS3 nicht einge- keilt ; Kör- per . . . -^ mit Haaren ; Schnautze fpitz ; i. Ameifsenfreffer .platt . 6. Scbnabelthier . 5. Echidna mit Stacheln oder f Stacheln . Schuppen . . . <( ^Schuppen . . 3. Schuppenthier {"mit Haaren; rüffelförmige blos Backenzäh- I Schnautze .... . . a. Orycterope .ne; Körper . . 4 j mit einer kalkartigen Scha- (.lenbaut 4 - Gürtelthier BENERKUNGEN ZUR X. TABELLE. Der gänzliche Mangel an Schneide - und Eckzähnen hat dielen Thie- ren den Namen Zahnlofe (edentati) verfchafft. Ihre Lebensweife ift noch wenig bekannt, He bewohnen die wärmften Theile der Erde, Afri- ka, Amerika und Aultralien. Alle, rrrit Ausnahme des Ornithorynchus, haben eine mehr oder weniger verlängerte Schnautze, alle können eine cy- ündrifche, lange, klebrige Zunge hervorftrecken , welche beftirnmt ift die fich daran felthängenden Infekten in den Mund zu ziehen. Man beobachtet bey den hier zufammengeftellten Säugthieren eine lehr grofse Verfchiedenheit der Bedeckungen, wovon bey den andern Thier -Familien fleh nichts ähnliches vorfindet. Einige haben Haare auf dem Körper, allein dies Haar ift von ganz befonderer Art, es ift ein lan- ges plattes Mähnenhaar, wie trocknes Gras ; andere haben ein dickes, bufcliiges Seidenhaar. Bey einigen ifl der Körper und Schwanz mit Har- ken, an den Rändern fcharfen , dachziegelartig liegenden Schuppen be- deckt ; bey noch andern finden fleh Stacheln wie bey dem Igel, und wie- derum andere haben den Körper in eine Art von knochigem Harnifch ge- hüllt, der in Gürtel und regelmäfsige Abtheilungejn getlieilt ift , die die nüthige Bewegung zulaffen und doch eine lehr feile Verth ei djg uugs Waffe -abgeben. 4 21 Säugthiere mit Nägeln. Eine andere merkwürdige Eigenheit diefer Familie iß die gänzliche Abwefenheit von Säugewarzen bey den Gattungen 5 u. 6-, die überhaupt aus Thieren beßehen, deren Organilation To fehr von der alle andern Säugthiere abweicht, dals die Naturforfcher faß ungewils ßnd, ob üe »icht aus ihnen eine eigne Klaffe machen follen. Geoffroy hat ße we- nigßens als monotremes (mono crem ata) als eine eigne Ordnung aufge- geführt. 1. u 4 meifenfrejjer (myrmecophaga) Myrm. didactyla L, find noch nicht; Tn Europa wabrgenormoen f einige haben Wickellclmärize, andere nicht. 'i. Man kennt nur eine Art von Orjcteropen. (orycteropus) was Gra- befufs bedeutet ; das Thier iß in Afrika zu Haufe und wegen feiner plat- ten Nägel merkwürdig. Z. B. Myrmecoph. capenfis L. 5. Auch die Schuppenchief e (manis) finden ßch in Afrika ; der hier- her gehörige Pliatagin (M. tetradactyla) hat unter allen Säugthieren die meißen Schwanzwirbel. 4. Die Gürtelthiere (da Typus) ßnd nur in Amerika gefunden. Es fcheint, als wenn die Zahl der Gürtel nach den Jahren vetfchieden iß, wodurch., die Beßimmung der Arten fehr fchwierig wird. 5. Von den in Neuholland einheimifchen Echidnas (echidna) z. B. Myrmecophaga aculeatus (Shaw) find zwey Arten bekannt. 6. Eben fo iß es mit den Sehnab elthicren (ornithor-ynchus) , denen man dielen Namen gegeben hat, weil ihre platte haarlofe Schnautze ei- nem Entenfchnabel fehr ähnlich iß. Z. B. Ornith. paradoxus (BLumenb.) Die beyden letzten Gattungen ßnd nur einftweilen hier placirt, bis ßch ein fchicklicher Ort für ße findet. Sie unterfcheiden ßch von allen Säugthieren übrigens durch folgendes : keine Säugewarzen ; eine Kloake oder eine gemeinfchaftliche Oefinung für die Gefchlechtsorgane, den Urin und den Koth ; keine einigekeilten Zähne; keine fleifchigen Lip- pen; knöcherner Gaumen, mit abgefonderten Zwifchenkieferbeinen ; zwey Schlüffelbeinknochen , wovon eins dem Gabelknochen der Vögel ähnlich iß. Die Arme in einem Charniergelenk mit den beyden Schul- terknochen artikulirend ; das Wadenbein viel länger als das Schienbein ; die Zehenglieder fehr kurz mit doppelten Gelenkrollen und lechs Zehen an den Hinterfüfsen u. f. w. Alle diele Eigenheiten fcheinen ße von der Ordnung der Säugthiere auszufchliefsen ; dagegen beobachtet man ähnli- che Bildungen bey mehreren Vögeln und befonders bey vielen Rep- tilien, % Säugthiere mit Nägeln. N°. XI. IX. Familie. TARDIGRADEN. Säugthiere mit Nägeln, denen blos die Schneide- zähne fehlen. Fault hi er . BEMERKUNGEN ZUR XL TABELLE, Die Tardigradcn haben, was die Bildung ihres Geflehtes und den Sitz der Säugwarzen auf der Bruit anlangt, einige Aehnlichkeit mit der orften Ordnung der Säugthiere, aber durch die Bildung des Magens kommen fie den folgenden Thieren nahe (von den Affen u. f. w. unterlchei- den fie fich vorzüglich dureh ihre Sichelklauen). Man kennt nur zrvey in Amerika einheimifche Arten die man in das Genus Bradypus (Lang- famfuls) Fdulthier gebracht hat Die eine Art zeigt das bey den Säugthie- i et» einzige Beylpiel von neun Haiwirbelbeinen. Z. B. Brad. tridactylus. L. 23 Säugthiere mit Hufen. BEMEKUNGEN ZUR XII. TABELLE. Die PaehycLermen ( crajjipeltes f. pachy derma) Thiere mit dicker Haut, lind durch eine mehr künfiliche als natürliche Weife zufammen- geftellt; bilden aber demohngeachtet eine von andern lehr unterfchiede- He Familie. Es find die einzigen Thiere die zugleich meiftentheils alle drey Zahnarten und mehr als zwey Hufe haben. Die meii'ten find nur fparfam behaart; fie ruminiren nicht. Der Elephant allein hat keine Eck- zähne und nähert lieh gewiffermalsen den Nagethieren, da feineHaueraa der Stelle der Schneidezähne fitzen. Der Daman hat dichtes Haar und nähert lieh durch die Form der Füfse den Savias und Stachelfchweinen. Alle mit Ausnahme des Damans fuchen feuchte Orte zu ihren Aufenthalt. 1. Die Daman (hyrax) die Linne zu dep Nagethieren zählte, unter- fcheiden fich von diefen lehr durch ihre vier untern Schneidezähne ; man kennt zwey in Afrika einheimilche Arten. Z. B. Hyrax capenfis. 2. Die Schweine (fus)bilden eine wegen der Bildung’ des Fufses fehr merkwürdige Gattung, indem obgleich vier Zehen da find, nur die zwey mittelften den Boden berühren; fo dafs der Fufs, wie bey den Wiederkäuern gefpalten zu feyn fcheint. Die Eckzähne ragen oft aus dem Munde hervor und find wie Hauer umgebogen. Alle haben einen Rüffel, mit' dem fie in der Erde nach den Wurzeln wühlen, wovon fie fich nähren. Z. B. Sus feropha L. 3. Die Tapire (tapirus) Waffer - Schwein , find amerikanifche Säug- thiere mit einem kurzen Rüfiel, der dem des Elephanten ?ähnelt. Z. B. Tap. americanus. Cufvier hat in den Steinbrüchen von Montmartne bey Paris von zwey andern Arten diefer Gattung, die jetzt nicht mehr lebend vorzukommen fcheinen, die folfilen Skelete gefunden. 4. D ie Rhinozeros (rhinoceros) Nashorn, haben keine Eckzähne, «ft fehlen ihnen fogar'die Schneidezähne ganz und gar. Man kennt nun zwey lebend vorkommende Arten, das Afiatilche einhörnige, und das Afrikanifche zweyhörnige. Diele Hörner fitzen lenkrecht auf derNafe und fcheinen aus vereinigten Haaren gebildet zu feyn. Z. B. Rhin bicorois. 5. Die Elephanten (elephas) unterfcheiden fich von allen Thieren die- fer Familie durch die Zahl der den Fufs begrenzenden Hufe, wodurch al- le Zehen in einen Stumpf vereinigt find, und durch den langen Rüffel in welchen die Schnauze ausgeht und deflen das Thier fich wie einer Hand bedienen kann , z. B. Elephas indicus L. 7. Die Flufspferde ( hippopotamus ) haben allein in diefer Familie, vier den Boden berührende Hufe. Man kennt nur eine lebende Art, die, in Afrika einheimifch ift, aber auch feiten zu werden fcheint. Z. B. Hip~ pop. amphibius L. Cuvier hat, bey feinen Unterfuchungen über die foffilen Knochen, auch welche entdeckt, die zwey zu diefer Familie zu zählenden Gattun- gen angehört zu haben fcheinen. Das eine nennt er Paleotherium , das andere Anoplotherium. *4 Säugthiöre mit Hufen. No. XIII. XI. Familie. WIEDERKÄUER. Säugthiere mit zwey Zehen und nur zwey Hufen. ( fehr kurz ; Laibe Hufe i. Kameel ohne Hörner ; Eckzähne/ f fehr lang; ganze Hufe . 2. Mofchusthier /Hörner feft /jährlich abfallend . . 3. Hirlch iit Hör- j =- Geweihe;/ Rrn ' \ f lebenslang bleibend . . 4. Giraffe §■- mi nem f aufrecht flehend 5. Antilope f rund;/ Hörner hohl, I 1 gebogen ~ ’ ' der Balis/ an 8- Ochfa S< \ -( t: ' 1 zufammen- /Bart ... 6. Ziege f gedrückt; / f kein Bart.. 7. Schaaf t> 4\ BEMERKUNGEN ZUR XIII. TABELLE. Die Wiederkäuer (ruminantia, bifcula, pecora) find eine fowohl durch äufsere Geftalt als Organifation und Lebensart fehr natürlich ver- bundene Familie, Wiederkäuer heilsen fie, weil fie die Kräuter, wo- von fie üch nähren, wenn fie eine Zeitlang im Magen gewefen lind, wie- der in den Mund zurückgehen laßen und da zum zweytenmale kauen; es fteht dies mit einer befondern Einrichtung des Magens in Verbindung, der in vier Säcke getheilt ift, in den Panzert, die Haube, den Pf al- ter, und den Laabmßgen. Man nennt fie auch Thiere mit gefpaltenen Klauen, Bifulea, weil der Fuls wirklich ausfieht als wäre er gelpalten ; die zwey dreyeckigen Hufe, laffen wenn fie den Boden berühren einen gabelförmigen Ein- druck zurück. — Sie find die vorzüglichften Hausthiere, die man Heer» denweis hält. Z. E. Schaafe, Rennthiere, Kühe, Kamele, Ziegen u. f. w. Die meifien hieher gehörigen Thiere haben keine Eekzähne, welche ih oen bey ihrer Pflanzennahrung unnütz feyn würden. Selblt die Schnei- dezähne finden fich meiftens nur im Unterkiefer, dann find fie breit und acht an der Zahl Die Oberkinnlade ift mit einer feilen Widerftärid ieiftendenSubltaas bedeckt, gegen Welche die Sehfteidezäfehe aegedriiekt Säugthiere mit Hufen. 25 werden, die dann Zangenartig das Gäas faßen, um es mehr abzureifsen als abzubeilsen. — Die zwey erfleh Gattungen entfernen fleh von den übrigen etwas durch das Dafeyn aller drey Zahnarten , und durch die Ab- wefenheit der 1 Hörner oder Geweihe. 1. Die Kameele (camelus) machen gleichfam den Uebergang von diefer Familie zu den Solipeden ; , lie haben alle drey Arten von Zähnen und die Zehen find in eine wenig gefpaltene fchwielige Sohle eirige- fchlolfen, lo dafs man nur vorn zwey kleine Hufe wahrnimmt. Man theilt diefe Gattung in eigentliche Kameele, die einen oder zwey Höcker aut dem Rükce.n haben z. ß. Camelus bactrianus und L. in Lamas welche keinen Höcker auf dem Rücken und weniger Schneidezähne haben. Z. ß. Cam. lacma L. 2. Mofchusthier , Mofchushirfch (möfchus) fondern (in einem Be"u4 tel am Nabel) den bekannten Motchus ab. Haben keine obern Scbnei- dezähne, aber an Ober- Kiefer fitzen zwey lange unterwärts gebogene Eckzähne. In diefer Qauung finden fich die aflerkleinflen Arten diefer Familie. Z. B. Molch. mofehiferus L. , 3. Zu den Jfirfchen ( cervus ) gehören alle die Thiere, wovon ent- weder ein oder bevde Gefchlechter auf dem Kopfe, Geweihe (oft ältige), tragen, die von keiner Haut bedeckt find und jährlich neu gebildet werden. Z. B. Cervus elaphus L. 4. Die Girajjen ( camelo - pardalis ) find die einzige Art diefer Gat- tung, und in Alrika einheimifche Thiere, deren mit Haut bedeckte und tan der Spitze Haarbülchel tragende Hörner lebenslänglich dauern. Z. B. Camelo - pardalis giraffa L. 5. DieGaitung der Antilopen (antilope) begreift eine grofse Menge fehr von einander verbhiedener Thiere, die die alte "Welt bewohnen, und deren runcje mit hervorragenden Ringen oder fpiral^örmigen teilten verfehene Hörner, knöcherne, inwendig nicht hohle, grotse Fortlätze des Schädels bedecken. Z, B. Antilr cervicapra L. 6. Die Ziegen (caprä) kommen in etwas mit den Antilopen über- ein. Ihr Hatipti harakter beliebt 'irr dem Brifchel länger Haare, was lie unter dem Kinne haben. Z. B. Capra aegagrus L. 7. Die Schaafe (ovis) haben zufammerrgedrückte, eckige Hörner die an ihrer Bafis rückwärts und nachher wieder vorwärts gebogen find; Z. B. Ovis aries L. 8- Die Ockfen (bos) haben auch einige Aehnlichkeit mit einigen/ Antilopen arten; aber ihre Hörner find nie an der Jjlafis gerade aufrecht flehend fondern ganz feitwärts oder hinterwärts gebogen. ( Auch haben die \ntilopen nicht die hängende Rehlhaur, cfie Wanne, der Ochfen. %, B. Bos taurus L, 1 » V- 2.6 Säugthiere mit Hufen. No. XIV. . XII. Familie. SOLIPEDEN. Säugthiere mit einer Zehe und einem einzigen Hufe. Pferd. N°. * XV. XIII. Familie. AMPHIBIEN. Vier Füfse fioffenförmig ; die Zehen meiftens nägel- tragend. falle, drey Arten; * obere Schneide- J fechs aa der Zahl *• Seeh ^ d 7j1me \zwey an der Zahl . 3. Wallrofs JJ j f Eckzähne (^nicht alle drey Arten ; ■/ f keine Eckzäh . 3. Dugong . 4- Manati BEMERKUNGEN ZUR XIV. TABELLE. '1 1 , Obgleich die Familie der Solipeden (folipedes) nur eine Gattung, von vier Arten, in lieh begreift , lo ilt fie demohngeachtet doch eine der natiirlichften unter den Säugthieren , ja man könnte tagen unter den liickgrathigen Thieren ; es lind durchaus die einzigen Thiere die nur auf einer Zehe gehen. Ferner haben lie einen einfachen Magen, und die drey Zahn Arten; ihre Säugwarzen, nur zwey an der Zahl, fitzen nicht an der Brult, fondern in den Weichen. Die Gattung Pferd (equus) enthält vier Arten, die alle in der Alten Welt zu Haufe lind. Z. B. equ. caballus L. 2 7 Säugtlilere mit F'loffeh. BEMERKUNGEN ZUR XV. TABELLE. In diefer Familie find auch unt:?r dem Namen (amphi- fiia) Thiere zufammengefielLt , die in Organifation und Nahrung {'ehr von einander abweieben. Ihr Namen giebt die Gewohnheit diefer Thiere an, die gewöhnlich im Waffer leben, obgleich fie wie andere Säugthie. re das Bedürfnils haben Luft zu atbmen und obgleich fie lange aufser dem Waffer leben können. Alle hiehergehörigen Thiere haben eine ihre Lebensart andeutende Körperform. Ihre Bruftglieder find deutlich, aber kurz; die Zehen durch die Haut in eine Art Ruder vereinigt. Die Bauchglieder find meift ganz nach hinten gerichtet und bilden oft mit dem Schwänze zulammen eine einzige Floße, die ihnen als Steuer- ruder dient, wenn fie die Bruftglieder als Ruder brauchen. 1. Die Seehunde (phoea) leben im Meere, find eigentlich noch wenig bekannt, fcheinen aber in Hinficht auf Lebensart, Form der Schnautze und Zahl und Vertheilung der Zähne in einigen Verbindung mit den Fifcbotter zu liehen. Z. B. Phoca vitulina L. 2. WallroJJe ( trichecus ) haben wie die Elephanten in dem Ober- Kiefer zwey grolse Stofszähne, die hier aber die Eckzähne zu feyn fcbdi- nen; fie zeigen durch Lebensweife und innere Organifati&n mit den Pa- chydermen einige Beziehungen. Z. B. Trich. rosmarus L. 3. Der Dugong (Dugong) ilt noch wenig begannt j nur in den in- difchen Meeren beobachtet; hat im Unterkiefer weder Schneide- noch Eckzähne, hat aber fonlt einige Aehnlichkeit mit der vorigen Gattung. Z. B. Triebe c. dugong L. 4. Die Manatis (manatus) haben faft die Zähne' der Faul thiere , und auch wie es fcheint die innere Organifation , wenigftens in dem was die Verdauungsorgane betrifft. Sie find pflanzenfreffend. Z. B. Triebe- cus manatus L, \ I 28 Säugthiere mit Floffen. No. XVI. XIV. Familie. CETACEEN. Floffen olme Nägel; keine Hinterfüfse; Sprlt^- löcher. Tmit Zäh- nen "am Gaumen, in den Kinnladen ; Rücken mit einer Floße io.Hyperodon I im Ober- kiefer . s 5< -rr 1 f mir einer lind im Unterkie- j Floße . g. Delphin fer ; Rücken - - J - j ohne ^Floffen-. 8- Delphinapter . im Un- terkie- fer , Rü- cken . r mit Flof- aber nicht im Un- j len . . 4 > Anarnack terkiefer: Rücken < t > ohne f Flößen . 3. Narhwal "mit einer Floffe . - . . . • 7.Phyleter ohneFiof- f an der Balis der < fen, Spritz- j Schnantze flöcher . . \ 5. Käfchelot J an der Spitze f der Schnautze . 6. Phyfalus , . _ C mit einer Floße . . 2.Balänopter ohne Zahne; mit -barten; I der Rücken. „ „ , t^ohne Floffe .... i.Wallfifch BEMERKUNGEN ZUR XVI. TABELLE. Die Cetaceen (cete) haben eine von den übrigen Säugthieren Io abweichende Form, dals man üe lange Zeit für Fifc'he gehalten und mancher geglaubthat, eine eigene Glaße von ihnen bilden zu muffen; und doch Ul ihre Organifation ganz die der übrigen Säugthiere. Sie athmen durch Lungen,' bringen lebendige Junge, die fie durch die Milch ihrer Brüfte ernähren; aber die Hinterfüfse fehiön ihnen wirklich gänzlich. Ihre Flaut ift glatt, ohne Schuppen oder Haare; der ‘Körper hat eine konilche Form und endet fielt in eine horizontal liegende Floße, äufsere Säugthiere mit Floffen. 29 Ohren find gar nicht vorhanden ; die Nafenlöcher öffnen lieh oben auf dem Kopfe und find mit Muskelfäcken verfehen, die das in die Kehle gekommene Waffer mit Gewalt wieder ausfprützen. Alle leben im Meere und könne» es nicht verlaflen. Sie nähren fich von Filchen und anderen Seethieren. Die hier aufgeftellten Gattungen find die, die Lacepede in feiner HiJioire naturelle des cetaces bekannt gemacht hat; obgleich fie auf lau- ter künllliche Abtheilungen gegründet find, fo geben fie doch ein lehr bequemes Hülfsmittel zur Kenntnifs der Arten ab, was doch der einzige Zweck der naturhifiorifchen Syfteme ift. 1. und 2. Die Wallfifche (balaena) z. B. Balaena myfficetus und die Baliincpteren (balenoptera) (z. B. Balaena gibbola. ) find unter al- len bekannten Thieren die welche die beträchtlichfie Gröfse und das grölte Gewicht erreichen; fie lieben, fo zu lagen, das Meerwaffer durch, was fie zwilchen den Blättern ihrer Barten durchtreiben, wie die Enten wenn (fie in dem Schlamm Ichlappern g. Die Gattung Narhwal (narwbalus) (z. B. Monodon monoceros L.) wurde lehr uneigentlicb monodon genannt, weil der Narhwal häufig zwey lange, Hauer im Oberkiefer trägt; es gehören hieher drey Arten, die von der folgenden Gattung 4. Anarnack (anarcus) z. B. Monod. fpurius Oth. Fabric.) nur durch die Abwefeiiheit der Rückenfloffe unter« fchieden find. 5, Die Kafshelots (catodon z. B. Phyfeter macrocephaius L. ) 6. der Phjfalus (Phyfalus) z. B. Ph. zylindricus und 7. der Phyfeter (phyfeterus) z. B. Pbyfet. microps L. geben eine (ehr natürliche Abtheilung in diefer Familie, vermöge des Sitzes der Zähne, die nur an der ünterkinlade deutlich find. 8. und 9. Di e Delphine (Delphinus ) z. B. Delph. vulgaris L. und di e Delphinapteren (Delphinapterus) z. B. Delphinus beluga L. , bilden auch eine ganz natürliche Abtheilung in der grofsen Familie, und begrei- fen" eine grofse Menge Arten, die meifiens in Vergleich zu denen der vorigen Gattungen, !nur eine geringe Gröfse erreichen. 10. Die Hjperodons (byperodon) z. B. Delphinus orca L. find fonderbare Tbiere. Von dem Delphin, mit dem fie fonft Übereinkom- men, unterscheiden fie fich durch die auf dem Gaumen fitzenden Zähne und durch die geringe Zahl der Zähne im Unterkiefer. Es Jcheint als wenn der H'yperoden in einiger Hinlicht dem Orniihorynchus, der einXt- '' weilen unter den Zahnlofen aufgeführt Ift , nahe kömmt. Ende der CI affe der Säugthiere. / So Eintheilung der Vögel n°. xvir. II. Klasse. VÖGEL. I Piückgratbige, Eyerlegende Tliiere; mit Lungen und rothem Blute; der Körper mit Federn be- deckt und die Vorderfüfse in Flügel verwandelt. r mit zwey Hinterzeben und zwey Vorderzeben . . KJettervöge) miteiner oder gar keiner Hinterzehe ; die Vorder- zeheii . . 1 gatiz frey abgefondert ; Schnabel und Nägel (Klauen) hackenförntig ver- G anz unc ^ g ar ( ^ urc ^ breite ' Schwimmhäute .... ei nigt- nur / ui f alle an der Balls um 1 ^l'heil/ die zwey äu j fseren Ze- hen ; Fuls- febr (^wurzeln . < mittel- I l^mälsig Raubvögel Palmipeden $ Hünerartige Sumpfvögel Wandervögel BEMERKUNGEN ZUR XVII. TABELLE. Die CI affe der Vögel (aves) begreift Tbierarten in fleh, die Io deut- lich durch 'Geftalt, äufsere Bedeckung und Organifation unterfebieden find, dafs es unmöglich ilt fie mit Thieren der anderen Claflen zu ver- wecbfeln. Ihr bornartiger Schnabel, ohne fleifcbige Lippen, entfernt fie von den meiften Säugtbieren und nähert fie dem Sclinabelthiere und den zahn lo feil Cetaceen welche die Form der Fifcbe haben. Sie lind die erben Thiere, bey denen die Keime zur Fortpflanzung der Art, in einer mit einer Kalkartigen Schaale umgebenen lekundären Gebär- mimer deru Eye — enthalten, fielt eher von der Mutter trennen ehe fie ganz entwickelt find, und in der Luft einer Wärme von So Grad Reaumiir bedürfen um ganz entwickelt zu werden. Deswegen heifsen fie Ey erlegen- de. Die Federn der Vögel find eine dieferClafie ganz eigne Bedeckung ; es find hornartige Kiele die, je zu fünf in einem Q< drat (in quincunce) in der Haut fitzen und mit dicht an einander liegenden, durch kleine Flak- 3i Eimheilung der Vögel. cten vereinigten, Bärten verleben die auf den Seiten fo angebracht find, dafs fie leichte und lehr elaftifche Blätter bilden. Man giebt den auf den Flügeln und dem Schwänze fitzenden Federn den Namen Schwungfe- dern (pennae) ; die Flügelfedern hat man auch Ruderfedern (remiges) und die Schwanzfedern Steuerfedern (rectricesj genannt. Form und Länge variiren fehr. Man benutzt fie zur Charakteriftik der Gattung. In der Bildung der Fülse zeigt eine Familie der Vögel eiiuTbe- fondere Eigenheit, deren man fich zur Charakteriftik bedient hat, nämlich die Bildung (her Zehen wo fie zangenartig einander entg eeen- ftehen. Andere Vögel haben zwar auch das Vermögen, willkürlich eine Zehe auch etwas nach hinten bewegen zu können; aber; die, die man Klettervögel genannt hat, können die Hinterzehen nicht vorwärts bewegen, und auf die ganze Organifation fcheint diefe Art fiel/ zu bewegen einigen Einflufs gehabt zu haben. Alle andern Vögel haben nur eine oder gar keine Hinterzehe. Von diefen haben einige die Fülse mit fcharfen hakenförmigen Klauen verleben, die Zehen ganz frey abgelondert, und den Schnabel ge- krümmt und mit einer hakenförmigen Spitze endigend Bey den übrigen lind die Zehen mehr oder weniger durch Mem- branen unter einander vereinigt, bald find fie es nur an ihrer Balls, bald bilden die drey oder vier Zehen eine Art von Ruder Dies ilt bey allem auf der Oberfläche des Wählers fchwimmenden Vögeln der Fall. Die Vogel, deren Zehen nur unvollkommen an ihrer Balis verei- nigt find, zeigen aufser den auf der Tabelle angegebenen Eiger.thüm- lichkeiten , noch eine grolse Menge andere in ihrer Organifation und Lebensweife gegründete, die bey der Tabelle jeder folgenden Ord- nung angegeben find. 32 Raubvögel. No. XVIII. I. Ordnung. RAUBVÖGEL. ‘ Line einzige Zehe hinten; die Vorderzehen ganz frey; Schnabel und Klauen hakenförmig. * CD fcli ' 3 1 •< '"an der Seite; der Kopf oder ein Tb eil • 1 Familie». "ohne Federn , nackt ..... Nackthälfe mjt'Federn be- deckt ..... Federhälfe nach vorn gerichtet, ^bel dicker Kopf . kurzer Schna- . . . Nacbträuber N°. XIX. I. Familie. DIE NACKTHÄLSE ODER PTILO DEREN. *) Der Untertheil des Haltes mit kraulen Federn, wie mit einem Kragen umgeben, der Obertheil mit einem leichten Flaum bedeckt ; der Schnabel an- fangs an der Bafis gerade, an der Spitze haken- förmig. Kopf oder Hals j'mit Warzen . . i. Sarkorampf \ohne Warzen . , a. Geyer ¥ ) von ITriAov Flaum und Afgyj Hals. BEMERKUNGEN ZUR XVIII. TABELLE. Wie es der Name fchon angiebt leben die Raubvogel (accipirres, rapac.es) nur von Rauben und Beutemachen. Die Füfse find im Gan- zen fehr kurz, mit fpit zen, hakenförinigea , ftarken und Ichneidendeä 55 Raubvögel.. Nägeln an ? Harken Zehen bewaffnet, deren Vereinigung man mit dem Namen Klauen bezeichnet. Ihr meiftens kurzer Schnabel Ui an der Spitze in feinem Obertheile gekrümmt. Die Flügel find lang und ge- ben dem \'ogel, wenn er fliegt, einen beträchtlichen Umfang in die lueite. Alle leben paarweile, legen nur wenig Eyer in ein, an einend erhabenen Orte angebrachtes, nicht kürfftlicaes Neff. Die Männchen find kleiner als die Weibchen. Ihre Farben haben einen dunkeln An- strich und zeigen meilt eine Mifchimg von Schwarz und Weifs. Einige Arten Icheinen diefe Ordnung mit einigen der folgenden zu verbinden; Io lieht z, E. der Sekretair mit langen nackten Fuls- wurzeln in Verbindung mit einigen Sumpfvögeln, von denen er lieh lonlt durch den Schnabel unterlcheidet. Da einige Nachtvögel auch die äufsere Zehe hinterwärts bewegen können, lo könnten Ixe diefer Ei- genheit wegen mit den Klettervögeln verwechfelt werden; wenn nicht die Lage der Augen Ge wieder davon unterfebiede. Diele vorwärts liegenden Augen find hier als ein Hauptcharakter der Nachtvögel benutzt; auch ilt es eine Bildung die man lonlt bey keiner Gat» tung diefer Ordnung antrifft; die hier zu den Nachtvögeln gehörigen Arten find, neblt den Nachrlch walben aus der Ordnung der SperlingsartigenvögeL die einzigen, die bey Nacht und in völliger Dunkelheit fliegen können. Die Bezeichnung nackter Hals inuls man nicht im ftren^lien Sin- ne nehmen, es loll dadurch nur angezeigt werden , dafs der Hals nur mit einem fpärlichen Flaum bedeckt ift, durch welchen man die nur an einigen Stellen ganz nackte Haut durchfehen kann; es ift diele Be- zeichnung nur vergleichend und dem entgegengefetzt, was man bey den Federbällen bemerkt, deren Hals gewöhnlich ganz mit Dachziegelartig' übereinander liegenden Federn bedeckt ift. BEMERKUNGEN ZUR XIX. TABELLE. Die zwey Gattungen der Familie der Nackthälfe find leicht zu un- terfcheiden , weil ihr Charakter blofs in dem Dafeyn oder der Abwe- senheit von Fleitchwarzen am Kopfe oder Halle liegt. Einige andere Vö- gel aus lehr verfchiedenen Ordnungen zeigen eine gleiche Bildung, aber iie unterlcheiden lieh durch die wichtigften anderen Eigenheiten. Die Gattung Sarkoramph (Sarcorampbus) d. h. Fleifchlch abel, begreift diejenigen Geyer- Gattungen, die fleifchige Carunkeln oder Er- habenheiten auf dem Kopfe oder um den Schnabel herum haben z E der Geyerkönig (vultur papa L.) , der Condor, der Ariku, u. f. w. Die Gejer (vultur) find die übrigen Arten von Raubvögeln mit ganz oder zum Theil nackten Flalfe. Diefe Vögel find, obgleich fie fehr Stark find, meift nur wenig muthig. Es find fehl gefrälsige d hie- re, die belonders dem Aafe naebgehen, von deffen Witterung fie aus Sehr weiter Entfernung berbeygezogen werden; fie fliegen in zahlrei- chen Haufen. Z. B. Vult. fulvus L. Dumeril Zool, r- *• ^ 34 Raubvögel. Raubvögel. 35 BEMERKUNGEN ZUR XX. TABELLE. Der Name Federhälfe iß hier hlofs im Gegenfatz zu der vorigen Fa- milie genommen. Die Lage der Äugen entfernt die hierher gehörigen Vögel von den Nachtvögeln , welche iiberdem die.. Balis des Schnabels von Haarfedern verlleekt haben, die hier von einer färbt en nackten Wachshäut bedeckt iß. Alle diefe Vögel fliegen Key Tage, nältren fich nreili von lebenden Thieren, auf welch« fie mit außerordentlicher Schnel- ligkeit, wie aus der Luft herunter fallen : fie kreilen und fteigen fo hoch 'dafs man fie aus dem Geficht verliert, und fliegen nie truppweif«, Männ- chen und Weibchen bleiben nur die Brütezeit beylammen. i. Dir- Bart- gcjer ( gyptus ) um t erleb eiden fich lehr leicht von allen übrigen Arien durch die Pinfel von JBorltenbaaren am Schnabel; es g -hören hi eher der Lämmergeyer z. B. Vult. barbfltus L die Harpie u. f. w. , deren L -bens- art mit der der Geyer* ubereinkömmt. 2, Die Weihen (huteo di * man nach Anleitung der Tabelle' leicht erkennen kann, find auch Vögel deren Muth nicht ihrer Stärke eqtlpric ht ; fie greifen keine Th iere an, die ihnen Widerftaud leidem. Z. B. falco huteo L. 3. Die Habichte (afhir) z. B. falco palumbarius L, (wohin auch die Sperber gehören, deren Flügel, wenn fie an den Rücken gelegt find, an Länge dem Schwänze nicht gleich kommen), haben lehr lauge Fulswurzeln und den Schnabel von der Balls an gekrümmt. 4. Zu den Falken (falco) rechnet man nur die Arten, die recht lange Flügel haben, deren Köper aber auf Beinen mit ku-rzen Fulswur- zeln ruht. Z,B F. communis L. 5 . DerfeAretär Hermanns) ift ein afri- kanilcher Vogel, fein Schwanz iß doppelt fo lang als die Flügel, an denen die zwey mittelfteu Schwungfedern eine beträchtliche Länge haben Die be- trächtliche Länge der nackten Fulswurzeln’giebt ihm ein belonderes Aufe- hen. F. lefpentarius L. fi.Die^r (aejuila) haben einige Ähnlichkeit mit den Bartgeyern. Diemeilten haben die Fuße bis an die Zehen befiedert ; die Flügel aber bald länger bald kürzer als den Schwanz. Z B F. chrylaetosL. ; REMEPi RUNGEN ZUR XXI. TABELLE. Die Nachtvögel (npeturni), in der Grölse und Richtung der Augen in etwas dem Katzen ähnlich, fehen in der Dunkelheit (Dämmerung) gut und bey. Tage Ichlecht; die meiften haben am vordem Theil des Kopfes einen Kreis von feinen Reifen federlofen Haaren, der die 1 Stelle der aufs er n Ohren verfieht. 1. Die Gattung Sperbereule (furnia) begreift die Eulen mit langen Sch wänze Z. B. Strix hudlonia L. 2. Die Ohreulen (bub.o), find diefelben die Linne' fclion lo genannt hat. Z. B. Strix bubo L. 3. Zu den Eulen (Strix) gehören alle ührigeArten, die nicht in die zwey vorigen Gattungen paffen. Z. B. Strix aluco L. Alle nähren fich von . kieinen Thieren, die fie wie die Katzen langen; die meiften haben die Pulse mit einem zarten Flaum bedeckt und ihre Schwungfedern find Io weich, dafs das Gerau Ich was fie im fliegen machen, kaum hörbar ilt. ihre Stimme rit rauh und unangenehm und ihre Farbe dunkel. 3 Wandervögel. ?>6 n°. xxh. II. Ordnung. WANDERVÖGEL. Eine einzige Hinterzehe ; die zwey äufseren Vorder- zehen vereinigt. Fufswurzeln von mittlerer Höhe. Familien. rwle ausge- C eine oder höchfiens zwey fchnitten; I Zacken x. Zackenfchnäbel mit . . . < l^wenigltens drey Zacken .... 2. Zähnfchnäbel o; C zn nicht aus- .gefchnitten, Itark und f gerade, lang und zu- feft; . . < fammengedrückt . . I etwas gebogen, kurz, ^konilch . . . . . fcbwach Tkurz und ( diinn, und bieg- I anderßa- I rund . lam * ■ * . x fis . . . \ | breit, i^piatt 3 - Vollfcbnäbel 4. Kegelfchnäbel 5. Pfriemfchnäbel 6. Flachfchnäbel ^fehr lang und dünn 7. Dünnfcbnabel BEMERKUNGEN ZUR XXII. TABELLE. Die TVander- oder Singvogel (pafferes) ftehen durch einige Arten von Ameilendroffeln mit dem Sumpfvögeln und“ drirch die Tauben mit denHü- nerartigen in Verbindung ; aber zu den in der Tabelle .angeführten Eigen- heiten kommen noch andere die Lebensweife und Gewohnheiten betre- tenden hinzu, die beweifen wie nothwendig es war, lie von der andern abzufondern. — So vereinigen lieh die raeiften Paarweile zur Begattungs- zeit, leben alsdann abgefondert.i bauen gemeinlchaftlich das Nelt, was fehr künitlieh verfertigt wird und Manchen und Weibchen beforgen gemein- lchaftlich die Bebrütung der Eyer und die erfte Erziehung der Jungen. Auf dem Boden fpringen fie mehr, mit beyden Füfsen zugleich, als dafs jfie gehen, wovon nur einige Gattungen z. B. Raben, Lerchen, ausgenom- men find ; die Weibchen haben gewöhnlich weniger fchöne und glän- zende Farben als die Manchen. Die Jungen find, wenn fie aus dem Eye kommen blind und ohne Federn; fie müffen von ihren Eltern erzogen Wandervögel. §7 und aus dem Kropfe geätzt werden. Nachher nähren He lieh van Infek- ten und Körnern. Aufser den, wie man lie wohl mit Recht nennen kann, natürlichen Charakteren, wodurch die hieher gehörigen Vögel mit einander überein- Itirnmen , lind i] e auch durch eine Menge negativer Eigenheiten von den übrigen Ordnungen unterfchieden. So haben lie z. B. i . niemals wie die Klettervögel zwey Zehen nach hinten und zwey nach vorn. 2. Niemals die vorderlten Zehenglieder ganz mit einander vereinigt , wie das bey den Palmipeden oder Schwimmvögeln der Fall ilt. 3 * Die vorderlten Zehen Und lelbft nicht einmal durch eine kurze Membran an ihrer Balis vereinigt, wie bey den Hiinervögeln. 4. Ihre Fulswurzeln find kurz und feiten, wie bey den Sumpfvögeln, federlos. 5. Niemals find Klauen und Schnäbel ge- krümmt, fch neidend oder hakenförmig wie bey den Raubvögeln. Man konnte alfo füglich fie In eine eigne Ordnung bringen. Der Name Wan- dervögel pafferes, den ihnen Linne gegeben hat, giebt zwar keinen allge- mein paffenden und beftändigen Namen an, aber er erinnert doch daran, dafs die meiften hieher gehörigen Vögel Zugvögel find, die in grofsen Idaufen zu gewiffen Jahrszeiten auswandern. Man nennt fie auch fper- lingsartige Vögel, Die Zacken und Ausfchnitte am Schnabel erleichtern zwar fehr die Beftimmung der Gattungen, aber fie geben nicht beftimmt die Nahrungs- weife an, obgleich die meiften von denen, die nur ein oder zwey Zacken haben fleifchfreflend find. Vielmehr zeigen die zu ganz andern Familien gehörigen, die Schwalben, Meifen u. f. w. diefelbe Lebensart und Sitten. Man mufs daher diefe Abtheilungen in Familien nur als eine zur Auffin- dung der verfchiedenen Gattung beejueme Anordnung anfehen, Uebri- gens werden wir bey jeder diefer Familie wahrnehmen, dafs fie, in dem fie die einander am meiften verwandten Vögel vereinigen, fich von den andern Familien immer dureh eine Eigenheit untericheiden. 3 S Wandervögel', N . XBil. L Familie. ZACKEN'mFIN^REL ODER GLYPHI- R AM PF EN. *)• ! W andervögel mit lioohlteos einen oder zwey Au,v iciinitteii an der Spitze des Sohn ab eis. gerade , j'Fonilch, rundlich an den Seiten . .. Tanagra . . 1. Würger . * 5 * Fliegenfänger _c ,c J' • b °gige ) (' U ,Iau < flohen und unten | von oben und unten zuiamrnen- J gedrückt . . . . . . . . 4. Seidenfchwanz J ron den Seiten zufamrnenge- l drückt 2, Droffel. *) von yXvQtq Sägezacken und QXßtyoq Schnabel. BEMERKUNGEN ZUR XXIII. TABELLE. Di e Zackelifchnäbel ( emarginatiroflres Linn.) find m elftem klein® Vögel die lieh eben ln gut von weichen- Früchten als von Infekten näh- ren ; fo dafs die in gemäisigten Gegenden einbeimilchen Arten gar nicht zum Wandern gezwungen find, weil entweder die eine oder die andere Nahrung fleh zu jeder Zeit des Jahres vorfindet. Obgl eich die Familie der Zackenlchnäbel nur wenige Gattungen in fleh fafsr , fo geboren doch lehr viele Arten hieher, die io wohl in der alten als der neuen Welt Vorkommen, und es iit nicht zu leugnen dafs die durch die angegebenen Charaktere hier vereinigten Individuen eine grolse Mannigfaltigkeit der Form wahrnehmen lallen. Die Würger verbinden offenbar die Wandervögel mit den Raubvö- geln ; und die Ameifenvögel unter den Dr off ein machen den Uebe'rgang au den Sumpfvögeln ; die Fliegenvögei und Tanagras haben lange Flügel und haben viel Ausdauer im Fluge; dagegen die Droffeln, Seidenlchwän- ze und Würger mit ihren kürzen Flügeln nur rmihlam fliegen können. 1. Die Würger (lanin# ) wurden von Linne zu den Raubvögeln ge- zählt, u nterfcheiden fich aber a) durch den kleinen und von feinen Ur- Ipruüge geraden Schnabel b) durch die Vereinigung der äufsern Zehen, / Wandervögel. Z§ Weiche bis an das letzte Zehengelenk genau verbunden find. Mehrere Arten dreier Gattung greifen zwar kleine Vögel an, tödten ile auch und verzehren ihr Hirn ; aber meiltens befteht ihre Nahrung doch in Infekten. Man kennt mehr als l'echzig in beyden Welttheilen einheiraifche Arten. Z. B. Lan. excubitor L. 2. Die DroJJeln (turdus) z. B. Turdus muficus, bilden eine an Arten noch weit zahlreichere Gattung als die vorhergehende. Es ilt lehr fchwer in diefer Gattung lolclie Unterabtheilungen zu machen, die für das Stu- dium vollkommen bequem find; die bisher verfuchten find wenigltens noch nicht genügend. Diejenigen Arten, welche fehr hohe Fulswurzeln, und einen kurzen Schwanz haben und den Rallen unter den Sumpfvö- geln nahe kommen, hat man Ameifenvogel (formicivori) z. B. Turd. formi- civora L. genannt; Krammetsvögel (baccivori) heifsen die Arten, die ein gefprenkeltes Gefieder zeigen; eigentliche Droffeln heifsen die, de- ren Gefieder einfarbig ift. 3. Die Fliegenfänger (inusclcapa) können fehr leicht an den Hel- fen BorfteH erkannt Werden, die aulsert um die Nafenlöcher herum fitzen. D ie zahlreichen in Amerika und Indien eniheimilchen Arten nähten ficH von Infekten, wie ihr Name es auch fchon angiebt. Z. B. Muscicapa atricapilla L. 4. Die Seidenfchivänze ( ampelis ) find lehr fchöne Vögel mit leb- haft-glänzenden Gefieder und meiltens in Amerika zu Haute; auch hier find die Nafenlöcher mit Borften bedeckt die aber nicht fo ausgebreitet find; der Seidenfchwanz , z. B. ampelis garrulus , Pompadur, amp. pom- padora u. f, w. gehören hieber. 5. Die Tanagras oder Merlen (tanagra) haben den Schnabel rund- lich , wie untere Sperrlinge, aber an der Spitze mit einem kleinen Aus- Ichnitt verleben; die meilten zeigen ein lehr Ichönes Gefieder und find in Amerika su Haufe. Z. B./Taxtagra talao. 4 o Wandervögel. IS ■. XXIV. II. Familie. ZÄHNSHNÄBEL ODER ODONTO- RAMPHEN. *) Wandervögel mit wenigftens drey zalmartigen Aus- fchnitten. I .1 n ( 1 ' ' - ffehr lang, mit einem kornartigen Helm beletzt 3. Hornvogel <*• / ~ j ohne helmar 50 Autlatz und Unterfchnabei i eit 2 . Groskopf f Ober u I gezähn \oberfchnabel allein gezähnelt . I. Pflanzenbeifser von o8ou$ Zahn und ^a ( u $05 Schnabel. , > N u . XXV. III. Familie. VOLLSCHNABEL ODER PLEREO- RAMPFEN. *) ^rnit nackten Stellen oder federlofen Fleifch- warzen i. Atze! ! 1 'TT ohne nackte Stellen Sei ten - oder Rü- kenfedern lehr lang; Stirnfedern larrnnt- artig 2 . Paradiesvogel , kurz; f nackt; Spitze des Schna- ’ S Nafen- j bels etwas gebogen . . 3- Racke l löcher < ■ n -e r ^ * mit Iteiren Rorllen he- , , lang und Itufenför- \mig . . . deckt ; der Schwanz . abgeltutzt . 4* Rabe . 4- Aellter *) von voll und Pa/ufpo; Schnabel. BEMERKUNGEN ZUR XXIV. TABELLE. Die Familie der Zähnfchnäbel ( Dentiroltres ) begreift nur wenige noch dazu nicht lehr bekannte Gattungen in lieh, die lieh von Früch- t '~* ; " 1 ' 1 / k A I Wandervögel /{I fen und vegetabil! fchen Subltanzen ernähren , in Europa gar nicht vor- kommen und lieh von den Vögeln der andern Familie (ehr unterfcheiifen. 1. Die. Pfl'an zenb eifs er (phytotoma) lind Vögel die den Kernbelfsern gleichen, die Ränder des Olperfchnabels aber gezähnelt haben.; man kennt nur zwey in dem lüdlichlten Theil der Erde einheimilche Arten, Z. B. phytotoma rara L. 2 . Groskopf (momotus Briffon.) Z. B. rhamphaftos momota L. ilt ein amerikanilcher Vögel von dem man erzählt, dafs er unter der Erde mite uhd lieh von Fleilch nähre, obgleich leine Zunge wie die der Pfefferfrafse getheilt ilt, mit welchen man ihn lorilt auch zu den Kletter- vögeln zählte. 3. Die Hornvögel (buceros) bewohnen die wärmften Gegenden der alten Welt. Ihr lehr langer Schnabel trägt an leiner Balls eine knöcher- ne Hervorraguug, defienForm lehr verlchieden ilt und hinter welchen lieh die Nafenlöcher öffnen. Z, B. buceros rhinoceros E. BEMERKUNGEN ZUR XXV. TABELLE. Unter dem Namen Pleniroßres lind in dieler Familie die Arten von Wandervögel vereinigt, die den Rärkften und feftelten Schnabel ohne Krümmung und zahnartige Einl'cbnitre haben; deren Fulswurzeln mit Schuppen oder ringförmigen Schildern bedeckt lind und die ihr Neft auf den Gipfel hoher Bäume oder anderer hoher Gegenftände machen. 1. Die 4 tzeln (gracula) haben viele Aebnlicbkeif mit den Raben und den grolsen Droffelarten. Man kann lie lehr leicht an den nackten Stel- len oder gefärbten Fleilch -Warzen am Kopfe oder Halle erkennen. Alle lind m Indien einheimifch ; lie nähren lieh von Inlectert, vorzüglich von Heutchrecken und Käferlarven; der Kehllappenvogel glaucopis ilt mit dieler Gattung verwandt. Z. B. gracula religiola. 2. Die Paradiesvögel lind in Indien zu Haule; übrigenslauf der Ta- belle hinlänglich charakterilirt. Z. B. paradifea regia L. 3. Die Racken (coracias) find der ArtRaben, die man Häher nennt, nahe verwandt, unterlcheiden lieh aber durch ihre ganz blofsen Nafen- löcher. Z. B. coracias garrula L. 4 * In die Gattung der Raben (corvus) hat man eine grofse Anzahl Vögel gebracht deren Hauptcharakter von der Bildung des Schnabels, von den mit vorwärts gerichteten Borlien bedeckten Nafenlöphern , von den langen Fufswurzeln und von dem kurzen wie geltutzten Schwanz ge- nommen ilt. Man zählt kieher Dohlen, Häher, Krähen u. 1. w. Z. B. corvus corax, monedula L. 5 . Die heißem (picae) unterfcheiden fich von dem Rahen einzig durch den längeren Schwanz, (defien 'fiufenfÖrmigfitzende Federn fich im Fluge nicht ausbreiten,) und dadurch dafs fie auf Erde melir Ipringen all gehen. Corv. pica L. 4 2 Wandervögel. Wandervögel. 43 BEMERKUNGEN ZUR XXVI. TABELLE. Die Wandervögel bilden unter fich felbft eine fo natürliche Ord- nung, und die dahin gehörenden Gattungen kommen fo mir, einander überein, dafs man fie lehr leicht dem Allgemeinen nach würde kennen ler- nen können, wenn ihrer nur nicht eine Io grofse Zahl wäre; aber es giebt eine fo aufseiordentliche Menge von Arten, dafs man wegen der Wahl der Charakierifiik lehr in Verlegenheit kommt, weil gerade die für ge- wiffe Gattungen ganz cbarakteriftilchen Eigenthümlichkeiten allmählig zu verfchwinden und den Uebergang zu der folgenden Gattung zu ma- chen fcheinen. Von den Kegelßchnäbeln gilt dies ganz bplouders, und man mufs geliehen dafs diefe Ordnung durchaus küuftKch ift. l. Die Kaziken (cacicus) oriolus perficus L. unterfcheiden fleh von den Tnipialen oder Pirol (oriolus) z. ß oriolus viridis L. nur durch den federloleh Theil der Stirn, der, fiatt fpitz ausgelchnitten zu leyn, einen runden Fleck darßeilt. Die hieher gehörigen Vögel leben meid in zahlreichen Gefellfchaften und nähren fich 'von Körnern oder Früchten; ihre Nefter hängen fie auf eine lehr künftliche Weife an die äufserften Enden der Zweige der Bäume. 3. Der Kehllapp cnvogel (glaucopis, callaeas Laib. 1 z. B. G. cine- rea, hat wegen der unter dem Schnabel fitzenden rundlicher Warze ei- nige Aehnlichkeit mit denAtzeln Es ift diefer Vogel in Neufeeland beob- achtet, aber eigentlich wenig bekannt. 4. Der Ochfenhacker ^buphaga) ift ein afrikanifcher Vogel , der auf der Haut der Wiederkäuer die Oeftruslarven und die anderen die- fe Säugtbiere plagenden Infekten lucht. Z. B. Buph. alricanus Eath, 5. Dl e Staare (fturnus) haben ihre Nafenlöcher durch eine Art -von Fiel fch haut halb verfehloffen ; einige Arten näheren fich den Drof- feln, andere mehr den Atzeln aus den vorhergehenden Ordntmgen. Z. B. Sturnus vulgaris L. 6. In der zahlreichen Gattung der Finken (Aringilla.) finden fich über hundert Arten z. B. Kanarienvögel, Stieglitz, Hänfling u. f. w. , die fich alle von Körnern und kleinen lnlecten nähren. 7. Die simrnern (emberiza) haben den Unterfchnabel breiter als den Oberfchnabel fo dafs letzterer z. ß. «mb. nivalis L. von erfierer aufgenom- men wird ; gerade das Gegentheil wird bey den ineilten übrigen Vögeln bemerkt. 3, 9. 10. Die Keilfchnähel (colius) z. B. col. capenfis L., Kcrnbeßer (loxia) z. ß.loxia coccothraufies L und Kreuizfchriabel (curviroil'ra) . B. JLoxia curvtrofira L. find einander in vieler llmficht lehr nahe, alle haben einen Harken feiten Schnabel, der leicht in die hartfchaaligcn Früchte 1. £. Nülse und andere Kerne hinein dringen kann. 44 Wandervögel. BEMERKUNGEN ZUR XXVII. TABELLE. Die Vögel der einen Gattung, welche die kleine Familie der Pfrie- menfckniibel (lübuliroltres) bilden, kommen allerdings was die Form des Schnabels anlangt lehr mit einander überein. Allein was die Form des Wandervögel. 45 Körpers und derFüfse anlangt und in Beziehung auf die Lebensweife find lie lehr von einander abweichend (alfo nur künitlich hier vereinigt.) 1. Die Manakins (pipra) zeichnen fleh durch die Lebhaftigkeit er Farben an dem Gefieder der meiften Arten und durch die Kürze des Schwanzes aus. Sie bewohnen Amerika und einige haben einen äufserft fchönen Gelang. Z. B. pipra pareola. 2. Die Mcifen (parus) haben die äüfseren Zehen nicht, wie die vorige Gattung, vereinigt; Ire klettern und halten lieh mit der gröfsten Gefchickliclikeit allenthalben feit. Befiändig find fie in Bewegung, Ile find fehr muthig ; nähren lieh vorzüglich von Infeckten ; fie greifen aber auch kleinere Vögel an, deren Gehirn 'fie verzehren, und von de- nen fie auch Blut ausfaugen (?) Sie haben einen wenig angenehmen Ge- lang. Z. B. Parus maior L. 3. Die Sänger (motacilla) begreifen die Vögel unferes Vaterlandes, die die angenehmlte Stimme haben; alle nähren fich von weichen In- feckten oder kleinen Saamen. Die meiften verlaffen uns den Winter hindurch. Sie legen nicht fo viel Eyer wie die Meifen , aber fie machen ihre Nelter mit gröfserer Sorgfalt. Z. B. motacilla luscinia, rubecula L. 4. Die Lerchen (alauda) find die Arten diefer Familie, welche den längfien Schnabel haben, der ganz gerade und an der Bafis etwas vorra- gend ift; auch der Nagel der Hinterzehe ift gerade und oft lehr lang. Einige niften auf dem Erdboden; alle fingen ganz angenehm. Z. B. Alauda arvenfis. BEMERKUNGEN ZUR XXVIII. TABELLE. D ie Wandervögel mit plattem und breitem Schnabel, Flachfchnäbel ( planiroftres ) nähren fich allein von Infeckten die fie im Flugein der Luft fangen ; fie bilden eine der natürlichften und und unterfchiedenften ' Familien diefer Ordnung. 1. Die Schwalben (hirundo) fliegen bey Tage; fie wandern alle Jahr zu der Zeit aus, wo die Infeckten mangeln. Z. B. hirundo ru/tica L. 2. D ie Thurmfchw alben ( apus ) haben ganz kurze Füfse, gar keine Hinterzehe, fondern alle vier hakenförmige Nägel find vorwärts gerich- tet, und fie halten fich damit an dem Eingänge ihres von Erde u. I. w. gebaueten Neltes feit. Z. B. Hirundo apus L. 3. Die Nachtfchw alben oder Ziegenmelker ( caprimulgus) fliegen feiten während des Tages, wo das helle Licht fie blendet; alle haben den Schnabel fehr weit gefpalten, an der Bafis mit Iteifen Borlten befetzt, weite Ohrlöcher und runden Schwanz. Sie nähren fich vorzüglich von Schmetterlingen und Nachtinleckten. Z. B. caprim. europaeus L. 7 4S Wandervögel. N«. XXIX. VH. Familie. DÜNNSCHNÄBEL ODER LEPTO RAMPHEN. *) Wandervögel mit langem, dünnem oft biegfamer Schnabel, ohne Ausfchnitt. gerade; die ^ auf seren Ze- hen .... ;anz vereinigt; ( zufammmenge- < Sj i i " M 1 Schnabel . . . j drückt . Ijdattged rückt . zum Th eil ge- j' wie gewöhnlich ^trennt; Zunge \röhrenförmig . 7. Eisvogel 8- Plattfchnabe 1. Spechtmeib 4. Fliegenvogih 6. Bienenfreff Kolibri Baumläufer kurz, geltutzt ... 5, Wiedehopf ) von "kfmoc, dünn und (soc/mpa q Schnabel. gebogen; fbis an den Nagel vereinigt . clie äufse- I ren Zehen. zum Theil gfehr f röhrenförmig . 3. j getrennt; lang; J fZunge . . J f platt . . . . 2. u BEMERKUNGEN ZUR XXIX. TABELLE. Die Dunrifchnübel{ Tenuiroitres) haben alle den Schnabel wenigftens noch einmal fo lang als den Kopf; allein die hier zufammengeftellten Vögel find foult ganz willkübriirb vereinigt; Geftalt und Sitten find bcy den aufgeführten Gattungen bäcbft veilchieden. 1. Die Spechimelfen (Sitta) klettern wie die Meifen. kommen aber auch fonft in Lebensart und Gewohnheit mit den Spechten unter den Klettervögeln überein. Z. B. Sitta europaea. L. 1. Die Baumläufer ( certhia ) nähren lieh vorzüglich von Infeckten wie die Meifen, haben eine äufserft ftarke lange Hinterzehe ; die. Nägel find hakenförmig. Z. B. certhia familiaris. 3, Di e Kolibris (Trochilus) lind kleine Vögel , gefchmückt mit den reichften und glqnzenften Metallfarben ; lie laugen fliegend den Honig aus den Blumen; fangen aber auch im Fluge Infeckten. Nur in Amerika Wandervögel. 47 . hat man fie gefunden. Sie brüten nur zwey Eyer auf einmal, in einem Nefte, was fie lehr künltlich aus flockigen Mafien verfertigen. ,Z. B. Trochilus pella L. 4. Die Flieginvögel ( orthorynchus ) find die allerkfeinften Vögel die es giebt. Sie unterfcbeiden fich von den Kolibris nur durch die Form des Schnabels. Z. B. Trochilus rninimus, mosquitus L. 5. Die Wiedehopfe ( upupaj haben falt den Schnabel der Brach- vögel (im Kleinen) und nähren fich von Infekten. Z. B. Upupa epops L. 6. D ie Bienenfrejjer (merops) haben mit den vorigen falt gleiche Lebensweife, unterfcheiden fich aber durch ihren wiriklicben Schnabel. Falt alle haben fehr lange Federn auf dem Kopfe, Hälfe oder Schwänze. Merops apiafter. L. 7. Die Eisvögel (alcedo) leben am W’affer ; Sie fangen im Fluge die kleinen Fifche die an der Oberfläche des Waffers fchwirnmen , vef- fchlingen fie ganz und gar und brechen nachher die Grätben wieder aus. Der Form des Schnabels und den lebhaften Farben des Gefieders nach, haben fie viel Aehniiehes von den Spechten. Z. B. alcedo ispida L. g. Die Plaufchnübel (Todus) haben den Schnabel flach, platt, wie die Flachfchnäbel aber er iit dabey lang. Nur im Tödlichen Amerika kommen fie vor, wo fie fich von weichen Infecktenlarven nähren.- Z. B. Todus viridis. 48 Kl et ter vögel. No. XXXI. , ä ~ • , I. Familie. KEILSCHNÄBEL ODER SPHENO- . RAMPHEN. *) N t j '■ Der Schnabel fpitz, dünn an derBafis, keilförmig und nicht gemahn eit. gerade ; Zunge lehr lang; dkr.rz, mit faß bartlofen Schwanz . •< Federn C/3 1 CUCJ II • a * lang, viereckig 5. Specht . . . . 4* Wendehals; kurz ............. 2 . Jakamar etwas gebogen ; rkielförmig zufammengedrückt . 5* Ani Oberfchnabel . J S rundlich ; vorragende Nafen- Ijöcher ... ...... 1 . Kuckuk von aCfvjv Keil und (ixpipoc; Schnabel. BEMERKUNGEN. ZUR XXX. TABELLE. D ie Stellung der Zehen, zwey nach vorn und zwey nach hinten, wo- durch eine Art Zange gebildet wird, vereinigt die iogcnannten Kletter« ' ’ 1 7 ' •; •• ä- . 1 ,■ Klettervögel. 49 vögel (fcanfores) auf eine fehr natürliche Weife. Man kennt überhaupt bey den rürkgrathigen Tbieren keins, wenn man etwa das Chamäleon ausnimmt, was eine ähnliche Bildung zeigte. Qiefe Ordnung theilt fich lehr bequem in zwey Familien. Die zu der einen gehörigen Vögel nähren lieh von Infekten, die Ile auf den Bäumen und lelb/t unter den Rinden derfelben luchen ; diele haben einen keil- förmigen und leiten beträchtlich dicken Schnabel. Die zur andern Fa- milie gehörigen h ellen rmr Früchte und Saamen. Ihr Schnabel ilt, fo grols er auch ilt, lehr leicht, weil er inwendig hohl und leer iß. BEMERKUNGEN ‘ZUR XXXI. TABELLE. D ie Keiljcknäbel ( cuneiroltres ) und überhaupt die Klettervögei können auf der Erde und allen Flächen, die ihre Zehen nicht umfaüen , nur fchlecht gehen. L Die Kuckucke (cuculus) von ihrem Gefchrey fo genannt, zeigen die Eigenthiimlichkeit, dafs lie ihre Ever in die Nelier anderer Vögel legen und ausbrüten lallen, lo dals die Eltern weder Nelter bauen noch für die Ernährung der Jungen forgen. Z B. cucul canorus L. 2. Die Jakamars (galbula) in Amerika zu Haufe, find lange zu den Eisvögeln gezählt. Durch ihre Lebensart und Schnabelbildung kommen fie den Spechten nabe, haben aber weder den Schwanz noch die Zunge derfelben. Z. B. Alcedo galbula L. 3. Die striis (crotophaga) haben die Gewohnheit der Ochfen- hacker in Hinficht auf die Art ihren Frais zu luchen; fie find aber bis jetzt nur in Amerika angetroffen. Sie lehen den Raben ziemlich ähnlich* Zur Brütezeit vereinigen fich eine Menge Weibchen , hauen ein gemein- Icnaftliches Nell, legen dann ihre Eyer und bebrüten alle zulammen ne- beneinander fitzend. Z. B. Crotophaga ani. 4. Der Name Wendehals (yunx) zeigt die gewöhnliche Bewegung des damit belegten Vogels an. Gewohnheiten und Lebensart bringt die Wendehälfe den Spechten nahe. Z. B. Yunx torquilla L. 5. Die Steuerfedern des Schwanzes d er Spechte (picus) z. B. picus viridis L. findfieif und am Ende wie abgenutzt und dienen dem V ogel um fich auf die Baumltämme damit aufznfiützen . wo er fielt anhäh und mit- tellt der langen am Ende mit rückwärts gerichteten Stacheln befetzten Zunge, Infekten fuchen kann. l I Dumeril Zeol. 4 5o Klettervögel. BEMERKUNGEN ZUR XXXII. TABELLE. Die meiften zu diefer Familie gehörigen Vögel hallen einen To grö- fsen und zur (jröfse des Kopfes unproportiönirten Schnabel, dafs er ih- nen zur Laft werden müfste, wenn er nicht inwendig bohl und daher lehr leichp wäre. Daher der Name Leichtfcftnabel. (Leviroftres) Die meiften legen nur zwey Eyer, wie die Tauben, mit welchen fte in diefer Hinficht überein kommen. In Europa lind fte einheimifch nicht beo- bachtet. Klettervögel. 5t 1. Die Bartvögel (büccö) z. B. Bucco pliil ipinenlis, fcheinen (Hofe Fa. milie mit der vorhergehenden zu verbinden; fle nähren fielt gern von In- fekten, die fie wie die Bienenfreffer im Fluge fangen. Die amerikanilchen Tamatias urrd die afrikanifchen Rarbikans gehören hi eh er. 2. 3, u. /+. D i e Kuruk'us ftrogon) z.B. trogon viridis, die Tarakos ( turaco ) cuculus perfä. L. und die Mufajrcjfer (mufophaga) M.. vio- lacea L. find Vögel mit glänzendem Gefieder, deren Lebensart noch wenig hekanttt ift , die man in den beifsefien Zonen angetroffen hat. f ) . Die Tukans (rhamphaltos) haben einen bemerkungswertnen gro- fsen* Schnabel,, fo dafs man auf' dem erften Anblick glauben follte;, er ge- hörte einem zehnmal größeren Vogel; alle find in den heifseften Zonen einheimifch und nähren ficit von Palmfruchten. Sieltaben fchönes lebhaft gefärbtes Gefieder. Ihr Gefieder wird lehr gefucht. und macht einen Ge- genftand des Peizhandels aus. 6. 7. g. Diel Papageys (pfittacus) pfitt. eiythacus und die Aras (ara) pfittac. macao L. fo wie die Kakatus (cacatoes) pfittac. criftatus L haben einen in Form und Beweglichkeit merkwürdigen Schnabel. Sie zeichnen fielt durch ihre fleilchige Zunge und belonders die Papageys durch ihre Slimme, die die Stimmen aller Thiere nachahmen, fehr aus; es find die einzigen Vögel die lieh ihrer Füfse bedienen um die Nahrungsmittel damit zum Munde zu führen. Aufser der Abtheilung in Kakatus oder gehaubte Papageyen und in Aras oder Papageyen mit nackten Wangen, haben die Franzoien die ver- fchiedenen Arten der Gattung Papagey, nach der Vertheilung der Farben und der Länge des Schwanzes', verfchieden abgetbeilt und benannt. I. P er ru dies oder perriques nennen fie die, welche einen fiufenartigen oder fehr langen Schwanz haben, i. Die welche am Ende der Flügel Leine Flecke haben, heifse,n Papegais. 3- Wenn fielt ein rother Fleck dafelbii: vorfinden haben fie den Namen Amazones. 4- Crics heifsen lie wenn der Fleck von anderer Farbe ilt. Die Papageyen deren Gefie- der grofse Parthien von Roth zeigen , heilsen Loris u. f. w. Diele Gat- tung enthält mehr als hundert und fünfzig verfchiedene bekannte Spezies. 5 % Hünerartige Vögeh BEMERKUNGEN ZUR XXXIII. TABELLE. Die Hünervögel (gallinae) kommen darin überein, dafs zwifcben. den Vorderteilen Heb eine kurze Membran findet, und dals entweder gar keine oder nur eine Hinterzehe da i/t. Dieler Charakter dient dazu, um ile lowohl von den Raubvögeln zu unterlcheiden, deren Zehen bl» 53 Hünerartlge Vögel. an die Balls frey [find, als von den Schwimmvögeln , wo fie im Gegcn- theil ganz und gar vereinigt find und auch von den Klettervögeln, wo zwey Zehen nach hinten liehen. Die Wandervögel haben zwar wohl die äulseren zwey nie aber alle drey vereinigt. Von den Sumpfvögeln unterfcheiden fie fich durch ihre Fufswurzeln; obgleich einige Arten ihnen auch felir nahe kommen. , Alle Hünervögel nähren lieh von Körnern, die fie verlchlingen ohne fie vorher zu verkleinern. Alle mit Ausnahme der eilten Familie legen eine grofse Zahl Eyer in ein Neft, was die Weibchen allein auf dem Bo- den zubereiten und wo fie auch ohne Hülfe der Männchen brüten. Die Kleinen kriechen nach einer langen Bebrütung: aus und luchen gleich für fich allein die Nahrung, wozu die Mutter fie anleitet. Die meifien haben einen feiten , kurzen, etwas gekrümmten Schna- bel wo der Oberlchnabel den Uuterfehnabel bedeckt. Die Männchen haben gewöhnlich ein Ichöneres Gefieder und Ichönere Formen als die Weibchen. Ihr Gelang ift nioht anhaltend, unangenehm und bey den Weibchen gewöhnlich ganz unbedeutend, BEMERKUNGEN ZUR XXXVI. TABELLE. Die Tcmbenartigen (Icolumbini) zeigen fd viele die Lebensart be- treffende Abweichungen von den übrigen Hünervögeln , dafs einige Na- turforfeber geglaubt haben , fie in eine beiohdere Ordnung bringen zu muffen. Sie find die einzigen Hünervögel die einen weichen biegfamen Schnabel haben, die in einen Zuge fort trinken falt wie die Pferde, die paarweife und nicht in Polygamie leben, die gemeinfchaltlich und zwar mehreren! al des Jahres lernten, die nur zwey Eyer in ein hohes Neft le- gen ; deren Junge wenn fie zur Welt kommen lehr fchwach find und die Ihre Jungen ätzen d. h. ihnen die erfie Nahrung zubereiiet in den Schna- bel bringen. Man flieht die Arten ab in lolche mit langem und in lol- che mit mittelmäfsigem Schwanz; letztere können wieder abgetheilt wer- den in lolche mit Fleifchwarzen um die Augen und in folche mit gewöbn- lichep Augenliedern; auch kann die Länge und Pachtung des febr kur- zen und an- feinem ürfprunge gekrümmten Schnabels zur Unterfcbeidung diefer Vögel benutzt werden , wovon es mehr als 60 Arten giebt , die bey zahmen Vögeln fo zahlreiche Varietäten ungerechnet. Z. B. Colum- ba domeftica. \ 54 Hünerartige Vögel. BEMERKUNGEN ZUR XXNV. TABELLE. Die Vögel die der Menfcli zu zähmen gewufst hat, hat man insbe- fondere mit idem Namen Hausvvgel , Eüner , oder Federvieh belegt ( alectrides. ) Alle gleichen lieh in der Form des Schnabels fowoh] als auch der Füfse, die wie mit Schuppen bedeckt und unten mit harten Warzen befetzt lind; lie kommen ferner überein in der Form der Flügel v 55 Hiinerartige Vögel. die «war nur mittelmäfsig aber doch noch hin^aichend find um den Kör- per über dem Boden, zu erheben und fort zu tragen, und in ihrer ganzen Lebensart. 1. Die Gattung der Pfauen (pavo) unterteil eidet ßch noch von allen andern diefer Familie durch die Stellung gewiffer Federn auf dem Schei- tel, die au ihrer Balis nicht nahe aneinander fitzen und mit ihrer Spitze Jfich wie ein. Federbufch ausbreiten; eben fo durch die Federn auf dem Steifsbein, die fehr lang, oft mit augenförmigen Flecken gezeichnet find und von dem Thiere willkührlich erhoben und in einem halben Zirckel oder Rad ausgebreitet werden. Z. B. Pavo criftatus. 2 . Die Truthähne (meleagris) find in Amerika einheimifch , und machen nur eine Art aus; das Männchen hat ig Steuerfedern, im Schwän- ze und einen Haarbüfchel auf der Brult. Z. B. Mel. galiopavo L. 3. u. 4. Die Hockos (crax) z. B. Cr. alector L. und die Penelopen ( penelope ) zi B. Penel. maräil L. find ebenfalls amerikanifche Vögel, die lieh von den Truthähnen dadurch unterfcheiden , dals ihnen die von der Stirn herabhängende Fleifchwarzen fehlen, dals fie dagegen einen Federbufch auf dem Kopfe haben der willkührlich aufgerichtet werden, kann, und dals die längeren Flügel über den Schwanz hinaus ragen. 3. Die in Afrika einheimiCchen Perlhühner (numida) zeichnen fich von allen andern Vögeln diefer Familie durch ihren knöchernen Helm aus, wovön der Scheitel ihres Kopfes bedeckt ili. Am Haffe haben fie Fleifchwarzen wie die Truthähne. Man kennt drey Arten. Z. B. Numi- da meleagris L. 6. Die Waldhühner (tetrao) bilden eine fehr zahlreiche Gattung, die febon Linne' in drey Abtheilungen gebracht hat; a) die Arten, welche befiederte Fufswurzeln und drey bis vier Zehen haben, wohin z. B. das Hafelhuhn , Birkhuhn, und die eigentlichen Waldhühner ge- hören 1 z. B. Tetrao urogallus’ L. ; b) die Arten wo die Füfse unbefiedert und die Fufswurzeln bey den Männchen mit Spornen verlehen find z. B. Rehhuhn und Frankolin; Tetr. perdix L. c) die Wachteln ( z. B. Te- trao coturnix) wo die Fufswurzeln nie mit Sporen verlehen find und wo fich bald vier bald drey Zehen finden. 7 . Die Fa f arten (phafianus) haben den Schwanz ftufenartig und dfe mittelften Steuerfedern lehr lang; aufser dielem Hauptcb arakter ha- ben) die meifien auch noch Spornen oder kornlche Nägel, an den Fufs- wurzeln. Der Hahn und die Henne, wovon man mehr als 20 bey der Fortpflartzung fortdauernde Variationen kennt, gehören „bieher. Z. B. Pbafian, colcliicus L. 8- Die Trappen ( otis ) Icbeinen den Uebergang zu den zwey fol- genden Familien zu machet) ; die Fufswurzeln fo wie überhaupt das Un- tertheil des Fulses find unbefiedert ; in Hinficbt der Körperform kom- men fie dem Straufs uud Cafoar nahe. Z. B. otis tarda. Hiinerartige Vögel. 65 N°. XXXVI. III. Familie. KURZ FLÜGEL ODER BRA- CHYPTEREN. *) Flügel wegen ihrer Kürze zum Fluge untauglich; Pchwerfälliger Körper; Beine oberhalb derFerfe nackt. d CS C — r z\rey ; abgerundeter, platter Schnabel f gerade, platt dreyj Schnabel^ ^gebogen , zufammengedrückt ^vier; Schnabel bis unter die Augen gefpalten ) von ßt- J GC lHin.ar.eh. . _ C gelappt .... nackt; vier Zehen; die j drey Vorderzehen . , J nicht gelappt, fon- Vdern einfach . , *) von aTfvot; fcbmal und Px/* _ Gattungen. ^hochbeinig ; Schnabel wie geknickt, gebogen; j der Oberfchnabel platt und gezahnt Flamingo ^ I kurzbeinig; der Schna- f dreymal fo lang als i^bel gerade und . . . J als breit Ente ^fünfmal fo lang als breit 3. Tauch *) von Tlfiiov Säge und Toc[j. er Säbelfchnäbler (recurviroltra) den wir fchon bey den dünn- fchnäbiigen Sumpfvögeln aufgeführt haben , ilt wirklich ein Ufervogel mit Schwimmfüfsen. Er hat eine für feine Lebensart höchlt brauchbare Bit* düng; indem er feine Nahrung im Meerfande luchen mufs und zu die- fem Behüt lieh an den Küften - und Infel ufern ' aufhält. Während der Ebbe und Fluth Wadet er fo lange am Ufer als fein Schnabel noch den Boden erreichen kann. Die Wellen würden ihn aber oft überrafchen» Schwimmvögel. 71 wenn er lieh dann nicht gleich dem Schwimmen überlaffen könnte. Hat er lieh zu weit vom Ufer entfernt. Io erhebt er lieh mittels deiner langen Flügel und fliegt mit Leichtigkeit davon. Z. B. Becurv. avo- cetta L. ' 2. Die 4 Ferkekrtfchnäbel (rhinchops) lind die einzigen Vögel, wo der Ichmale , blattähnliche, hohe Oberlchnabel vertikal auf den Unter- fchnabel fällt. Der Oberfchnabel ilt dabey noch kürzer als der Unter- Ichnabel. Man kennt nur eine Art; den die Matrofen wegen feiner Lebensart WaJlerlchneider nennen- Er gleitet bey feinem Fluge auf dem Meere mit leinen Schnabel fo dicht an der Oberfläche des Waffers weg, dafs er die kleinen Fifche leicht bemerkt. So wie er einen wahr- nimmt, fenkt er feinen fchmalen Unterlchnabel ins Waffer, und ergreift feine Beute mit dem zangenartig wirkenden Oberlchnabel. Z. B.Rhynch. nigra. 3. Die Me erfchw alben (fterna) haben ihren Namen von ihren lan- gen Flügeln und ihrem Gabelfehwanz erhalten. Sie leben nur in der Nähe des Meeres oder am Ufer. Z. If. Sterna hirundo L. 4. Die Mauen (larus) fchwimmen auf dem Meere aber nur nicht weit vom Ufer, lie freflen Würmer, kleine ,Fifche, und todte Thiere ungefähr wie die Raben. Z. B. Larus maximus L. 5. Die Jlbatroß (diomedea) lind grofse Vögel, die man in meh- ren Gewäflern antrifft, vorzüglich bey Kamtfchatka nnd dem Vorgebür- ge der guten Hoffnung. Z. B. Diomedea exulans L. 6. Die Sturmvogel (procellaria) find, wie die Fregattvögel , die Vö- gel die am vveiteften fliegen, und lieh am meiften vom leiten Laude ent- fernen. Wepn lie müde find, lallen fie lieh auf die Oberfläche des Wal- fers nieder , wo fie lehr gut Ichwimmen. Man lieht fie logar auf der Fläche deffelben gehen. Z. B. Procellaria pelagica L. 72 Schwimmvögel. N«. XL VI. IV. Familie. KURZFITTIGE ODER UROPO- DEN. *) Der Daumen frey oder fehlend; Schnabel nicht ge- z ähnelt; lehr kurze Flügel; die Füfse ganz am Hintertheile des Körpers. { . , GATTUNGEN, mit haiben Schwimmhäuten ; Füfse gezähnelt . . . i. Steifsfufs. 1 mit ganzen Schwimm- f " l!t einem _ L t , häuten; .... 1 Daumen . . 2. Taucherhuhn QJ - \ fftutzt *) von ovgx Schwanz, und rcouc, Fufs • 1 f ohne Daumen . 3. Alka j abgefiutzt ü nicht abge- ohne Federn, in Ruder verwan- f ab § ertutzt • 4- Pinguin deit; Untertheil des Schnabels . ^ . 5. Fettgans BEMERKUNGEN ZUR XLVt TABELLE. Kwrzfiuige nennt man die Schwimmvögel, die bey kurzen Flügeln die Füfse fo weit hinten haben, dafs fie, wenn fie auf dem Lande gehen wollen, fich ganz aufrscht, den Körper vertikal, halten muffen. Diefe Bildung, die beym Tauchen dem Vogel fehr zu ftatten kömmt, iß ihm auf dem Lande fehr hinderlich. Finige Arten können gar nicht flie-' gen. Aber wenn fie fo der Haupteigenheit ihrer Klaffe beraubt find, fleh in die Lüfte zu erheben, foSÜnd fie dafür entfebädigt, durch das Vermögen mit der gröfsten Leichtigkeit zu tauchen und lange unter Waller zu bleiben ohne Athem zu fchöpfen. Die Knochen ihrer Beine zeigen eine fehr bemerkenswerthe Eigen- thümlichkeit. Bey den meiften Vögeln, ragt; der (dünnere) Knochen des Beines, das Wadenbein, über die Tibia hinaus und legt ilch in eine Rinne an dem äufseren Gelenkkopf des Schenkelknochens hin- ein, fo dafs fie faft wie eine Feder einfehnappt und das Bein unterftützt wenn es ganz geßreckt iß. Hier iß diefer Mechanismus noch deutlicher Schwimmvögel. 75 und die Theile weit feiler. Da iiberdem die Fiifse liier auch die Flü- gel , deren Muskeln wenig entwickelt find, erfetzen, Io -fcheint es fall als wäre alles Fleifch (d. b, Muskeln) hieher ' gelegt. Die" Tibia geht, noch weit über die Artikulation in die "Hohe}, und bildet« fo eine mit dem Körper des Knochens verwachfene Kniefcheibe, wmdurch denn dieler Knochen eine aufserordentliche Stärke erhält, um den Wider- Itaud zu überwinden, den (beym Tauchen) das VYaffer der fpezifilchen Leichtigkeit des Vogels leiltet. 1. Die Sbeifsfiijse (colymbus) find auch Taucher genannt. Ihr Schwanz ilt lehr kurz und ihr Schnabel Ipitz. Sie fliegen Ichlecht und nicht weit. Ihre Zehen find ofc gelappt. Z. ß Colymb. criitatus L. 2. Die Taucherhühner (uria) z.B. alca lomvia L. unterfcbeiden lieh von den 3. Alken (alca) z. B. alca arctica nur durch ihre Hinterzehe, ■ Sie nilten und brüten unter der Erde in Löchern , die Ile an dem Ufer fich bereiten. 4. Die Pinguins (torda) haben gar keine Federn an den Flügeln. Es find dies den Norden bewohnende Vögel. Z. B. alca torda L. 5. Die Fettglinfe (aptenodytes d. h. Taucher ohne Flügel) hab-er (Lut der Hinterzehe nur einen Nagel. Diele find Vögel Tier lüdfiehea Mee- re. Z , B. apten. patagonica. Ende der Clafie der Vögel, 74 Eintheilung der Reptilien. ‘ N° XLVII. III. Klasse. REPTILIEN. Rückgrathige Thiere mit Lungen und kaltem Blute ; ohne Haare, ohne Federn, ohne Brühe. mit Zähnen mit Füfsen Nägeln, . ) Lohne Zahne . . f r oder Floffen ; Ordnungen, 2 . Saurier i. Chelonier 1 l^ohne Nägel 4* Batrachier ohne Füfse oder Flollen . . ....... 3* Ophidier oder : V ’ 2 h £ X , i i f mit homartigem Ueberzuge, doppelter Vorkam- j Z4hne ? ein Schil(l * . rncr; Kinnladen . / l^mit Zähnen 5 kein Schild . i. Chelonier 2 .i Saurier 3 . Ophidier einfacher Vorkam- f ohne Füf,e; »‘tfchuppig . ferner , Körper ... - nac ].t j mit zwey oder ^vier Füfsen ....... 4. Batrachier BEMERKUNGEN ZUR XLVII. TABELLE. Die Reptilien (reptilia), die man fonlt in zwey grofse Ahtheilungen brachte, in Schlangen und vierfüfsige Eyerlegende Thiere, haben kei- nen äulseren Charakter gemeinlchaftlich , als den negativen der fehlen- den Haare und Brüfte. Alle haben zwar Lungen wie die Säugtbiere und Vögel, da aber nickt ihre ganze Blutmaffe mit der Luft in Berührung kommt, fo bleibt diefe Flüfligkeit, Io wie der ganze Körper, in der Tem- peratur des Mediums, worin die Reptilien üch befinden. Deswegen lagt man von ihnen, fie haben kaltes Blut. Sie unterfcheiden lieh von den Fifchen, bey denen fich auch kaltes Blut findet, dadurch, dafs letztere niemals Lungen zum Luft athmen, londern nur (Waffer athmende) Kie- men haben. In keiner andern Klaffe des Thierreichs zeigen die Gattungen fo merkliche Unterlchiede und fo befondere Eigenheiten, als die welche / Eintheilung der Reptilien. 75 die Abtheilung der Reptilien in vier Ordnungen begründet haben- So ilt z. B: , obgleich die meiften aus einem Eye kommen, das Ey bald durch eine Begattung in Mutterleibe befruchtet, wie z. B. in den drey erlten Ordnungen, bald im Gegentheil wird es ohne eigentliche Begattung be- fruchtet und oft gefchieht dies erlt aufser dem Körper. So zeigt fleh fe/ner bey den erften das Junge, wenn es aus dem Eye kommt j gleich in der Form die es das ganze Leben behalten toll; oder, wie man es bey den Batracbiern beobachtet, das geborne Thier i/t anfangs ein wirklicher Filch, bey welchem fich die Lungen nur bey erfolgendem Wächsthume entwi- ckeln. Man nennt dies unvollkmnmne Thier Quappe oder Larve. So verhält es fleh auch mit der übrigen Organifatiou. Z. B. die O plä- dier d. h, Schlangen haben niemals Fülse; bey den andern finden üe fich immer. Bey den ßatrachiern endigen die Fülse nie mit Nägeln , da bey den übrigen jdie Zehen allemal damit verfehen find. Einige können nur fch wimmen ; andere gehen, fpringen oder kriechen; eine kleine Zahl kann auch flattern. Alle, die Chelonier ausgenommen, nähren fich im ausgewachfeneo Zuttande von animalifchen Subftanzeu, die von keiner Gattung eigent- lich gekäuet werden. Sie lieben lebende Thiere; todre Thiere tcheinen ihnen zuwider zu leyn. Kein einziges tleptil hat eine Ohrmufchel oder ein bewegliches äufse- res Ohr. Alle haben füg die Ausleerung der Nahrungsmittel - Ueberbleib- lel, für den Urin und für die Gefchlechtstheile nur eine Oeffnung die man Cloake nennt. Nach allen dielen Eigenheiten ift dieClaffe der Reptilien, in vier Ab- theilungen gebracht, wie die vorhergegangenen Tabellen lehren, wovon eine die äulsern Formen, die andere die Organilatioacn jeder Ordnung angiebt. 7 6 Ghelonier. \ No. XLVin. I. Orednung. CHELONIER. *) Körper kurz, oval, gewölbt, bedeckt von einem Rücken- und Bauclifchilde; keine Zähne. Gattungen, i. Meerfchildkröte Ihund, ftumpf 4. Landfchildkröte / Tchneidend, von hornartiger Sub- runbewe gH c h J itanz ; die Ze- > att , als [ Fl offen c ■2 henl an den Fii- J fsen ...... Z j beweglich, durch eine Haut ^vereinigt 3. Flufsfchildkröte platt, ohne hornartigen Schnabel; Füfse mit JSchwimmhcäuLen . . . .2. Chelys *) von Schildkröte. BEMERKUNGEN ZUR XLVIII. TABELLE. D er Käme Chelonier (clielonii) den die erfte Abtheilung der Clafle der Reptilien erhalten hat, zeigt an, dafs die darin begriftenen Thiere Aehnlichkeit mh den See - Schildkröten haben, die man für die merk- werkwürdigßeu und nützlichfieu hält. Aufser den in der Tabelle ange- gebenen Eigenthiimlichkeiten zeichnen fle fleh durch gar manches in der Organilation , Form und Lebensart aus, was hier angegeben werden foll. Sie find die einzigen Reptilien, welche einen deutlich unterlchiede- nen Hals haben; die Rippen, der Rückgrath und das Brußbein liegen faß an der Oberfläche des Körpers und bilden eine Art von Schaate oder doppeltem Schilde, welche alle Eingeweide und bey einigen Arten lelbfi den Kopl, die Füfse und den Schwanz fchützend bedeckt. Alle haben kurze, weit von einanderftehende Füfse, fo dafs, wenn fle auf dem Lan- de find, der Körper den Boden berührt. Ihr Gang iß fo langfam dafs er in den meißen Sprachen zurtv. Sprichwort geworden iß. Ihre Hüftbei- ne find an der Wirbelfäule beweglich; die miteinander verwachlenen Schulterknochen find wie umgekehrt und nach innen zwilchen die Rippen und das Bruftbein gebracht. Alle Chelonier haben drey Augenlieder und fondern eine zur Anfeuch- tung des Augapfels beftimmte Thränenfeuehtigkeit ab. Ihre Nafenlöcher Chelonier. 77 ßad feiten röhrenartig verlängert, m eilte ns find fie einfach und nicht grofs. Die Zunge ift fleilchig (weich) mit Warzen bedeckt und tritt nicht aus dem Munde hervor, fie fcheint dem Tbiere beträchtliche Gefchmackrem- pfindung zu verfchaffen. Meifiens i/i ihr Trommelfell un'ter hornartigen Schuppen verborgen, aber demohngeaclitet ilt bey vielen das Gehör fein. Bey allen- mufs zur Fortpflanzung eine wirkliche Begattung ftatt fin- den. Die äufseren Gefchlechtstheile des Männchens find einfach. Die Begattung dauert lehr lang oft mehrere Tage. Die Eyer, welche das Weibchen in den Sand legt und der Sonnenwärme überläfst, find von einer kalkartigen Schaale eingefchloflen. 1. Die Gattung der- Meerjchildkrütpn (cbelonia) begreift alle die Arten , die fich im lalzigen Meerwaffer aufhalten und deren ungleich lan- ge Zehen, mit platten Nägeln enden und in eine Ftoffe vereinigt find. Man kennt nur vier Arten diefer Gattung genau; die andern die man als andere Arten befchrieben hat, find vielleicht nur Varietäten, Z. B. Teltu- do mydas L. 2. Die Gattung CJzelys (chelus) enthält nur eine Art, ziemlich die Matamatajchildkrüie ( tefiudo fimbriata ) , Scboepf t. 21. die in Guiana lebt und einen Kopf wie die Pipa hat. Ihr Hals und Kopf find mit Fran- zen oder fleilcbigen Anbängfeln beletzt. 5. Die Fhifsfchildkroten (emys) bilden eine zahlreiche Gattung. Sie leben in Fliiffen, (kleinen Bächen, Siilswafferleen und deren Ufern. Ihre Fiifse find Schwimmfiifse mit Häuten, mit deutlichen, beweglichen, hackenförmigen, nägeltragenden Zehen. Man theilt fie in folche mit weichem Riickenfchilde , deren wenige find. (Z. B. tefiudo ferox ) und in folche mit knöchernen hartem Schilde, wovon es an dreilsig verfchie- dene giebt. Z. B. tefiudo lutaria L. 4. Die Landfchlldkruten (tefiudo) find folche, die nie im Wafler le- ben. Ihre Fufse mit nicht deutlich uuterfchiedenen Zehen bilden rundliche Stumpfen, die im Kleinen Eiephantenfi'ifsen ähnlich fehen. An den Räu- dern find fie mit platten fchneidenden hufeähnlichen Nägeln verfehen , auf welche das Thier fich im Gehen fo ftiitzet, als ein Wagenrad auf die die Reife haltenden Nägel. Z. B. tefiudo graeca L. 73 Saurier. N°. -XLIX. II. Ordnung. SAURIER. *) Körper ohne Schild; mit (rrieift) vier, hakenförmi- ge Nägel tragenden, Füfsen. Kinnladen mit ein- gekeilten Zähnen. > Familien-, Der, oft (ehr ange, Schwanz J"oben oder an den Seiten platt \konilch, rund ...... . Platrfchwänze . Rundfchwänze *) von Sat i(joq Eidechfe. BEMERKUNGEN ZUR XLIX. TABELLE. Die Ordnung der Saurier (Saurii) unterlcheidet Zieh wefentlich von den Batrachiern, welche niemals Nägel haben und Metamorpfaofen erlei-i den; wefentlich von den Ophidiern, die weder Fülse noch Bruftbein ha- ben; endlich auch von den Cheloniern, deren Kinnladen nie mit eigent- lichen Zähnen londern nur mit einem hornartigen Schnabel verleben Und und deren Körper durch ein Rücken- und Brultfchild bedeckt iit. Alle Saurier haben den Körper von einer Schuppenhaut bedeckt in de- ren Dicke man einige Knochenpunkte entdeckt. Ihre Bewegungen find im Ganzen lebhafter und leichter als die der Thiere der andern Ordnungen dieler Clafie. Ihre Fülse find kurz, i alt von gleicher Lange und fehr ent- fernt vom Mittelpunkte des Körpers, fo dafs bey dem meiften während des Gehens der Leib den Boden berührt. Alle haben die in der Mitte verwach- lenen Kinnladen mit mehr oder weniger vorragenden, oft konilchen, leiten Ich neidenden oder hökerigen Zähnen beletzt. Sie nähren lieh von leben- den Tuieren. Ihre Stimme ilt Ich wach. Die Generationsorgane lind bey beyden Gelchlechtern doppelt; und es findet eine wirkliche Begat- tung ftatt. Die Jungen haben, wenn lie aus dem Eye kriechen, die Ge- walt, die lie behalten Tollen. ; Die Ordnung der Saurier weicht von den andern noch durch man- che Eigenthümlichkeit der Organifation ab. So haben fie nie einen deut- lich unterfchiedenen -Hals , wie die Chelonier ; ihre Zähne lind einge- keilt und konilch. was nur(?) noch bey den Ophidiern vorkommt; fie ha- ben, und darin unterfcheiden lie lieh von allen übrigen Reptilien, oft Saurier. 79 ho cli freie blos mit dem Brultbein verbundene Rippen. Die Gefchlechts- theiie find, wie oben bemerkt, bey den meiften doppelt, was fich auch nur noch bey den Ophidiern findet. Sie find, nebft einer Art der Ophi- dier, die einzigen welche eine äufsern Gehörgang haben. Die Saurier verbinden fehr natürlich 'die Chelonier mit den Ophi- diern. Die Arten Flulsfchildkröten mit weichem Schilde oder einer hornartigen Scheibe, nähern fich den Krokodilen und den erften Arten der Ophidier ; wie von den letzteren alle die mit verwachfenen Kinnladen und befonders die Ophifaure den allmähligen Uebergangi von der gegen- wärtigen Ordnung zur künftigen machen. Merkwürdig ift, dafs diefe ganze Ordnung, welche mehr als zwey- hundert Arten enthält, auf die heifsen Gegenden belchränkt zu feyn t fcheint. In den nördlichen Gegenden von Frankreich (und Deutfcliland) kennt man nur einige Arten der Gattung Lacerta. Alle andere Reptilien dieier Ordnung kommen bey uns nicht vof. Zvvey Familien theilen ziemlich natürlich die Ordnung der Saurier. In der einen werden alle grolsen Arten begriffen , die an feuchten Orten leben und mittels ihres platten und meil’t zufammengedriiekten Schwanzes gut Ichwimmen können. In der andern Famlie find die Arten vereinigt, die gewöhnlich nicht fehr grols werden, die trocknen, dürren Gegen- den vorziehen und feiten ins VYaffer gehen, wo fie nicht Ichwimmen könnten, indem ihr Schwanz zylindrilch ift und mit einer Spitze en- diget. r 60' Saurier. N°, L. I. Familie. PLATTSCHWÄNZE. Mit , in vertikaler Richtung oder an den Seiten, plat- tem Schwänze; beftäncfig im Waffer lebend. ^mit grofsen Knochenfcbil- Lmit Schwimmhäuten den; Hinterfülse . . . 3 CS JG s <( O (^mit freyen Zehen . mi / ohne Knochen- lirahlen mi'gen Schup- j kpen und . . s mit Knochenftrah- V len ohne Kamm; ( dünn, rundlich . Zehen ... V (^breit, platt . . Gattungen. 1. Krokodil 2. Dragone 5. Lophyr 6. Baülisk 3. Tupinambis 4-. Uroplate BEMERKUNGEN ZUR L. TABELLE. Die Plattfchwänze (planicaudati) haben ihren Namen von ihrer Bildung erhalten; indem alle, mit Ausnahme einer einzigen Gattung, den Schwanz von den Seiten zufammengeedriickt haben. Io dals er mehr hoch als breit ift. _ Knochenfchilder nennt man grofse fchilaförmige Schuppen,! die einzeln in der Haut fitzen. Diele Schilder Icheinen, wie getagt , die er- fte Gattung von Sauriern zu verbinden, mit den Flufslchildkröten , he- fonders mit denjenigen , welche eine weiche Haut haben. So hat z. B. das Krokodilmännchen auch die Gefchlechtstheile einfach, verläfst leiten das Walter und hat auf dem Lande einen . befchwerlichen und lang- famen Gang. 1. Die Krokodile (crocodylus) find die gröfsten bekannten Arten von Sauriern. Ihre Zunge kann nicht bervorgelfreckt werden. Sie al- lein haben die Hin-terfüfse mit Schwimmhäuten verteilen. Einige Arten haben die'Sclinautze febmal, faft zylindrifcli, Z. B. Lacerta crocodylus gangeticus L. Andere breit und platt. Z. B. crocod. niloticus L. 2. ~Die Dragone (Dracoena) ifi cine Gattung von einer einzigen Art. Man konnte fie für ein Krokodil halten wenn die Hinterfiifse Schwimm- Saurier. 81 iiäute hätten, wenn die Zähne konifch und nicht platt Waten, und wenn der Kopf keine viereckig konifche Form hätte. Die Zähne find zahlreich, rund und haben platte Kronen. Diele Eigenheit, die bey keiner andern Art vorkommt, feheint hier eine befondere Lebensart anzudeuten. Z. B. Lacertus indicus W ormii. 3. Die Tupinambis (tupinambis) würden den Eidechfen gleichen ,, wenn nicht alle Rückenfchuppen einander gleich und wenn nicht ihr Schwanz zufammengedrückt wäre. Diele Gattung enthält viele Arten, aber alle aus warmen Ländern. Man hat Ge eingetheilt in folche mit einem Kamm auf dem Schwänze (z.E. Lacerta exanthematica,) und in folche mit einfachem Schwänze. Z. B. Lacerta monitor L. 4. Die Gattung der Uroplacen (uroplatus) enthält nur einige Arten die man fonlt Geckos mit plattem Schwänze nannte. Die Form ihres Schwanzes entfernt Ge von allen bisher bekannten Sauriern ; ihre Zehen find gelappt und unten mit dachziegelartig liegenden Lamellen verfehen Z. B. Gecko fimbriatus Daud. 5. Die Lophjren (lophyrus) find von einigen Naturhifiorikern za den Agamen gezählt worden ; ihrh Haut ifbmit dichten Körnern befetet, chagrinartig. Man kennt ihre Lebensart nicht. Z. B. Lacerta fuperci- liolä L. 6. Die Bafilisken (Baliliscus) haben die Form der Tupinambis und in etwas auch die der Leguans ; Aber der Kamm auf dem Rücken un- terfcheidet lie von den erften und die Gefialt des Schwanzes trennt Re von den letztem. Z. B. Lac, baliliscus L. ' ' • ■ > • . V 6 Dumeril Z00L 82 Saurier \ BEMERKUNGEN ZUR LI. TABELLE. * Die rundfcbwänzigen Saurier, (tereticaudati) haben im Ganzen den Schwanz fehr laug und blofs nacblchleppend. Diele Bildung in Ver- bindung mit der Kürze, oder oft mit der gänzlichen Abwelenlieit , der Vorder- oder Hinterfüfse , Icheint den Uebergang zu der .Ordnung der Onhidier anzudeuten. ■ Saurier. 85 r. Die Leguans (Iguana) find grofse Eidechfen die auf dem Rücken einen gezähnelten. .von fpitzen Schuppen gebildeten, Kamm und auf den Wangen einen runden Fleck haben. Z. B. Lacerta iguana L. 2. Die Dmchen (draco) find kleine in Indien einln imil'che Saurier, die die Seiterhaut ihres Körpers über Knochenftrahlen gelpannt haben und fich- damit, wie mittelfi eines Falllchirms, in der Luft erhalten. Z. B. Draro volans L. 3. sfgama’s (agarna) nennt man in den heifsefien Gegenden beyder W'elttbeÜe einige Eidechfen, deren Charakter in den den Kopf bedecken- den Schuppen und in der kurzen Zunge liegt; fie halten fich an feuch- ten Orten auf und kommen nur des Abends hervor. Z. B. Lar. agama L. 4. Die an ihren hohenFiifsen Ichon erkennbaren Chamäleons, (Cha> rnaeleon) können zwey verwach lene Zehen gegen die drey andern eben- falls verwachlenen . zangenartig, bewegen. Sie haben ihre lange Zunge in einen klebrigen Knopf geendigt; den Körper von der Seite zufammen- gedrfiökt und den Wickellcbwanz unterwärts gebogen. Z. B. Lac. cba- maeleon L. 5. Die Geckos, (gecko) kommen, ihren runden Schwanz ausge- nommen, ganz mit dert Uroplaten überein ; die Lamellen unter den Zehen fondern einen giftigen Saft aus. Z. B. Lac. gecko L. 6. Die Stellipnen ( fteilio ) die man auch Stachelfck-wänze nennt, haben den Körper mit kleinen Schuppen, den Schwanz aber mit knochi- gen, fpitzen, fiachlichen Schuppenringen bedeckt. Z. B Lac. cordylus L. 7. Die jinolis , (anolis) unierlcheiden fich von den Leguans durch nichts als die Zehen. Z. B. Lac. bimaculata L. g. Die Eydechfen (lacerta) begreifen alle Arten, die in den vorher- gegangenen Gattungen keinen Platz finden. Ihr Unterleib ift Vvie bey den Krokodillen mit viereckigen Schildern, eben fo der viereckige Kopf mit Schild -Schuppen bedeckt. Es gehören hieher über vierzig Arten wovon man die, deren Schwanz dreymal fo lang als der übrige Körper ift, Tachydromen ( Z. B. tacbydromus lexlineatus Daud ) , und die wel- che kein Halsband von gröfsern Schuppen haben j 4 meivas (Z. B. Lacer- ta ameiva L. ) genannt hat. g. Die Stincke (ftincus) haben den Körper ganz fo wie die Fifche mit Schuppen bedeckt ( Z , B. Lac. ftincus L.) ; die Arten mit vier kurzen von einanderftebenden oft nagellofen Zehen hat man Seps genannt (z. B. Lacerta lepS*L. ) ; die aber, wo fich blos Hinterfüfse finden, heifsen Bipe- den (z. B. Lac. apoda Pallas .) 10. Di e Chalziden (cbalcides) verhalten fich faft wie die Stincke; aber ihr Körper ift mit viereckigen, reihenweile oder ringartig liegenden Schuppen bedeckt, die nicht fchuppenartig liegen. Man untcrfcheidet auch hier Vierficfsige z. B. Chalcid. tridactylus Lacep. und Zweyfüfsige Z. ß. Bipes] canaliculatus Lacep. 6 * 84 Ophidier. N®. LII. HI. Ordnung. OPHIDIER. *) Körper lang, dünn, ohne Füfse, ohne Flohen; | Kinnladen mit Zähnen verleben. 'nackt oder mit, unter dem Bauche wie unter dem Schwänze, gleichen Schup- TT pen befetzt Homodermen Die Haut < v I oben mit Schuppen ; unter Bauch und (^Schwanz aber Schilder oder Platten . 3. Heterodermen *) von otyii; Schlange und u$o$ Form, BEMERKUNGEN ZUR LII. TABELLE. Die Ordnung der Schlangen oder Ophidier (ferpentes) ift unter den riic.kgrathigen Thieren am leichteften zu unterlcheiden. Der gänzliche Mangel von Gliedern, Floflen und Kiemen und das Vermögen dieler Thiere durch Lungen Luft zu athmen, lind keine' zweydeutige Eigenfchaf- ten. Alle kommen noch untereinander in gewiflen Eigenheiten ihrer Bil- dung und Lebensart überein. Sie find die einzigen mit Lungen verlehe- nen rückgrathigen Thiere ohne Augenlieder und eigentliches Brultbein. Ihre Gelchlechtsorgane kommen lehr mit denen derSaurier überein. Bey lehr vielen Arten find die Weibchen aus Eyern lebendig gebärend d. h. die im Körper des Weibchens befruchteten Eyer werden dalelbft aus- gebrütet und die Jungen kommen gleich mit dem Vermögen lieh zu be- wegen zur Welt. Im Ganzen behalten die Schlangen die Bildung und Organe, mit denen fie zur Welt kommen, auch ihr übriges Beben durch. Die Abtheilung dieler Ordnung in zwey grolse Familten, gründet lieh ganz auf die in der Natur vorhandenen Verfchiedenheiten der Form, der Orgnnilation und der Lebensart. So haben die Homodermen deren Haut von gleicher Befchaffenheit unter dem Bauche wie auf dem Rücken ift, die Unterkinnlade nie- mals aus zwey ausdehnbaren Stücken beliebend. Die Oberkiefer- knochen zeigen einen vollkommenen nicht unterbrochenen Bogen ; Al- le ohne Ausnahme haben einen kleinen durch keine Zulammenfchnü- I Ophidier. 86 i/V; V> ; , »• rung rorn Körper getrennten Kopf. Bey keinem einzigen finden fleh awifchen den Kinnladen noch Knochen mit beweglichen Giftzähnen; Nie find fie im Stande gröfsere Thiere als fie felbit find zu verfchlingen. Alle zu diefer Abtheilung gehörigen find unlchädliche Thiere von fanftem. friedlichem Charakter, die fich von Infekten und kleinen Thieren nähren. Bey den Heterodermen (Ungleichhäutern) aber, deren Haut oben mit gleichen Schuppen, unten am Bauche und Schwänze aber mit gre- iseren fogenannten Schildfchuppen bedeckt ifi, beobachtet man die Unterkinnlade itets aus zwey getrennten Stücken beftehend. Die Ober- kieferknochen zeigen einen doppelten Bogen, oder vielmehr der Ober- kiefer befteht aus vier länglichten Knochen, die vorn nicht vereinigt find, die fich nicht allein ein- und auswärts, fondern auch vor- und rück- wärts bewegen können. Die meifien. haben einen dicken platten Kopf, gegen den Hals zu wie ausgefchnitten. Ihre Kinnladen machen ei- nen beträchtlichen Vorlprung vor dem Schedel. Alle diefe Schlangen haben zwey der Länge nach Hebende Reihen Zähne (auf jeder Seite), die eine am Gaumen, die andere atn Rande des Kiefers. Bey vielen Arten ifi: das Maul vorn mit befondern , wie durch einen Schwengel, be- weglichen Knochen verfehen , auf welchen [pitzige inwendig hohle Zäh- ne fitzen, deren Canal in einer Blale anfängt, wo fich ein fehr heftiges in Drüfenabgefondertes Gift befindet. Alle können Thiere verfchlingen, die gröfser find als ihre Körper. Hieher gehören alle Giftfeh langen. Noch eine Bemerkung, die aus dem Angegebenen gewiffermafsen folgt, ift dals die Homodermen in der Regel nur von unbedeuten- der Gröfse find, weil fie, (da fie fich von lebenden, die Gröfse ihres Körpers nicht überfteigenden Thieren nähren und keine eigentlichen Mit- tel befitzen fie zu zerkleinern) gewiffermafsen gezwungen gewelen wä- ren, in einem fort zu freffen um den Verluft den ihr Körper erleidet, der natürlich um fo beträchtlicher ili je gröfser das Volumen des Kör- pers, zu erletzen. 6^ Ophidier. BEMERKUNGEN ZUR LIII. TABELLE. D ie Tabelle giebt wirklich alles unterlcheidend Eigenthümliche der Gattungen diefer Familie von Gleichhäutern (. Homodermi ) an. i. Die Wurmjchlangen (caecüia) find die einzigen Schlangen , de- ren Ichuppen- und fchildlole Haut ganz nackt wie bey den Batrachi- ern ijj. Ihr Körper kommt lehr den Regenwürmern nahe ; fie find die einzigen Schlangen, wo die für die Gefcblechtsorgane und die Ex- kremente gemeinlchahliche Oeffaung rund ilt. Alle diele Schlangen Icheinen in unterirdifchen Löchern zu leben; fie kriechen nie am hei- Ophidier. 8? ] e m Tage umher und Tuchen feuchte Orte. Die mellten haben kein lichtbares Auge, indem das Gefichtsorgan ihnen bey ihrer Lebensart ziemlich unnütz iit Die Unterkinnlade ilt meift kürzer als der Ober- kiefer, und die Mundöflfnung fcheint nur eine Spalte zu leyn. Nur in hei Isen Klimaten hat man die Arten dieler Gattung gefunden. Z. B, caecilia glutinofa L. 2 Die Ringelf chlangen, Amphisbänen (amphisbaena) was im Grie- chifchen Doppelgeher bedeutet, unterlcheiden lieh von allen andern Schlangen durch die kleinen viereckigen ringartig liegenden Abtheilungen der Haut. Sie find die einzigen Schlangen, deren als eine Queerfpalte Jfichtbarer After mit vertieften Puncten, Oefnungen, befetzt ift, wie die an den Schenkeln vieler Saurier. Alle bekannten Arten find in Ame- rika einheimifch. Z. B Amphisb. fuliginola L. 3. Die War zenf Mangen (acrochordus) ein Name der warzig oder hörkrig ausdrückt, find noch nicht hinlänglich unterfuebt- Die meir £ten find nur nach trocknen Schlangenbäuten abgebildet, die zu fi'ark ausgefiopft waren , und wo die Schuppen allo zu febr hervorragten. Z. B. Acroch. javenfis Hornftedt. 4. Die Ophijauren (Ophifaurus) d. h. Eidechfen -Schlangen heifsen fo, weil der Kopf der einzigen bekannten Art, im Hintergründe eines wahren gufseren Gehörganges ein ordentliches Trommelfell (wie bey den Eidechfen) zeigt, der Körper überdem zwey vom Halle bis zum After der Länge nach laufende Falten hat. Z. B. Anguis ventralis L. 5. Die B lindfM eichen , (anguis) haben wie die Ophilauren den ganzen Körper mit oben und unten gleichen Schuppen bedeckt. Die- le Schlangen gränzen durch Lebensart und Körp.eiiorm lehr nahe an die Eidechfen und kommen belonders den Ghalziden nahe. Z. ß. an- guis fragilis L. 6. Die Wajferfchlangen (hydrophis) nähern fich ihrer Form nach Jo etwas den Boas und Platuren (der folgenden Familie.) Sie unrer- Icheiden fich von ihnen durch die Gleichförmigkeit der Schuppen fo- ■wohl um den Mund herum als unter dem Leibe. Ihre Zunge ift kurz, und mit einem Ausfchnitt verleben ; ihre Kinnladen verwach len und ihr von der Seite zufammengedrückter Schwanz endet fich in einen breit abgerundeten Theil. Z. B, Bydr. cloris, Shoucurfeen Ruffel. 88 Op lädier Die ungleichhäutigen Schlangen (hederodermi) haben, {nach pag. 85 ) viele Eigenheiten gern ein fcWtl'ich . r. Die Gattung Erjcc (erix) fcbeint den Uebergang diefer Familie zu denßliudfchleichen zumachen, wozu fie auch von einigen Naturforschern gerechnet wurden. Der Kopf iß klein; die Kinnladen können nur wenig von einander efctfernt werden. Die Schup- penfchilder unter dem Leibe find fchmal, und meiftens regelmäfsig fechs ^ oder achteckig. Unter dem Schwänze liegen ähnliche die nach der Spitze zu allmählig kleiner werden. Z.B. anguis iaculus, coiubrinus L. 2. Der Erp e ton (Erpeton) iß, wegen feiner mit Schuppen bedeckten Fühlhörner vor dem Maule, eine fehr Sonderbare Schlange. Nur unter dem Leibe find Schi! derlei! tippen, .unter dem Schwänze liegen Schuppen wie auf dem RÜ- eben. Lacepede hat diele Gattung zuerft befchrieben und in den Slnna- Ophidier. % rmlt einem dop- J pelten Anhang I (ergot); Schup- penfchilder >- CJ 1 ohne hornarti- gen Anhang; Schwanz . /es du Mujpe d hifioire naturelle abgebildet. Z. B. Erpeton tentaculattit Lac. " 5 . Die Boas (Boa) haben den Bauch fchmäler als den Rücken ; Ile erreichen unter den Schlangen "und überhaupt unter den Reptilien,, die beträch tlichfie Gröfse. Die meifien haben die Lippen mit -wink- ligen Furchen und den Kopf mit ungleichen Scbilderlchuppen bedeckt Daudin hat diele zahlreiche Gattung folgen dermafsen noch abgetheilt: f einfach unter dem ganzen Körper . . Boa z. 13. Boa canina L. in dop- f unt:er dem Hai- pelten j fe Corallus z. B. Boa merremi. Sch n e i d, Reihen^ un ter dem Schwan- ke Python z. B. Boa cafianea Schneid , /'mit einer horn- artigen Spitze . . . slcanthophis cerafiinus ohne hornartige \Spitze Hurria pfeudoboiga. 4- Die Gattung der Nattern (coluber) begreift alle ungleiehhäutigeu Schlangen, deren zyiiridrifcber Schwanz unten mit einer doppelten Reibe Ton Schuppenfclnidern verleben iß und deren Kopf mit Schildern , nicht mit dachziegelartig liegenden Schuppen, bedeckt iß und keine Giftzähne hat. Es giebt eine lehr grofseZabl von Arten, die man aber noch auf keine leichte und natürlich«; Weife eingetheilthat. Dievon derZahl der Sehup- penlchilder hergenom menen Merkmahle können variiren, find daher lehr ungewils. Z. B. Coluber natrix L. 5 . Die Vipern (vipera) find Nattern mit Giftzännen ; unterfcbeiden /ich nur durch diele, wenn fie den Kopf mit Schuppenfchildern bedeckt hahen. Aber die meifien haben doch einen platten, fiumpfen Kopf mit dachziegelich liegenden Schuppen. Der Name Viper fcheint eine Zulammenziehung von vivipara zu fevn ; iß aber nichts diefer Gattung ausfchüelslich eignes, da andere Gattungen auch lebendig# Junge bringen. Z, B, Coluber berus, naja L. 6 . Die Scyta/en( Icytale) un- ter! ch ei den üch von den Nattern nur durch die einfachen Schuppenfchilder unter dem Schwänze, und durch die vorhandenen Giftzähne. Z. B, Pieu- doboa carinata Schneid. x%o$ Frofch. BEMERKUNGEN ZUR LV. TABELLE. Die Batrachier (Batracii) fcheinen den Uebergang von den Repti- lien zu den Fifchen zu machen. Alle Arten diefer Ordnung kommen den Fifchen, wenigftens iw der erlten Periode ihres Lebens, in Lebensart und Relniration nahe Diele Ordnung unterfcheidet fich durchaus von allen übrigen diefer ClafTe i. durch die vorhandenen Glieder, die man nie bey den Schlangen findet; 2. durch die Abwefenheit der Nägel an den Fülsen; 3. durch die nackte Haut; 4 - durch ihre Fortpflanzung , ohne eigentliche Begattung; ß. durch die Metamorphofe , die die jungen Indi- viduen erleiden. Diefe Thiere haben gar keine der (gewöhnlich) unempfindlichen Be- deckungen auf ihrem Körper; die Haut ift nackt, lehr porös, und nur bey einigen Arten mit Warzen bedeckt, aus welchen eine mehr oder weni- ger klebrige, gefärbte oder riechende Feuchtigkeit ausgefondert wird. Wenn die Batrachier die Metamorphofe erlitten haben und ausgebildet find, nähren fie lieh nur von lebenden Thieren und ihre Därme find fehr kurz; in ihrem erlten Zuftande find fie aber um defto länger. Der Mund ift weit, mit nicht ausdehnbaren Kinnladen und ohne Lippen. Ihr A.thmen wird durch die Halsmuskeln, (die ihnen die Luft ordentlich ver- fehl ucken helfen) hegünfiiget. Sehr feiten wird ihre eigentliche Stimme Batrachier. S l hörbar. Die ausgeathmele , und bey ihrem Durchgänge durch den obern Kehlkopf in Bewegung gefetzte, Luft dringt mit Geräufch in Säcke am Anfänge der Kehle; dies ilt das fogenannte Quacken. Zu den von dem Dafeyn oder de r Abwefenheit des Schwanzes her- genommenen Eigenheiten kommen noch mehrere andere, die die Tren- nung der Ordnung in zwey natürliche Familien rechtfertigen. Die allgemeine Körperform, die in diefer Ordnung lehr verfchieden ift, Icheint die Art der Bewegung befiimmt zu haben. So findet man Arten, die langfam gehen (kriechen) andere die Ipringen, einige klet- tern und die meiiten können fchwimmen. Alle Batrachier haben übri- gens dieFufse an der Seite des Körpers, in ziemlicher Entfernung von ein- ander. Alle Arten, wo lieh Vorderfüfse finden, haben ein lehr grolses Brufibein , was zugleich die Refpirationsbewegungen unterßützt. Die Hinterfüfse find durch ein bewegliches Becken mit dem Rückgrath in. Verbindung. Die Arten welche Ipringen, haben die Füfse in der Mitte des Körpers dicht nebeneinander artikulirend , fo dafs fie lieh auf den Schenkeln fchleppen, deren Muskeln fehr entwickelt find , Io wie dies auch mit den Muskeln des Beins der Fall ilt, wo fie ordentliche Waden bilden, wovon unter denSäugthieren derMenfch allein einBeyfpiel zeigt. 9 2 Batrachier. No. LVI. I. Familie. UNGESCHWÄNZTE ODER ANOUREN. Der Körper kurz, breit, ungefchwänzt, Vorderiu- fse kürzer als Hinterfüfse» i Gattungen. riänger J | P er ’ 2 , , fr.. ( mit Knüpf eben oder Scheiben als der Kor- ,• i Zehen tuuigcuu ,4* Laubfrosch ■ •• 1 in i l i\iiu pihusii uubi J endigend .... ‘ ' 1 • ' rund, ohne breite Enden 3. Frofch ! v < elf, .1 rüey, fehr lang, rundlich, gleich- s '°. Un e *>• der rörhig ............ Pjpa Körper; Vor- j ö r (derzehen . < vereInigt> kurz , p i attf un . ^gleich .......... 2. Kröte *) von ok privativo und ovgot Schwanz. BEMERKUNGEN ZUR LVI. TABELLE. Die ungefchwämsten Batrachier (ecaudati) kommen durch ihre Bil- dung im Wefenllichen mit einander überein. Alle haben die Haut nur wenig mit dem Körper zufammenhängend , fo dafs diefer darin wie in einem Sack fteckt. Ihre vierzehigen Vorderfüfse lind immer kürzer als ihre Hinterfüfse , woran immer fünf Zehen Vorkommen. Die Zunge iit frey beweglich und vorn an der Aushöhlung der Unterkinnlade feit ge- wachten (fo dals fie heraus und zurück geklappt wird). Die Befruchtung der Eyer der Weibchen findet aufserhalb des Körpers derfelben liatt, wo das Männchen lie in dem Augenblick mit dem Saamen befruchtet wo fie gelegt werden; dasMännchep hilft auch wohl, die Weibchen davon zu befreien. ,. Die Gattung Pipa (pipa) enthält nur zvvey Arten.. Der Körper iit platt ohne Warzen nnd Parotiden. Die Vorderfüfse mit konilchen, runden, deutlich von einander getrennten gleich langen Zehen. Die Hinterfülse, mit Schwimmhäuten, kürzer als der Körper. Die Jungen Scheinen ihre Metamorphofe, in den Eyern, auf der Riickenhaut der Mut- ter zu erleiden, wohin fie durch das Männchen, fo wie fie aus den Ge- Xchlechtstbeilen des Weibchens zum Vorfcbein kommen, gebracht werden. Z. B. Rana pipa L„ Batrachier, $3 2. Dse Kröten (bufo) haben die Hinterfiifse kaum lo lang wie den Körper, die Zehen find konifch, platt, ungleich ; der Körper breit, dick, warzig, mit zwey grofsen Drülen aufdem Hälfe, die manParotiden nennt. Die vielen in diele/Gattung gehörigen Arten find in drey Unterabtheilun- gen gebracht: I. folche, deren Hinterfiifse fall ohne Schwimmhaut find z, 13 . Kana ventricofa L. ; 2. Folche, wo eine halbe Schwimmhaut an den Hinterlülsen vorkommt z. B. Rana bombina L . ; 3 folche, wo man diefel- be Bildung an den Vorderliifsen bemerkt. Z. B. Rana bufo L. Die- le Form ihrer Fülae fcheint auf die Wahl ihrer Aufenthaltsorte einigen Einflufs zu haben. Einige leben gewöhnlich im Waller, andere an feuch- ten und wieder andere ganz an trocknen Orten. Alle fliehen das Licht lind kommen nur des Nachts zum Vorfchein ; in nicht ganz warmen Cli- maten halten fie einige Monate einen Winterlchlaf ; gewöhnlich verei- nigen fie lieh gegen den Winter in Gefellfchaft an enge Oerter, oft unter dem Schlamm , wie die Frölche. 3. Die Fröfche (rana) unterfcheiden fich von den Kröten nur durch die Lange ihrer Hinterfiifse und durch die Abwefenheit der Parotiden. Sie pflegen nicht wie die Kröten zu kriechen auch nicht wie die Laub- fröfche zu klettern, londern fie fpringen. Z. B. Rana esculenta L. 4. Die Laubfrösche (hyla) haben in der Bildung ihrer Zehen einen zu unterfcheidenden Charackter, als dafs man fie mit den eben erwähn- ten Gattungen verwechseln könnte. Man unterfcheidet die Laubfröfche noch in folche,' wo die Zehen der Hinterfiifse ganz getrennt Z. B. rana ar- borea L. und in folche wo fie durch eine Schwimmhaut vereinigt find. Z, B. rana hoans L. % V 94 B^tracliier. No. LVII. II.Familif. GESCHWÄNZTE ODER URODELEN. *) Körper von länglichter Form, mit einem Schwänze; die vier Fiifße von gleicher Länge. Anliegende (unbewegliche) Zunge. Gattungen. -G M N s. 0 ) f3 es r /"Lungen ; vier;d en ; Schwanz < l'zufammengedrückt . . i. Triton \rund 2, Salamande Lungen und Kiemen, die das ganze Leben bleiben . . . 3. Proteus zwey , und zwar Vorderfüfse; Kiemen ) von Ob£& Schwanz und deutlich. . 4. Siren BEMERKUNGEN ZtfR LVII. TABELLE. Nicht blofs der vorhandene Schwanz charakterilirt diele Ordnung der' Urodelen (caudati), ixe kommen vielmehr auch noch durch andere Eigenheiten überein, die man bey den Anouren noch nicht bemerkt hat. Bey allen ift z. B. die Hayt feftanliegend ; wenn lieh vier Füfse finden, fo find lie lehr kurz, einander gleich und lo weit von einander entfernt, dafs lie die Lalt des Körpers nicht tragen können. Ihre Zunge iit feit anliegend in der Höhlung der Kinnlade und, mit ihrer breiten Balis hin- terwärts gerichtet. Bey den meiften ift die Stimme Ichwach und die aus den Lungen lierausgetriebene Luft bringt nur ein leichtes Gurgeln hervor. Obgleich keine vollkomrane Begattung d. h. kein Einbringen eines männlichen Gliedes in ’ die weiblichen Gelcblecbsrbeile, ftatt fin- det, lo werden doch die Eier in dem Körper der Mutter befruchtet. Es fcheint als wenn der Sanne des Männchens, von den in diefer Zeit lehr angefch wollenen weiblichen txefchlechtslheilen ablorbirt würde. Die Eyer werden , in Zwifcbenräumen , gelegt und kommen einige Tage nachher aus. Bey einigen; kommen die Jungen fchon im Innern des müt- terlichen Körpers aus dem Eye, und werden in der Geflaut geboren, die lie behalten follen. Batrachier. 95 Die Arten welche im Waffer leben, h^hen den Schwan« von den Seiten zuiammengedrückt, und die Fläche deflelben oft. durch eine von der verlängerten Haut gebildete Fett- Floße vergrößert , und bedie- nen lieh defielben gerade wie die Fi 1 * he- Andere haben den Schwan« rund oder konilcli , leben gewöhnlich auf dem Lande aber an feuch- ten Orten. 1. Die Gattung Triton (triton) begreift alle ^genannten Wcifferfa- larhander. Sie legen Eyer und leben, wenigft.ens zur Zeit der Fort- pflanzung, im Waller. Es gehören bieher lehr viele Arten , wovon ei- gentlich wenige genau befchrieben lind. Man hat Ile abgetheift a. in folrhe, deren Hinterfüße ohne Schwimmhaut und die Zehen ganz getrennt find. Z. ß. Salatnandra alpeltris Schneider, b in lolche , wo die Ze- hen mit einer getrennten gelappten Haut verlehen find. Z. B Salaman- dra elegans Daudin c. in lolche wo lieh ordentliche Schwimmhäu- te finden. Z. B. Salamandra palmata Schneid. 2. D ie Salamander (lalamandra) find der vorigen Gattung ähnlich ; leben aber immer auf dem Lande, ihr .Schwanz ilt rund, konilch ; nie- mals haben fie Sch vrf’mrti fuße. Sie legen keine Eyer, die Eyer kommen ini Mutterfeibe aus und die Jungen werden in der Geltalt geboren, die fie ihr Leben hindurch behalten follen. Der Körper der bieher gehörigen Arten ilt mit Warzen oder Queerlalten verfehen. Die Begattungsvvei- fe kennt man noch nicht recht. Z. B. Lacerta lalamandra L. 3. Der Proteus (proteus) gleicht vollkommen den Larven der Tri- tonen (Wafferlälamander) die ihre Kiemen noch nicht abgelegt haben. Bey der zuerlt beobachteten Art, z. B. Proreus anguineus , ilt der Körper fchleimig, der Knochen weich und die Farbe Ichwach. Bey einer an- dern in Peru beobachteten und von Humboldt mitgebrachten Art, iß Haut und Glieder ganz wie bey den Salamandern; man weis aber, daß die Kiemen lebenslang bleiben follen , da fie , wie bey den Fl- iehen durch besondere Knochen geltützf find. 4. Die Siren (firen) find nur wenig beobachtet. Man kennt nur eine Art, die in Amerika gefunden iß, und die man für eine Sala- manderlarve halten könnte, wenn man nicht bemerkte, daß die Hinterfü- ße bey der Larve eher erlcheinen als die Vorderfüße, und hier bloß V#rderfülse find, Z. B. Siren lacertina. Ende der Klafle der Reptilien» 9 « Eintheilting der Fifche. m lviii. IV. Klasse. FISCHE. Rückgrathige Thiere, mit Kiemen und kaltem BIu te, ohne Lungen, ohne Haare, ohne Federn und ohne Brühe. f,'* j Ordnung. fralt Kiemen- ( K,emenlia ut . . 4. Teleobranchien ■a r Knorpelfi- j deckel und . < . „. fcke /die Kie- I ] ohne Kiemen- men ... * t_naut ■ . . 3. Eleutheropomen j ohne Kie- •« f mit Kiemenhaut 2. Chismopneen i mendeckel . J . „. v j ohneKiemen- l^haut . . . . Jt. Trematopneen Fmit Kiemen- Knochen- J deckel . . . fifche; die J ^Kiemen . ■/ 'mit Kiemenhaut . ß. Holobranchien ohne Kiemen- haut . . . . ,6. Sternoptygen ohne Kiemen- Kiemenhaut . 7. Kryptobranchien deckel ^ohne Kiemen- haut ..... 8- Ophichtyten BEMERKUNGEN ZUR LVIII. TABELLE. D ie Klafle der Fifche e (pisces) begreift die letzten rückgrathigen Th iere, deren Organifation am wenigften complicirt ilt. Der ihnen nothwendige Aufenthalt imWafler, die Art ihrer Refpiration u. 1 . w. fcheint ihr ganzes Wefen modificirt zu haben. Obgleich die äufsere Geltalt febr verfchieden ift, fo ilt doch im Ganzen der Körper lang und hat vorn den Kopf, der das Gehirn in lieh fchliefst. Das andere Ende zeigt meilt einen langen Schwanz, der mit einer vertikal flehenden, durch Knochenitrahlen unterftützten (Floflen) Membran endigt. Die Wirbelbeine ihres Ptückgraths zeigen eine eigne merkwürdige Artikulation, durch Faierreicbe Knorpel, die iu konilchen Aushöhlungen am Vorder- undTIin- Eintheilung der Fifche. 97 9, tertheil des Körpers jedes Wirbelbeines aufgenommen werden. Die gröfsere oder geringere Fefiigkeit des Rückgraths har die Abtheilurig in Fifche mit knorpligem und in Fifche mit knochigem Skelet ver- änlafst. D ie Fifche haben nie eine eigentliche Bruft; die Knochen welche man ihre Rippen nennt, find nie zur Unteiftürzung der Relpirations~ Bewegung, fondern zum Schutz der Eingeweide des Unterleibes, be- fiimmt. Die Kiemen, häutige Blätter, die man fehr uneigentlich auch Fifch- ohren genannt hat, erletzen ihnen die Lungen ; diefe Organe fchei- neu beftirnrnt zu feyn , von dem Waller, was bef’tändig ihre Oberflä- che befpühlt, die demlelben beygemifchte oder beygemengte kleine Quantität Luft auszulcheiden. Kein Filch hat feine Kiemen äufserlich lichtbar, wie die Larven der Batrachier und mehrere Würmer und Mollusken. Immer find diefe am Hälfe gelegenen Organe bedeckt; bald liegen fie unter einem nach Willkühr von dem Tltierö bewegli- chen Schuppenftücke , was man Kiemendeckel genannt hat und was in diefer Verrichtung noch von einer darunter gelegenen befondem Haut, in deren Duplikatur man gewöhnlich einige Knochenitrahlen wahrnimt, und die man Kiemenhaut nennt, unterfiützt wird; bald fehlt diefer Kiemendeckel und diefe Haut. Nach dem Dafeyn und der Abwefen. heit dieler Theile hat man die Ordnungen der Filche abgetheilt und wir werden leben, dals diefe, mit der Refpiratiou in genauer Verbindung fle- henden, Eigenheiten, wirklich lehr natürliche Zufamrnenftelluugen geben. Der Kopf der Fifche ift inj Ganzen fehr dick, was aber mehr von den Schling - und Re'fpirationswerkzeugen als von 'dem Schädel abhängt, der eigentlich klein und deflen innere Hole nicht ganz von Gehirn ausgefülu ift. Die meiften haben bewegliche Lippen , durch befondere Knochen unterfiützt ; ihr Mund ift in der Queere geöffnet ; oft kann er fielt vorwärts bewegen. Die Zähne variiren fehr in Zahl, Geftalt: und Vertheilung an den verfchiedenen Knochen des Mundes und dienen fehr gut zur Charakterißik. Die Fifche haben immer eine einfache Girkulation; alles Blut wird durch ein Herz mit einer einfachen Kammer in die Kiemen getrie- ben. Aber die Kiemenarterie vereinigt lieh, nachdem fie fielt zertheilt hat, in einen einzigen Venenftarnm, der fielt plötzlich in eine grofse Ar- terie verwandelt, an deren Bafis keine Kammer wahrgenommen wird. Die meiften weiblichen Fifche geben unbefruchtete Eyer von fleh, welche die Männchen dadurch erft beleben, dafs fie ihre Saamenfeuch- tigkeit daran gehen laffen. Einige Arten aber begatten fielt nicht allein, fondern oft behalten dann auch die Weibchen die Eyer fo lange bey ficb, dafs die Jungen im Körper der Mutter fchon aus dem Eye kommen. Wie dies bey einigen Reptilien , Z. B. den Vipern, geldliche. (Man f ehe ferner di'e Bemerkungen zur folgenden Tabelle.) Dumeril ZooL y Fifche / Eintheilung der Fifche. N°, LIX TABELLE ÜBER LACEPEDES ICHTHYOLOGISCHES SYSTEM. UNTERKLASSEN. Ordnungen. /"und Kie- menhaut . . IV. C mit Kie- mendeckel mitknorpe ligem Ske- let. Rie- men . . . ohne Rie- k-menhaut . . III. ( mit Rie- menhaut ohne Kie- mendeckel yj [xx hoch, und rtvsot ; athmend. 2 . Plagiofiomen N°. LXI. I. Familie. CYCLOSTOMEN. *) Knorpelfifche ohne Kiemendeckel, ohne Kiemen- haut, ohne Floffenpaare; der Mund zirkelrund ganz vorn an dem cylindrifchen , nackten, kle- brigen Körper. ^ ° L Gattungen. { liehen, auf den Seiten , . i. Lamprete ' zwey, unter der Bruft . . 2. Bauchkieme '*) von xincXo? zirkelförmig, und UTOjU« Muhd. BEMERKUNGEN ZUR LX. TABELLE. Die Ordnung der Trematopneen vereinigt diejenigen Knorpelfifche, deren Kiemen durch gar keine feßen Tbeile bedeckt find. Die meifienka- Trematopneen. IOI ben viele runde 7_,öcher, durch welche das verfchluckte Waffer wiederher» austreten kann, wenn es zur Refpiration gedient hat. Gerade bey diefem Fifchen, findet man die meiften Arten mit Spritzlöchern , d. h. befonde- ren Oeffnungen, durch welche das Wafier aus der Mundhöle heraus und hinein (?) dringen kann , wenn die Mundöffnung verlchloflen ift. Zu diefer Ordnung gehören zwey fehr verfchiedene Familien; bey der einen findet man niemals paarweile Floflen. Ihr zylindrischer Kör- per ilt vorn wie abgeftutzt, zeigt eine runde Oeffnung, an den Lippen herum mit Zähnen befetzt. Nalenlöcher oder Geruchöhlen hat man bey ihnen noch nicht gefunden. Sie begatten lieh nicht; fte legen (laichen) runde Eyer in einer fchleimigen Umgebung. Öie zur andern Familie gehörigen Fifche haben grofse Brult - und kleine Bauchfloffen. Die meiften haben einen breiten queer unter der Schnautze liegenden Mund. Sie begatten lieh und die Eyer kommen in Mutterleib« aus oder kommen befruchtet zur Welt, von einer hornartigen , platten, viereckigen in langen Fäden ausgehenden Hülle, die man uneigentlich Seemäufe nennt, umfchloffen, BEMERKUNGEN ZUR LXI. TABELLE. Die Familie der Cyklofiomen , weicht durch die Form ihres Mun* des von allen Thieren diefer Klaffe, ja von allen rückgrathigen Thieren, ab und nähert lieh einigermalsen gewiffen Nereiden und Amphinomen. 1. Die Lampreten (Petrornyzon) haben dielen Namen Von ihrem Ver- mögen lieh mittels ihres Mundes, der wie ein Scliröpfkopf wirkt, an dia Steine feil zu hängen (a lambendo petras). Jedes der lieben Kiemenlöcher führt in eine befondere Hole wo die Kieme liegt. Das Thier kann will- kührlicb durch diefelbe Oeffnung Wafier einnehmen und ausftoffen. Die Kiemen lind nicht wie bey den andern Filchen blätterartig angebracht, londern nur eine gefaltete , gefäßreiche Haut. Man kennt g — io Arten dieler Gattung. Z. B. Petrornyzon marinus L. 2 . Die BaueliJdemen (gaftrobranebus) haben die Oeffnung ihrer Kie- men, wie dies der Name anzeigt, unter dem Körper. Der Mund ilt mit Bartläden beletzt; man hat aber weder Augen noch Nalenlöcher , wohl aber eir\ Spritzloch über dem Munde gefunden. Es ilt noch nicht ganz entlcbieden ob die beyden bieher gezählten Arten wirkliche Fifche ffncL Z. B. Gaftrobranch. coecus Bloch. Myxine glutinofa L. i i 103 Trematopneen. No. L XII. II. Familie. PL AGIOSTOMEN. *) iuiorpelßfche ohne Niem ende ekel und. Kiernen- haut; vier SeitenfloITen; breiter queer unter der Schnautze liegender Mund. Gattungen. . f f [ehr dick 5. Rhinobate an der untern Fla j lang; an feinet Bafisd che des platten \dünn . . 2. Röche Körpers ; Schwanz.4 Ipurz; Körper glatt, nackt . . 1. Zitterroche O 12 ~ y " \ ivd 4- Squatine \ohne Ausfcbnitte . 5. Hay an der Seite f J a J? ne; BruB - f mit Ausfchnitten des runden j 0 en - - - - ^Körpers ; . / ^keine Zähne ■ . .6. Aodon *) VOQ TTÄay c I c N 5 n O ■Q 2 dem Hälfe vor den fP latt 8 edrückt Bruftfloffen ; Körper x. Frofchfifch < \ von der Seite zufamm enge- drückt . . . . ... z. Seeteufel den Bruftfloffen Hornfifch dem Bauch, hinter der Bruftfloffe| ..... 4. Chimäre *) von %tcrju>j Spalte und nveot; athmend. No. LXIV. III. Ordnung und IV. Familie. ELEUTHEROPO MEN. *) . Knorpelfische mit Kiemendeckel ohne Kiemenhaut; zwey Paar Floffen ; Maul unter der Schnautze. Gattungen. t < . I ' ' . •. f ruit Knochenfchii f ohne Bartfaden .... 2. Meerpferd dern belegt; Maul 4 1 mit Bartfaden .... s 5 - Stör 2 J ohne Knochenfchilde , nackt; Schnautze fo lang yals der Körper .1. Polyodon *) von tXivStgoq frey und reeäfix Deckel. Chismopneen. 105 BEMERKUNGEN ZUR LXIJI. TABELLE. Alle zu Lacepedes zweyter Ordnung gerechneten Fliehe , haben It.att des Kiemenlochs eine Kiemenfpalte. . Alle haben vier Seitenfloflen , de- ren Silz aber verleb i eilen iit ; auch gehören he deswegen zu drey ver- fchiedenen Unterordnungen: zu Kehlflofiern , Bruitlloifern und Bauch- floflern. i. Die hrofchfifche (Batrachus Klein) haben einen mehr breiten als hohen Körper, einen breiten Mund mit zahlreichen, Ipitzigen nicht dicht an einander flehenden Zähnen. Der Kopt iit [o grofs dafs er al- lein den dritten Theil des Fiiches ausmacht. Die Bauchfloflen Icheinen am Urfprunge des Schwanzes zu ützen. Z. B Lophius vespertilio L. 2. DicSea- tenfel (Lophius) haben einen dicken oft zufarnmengedrückten Körper. Ihr Mund iit klein und mit fleifchigen Fühltäden, Anhängleln verteilen.. Die Eauchflofien lehen aus wie Füfse. Z.B. Lophius hiltrioL. 3. Die Hornß- fche (Baliftes) haben einen lehr zulammengedrückten Körper mit rauher, in kleine Felder abgetheiiter , Haut. Der Mund iit klein und hat wenig- Itens acht nabe an einander liebende hervorragende Zähne. Ihre unter den Brultflofien fitzenden Bauchfloffen find oft in eine einzige vereinigt oder durch einen Stachel erfetzt. Diele Filche kommen einigermalsen mit den Klippfilchen ( Chaetodon ) überein, umerlcheiden lieh aber von ihnen durch den mangelnden Kiemendeckel, durch die Breite und Zahl der Zahne, und durch das Knochengerült. Man kennt mehr ais 2Q Arten. Z. B. Balistes vetula L. 4 - Die Chimären (ebimaera, callorhincus Gouan) find Bauchflofier , über deren engem Munde ein fleifchiger Anhängfel befindlich iit und die zwey S hneidezäbne in jedem Kiefer haben. Es find nur zwey Arten bekannt. Z. B. Chi maera arctica, BEMERKUNGEN ZUR LXIV. TABELLE. Diele dritte Ordnung enthält nur eine Familie, wohin bJofs Bauch- flofier gehören. 1. Die Poljodons (fpatularia Shaw) bilden eine Gat- tung von einer Art, die ihren Namen von ihren vielen Zähnen hat- fie find wegen ihrer aufserordentlich langen , mit einem häutigen Blatte verfehenen , Schnautze merkwürdig. Z. B. fpatul. lolium. 2. Die Meer- pferde (pegafus) haben die Bauchfloffen durch einfache Filamente er- fetzt, die Brultflofien aber breit und grofs. Z. B. pegal. Draconis L. 3. Die Score (acipenfer) find grofse Fifche, .die das Maul mit Bartfaden beletzt und eine fehr grofse Schwimmblafe haben. Es find Meerfifcbe die in die Fliifie fieigen , und wegen ihres Fleifehes und ihrer Eyer fehr gelucht werden, Z. B. Acipenfer fturio, L. ioS Teleobranchien. BEMERKUNGEN ZUR LXV, TABELLE Die vierte und letzte ( Qrdnung der Knorpel fifctie beftebt aus denen, deren Refpirarionsorgane am komplicirteiten lind; fie Icheinen den [Je* Teleobranchien. 107 bergang zwilchen den beyden Unterklaffen zu maeben. Auch pflanzen fie floh auf dielelbe Weife fort, wie die Knochenfifcbe der folgenden Ord- nung oder wie die Ofteopomen. Man kennt keine , wo das zweyte Flof- fenpaar zwilchen den Brufifloffen und der Kehle fäfsen. Lacepede hat fie zu den' Bruftfloftern , Bauchfloflern und Kablbäucben gezählt. BEMERKUNGEN ZUR LXVI. TABELLE. Die mit Bauchßojfen verf ebenen Teleobranchien haben alle eine lehr verlängerte Schnautze an deren Ende das kleine Maul fitzt, was wir verfucht haben durch das Wort siphyofi:omen auszudiiicken. Man kennt nur drey Gattungen die hieher gehören, wovon jede nur wenige und kleine Arten zählt. 1. Der Lttngrujfel (macrorynchus) ilt ein kleiner chinefifcher Fifch , defien fchuppiger Körper mit einer Riickenflofie verleben ilt » die lieh vom Kopf bis zum Schwanz erltreckt. Die Bauchflofien haben nur einen Strahl; der Mund ilt mit Zähnen befetzt. Z. B.Macror. argenteus Lacep. 1. Die Solenojiomen, R.6hrenmunclßfche (folenoftoma. Klein.) ha- ben den Körper pritSc, huppen bedeckt und auf dem Rücken zwey Fofien. Die Hauptart ift unter dem Namen Schnepfenfilch bekannt und. ift im mittelländifchen Meere an den italiänifeben Kiiften ziemlich häufig. Die fer Fifch hat die gröfste Aehnlichkeit mit den Syphonofiomen unter den Holobranchien der Knochenfifche. Z. B. Cehtrisc. Icolopax L. 3. Die M^jjerfifche (centriscus) haben einen zufammehgedrück- ten Von Schildern bedeckten und durch Stacheln geichfitzten Körper. Sie haben keine Zähne. Ihre Unterkinnlade ift länger als der Oberkie- fer. Z. B. Centriscus feutatus. Man mufs geliehen dafs die zwey erften Gattungen diefer Familie durch ihren mit Schuppen bedeckten Körper lieh fehr von den übrigen, in diefer Unter-klafle zulammengeftellten Fifchen entfernen. Nur die Zer- gliederung kann den Naturforlcher über die Klaffifikatiqn diefer beyden Gattungen aufldären. io8 Teleobranchien. N°. LXVIII. VII. Familie. OSTEODERMEN. *) - ' v i ' Knorpelfifche mit Kiemen de ekel und Kiemenhaut; ohne Bauchfioffen ; die Haut mit einer fchaaligen Bedeckung oder Knochenpunkten verfehen. Gattungen. I ' mit mehr als fechs . . . i. Kofferfifch t weniger als ("vier ... . 2 . Stachelbauch fechs : . . -v f^zwey . . , 4> Igelfifch O tu / 'vorhan- <1 en ; Mund ^ mit Zähnen ; ohne Zähne, eng, am Ende der 3 | fSchnautze . . 6. NadeLuch rr» V ^ zwey Zähnen ... 3 . Eyerfifch \^vier Zähnen , . .,5. Kugelfifch ¥ ) von Qcrtsov knochig und Af^toc Haut. fehlend ; Oberkiefer mit Teleobranchieno 109 BEMERKUNGEN ZUR LXVII. TABELLE. D ie Familie der Plekopteren gehört in die Ordnung der Knorpelfi- fche mit Kiemendeckel und Kiemenhaut und in die Unterordnung der Brultfloffer. Ihre beyden Bauchfloßen find in eine einzige, runde unter den Bruitfloflen fitzende vereinigt. 1. Die Gattung der Seehafen (cyclopterus) hat einen kurzen, dicken, vorn abgeitumpften fchuppenlofen Körper. Das Maul dieler Seefilche ilt mit fpitzigen Zähnen befetzt. Gronow hat eine Art diefer Gattung un- ter dem Namen Cyclogafter aufgefiihrt, nemlich cyclopt. liparis, wo die Rücken , Schwanz und Afterfloffen in einander übergehen. 2 . Schaalb Huche (lepadogalter, Go u an) haben dielen Namen deswe- gen erhalten, weil fie doppelte Brufifloßen und diele in eine Art Scheibe vereinigt haben, welche man mit einem Barbierbecken, einer Schaale, verglichen hat. BEMERKUNGEN ZUR LXVffl. TABELLE. D ie O/ieodermen lind Knorpelfilche mit vollfiändigen Kiemen aber oh- ne Bauchfloffen. Alle haben kleine Knochenfchilder in ihrer Haut Hecken. 1. Di eKoJferfifche (oltracion) haben den Körper von einer knochigen Haut umgeben, die in kleine Felder abgetheilt ilt. Der Mund ilt klein und mit einer Reihe Schneide - Zähne verleben. Die unpaaren Flößen Rehen durch Auslchnitte aus der kalkerdigen Hülle hervor. Man hat fie Hur in den Südmeeren beobachtet. Z. B. oftrac. triqueter L. 2. Die Stachelbäuche (tetrbdon d. h. Vierzahn) haben jeden Kieler in zwey Zähne abgetheilt. Z. B. tetr. hispidus L. Die Arten, wo der Körper gewaltig zulammengedrückt und hinten wie geßutzt ilt, hat man Kopffifche(ce-phalus) genannt z. B. tetr. mola, wo der ganze Körper nichts als einen Kopf zu bilden fcheint. 5. Die Eyerfijche (ovoides Lacepede ) unterfcheiden fich von den Diodons nur durch die mangelnden unpaaren Flößen ; z. B. ovoid. fascia- tus Lac. 4. Bey den Igelfifche ilt der Körper mit beweglichen Stacheln be- deckt ; derMund klein, die Zähne von den zwey knochigen nicht getheil- ten Kinnladen gebildet, und die unpaaren Flößen vorhanden. Sie kommen fonlt lehr mit den Tetrodons überein. Z.B. Diodon hyltrix L. 5. Die Kugclfifche (orbis) find für die Tetrodons , was dieEyerfilche für die Diodons find. Z. B. orbis tuberculatus. 6. Die Nadelfifche (fyngnatus) find kleine langgeltreckte Fifche, mit wirklichen, artikulirenden Schildern. Der Mund iß klein, ohne Zähne und wie mit einem Deckel verlehen. Sie haben ein oder zwey unpaare Flößen und zwey kleine Spritzlöcher auf dem Nacken. Sie tragen ihre Eyer unter einer Bauchipalte und find nicht lebendig gebärend, wie man __ ionlt glaubte. Z. B. Syngn. acus L. XI® Holobranchien. N°. LXIX. V. Ordnung. HOLOBRAN CHIEN. *) Knochenfische mit vollfiändigen Kiemen, d. h. wo iich auch Kiemen deckel und Kiemenhaut finden. Unterordnungen. Das z-tfreryte j Floflenpaar-^ ( der Kehle f vorhanden, unter-/ ... 2. Kehlfloffer den Bruftfloffen . . 5. Brultfloffer N em Bauche ... 4. Bauchflofier vfehlend . . . 1. Kahlbäuche ) von CAOg, ganz, vollftändig und x Kiemen. N°. LXX. 1 — « / I. Unterordnung. HOLOBRANCHIEN KAHL- BÄUCHE. Knochenfifche mit Kiemendecfieln und Kiemen haut; das hintere oder untere Floiienpaar feh- lend. T AMILIEN. ('alle vorhanden . . . . 0. Pantopteren Die übrigen Floffen .4 , i^zum Theil auch fehlend . Peropteren BEMERKUNGEN ZUR LXIX. TABELLE. Die achte Ordnung der Fifche enthält allein viermal lo viel Gattun«, gen und Arten, als die heben andern Ordnungen zufamoiengenommen. * Holobrancliieri. m Die hieher gehörigen Thiere bilden eine lehr natürliche Abteilung , der man leicht eine Menge von belonderen und auf Gegenfätzen beruhenden, von der Körperform ‘und Organilation hergenommenen, Eigentümlich- keiten beylegen kann; fo haben die meilten den Körper mit Schuppen be- döckt, die in quincunce fitzen und dachziegelartig übet einander liegen. Befiändig findet man auf den Seitenteilen des Körpers eine vertiefte Li- nie, oder eine derLänge nach laufende Reihe von kleinen Oefinungen oder verliebenden Idöckern , über welcher ein vom Halle bis zum Ende des Schwanzes lautender Nerv liegt. Die meilten haben den Unterleib oder die Hole, wo die Digefiionsorgarie liegen, von knöchernen, den Rip- pen der Säugthiere ähnlichen, Reifen befchützt Bey den altermeifien ilt die Fähigkeit zu fc.hwimmen und nach Willkühr fielt in diefer oder jener Höhe das Waffers zu halten, durch eine hydroliatilche Blale erleichtert, wodurch die Fifche eine mehr oder minder grofse Menge Wähler aus ih- rer Stelle treiben können, ohne die abfolute Schwere ihres Körpers zu ver- ^ändern. — Keine Art hat mehr als "fcwey Kiemenöfinungen. Alle laichen rundliche Eyer. Nur einige wenige find zugleich Eyer - und lebendig ge- bärend und diefe begatten fich auch allein vorher: es giebt aber, wie es fcheint, weit weniger Männchen als Weibchen. Ihr Skelet ift knöcher- ner Natur, aber doch auch lehr bieefam. Die G egenwart oder Abwefenbeit der Bauchhöhlen oder Katopoden, wie wir fie genannt haben, giebt ein fehr bequemes Mittel ab, diele Ord- nung in vier Unterordnungen abzuteilen , obgleich diefe Abfchnitte an der Zahl einander lehr ungleich find. Die BauchJ/vjJer find lehr zahl- reich an Familien und Gattungen, die meilten find Flufs- und Süfswaf- lerlifche. Die BruJtflojffer lind noch zahlreicher, aber es giebt unter ih- nen weniger Flu fsfilche. Di e. KehlßoJJer machen nur eine einzige Fami- lie aus ; deren fich zwey bey den Kajclb äushen linden. BEMERKUNGEN ZUR LXX. TABELLE. Die Knoclrenfifche mit yollftändigen Kiemen aber ohne das hintere (Bauch) Fioffen paar, kriechen gewöhnlich im Schlamm oder auf dem Sande, da fie fich nicht gut im Gleichgewicht erhalten können. Bey den mellten ilt der Körper: lang geftreckt , zylindrifch. oder blattähnlich zu- fammengedrückt. Sie fchwitnmen wie die Schlangen durch ftarke "Krüm- mungen und' Biegungen ihres Körpers ; deswegen find auch die unpaar verkommenden Floflen bey ihnen mellt fo grofs, z. B. die Rückenfloile, 4h Schwanz-, uivl. Afierfialls» 11Z Holobranchien. 3NK LXXI. VIII. Familie. PEROPTEPlEN. *) KnochenEfclie mit vollftändigen Kiemen; die ßauclifioilen und eine oder die andere der übri- gen Flößen fehlend. Gatt,™,». ohne alle Floffen i. Ohnfloffer Glie Bruftfloffe . 3. Kleinkopf 0 > C- S- :0 C die Sch-wanz- floffe . . ^ einiger Floffen be- raubt. Es fehlt . und auch . J •s 1 die Afterfloffe die Rücken- floffe . . . nur al- f zylindrifch . lein ; J Körper< zufammenge- ^drückt . . nicht die Schwanz- flolle, v aber . . < 'alle andern .... die Rückenfloffe . f die Afterfloffe . . . 5. Degenfifch 4. Kahlrücken 7. Spitzfchwanz 6. Riickenfloüer 2. Einfloffer 8. Apteronote g. 'VVurmfifch *) von 7 TViQOi; eines Gliedes beraubt, und rrrs^ov Floffe. BEMERKUNGEN ZUR LXXI. TABELLE. Die hier mit dem Namen der Peropteren belegten Fifcbe, können, da ihnen die Bauchfloffen und einige der anderen Flohen fehlen, nur wie die Schlangen fchwimmen. Die meiften haben den Körper gewaltig lang und zufammengedrückt, andere haben ihn mehr zylindrifch und diefe halten fleh am meiften auf dem Boden des Waflers auf. Sie machen ei- ne ziemlich natürliche Familie aus, die zwar aus vielen Gattungen aber wenigen Arten befteht. 1. Die Gattung der Ohnfloffer , (caecilia oder beffer, um nicht ein in der Klaffe der Reptilien gebrauchten Namen zum zweytenmal anzu- wenden, Apterichthys) enthält nur nur eine von Brander an den Küften \ H'olobrancliieto. 113 der Barbarey beobachtete Art, die wenig bekannt und nocli nicht ein- mal gut abgebildet iß. Dies iß der einzige ganz floffenlole Fifch, den es giebt. Z. B. Muraena coeca L. 2. D ie EinflojJ'er , (Monopterus) kennt man nur aus der von Gom- merfon hinterlaffenen Befcbreibung einiger Filche diefer Art, die in der Nähe von Java gefangen wurden. Z. B. Mon. javanifcüs. Lacepecle. 5. Der ■ Kleinkopj (Leptocepbalus) iß auch eine Gattung von einer einzigen Art, wovon man einige Exemplare an den englilchen Küßen ge- fangen hat, z. B. Leptoceph. Morrifii Laccp. 4. Die Gymnotus oder Kahlrucken (gymnotus) haben wirklich auf clem "Rücken und dem Schwänze keine Flofle. Es gehört hieher der elektri- fche Aal, gymnot. electricus I,. aus Surinam, der den Thieren, die ihn berühren, eine Erlchütterung , wie dusch die Entladung einer electri- fchen Batterie, mittheilt. — Man zählt zu diefe^ Gattung acht Arten , die man in Abtheilungen bringen kann, je nachdem der Körper zylin- drilch oder zufammengedriickt iß, und je nachdem die Obbr oder Un- terkinnlade mehr hervorragt. Alle find Süfswafierlifche und finden fich nur in heilsen Ländern, 5 - Die D-egenßfche , Spitzfchwänze (trichiurus) , zeigen gerade das Gegentheil von dem, was bey den Gymnotus vorkommt ; ihr ganzer Rü- cken iß nendichmit einer langen Flofle befetzt, aber die ^.fterflofle fehlt; der Körper iß ganz platt zufammengedrückt. Man kennt nur zwey Arten. Trich. Lepturus und T. electricus. L. 6. Die ISotopteren (notopterus Lacsped .) find kleine den Gymnotus- arten ähnliche Filche, die aber, wie ihr Name es angiebt, auf dem Rü- cken eine Flofle tragen. Z. B. Gymnot notopterus L. 7. Die Schlang enfch w cinze ( ophilurus Lacep. ) mit einem zvlindri-' fcben fehr ladgen Körper, letten den Aalen lehr ähnlich, haben aber keine Sch wanzflofie z. B. muraena ophis L. g. Die Apteronoten (apteronotus Lacrp.) find Surinamilche Filche*, die von dem Gymnotus, wozu fie auch lange gezählt find, fich nur durch ihre Schwanzflofle unterlcheiden, die jenem fehlt. Aulserdem giebt aber die fonderbare Lage des Afters, zwifchen den A eiten des Unterkiefers, ein Unterfcheidungszeichen ab. Z. B. Gymnot. albifrons L. 9. Die Wurynfifche (Regalecus Ascanii) find Kahlbäuche, denen nur noch die Afterfloffe lehlt. Man kennt zwey Arten R. glcsne und lanceo- latus. Die erfie aber Icheint, nach Shaws Meynung, ein Brußflofl’er zu leyn und zu der Gattung gymnetrus .zu gehören. fi Dumerii Zool. 8 ii 4 Holobraricliien. No. LXXIL IX. Familie. PANTOPTEREN. *) Knodhenfifche mit vollftändigen Kiemen, ohne BauchilolTen j aber mit allen unpaaren Floffen ver fehen. Gattungen. s tu — < o tu" B rs 03 Q vereinigt ; Körper C rund, fchleimig anzufühlen, J fall nackt 1. Aal ^zufammengedrückt, fchuppig 3. Schlangerifileh nicht ver einigt ; Körper . ^ lang, aber nicht-hoch; Schnautze J run d- Pück°n f e ^ n ^ ac k 6. Seewolf floile ..... "Y^Qppgjj y_ Fadenträger ffleifcbig 4 . Langfehnautze fpitz; ( länger,^ _ , Ober- I ^knochig 5. Scbwerdlfifcb kiefer<^ ^kürzer ... 2. Sandaal , i r 1 1 1 1 r oval • • 8- Deckfifch beynahe lo noch als lang; I Form . . . . i . . < v | rauten- ^ artig . . g. Rhombus *) von 7 TUVT» alle und fff£ga Floflen.. BEMERKUNGEN ZUR LXXII. TABELLE. Der Name Pantopteren iß hier blos als Gegenfatz des Namens der vorhergegangenen Familie gebraucht. Die meilten der hierher gehörigen Filcbe, mit Ausnahme der zvvey letzten Gattungen, haben einen lehr langen Körper, leben gewöhnlich auf dem Boden des Waflers, aber iie können lieh da mit der gröfsten Leichtigkeit bewegen und mit den Brult- floflen das Gleichgewicht halten. 1. Die Muränen oder Aale haben eine feblüpfrig glatte Haut, Io dafs man Iie gar nicht feit halten kann; übrigens find die auf der Tabelle an- gegebenen Eigenheiten völlig hinreichend unterfcheidend. Zi. B. M, au- guilla L. t Holobranchien. 115 3. Von dan Sandaalen (ammodytes) kennt man nur eine Art. Dies Ift ein kleiner lehr langer zulammengedrückter Seefifcb, defle'n Unterkie- fer länger als der Oberkiefer iß. Sie verbergen ßch unter dem Sande. Z. B. Aramod. tobianus L. 5. Die Schlangenßfr.he (opbidium Artedi) haben auch einen band- förmigen Körper. Man kennt nur wenige Arten , eine mit, die andere ohne Bartfäden am Unterkiefer. Z. B. Oph. barbatum L. 4. Die LangrüJJel (macrögnathus Lacepcd.) Und lange zu den Aalen gezählt, von denen ße lieh durch die nicht vereinigten unpaaren Flößen unterfcheiden, fo wie durch die Verlängerung der Oberkinnlade in ei- nen fleifchigen Rüffel , womit fie im Sande wühlen und ihre Nahrung fuchen Jollen. Z. B. Ophidium aculeatum L. 5. Die Schwer di fij che (Xiphiäs Klein) hat feinen Namen von der Verlängerung des Oberkiefers in eine knochige Spitze. Sie haben kei- ne Schuppen auf ihrem Körper. Man kennt zwey Arten; eine mit plat- ter Iclmeidender , die andere mit runder Sclinautze. Z. B. Xiph. g!a- dius L. 6. Die zu der Gattung der Seewölfe oder Anarrkichas gehörigen Fi- fche haben einen ßumpfen Kopf; die übrigen Eigenheiten find auf der Tabelle angegeben. Die Seewölfe find äufserß gefräfsige Fifcbe, ihr Mund iß mit konifehen und auch höckrigen Zähnen befetzt, die auch wohl fofiil, unter dem Namen Bufoniten, Vorkommen. 7. Die Fadenträger (comcphorus Laceped.) find in Afrika gefunden; 1 ihren Namen haben fie von den langen Faden erhalten, die fie auf der zweyten Rückenflofle tragen. Z. B. Callionvmus baikalenfis L. 8. Di e Deck.fi/che (firomateus Artedi ) haben einen ovalen zufam- mengedrückten Körper mit einer einzigen und langen Rückenflofle, Z. B, firomat. fiatola L. g. Der Rhombus (rhombus Lacepede) hat feinen Namen von feiner Gefialt. Der Körper iß lehr zufammeilgedriickt, die Rücken und After- Hoffen find tnit Stacheln bewaffnet- Diele Gattung enthält nur einen im tödlichen Amerika gefundenen Fifch. Z. R. Ghaetodo» alepidotus L. 8 Holobrancliien n 5 < O 3 R C! e< 03 SD 3 H nr» S. 3 cT f* C: *1 T 3 CD /• v aq o cd <; 03 »-t fc — ' C:'* o & " 3 N*-* cJä* S a 2 Crt fr* ® >-*-> CD cd a •n . N 3 *— ■» • P R CD • 3 J** ! ? 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Oft befiehen lie nur aus ei- nem einzigen Strahle, und wenn es auch der Strahlen mehrere giebt, Io Iriitzen lie wenigiiens keine breite Haut. Auch lieben die meilten die- fer Filche die Ufer, wo lie ihre Nahrung im Sande lucfaen ; falt alle lind Seefilche. i. Die Muränoide (muraerxoides Lacep.) ilt ein kleiner Fifch, der lange zu den Schleimfifchen gezählt wurde,' fich aber durch den ein- zigen Knochenltrahb in dem untern Floflen paare unterfcheidet. Z. B. Blennius murenoides L. 2. Die Spinnenfifche (callionymus) haben einen falt nackten Körper mit lehr von einander abftehenden Bauchfloffen , di- ckem Kopfe und doppelter Oberlippe; ihre Augen find wenig zu unter* Icheiden und ihre fa ft verwachlenen Kiemendeckel haben ihre Oeffnun- gen auf dem Nacken. Z B. Call. lyra. L. 3. Die Calliomoren (calliomo- rus) deren ^Namen die Verwandlchaft mit der vorigen Gattung anzeigt’, unterlcheiden fich durch die an den Seiten liegenden Kiexnenöffnungen. Bloch hat diefe Fifche unter dem Namen Platycephalus Ipatula, aber unter den Brultfloffern, aufgefübrt. Callionymus indicus L. 4 . L)ie Stern- feher (uranolcopus) haben einen dicken falt viereckigen Kopf , wo die Au- gen ganz und gar oben liegen, daher der Name Z B. Uranofc. leaber. 5 - D ie P etcrmänchen (trachinus) find an der Rückenfloffe und an dem Kiemendeckel mit Stacheln veifehen ; fie gleichen den Wittlingen (gadus merlangus) haben aber ihre Augen nach oben zu und dem Mumie nahe. Z. B Trach, dracoL. 6. Die Schellßfche (gadus) haben einen laugen glat- ten Körper mit kleinen Schuppen, die Augen an der Seite, das zweyte Floftenpaar mit einer dicken Flaut bedeckt, zwey Afterflofien , die Brufi- iloflpn Ipitz und ihre Kiemendeckel ungezähnelt. Es ilt dies eine lehr zahlreiche Gattung, die man abgetheilt hat a) nach der Zahl der Bauch- lloflen , b) nach dem Dalevn oder Abwelenheit der Bartfäden. Hieher ge- hört gadus morhua, meidangus, u. 1 . w. 7. Die Batrachoidcn (batra- cboides Lac.) Ftehen zwilchen Schellfilche und Schleimfilchen mitten in- ne! Z. B. Gadus tau L. blennius vanirius L. 8- Die Schleimßfche (blen- nius) haben wirklich einen Ichliipfrigen , langen, zufammengedeückten Köx-per, deren Brultfloffe von zwey bis zu vier Strahlen hat. Z. B. Bl. vivi- parus L. 9. Die Oligopoden (oltgopodus) haben den Namen erhalten, weil die Kehlfloffen nur zwey Strahlen zeigen. Z. B- Coryphaena velifera L. to. Hochrhcken (kurtus) hat Bloch einen indifclien Fifch genannt, deffen lehr zufammengedrückter Körper oben wie ein Schifskiel vorlteht und ejhen Buckel bildet. Z. B. Kurtus indicus Bloch. 1 1, Mit dem Namen chryfoltroma Go/dhäuter hat Lacep ede einen kleinen Fifch der bey Rom .vorkommt, bezeichnet. Z. B. Chryf. fiatoloides. Lacep, (fiatola Ro n d e l e t. Holobranchien nS Der Körper — _ p D P- W *-* P 03 O CD 3 P- tr P- CD ►1 CD P O PP CD C P- s-g /“ o c a N CB CB 3 C n CB 3 er* T> rf* CD er CB 3 P-. CB 3 W 3 & 33 O 3 P- Q CT3 D* r cd a w 5 g-sp " ^3=3 3 O 3 o-v:§ • i -a,— CB er •i Cl, C: 3 3 S 5 O. n c: CD • ►— « CD P- 3] ET o o a tr ff* CTQ ft CD » . 3- 3: et o sr ^ o- CB ►1 CD tr h o. t— • o PT* P: D CfO o” CT er p O: Cfq er CD 3 P CT 4 CD » O er o o er p o> p a cq > a erq CD 3 c-N p Ö er P- CD 3 Ö a *-< p 3 D cr> 2 CD 3 cr> CD 05 w CD 3 «-*■ er . CD *-? O -ö o P- CD a w M w M fcO t*d M fco to fco cp CD Ol fj oo r - O p CD 5*r o > ft *-» EU FT d B5 pr fr r* o rd fv-< o CD O tr< CD o* “O > • pr p 3 p-t n CB *3 ff* CD ri P 0 K CD ft CD Lepto -a o ft O 5C CD 3' o* a c O 3 CT o D> f— » o ►*— » o o 5* fo men P- CD 3 o 3 CD o ft CD a 3 rD a CD 3 TJ O 3 PT CD 3 3 CD Ö 3 CD a CD 3 N°. LXXiy. IXI. Unterordnung. BRUSTFLOSSEPt. Knoclienfifche mit vollftändigen Kiemen; das zvveyte Floifenpaar unter den Bruft- fl Olfen. Familien. Holobranchierio lü 9 BEMERKUNGEN ZUR LXXIV. TABELLE. In diefe zahlreiche Unterordnung gehören diejenigen Knochenfifche snit vollßändigen Kiemen, deren zweytes Floffenpaar unter den Brußflol- fen fitzt; fie allein enthält mehr Arten als die ganze übrige Ordnung. Es ifi deswegen fehr fchwer, diefe Unterordnung gut und ordentlich ab- zutheilen. Die Gattungen enthalten lehr viele Arten und die Eigenthüm- lichkeiten, wodurch diele ßch von einander unterfcheiden, fcheinen nach und nach zu verlchwinden, fo dals der Naturforfcher oft in einer unan- genehmen Ungewifsheit iß. Die meißen Abtbeilungen, die hier aufgeführt find, entfprechen den Gattungen, die von Linne und Artedi zu einer Zeit gebildet wurde» wo man wenig Arten nur kannte. Wir werden nachher ihre Verbindun- gen angeben. Die Fifche find noch viel zu wenig bekannt als das man die hier vorläufig aufgefiellten Familien für befiändig geltend anfehen könnte. Es iß das hier nur ein Verfuch, der vervollkommnet werden wird. Der Gefichtspunkt, von welchem aus die Abtheilung gemacht iß, bringt, ob er gleich ganz künßlich iß, die Brufltloffer in zwey gro- fse Abtheilungen, deren Schwimmen ganz und gar verlchieden iß. Die Fifche welche einen- dünnen blattähnlichen Körper 'haben , bedienen ßch ihrer Bruß und Baucbfloflen fehr wenig; ihr ganzer Körper Icheint in einen Schwanz verwandelt zu feyn , deffen Windungen die Bewegungen bervorbringen. Die Arten im Gegenthei! welche den dicken Körper faß fo hoch als breit haben, haben auch grolse Baucbllofie» und bedürfen ihrer auch, um das Gleichgewicht bey ihren Bewegungen bey zu behalten, welche vorzüglich durch das . Hinterteil des Körpers hervorgebracht werden. Die meißen diefer Fifche leben im Meere; man findet aber auch einige in lüfsem oder Flufswaffer. Die Namen die hier den Abteilungen diefer Unterordnung beygelegt find, bezeichnen eine der Haupteigenhei- ten der Form; aber die meißen haberf noch andere Eigentümlichkeiten die bey j,eder Familie iasbefondere angeführt werden feilen. 120 Holobranchien. N°. LXXV. XI. Familie. PETALOS0MEN. *) Kn o cli enfi fche, Braftfloffer, mit vollftändigen Kie- men. Körper lang, dünn, blattähnlich. , Gattungen. f fehlend ........ 3. Tänioide . 4. Boftricht . 5- BoÜrichoide r mit Bartfäden ; j Schwanzfloffe J \ vor Ru eit 03 / rhanden ; Tdopp ckenflofie . < ^einfach ^höchltens fleht kurz , [chup- ohne Bartfäden ; I /vvey und J penförmig . . 1. Schuppenfüfsler Strahlen in der j zwar . . . ^ ^Bauchflofie . . <^ j fehr lang, faden- bförrnig . . 6. Gymneter v^fehr viele 2. Bandfilch *) von TTiTotlov Blatt und cru>i u« Körper. BEMERKUNGEN ZUR LXXV. TABELLE. Di e Petalofomen haben, wie es ibrjName ängiebt, einen blatt- oder bandförmigen Körper. Sie haben in diefer Hinficht grofse Aehnlichkeit mit den Bauchfloflenlofen Peropteien , nicht allein in Beziehung auf die Körperform londern auch in der Lebensart. Sie fchwimmen nur wie die Schlangen, indem fie mit ihrem ganzen Körper Windungen machen, Io wie die Aale. Demohngeachtet find ihre Bewegungen lehr fchuell ; fie durchfchneiden das Wafi'er wie ein Pfeil; aber ihre Anltrengung ilt da- bey fo grofs, dafs fie es nicht lange aushalten können und fie bald auf den Boden in den Schlamm finken. 1. Die S c h uppe nf'äfs ler (lepidopus) find kleine Fifcbe des mittel- ländifcben Meeres mit nacktem Körper, deren Bauch- und Afterflofie aus einem einzigen Flofienltrahle beliebt , der aber ausfieln wie eine ver- längerte Schuppe; daher der Name. Diefer Flieh, Lepidopus Gouania- nus Lacep. hat febr grofse Aehnlichkeit mit dem Trichiurus lepturus. 2. Die Bandfifche (cepola) haben den Körper mit kleinen Schuppen bedeckt, und mehrere Floßenftrahlen in den Baucbiloßen. Ihr Körper Holobranchien. 12 2 . ift Co dünn, dafs man einige Arten .Seeband, De^en, Band u. f. w. ge- nannt bat. Alle diele Fifche bewohnen das mittelländilche Meer. Z. B. cepola taenia L. 3. Die Tänioiclen (taenioides) haben, wie die meilteri Peropteren » keine Schwanzfloflen. Z. B. Taenioides Herrmanni Lacep. 4. Die Boferichten (Boftrichthys) entlprechen der Gattung Bof’try- chus La.c ep e d e . Wir haben geglaubt hier den Namen ändern zu muf- fen, weil fchon früher eine Gattung Käfer, von Geoffroy, damit belegt ilt. Man kennt aqs chinefifchen Zeichnungen zwey Arten. Z. B. Boftrychus Jfinenlis Lacep. 5. Die Bojirichoiden (Boftrychoides) Lacep. unterfcheiden lieh von der vorigen .Gattung nur durch die einfache Rückenflofls. Z. B, Boftrych. oculatus Lacep. 6. Die Gattung Gynuxeter (gymnetrus Bloch.) enthält Fifche von fonderbaren Formen, die keine Afterfloflen haben und deren Baucbflol- fen fo eigenthümlich gebildet find, dafs man lange glaubte, fie fehlten ganz. So ilt es betonders mit der von Ascanius unter dem Namen Re- galecus glesne befebriebenen Art. Man kennt jetzt fünf Arten. B, Gymn, Hawkenii. 12 * Holobranchien. N°. LXXVI. XII. Familie. PLECOPODEN. *) Knochenfifche , BruMoffer, mit vollftändigen Kie- men; runder Körper; das untere Floffenpaar vereinigt und wie verwachfen. Gattungen. r doppelt .... i. Meergrundel feinfach . . . . 2. Gobioide *) von TrXfitw ich vereinige und 7 roxjc, Fufs. Rücken fl ollen . N°. LXXVII. XIII. Familie. ELEUTPIEROPODEN. *) Knochenfifche, Bruftffoffer , mit vollftändigen Kie» men; runder Körper; das untere Floffenpaar deutlich, nicht verwachfen. Gattungen. C mit einem ovalen queergefurchtem Schilde . 3. Schildfifch ko P f ö ("einfach . 2. Gobiomoroide fohne ovales Schild; Rückenfioffe.' fdoppelt . 1. Gobiomore *) von frey und riou; Fufs. BEMERKUNGEN ZUR LXXVI. TABELLE. D ie Plekopod-n zeigen ungefähr die nemliche Eigenheit als die See- hafen unter den Knorpelfifchen. Ihr unteres Floffenpaar ift jn eine Holobranchien. 123 Scheibe oder Trichter vereinigt, was den Hauptcharakter abgiebt. Die- le Familie befteht bis jetzt aus 24 Arten, die man nach der Beichaffenheit der Rückenfloffe in zwey Gattungen gebracht hat. Diefe Fifche halten fich gewöhnlich auf dem Sande auf; zuweilen verbergen fie fich logar ganz darin. Die meifien verfchaffen fich durch Lift: ihre Nahrung. Ihren klebrigen Körper bedecken fie mit Schlamm und, fo verfteckt, nähern fie fich ganz langiam den kleinen Thieren , die fie zu ihrer Beute auserfehen haben. Man behauptet, dafs der durch die Vereinigung ihrer Bauchfloffe entfiandene Trichter , den Meergrundeln (Gobius) z. B. Gob. pectinirofiris L. und den 2. Gobioides z. B. Gobius anguillaris, als Saugnapf diene, womit fie fich als feite Körper auf dem Boden des Meeres feit legten. BEMERKUNGEN ZUR LXXVII. TABELLE. Die Eleutheropoden find im Gegenfatze zu der Eigenheit der vori- gen Familie fo genannt. DieFlofien des zweyten Paares find zwar nicht bey allen Arten ganz von einander getreunt, aber fie find doch wenig- Itens niemals in fo einen trichterförmigen Teller vereinigt, wie man ihn in der vorigen Familie findet. r, und 2. Die Gobiomoren (Gobiomorus Lacep.) z. B.' Gobius ftri- gatus L. und die Gobiomoroiden (Gobiomoroides Lacep.) z. B. Gobius pifonis L. find Fifche die mit den Meergrundeln fehr viel Aehniicbkeit zeigen, wiedas auch der Name zeigt ; fie unterfcheiden fich durch die getrennten Bauchfloffen. 3. Die Schiffshalter, Schild fif che (echeneis haben einen langen ko- nifchen fchuppenlofen Körper ; auf dem Scheitel ein fonderbares fnfiru,- ment, wodurch fie fich mit dem Kopfe leicht an Cetaceeii , Hayfifche, Schildkröten, (Schiffe und überhaupt an alle im Meere fchwimmenden Körper feflhängen können. Es befiehl dies Organ aus einer unbeftimmten Zahl kleiner horizontalftehender Knochenlamelien , die fich einander lo bedecken., dafs fie zwey Reihen bilden und fich auf einer queerliegende Scheibe fo bewegen wie die Breuer der Fenfterjaloufien, Der freye JRand jeder Lamelle ift mit einer dreyfachen Reifie kleiner hinterwärts gerich r teter Haken hefetzt, die zum Eingreifen und Fefthalten an die Körper die- nen, wo die Fifche fich befeltigen wollen. An der Seite des Kopfes lie- gen die Muskeln, wodurch die verfchiedenen Lamellen urn ihre Axe be- wegt werden. Es find dies Fifche aus warmen Himmelltriclien, die man aber doch zuweilen im atlandifchen Meere findet. Man kennt nur drey, Arten. Z. B, echeneis remora L. ; ) von «TgaxTes Spindel und Saip« Körper. 12.4 Holobranchien , /"■ O »TTJ O !*- — eT ^ El d t* 05 £2 CD o -3 SP a rT . ^ 3 - *— * CD • I Körper A. ET CD b ► < O P O CD ’ b 2. B CD O er*. 3 CD Cp s o tr* CD K 5* CD •“S o r — r SL *•5* 3 CD _ p CD s cd CD CD -5 o - ö CH3 •-I CD O 3 ST CD o “3 CD 5 o er <3 O BP CD O & CT* P *"* 1 — - CD tx* c £ ** * * Pi o -• o er B3 ° ® 3- cd CD BT . ^ r+ CD r-r P O CD 5" ~3 CD Pi O o o »- 1 -* a 3 "3 r+ IS r-T p *-rv • 1 9 « *s • • • • •* oq IM a. CD M «M -£n • o oq V-* p ■ ., n n *73 o p n P: Cp cp o P : CD r+« *-s Pi 2 O — * p En p p CD len CD 3 O *T3 3* O 3 © -B B P O 3 3 X o B c 3 o er £?• CD cP o 3 o r+ o 3 hj Q D o er* CD o CD O ►«t *73 r-= r-r CD CD Q »-f» 2 o 3 2 - s. tr • 3 r-r ne rt cp CD CO Cp p cp p p o >— * Pi o o r— 1 CD o CD l-J CD i — j 5" CD 3 3 crT& cp Cß r> 3" 3 CT3 JS*.' co W g P 2 T CD i — ' CD Hl Ml Pi n er 5‘ o CD CD P'T ^ 3 er CD O CD § o p CT 1 M CB M 3 3 2 . *3 d- c> (5 fei 3 13 P- CD t -c? w-j » a. CD % O tT ixi <3 Holobranchien. 125 BEMERKUNGEN ZUR LXXVIIX. TABELLE. DiefeFamilie der Atraktofomen entfpricbt den Linneifcben Gattungen Scomber und gafterofteus , und enthält alle die mit voliftändigen Kiemen veriehenen Brufifloffer , deren Körper in der Mitte am dicklten ift. Fal- Icbe Floffen nennt man die kleinen von Knochenitrahlen urttef liützten Membranen, die man hinter der Rücken - und Afterfloffe wahrnimmt. x. Die Makrelen (Icomb er Artedi) z. B. Scomb. tbvnnus , haben aufser den auf der Tabelle angegebenen Eigenheiten noch den Schwanz gekielt oder zwey Stacheln vor der Afterfloffe. 2- Die Scomberoiden (fcomberoides L a c ep e d.) haben nur eine einzige Rücken flofie, unter welcher fich mehr oder weniger zahlreiche Stacheln finden. Z. ,B. Scomberoid. laltator Lacep. 3. Die Caranx (caranx C ommerfon) lind meiftens im indifchen Bdeere einheiraifch. Z. B. Ccomber. fpeciofus L. 4. Die Trachinoten oder Siachelrücken ( trachinotus Lacep. ) haben ihren Namen von den Stacheln auf den Rücken ; es gehört hieher nur der von Forskäl belchriebene Scomber falcatus L. 5. Die Caranxomor ift eine Art in einer Gattung (caranxomorus), liemlich der fcomber pelagicus L. 6. Die C li/i os (caefio) z. B. centrogafter equula L. und 7. die Cä~ fiomoren (caeliomorus) z. B. caellomor. Blochii Lacep. , lind Fifcbe die man nur in afiatifchen und afrikanifchen Meeren beobachtet hat und de- ren Namen auf die blaue Farbe hinweifet. 8- Der Scomberomore (fcom- beromorus plumierii Lacep.) ift bios aus einer Zeichnung des Pater Plu- miers bekannt, der ihn auf Martinique beobachtete. 9. Die Stichlinge (gafterofteus) d h. Stachelbauch, heifsen fo , weil die Stacheln, die fie an der Sfelle der Bruftflöflen haben, nach Willkühr desThieres bewegt und feftgeftellt werden können, indem lie durch einen befondern Haken mit einem knochigem BruJftbein artikuiiren. Hieher ge- hören die allerkleinften Süfswafferfifche. Z. B. Galten pungitius L. to. Die Cehtropoden (centropodus) z. B. centrogafter rhombeus L. und 11. die Centronoten (centronotus) z. B. gafterofteus conductor L. fcheinen zwifchen den Stichlingen und Makrelen mitten inne zu liehen. 12. Die Stachel fehlt pp er (lepifacanthus) z. B. gafterofteus japonicus und 13. Stachelköpfe (cephalacanthia z. B. gafterolteus fpinarella L. find wegen ihrer in der Täbelle angegebenen Eigentümlichkeiten von der Gattung der Stichlinge getrennt. * 4 - Die Gattung der Segelträger (iftiophorus) enthält nur eine Art z. B. Icomber gladius Bloch., die man lehr mit Unrecht zu den Schwerdtfilchen , die doch Bauchflofler find , gezählt hat ,- da hingegen diefe offenbar hi die gegenwärtige Familie gehören. 15. Die Pofnaiomen (Pomatoraus) zeichnen fich noch durch ihre fettige Afterfloffe aus. Z.J 3 . Pomat. ikih Lacep, 126 Holobrafychien. Holobranchien. 127 BEMERKUNGEN ZUR LXXIX. TABELLE. % D i e Leiopomen, Fifche mit glatten Kiemendeckeln, find vorzüglich im Gegenlatze zu den Akanthopomen (pag, 132) lo genannt; fie entlprechen den Gattungen fparus und labrus anderer Ichthyologen. Alle finden fich nur in heifsen Weltgegenden, 1. Die Hiatula (hiatula) z. B. labrus hia- tula L. lebt an den Kulten von Carolina und unterlciieidet fich von allen andern durch die mangelnde Afterfloffe. 2. Der Helmßfch fcoris) hat leinen Namen von der Art Knochenhelm am Kopfe, und findet fich iu den indifchen Meeren. Z. B. Coris aygula Lac. 3. Der Nagelßfch fgom- pholus) bat die Schnauze an ihrem Ende plötzlich aufgetrieben, wodurch einige Aehnlichkeit mit einem Nagel entlieht. Z. B. Gomph. coeruleus Lacep. 4. Osphronemus ift eine oltindifche Art dieler Gattung von Commerfon genannt, der hier ein Riechbein wie bey den Säugthieren gefunden haben wollte. Z. B. osphronemus goramy Lacep. 5. Faden- fioffer (trichopodus Lacep,) Z. B. labr. trichopterus L. 6. fo wie die Einfinger (monodactylus) z. B. falciformis L a c ep . find durch die Fl of- fen genug charakterifirt. 7. und g. Die durch die Lippen (ehr londer- bare Faltenfchnautze ( plectorynchus ) z. B. pl. chaetonoides Lacep., Ich ei nt doch mehr zu der Familie der Akanthopomen (p. 132) zu geböten. Die Baftfifche (pögbnias) z. B. fafciatus Lacep., aus Carolina, heifsen fo von den vielen Bartfaden an dem Unterkiefer, g. Die Lippßfche (labrus Artedi) Z. B. labr. bepatus L. bilden eine an Arten lehr reichhaltige und verbreitete Gattung, die man nach der Form der Schwanz!] offen, wie- der ahgetheijt hat. 10. und n. Die Chcilinen (cheilinus) z. B. labrus fcarus L. und die Gheilodiptcreh (Gheiiodipterus) z. B. Labr. boops L. haben ihren Namen von ihrer dicken Oberlippe, und unterfcheiden fich untereinander nur durch die Rückenflbffen. 12, Die Schlangcnk&pfe ( ophicephalus ) Z. B. Oph. punctatus 'Bloch, haben den Kopf platt, wie bey einer Blindlchleicbe, und mit Schuppen bedeckt. 13. Der Ho- Jogytnnus (holdgymnolus z. B. Hol. fasciatus Lac.) hat wenig fichtbare Schuppen und der Schwanz zeigt zwey an der Balls aneinander geleg- te Kegel. 14. und ig. Die Meerbraffeme (fparus Artedi) haben weni- ger ausdehnbare Lippen als die Lippfifche, viele Zähne und eine ein- zige Rücken floffe. Z, B, fear. auratusL., hierdurch unterfcheiden fie fich von den Dipierodons (dipferödon Lacep.) e. B. fparus notaius L. 16. Die Lipphänger (cheilio) find indifche blofs von Commerfon beobachtete Fi- fche. Z. B. cheilio auratus Lacep. 17. Die Meerbarben (mullus) haben den Körper mit grofsen leicht losgebenden Schuppen bedeckt, und den Unterkiefer unten ineift mit Bartfaden befetzt. Z. B. Mull, barbatus L Blocks Gattung Lonchiurmz. B. L. barbatus und Lacep cd es Apo<*on fis. B, muH. itnberbis L. find mit den Meerbarbexi nahe verwandt. Holobranchien. 128 No. LXXX, XVI. , Familie. OSTEOSTOMEN. *) Kno cli enfi fclie mit vollftändigen Kiemen; Bruftflof- fer-; mit dicken zufammengedriiektem Körper und ganz und gar knochigen Kinnladen. Gattungen. v j ' mit Stacheln ; glatte Zähne . . 3. Glattkiefer ö j einfach 0 ] lne Stacheln ; gezähnelle Kinn- S / (Jaden 1. Papageyfifch O ] b r ^°PP e b>" Kinnladen gezähnelt 2. Knochenleim abel *) von 0(tt(ov knochig und 2 TOfx« Mund. ’ N°. LXXXI. XVII. Familie. LOPHIONOTEN. *) Knochenfifche mit vollkommnen Kiemen; Bruft- floITer; mit dickem zufammengedruckten Körper; und lehr langen Rückenfloflen. Gattungen. Kopfe; ( gezähnelt . . . . . 4 ‘ Bandrücken Kiemen- j deckel J r einfach ; Anfang der- felben am J o d tu y o < I in dieQueer, feft | glatt I anliegend . . x. Stutzkopf l^und | fchrägliegend, v re y • • • • Hälfe; Kie- f fehr deutlich . mendeckel . < Ovenig deutlich 5. Stachelkamm 2. Hemipteronote 3. Coryphänoide doppelt; alle unpaaren Floflen mit Schuppen bedeckt 6. Ritter *) von XgCQoc, Kamm und Narrow Rücken. Hoiobranchien. ■129 BEMERKUNGEN ZUR LXXX. TABELLE. Die Oßeofomen find unter den Knochenfifchen das, was die D10- dons undTetraodons unter der Familie der Ofieodermen p. 108 find; fonft haben fie in ihrer Körperform einige Aehnlichkeit mit den Lippfifchen. und Meerbraffemen. Sie nähren fich von Kruftazeen und kleinen Schaal- Mollusken ; obgleich man lange Zeit glaubte, dafs fie Meergräfer fräfsen. 1. Di e Papagey fifche (Icarus) z. ß. Icar. ferrugineus , unterfcheiden fich von den Knochenfchnäheln (ofteorhincus) z. B. Off. fleurieu Lacep, nur durch die Rückenfloffe. Die meiften diefer Fifche haben eine grün- liche Farbe und bewohnen die heifseften Meere Ihre Zähne fehen da- durch wie emaillirt aus, weil fie mit andern kleinen, aus ihrem Inne- ren hervorkommenden, Zähnchen mofaikartig beletzt find. 3. Die Glattkiefer (leiognathus Lacep.) unterfcheiden fich von den Papageyfilchen nur durch die fiachlicke Rückenflofie. Jede Brufi- und Bauchflofie iit iiberdem durch ein fchuppiges Anhängfel wie gefchützt Man kennt nur eine an den indifchen Kulten gefangene Art, die man lange für eine zahnlofe Makrele anfah, Scomber edentulus Bloch. BEMERKUNGEN ZUR LXXXI. TABELLE. Die Lophionoten find, wie dies auch ihr Name anzeigt, wegen der Länge ihrer Rükenflofie merkwürdig, zugleich aber auch dadurch, dafs man bey ihnen keine einzige Eigenheit der vorigen Familie mehr findet. Deswegen haben wir auch den Segelträger bey den Atraktofomen aufge- führt, obgleich er vermöge der natürlichen Verwandfchaft in diegegenwär- tige Familie gehört. So ift aber dagegen hier der Bandrücken mit hingeltellt, der mehr zu den Akanthopomen gehört. Alle diele Arten fchwimmee lehr lehn eil, und nähren fich von andern Fifchen, die fie deswegen verfolgen. 1. Die Stutzköpfe (coryphaena) haben den Kopf wie die Seewölfe vorn abgeftutzt und ihre Kiemen öffnen fich in eine Queerfpalte. Man hat fie nur in Meeren heifser Weltgegenden gefunden. Z.B. Coryph. hippuris L. 2. 3, und 4. Die Hemipteronoten (hemipteronotus) z. R. Coryph hemiptera L. würden zur vorigen Gattung gehören, wenn fie nicht die Rückenflofie nur auf der Hälfte des Körpers hätten; dabey fiml ihre Kie- menlöcher offenbar erweiterungsfähig, wodurch fie fich ven den Cory- phaenoiden wo die Kiemenöffnungen eine einfache Spalte bilden Z B coryphaena branchioftega L. unterfcheiden. Da die Ban drücken (taenia- notüs) Stacheln auf dem Kiemendeckel haben, follen fie bey denAkanthe- pomen pag. 132 aufgeführt werden. 5. und 6. Die Stachelkämme (centrolophus) z. B. centr niger Lacep haben ihre Rückenflofie mitStacheln bewaffnet, und. die Ritter (eques) ha- ben zwey Rückenfloflen , wovon die erltere, lehr hoch und mit Fäden be- letzt iß. Z. B. eques americanus. Bio c h. Dumeril Zool. .9 Holobranchien. 130 No. LXXXII. XVni. Familie. DICKKÖPFE ODER CEPHALO- TEN. *) Knochenfifche , BruMoffer, mit vollftändigen Kie- men; der Körper dick uhd zufammengedrückt mit einem fehr dicken Kopfe. Gattungen. . 3. Afpidophoroide . 2. Aspidophore . 5. Drachenkopf Oh 3 *-> C 3 03 «3 grofs und feit j Rückenfloffe fach ^doppelt e? 5 y . f^ng 3 ^ ^einfach und . _ O 'O «3 CD klein oder fehlend ; Rücken- flöffe. j kurz, dicht neben fdem Schwänze . 1. Hechtgrundel ^doppelt; Kopf mit Stacheln . 4 * Groppe. *) von xtipxhaiT oe, dickköpfig. No. LXXXIII. XIX, Familie. FINGERFLOSSER ODER DACTY- LEEN. *) Knochenfi fche, Bruftflofler mit vollftändigen Kie- men; der Körper dick, zulamm engendrückt; die Bruftfioffen aus einzelnen nicht verbundnen Strah- len beit ehend. ( einfach ; Körper gepanzert . . 4 * Perißedion nicht vereinigt; j Rückenflofle . / doppelt., da- f Stacheln ... 2. Sägeriicken ^zwilchen . < , f keine Stacheln « 3. Seehahn _ vereinigt’ durch eine Haut, die eine zweyte Flolfe 5 ^bildet . . 1. Fingerflieger ö Xo$ Finger. Hölobranchien. '131 Die Dickköpfe, haben die Haut entweder falt nackt und ohne Schup- pen oder mit grofsen Schuppen befetzt und unterlcheiden lieh lonff durch Zahl und Form der Rückenfloile. / • 1. Die Hechtgrundeln (gobiefox) fcheinen wirklich die Geltalt der Meergrundeln und der Hechte zu vereinigen. Es gehört hi eh er ein von Plumier befebri ebener amerikanifcherFluIsfifch, der nur nabe am chwan- ze eine kurze Rückenfloile hat. Z. B. gobiefox cephalus L. \ 2. und 3. Di eHfpidop koren (alpidophorus) z. B. cottus cataphractu® und die Afpidophoroiden (aspidophoroides) z. B. cottus mönopterygius L. haben ihreNamen von den Schildern womit ihr Körper bedeckt ilt. Die Bauekfloffen haben weniger als vier Strahlen. 4. Die Groppen (cottus) find eigentliche Dickköpfe , es gehört dahin der Kaulkopf der kleinen Fliifie. Gott, gobio. L. Die Drachenköpfe (fcorpaena) find Filche von ganz befonderer Form. Ihr grofser fchuppenlofer Kopt ilt mit vertieften Furchen oder gewunde- nen Hervorragungen verleiten, und .trägt meiltens Stacheln z. ß. Scorp. horrida. BEMERKUNGEN ZUR LXXIH. TABELLE. Die Fingerfloffer fehen aus als wenn fie vor ihren Bruflfloffen noch Finger fitzen hätten. Sie nähern fich in diefer Hinficht den Fingerfilchen (polynemus) unter den Bauchflofiern. Linne' hatte fie alle unter die Gat- tung der Seehähne gebracht. Sie haben einen dicken fall viereckigen Kopf, di f - nicht ßchtbar ...... 3. Achir. *) von s Ttgo; ungleichartig und Swp«, Leib. No. LXXXV. XXI. Familie. AKANTHOPOMEN. *) Knochenfifche , Bruftflofler , mit vollhommnen Kie- men; Körper dick, zufammengedrückt; Kie- mendeckel ftachlicht oder gezähnelt. "zahnartigen Einlchnit- ( einfach . . 7. Sogofilcb ten ; Rückenfloße . . ^ '"mit Sta- k do PP e Ü • • 8 - Barfch cheln und < nier kleiner als das andere. Beyde Augen liegen übrigens bald rechts, z. B. Pieur. folea L. bald links z. B. Pleuron. maximus L. 2. Die Achiren (achirus Lacep.) unterfcheiden lieh von den Schol- len, blos durch die fehlenden BruftfloiTen. Z. B. Pleuron. achirus L. BEMERKUNGEN ZUR LXXXV. TABELLE. Die Akanthopomen entfprechen den Gattungen perca und Iciaena des Linne'. Die meiften haben den Kietnendeckel mit Schuppen bedeckt wie die Lepidopomen , und aufserdem mit Stacheln oder Zähnen befetzt. 2. Die Lutians (lutianus) haben von Block den chinefifchen Namen lut - gang erhalten und die meiften Arten Find in Indifchen Meeren zu Haufe. Es iit eine an, meiftens fchöngefärbten, Arten zahlreiche Gattung. DieRü- ckenfloffe iit meiFtens mit Stacheln befetzt. 2. u. 3. Die Cencropomen (centropomus Lacep.) unterfcheiden fleh von den Lutjans durch die dop- pelte Rückenfloffe, z. B. perca lucioperca L. Die Bodianßfche (bodia- *us Bio ch) haben ihre Namen von einer Art diefer Gattung die in Por- tugal fo genannt wird; die , meiften Arten Find in den Indifchen Meeren oder in Japan zu Haufe. Z. B. fparus palpebratus L. perca louti L. 4. Die Bandrücken, (taenianotus Lacep.), fchon bey den Lephionoten aufge- führt, zeigen faft diefelben Eigenheiten als die Bodianßfche, nur iit die Rückenfloffe fehr lang und fängt zwilchen den Augen an. Z. B. taenian. vittatus Lacep. 3. Die Gattung der Urnberfifche (feiaena) iit fo zu fagen der typus der gegenwärtigen Familie z. B.Sciaena fammara L. 6. Die Mi. kropteren (micropterus) bilden nur eine einzige Art, die den Umberfifchen ähnlich ift, aber die zweyte Rückenfloffe klein und kurz hat, z. B. Mi- cropt. Dolemieu Lacep. 7. Die Sogofilche (Holccentrus) find , wie der lateinifche (griechifche) Name angiebt , ganz mit Stacheln befetzt. Z. B. Labrus chanus L. Perca marina L. Die Arten, welche einep fchuppenlo- fen Kopf haben, find hefonders epinephclus genannt worden, g, Von den Barfchen (perca. A r c c di), ift die bekann teile Art (perca fluviatilis), mit fch warzen Flecken verfehen, ein beliebter Fifch. Man kennt etwa 1 1 Arte», Holobranchien. ii3* \ ; . v / Holobranchiein 'J5S BEMERKUNGEN ZUR LXXXVI. TABELLE. Die Leptofomen (Schraalbäuche) haben einen von der Seite ganz zu- sammen gedrückten Körper, und entfprecben den Gattungen Chaetodon ■und. Zeus der bisherigen Naturhiftoriker. Die vorangelchickte Tabelle cbarakterißrt fie fo vollftändig, dafs es unnöthig -wäre hier noch f^hr ins Ddtail zu gehen. i. Der den Klippfifchenvon Seba gegebeneName: chaetodon, drückt die haarborften - ähnliche Form der Zähne dieler Fifche aus. Es ift dies eine lehr zahlreiche Gattung, worin man die Arten nach der Form der Scbwanzfloffe umerfcheidet. Chaet. curacao L. a. u. 3. Die Stachelnacken (acanthinion) z. B. Ghaetod. rhomboides und die Chdtodipteren Ghaetodipterus z. B. Chaetodon Plumerii, find in der Tabelle unterlcheidend von den Klippfifchen eharakterifirt. 4 - Die von Lacepede angegebenen Gattungen Pomacentrus z B. Chae- tod. pavo L. 5. Pomadafis (Pomadafys), z. B. Sciaena argentea L. und 6. P omakanth (Pomacanthus) z. B. Chaetod. canescens L. haben die K;e- smendeckel geftachelt wie die Akanthopomen p. 132» von denen fie aber ihre Körperform unterfcbeidet.' 7. Die Gattung holacanthus vereinigt mehrere fehr verfchiedene Ar* ten z. B. fciaena rubra L, chaetadon bicolor. Von den 8- Enoplojen. (enoplofus) kennt man nur eine Art. Z. B. En. White Lacep. 9. Die Zackenzähne (glyphifodon) haben, wie auch die drey folgen- den Gattungen die Zähne gezähnelt, mufsten alfo von den Klippfilchen getrennt werden. Z. B. Chaetod. faxatilis L> 10. u. 11. Die Stachelfchw'dnze (acanthurus Lac.) gleichen den Za- ckenzähnen, haben aber als Hauptcharakter den Stachel oder Dornen am Schwänze z. B. Chaet. chirurgus L. bey den Schildfchw Unzen (aspiurus Lac. findet fleh ftatt des Stachels ein kleines Schildchen z. B. Chaet. fo- harL. 12. Die Siachelfufse (acanthop.odus) find Klippfifche, deren Bauch* Hoffen in Stacheln verwandelt zu feyn Icheinen, z. B. Chaet. argenteus L. 23. Die Gattung Selene ( Lacep .) ift mit durch die verlängerte zweyte Rückenflolle unterfchieden ; die hieher gehörigen Fifchartep, haben Zähne •und den Mund durch keine Klappe wie die folgenden 3 Gattungen ver- fchloffen. Z. B. Zeus quadratus. 14. 15. und 16. Die Pflugfehaal fifche (Argyreiofus Lacep.) z . B. Zeus vomer L. Die Hahnfifche (Gallus Lac.) z. B. Zeus gallus L. und die Spiegelßfche (zeus). Z. B. Z. faber find äufserft fchönfärbige Fifche, Ei- ne Art der letztem Gattung, Z. infidiator, fpritzt Waffer aus feinen Schna- bel auf die an der Oberfläche des Waffers fliegenden Infekten, die er ver- zehrt; er lebt in 'den füfsen Gewäffern von Malabar. 17. und ig. Gold fifche (chrylotos) find die fchönften Fifche der eu- ropäifchen Meere z. B. Zeus luna'L. die an 5 Fufs lang wird und von Gold, "Silber und Blau glänzt. Die Schxveihfifche (capros) z. B. Zeus aper, lal- len , wenh fie ergriffen werden, eine Art von Grunzen hören. i L 13S Holobränchien. BEMERKUNGEN ZUR LXXXVII, TABELLE. Die mit vollfiändigen Kiemen verfehenen Knochenfilche, deren zwey- tti Floflenpaar hinter den Brultfloffen fitzt, find weniger zahlreich als die Brultflöffer ; enthalten aber doch mehr Gattungen als die zwey erftern Unterordnungen. Die roeiften Fifche, von denen jetzt die Rede leyn wird, leben beftändig in lülsem und flielsendem Wafler. Es Icheint dal? Holobranchien. 137 die Bauch fl ofien hier vorzüglich zur Erhaltung des Gleichgewichtes 1i in der Mitte des Wallers dienen. Alle Ich wimmen mit grolser Leichtigkeit, felblt gegen die heftigften Wafierftrötne an. Die Familien find hier unr vieles unterfchiedener als bey den Bruftfioffern. Die meiltenshier erwähnten Abtheilungen entfprechen Gattungen, die von Linne und Artedi aufgeftellt waren, aus welchen die neuen Naturhiltoriker , insbelondere L’acepede, die abweichenden Arten ausgezogen und befiimmt bezeichnet haben. Unter zylindrifchern Körper ilt hier die Bildung verfianden, dafs der mittlere Theil des Körpers wenig dicker als der Kopf, und von einem bis zum andern Ende des Körpers der lenkrechte Durchmeflerimngefähr fi> gros ilt, als der horizontale; dies ilt hier vorzüglich im Gegenfatze von dem genommen, was man bey den andern Fifchen bemerkt. Die zwey Familien, die alsdann in der Ordnung der Tabellen folgen, find ebenfalls lehr leicht zu unterlcheiden ; bey der einen ilt der erlte Strahl der Brufifloffen Ipitz, und dient als Vertheidigungswaffe , indem er nach Willkühr des Thieres feit aufgefiellt werden kann; bey der an* dem Scheinen die Bruftfloffeh getheilt oder auf jeder Seite doppelt vor- handen zu feyn. Bald find die den Anhang bildenden Strahlen durch ei- ne Membran vereinigt, bald find fie frey und eine von den andern ge- trennt. - Die neun und zwanzigfie und dreilsigfte Familie find jede lehr aus- gezeichnet durch eine Bildung, die nur den hieher gehörigen Gattungen eigen ili. Die erlte, dis denSalmen des Artedi entlpricbt, hat immer ei- ne kleine Rückenflofie ohne Strahl, obgleich die Br ultfloflen keine Hel- fen oder fpitzen Strahlen haben, wie einige Gattungen der Oplophoren. Bey der andern, deren Arten der Gattung Hecht der meilten Ichthyolo- gen entfpricht, find die Kinnladen lehr vorftehend und zeigen eine Menge vertiefter Punkte. Endlich bleiben in den zwey letzten Familien nur die Arten übrig, welche in den vorhergehenden keinen Platz finden. Die zur einen gehö- rigen haben den Kiemendeckel mit grofsen deutlichen Schuppen bedeckt, und hievon giebt es nur wenige; die zur anderen gerechneten zahlreichen. Arten haben keinen Kiemendeckel und find in dreyzehn Gattungen ge« i>racht t floffe 138 Holobranchien. No. LXXXVHI. XXIII. Familie. SIPHONOSTOMEN. *) Knochenfifche , Bauchfloffer, mit vollftändigen Kie- men; der Körper rund, zylindrisch; der Mund am Ende einer langen Schnautze. Gattungen. ÖStacheln vor ihr fitzend; Scbwanzflolle ,: f f einfach’, rund 3 Flötenfifch iJ l o £ ohne Stacheln ; Scbwanzfloffe gabelfömig i. PfeiffenEfch doppelt; Körper mit vorragenden wellenförmigen h^ n ^ en Solenoltom *) von 'ZiCponv Kanal, Röhre und Srojua Mund. * N°. LXXXIX. ' XXIV. Familie. CYLINDROSOMEN. *) Knochen fliehe, Bauchfloffer , mit vollftändigen Kie- men; Körper rund, zylindrifch ; Mund nicht vor- ftehend; Lefzejn nicht ausdehnbar. Gattungen. vor- han- den J ein- fach ;t Mund <; ( mit doppelt ... 3. Vierauge c hreit . . . . 5. Natterfifch . . . g. Ompock *) von KvXivSqos walzenförmig und Em/U« Körper. Holobranchien. *39 BEMERKUNGEN ZUR LXXXVIII. TABELLE. Di e Siphonojtomen , Röhrenmäuler, find Fifche, deren Kopf, aufser- ordentlieh lang, in eine Schnautze vorgeftreckt ift, die an ihrem Ende den Mund trägt. Der Unterkiefer ilt gewöhnlich länger als der Oberkie- fer und bildet eine Art von Klappe, wie bcy den meiften Apbyoftomen unter den Knorpelfifchen und bey den Nadelfifchen aus der Familie der; Ofteodermen. Linne hatte die meiften' dieler Fifche in der folgenden er- fien Gattung vereinigt. t. Der Pfeijjenfifch (fiftularia L.) wird in den weflindifchen Ge- wäffern beoachtet; der Körper endigt fich in einen langen hornartigen Fa- den, der in dem Gabelauslchnitt der Schwanzllofien fitzt. Z. fl. fiftula- ria tabacaria. 2. Der Flutenßfch ( auloftoma C ommerfon) unterfcheidet fich von dem Pfeiffenfilch nur durch das auf der Tabelle angegebene. Z. Bi fiftul. chinenfis L. 3- Die Solencjiomen (folenoftoma Gronow) d. h. Röhrenmund, hat einen Körper von mehreren Flächen und gleicht den Nadelfifchen und Meflerfifchen. Z. B. Filt. paradoxa L. (Tabelle 66.) BEMERKUNGEN ZUR LXXXIX. TABELLE. Die Cylindrofomen (Walzenkörper) entfprechen den von Linne und Ärtedi aufgeitellten Gattungen cobitis und amia* 1. Die Schmerlen (cobitis) find länglichte Fifche, die gewöhnlich unter dem Schlamm bleiben. Ihr Körper ift fchleimig, ihr Fleifch ge- ichätzt. Z. B. ,der Steinpitzgpr (cobitis taenia L.) 2. Der Knurr ßfch (misgurnus Lacep.) Schlampitzger, unterfcheidet fich von der vorigen Gattung, zu welcher er immer gezählt wird, nur durch die auf der Tabelle angegebenen Eigentbumlichkeiten. Z. B. cobitis foflilis, 3. Das Vierauge (aüablebs) hat den Namen von der fonderbarep Bildung des Auges, was doppelt zu feyn fcheint, weil es zwey Pupillen hat. — Das einzige Beyfpiel unter den riickgrathigen Thieren. Z. B. cobitis anablebs L. 4. Die Schlamm^ fifche ( Fundulut ) find Schlammpitzger,!obne Bartfa- den. Z. B. cobitis heteroclita. 5. 6. und 7. Die NatCerßßche (colubrina, z. B, col. chinenfis Fa cepede) Wallerfijche (amia) z. B. am. calva L, und der Butyrin (Buty- tinus) z. B. But. bananus Lacep., haben alle einen langen, platten, und wie bey den Schlangen mit Schildern bedeckten Kopf. g. Der Tripieronote (Trip teronotus) ift der einzige Fifch diefer Fa- milie, wo fich drey Rückenjloffen finden. Z.B. Tr. hautin Lacep. 9. Der Ompock hat einige Aehnlichkeit mit den Kahlriicken , von denen er lieh aber durch die Gegenwart der Bauchflofien unterfcheidet, Z. B. Ornp. filur-oides Lacep . 7 *4° Holobranchien. BEMERKUNGEN ZUR XC. TABELLE, Die Oplophoren find mehr mit Vertheidigungs als mit AngrifFswaffen verleben, per erfte Strahl ihrer brußflofien iß ihreSehntzwaffe, und dies Holobranchien. 141 durch einen fonderbaren , fehr einfachen Mechanismus. Er kann , wenn er aufgerichtet und in einen rechten Winkel mit dem Körper gebracht ift» feit und unbeweglich in feiner Artikulationshöhle auf dem Bruftbein wer- den. Oft ift bey den erften Strahlen der Riickenflofle diefelbe Vorrichtung. x. Die; Welfe (lilurus) haben einen fchliipfrigen , fchuppenlofen Kör« per, mit einem dicken, platten, feit- knochigen Kopf ; es find Süfswaf* ferfifche. Z. B. Sil. glanis L. 2. 3. Die Aalwelfe (macropteronotus) z. B. Silur, anguillaris L. und die Zitterwelfe (malapterurus) z. B. filur. electricus L. find von Lacepe - d e aufgeftellte Gattungen. Zu der erften zählt man die Welfe mit fehr lan- gen Riickenflofle , zu der zweyten die Arten, die nur eine kleine Fettflofls ohne' Strahlen auf dem Rücken nahe am Schwänze, wie die Dermopte- ren, haben. 4 * Die Pimeloden (pimelodus Lacep.) kommen den Welfen nahe aber die erfte Rückenfloffe hat Knocbenßrahlen. Z. B. Silurus felis , bagneL. Auch dieFifche, welche nach Humboldt von den Peruanifchen Vulkanen ausgeworfen werden, gehören hieher. Z. B. Pim. cyclopum Hu mb old t. 5. und 6. Die Doras (doras) z. B. Silur, carinatus L. und Pogona - then (pogonathus z. B. Pog. auratus Lacep.) haben an den Seiten gro- fse Schuppen; übrigens find fie auf der Tabelle charakterilirt. 7» Der Harnifchffeh ( cataphractus Bloch.) hat auch' den Kör- per durch grofse Schilder bedeckt, die wie an einem Panzerhemde über einander liegen. Z. B. Silurus callichthys L. ß. und g. Die Plattaale (plotolus Lac.) z. B. platyfiacus anguillaris Bloch, und die Plattwelfe (ageneiolus Lac.) z. B. Silurus militaris L. haben einen ganz nackten Körper mit zwey Rückenfloflen. 10. Der Name Makroramphofe (macroramphofus) bedeutet ein Fifch mit langer Schnautze. Wirklich findet man diefe Bildung bey einen klei- nen W'elsähnlichen von Forskael befchriebenen, auch im mittelländifchen Meere gefangenen, Fifch. Z. B. Silur, cornutus L. 11. Die Centronodons (centronodon Lac.) haben Stacheln an Kie- mendeckel und Rückenfloffe aber keine Zähne. Z. B. Silur, imberbis L. ia. und 13. Die Gattungen Panzerfifch (loricaria Lin.) z. B. L. cataphracta und Hypoftom (bypoftomus Lac.) z. B. Loricaria plecofto- mus L, haben faß gleiche Bildung: der Körper ift von einem vielfeitigen Panzer umgeben und der Mund unter der Schnautze. 14. und 15. Die Cory doras (corydoras Lac.) haben den Körper mit grofsen Schuppen , den Kopf mit breiten Schildern bedeckt. Z. B. cory- doras Geoffroy. Der Körper der Schnellfchwünze (Tachyfurus Lacep.) iß nackt, und man kennt nur eine Art nach einer in China verfertigten Zeichnung. Z. B. Tach. ßnenfis. Kolobranchieii. N°. XCI. XXVI. Familie. DIMERIDEN. *) Knochenlifche , Bauchlioffer mit vollftähdigen Kie- men; konifcher Körper; Bruftiloffen mit mehre- ren einzeln Italien den nicht vereinigten Strahlen. Gattungen. einfach;' Strahlen ne- Li PP“ fi «g« 0 ) — i o sa c < rX o ben den Brüfifloffen r | durch eine Haut zulam- f mengehalten / mit kleinen Schuppe ■ ^doppelt; Kopf< aen i. Cirrhite 3. Fingerfifch ^ohne .Schuppen 4. Yielfiqgc *) von Aic, zwey uud Theil, Glied, jer N°. XCII. XXVII. Familie. LEPIDOPOMEN. *) Knochenlifche , Bauchfloffer mit vollftändigen Kie- men; konifcher Körper; Kiemendeckel mit Schuppen bedeckt; Mund ohne Zähne. ^Gattungen. r fehr lang, bis an den Schwanz reichend; Bauch mit doppeltem Kiele 3 • Meerwachtel I r mit Anhängfeln an jedem Strahl . ...... 4* Mugilomore / mit häutigen Anhängleln 3. Chanos 1 ohne An- ^Anhänglel . a. Mugiloide doppelt; geßreifte Schuppen auf dem Körper I. Meerafch Ö von Schuppe und vrwjua Deckel. 8=1 o 3 nicht fehr lang ; Rii- .ckenßoffe .i ''einfach,^ ■- Holobranchien. 143 BEMERKUNGEN ZUR XCI. TABELLE. Die Familie der Dimeriden ift für die Bauchfloffer der Holobranchien das was die Floffenfinger No. 33. für die Bruftfloffer waren. Man JÜeht noch nicht hejl über diele londerbare Bildung der freyen Strahlen, die ge* wils nicht zufällig ift. 1. Die Gattung Cirrliite (cirrbitus Commerfon) enthält oftindifche Fifche, die einen Ichuppigen Körper haben und wo die Strahlen vor den Bruftfloften fo durch die Haut vereinigt find , dals fie ein zweytes Floffen- paar zu bilden leheinen. Z . B. C. maculatus Lacep. 2. Die Lippenfinger (cheilodactylus L^cep.) haben weit vor denBruft- flolifen freye Strahlen; aufserdem ift die Oberlippe lehr ausdehnbar. Z. B. Ch. fasciatus Lacep. 3. Die Firigerfifche (polynemus Lin.) find Fifche aus Südamerika , mit fünf freyen Strahlen neben den Bruitfloßen, und einem mit Schup- pen bedeckten Kopf. Z. B. P. plebeius. 4. Die Vielfinger (polydactylus Lacep.) unterlcheidet fich von den vorigen blos durch den Ichuppenlolen Kopf. Z. B. Pol. plumierii. * 1 BEMERKUNGEN ZUR XCII. TABELLE. D ie JLepidopomen entfprechen den Linneifchen Gattungen mi/gil und exocoetus. Obgleich ihr Name fchuppige Kiemendeckel anzeigt, fo iit doch dieler Charakter nur im Gegenlatz zu der Eigenthürnlichkeit der folgenden Familie aufgefiellt. Das welentliche iß, dals mit jener Bil- dung auch ein gänzlicher Zahnmangel eintritt. 1. D er Name mugil den Artedi den Gefeiten gegeben hat, f oll aus den zulammengezogerien Worten multum agilis gemacht feyn und allodie Schnelligkeit anzeigen. Der Körper ift zufammengedriiekt , von geftreif- ten oder leicht gefurchten Schuppen bedeckt und die Kinnlade nach in- nen zu kielförmig erhaben. Z. B, Mugil cephalus. 2. 3. und 4. Die Mugiloide (mugiloides Lacep.) z. B. mugil clii- lenfis L, Die Mugilomore (mugilomorus Lacep.) z. B. Mugilom. anna- carolina und der Chanos (chanos Lacep.) z.B. mugil chanosL. machen immer Gattungen von einer Art aus und find auf der Tabelle genugfam charakterifirt. 5. Meerwachteln (exocoetus Arte di) find die fogenannten fliegen- den Fifche; fie haben aufserordentlich lange Brufifloffen , vermöge wel- cher fie fich einige Zeit in der Luft halten, indem fie von ihnen, wenn fie fich aus dem Waffer gefehnellt haben, wie von einem Fallfchirm getra gen werden. Alle finden fich unter der Linie. Z. B. Ex. volitans L. von W/Jivot nackt und nUfAx Deckel. 144 Holobranchien n> p Er et cd - JT P P jJ, » a - CA g c CD ST o er $* o 153 CD ö 3 E? TT* CD »-I >-» CD CD • »-< c E3 *-n S Sb cn o ?r en 03 *3r CO c CD O O ÖT b 5T En fr sr jy 1 er CD En § S % 2 * N r Sr Q 2 ® . . 3 p ^ sd r-3 £~J P 2.2- £3 hj S; >— i c CB » '* £-*T3 W § 2 3 ? p & o g- Jb» 5 ® * g? El 3 jr ^ *d 3 3 i ' § c+ p- ^ o S pr* ss CD P: *- D '•• Cj ►— 1 • £<8 g 3 O * Lj m • CD 2 » 3 SP CD | -* a P. xT. O >* n Hl 3 SS S> M 3- CD w » c M. SP S SP rj p- 3- 2 =* S CD -Ti 3 £: S Fr 1 cd 2 , 3* S We Sd er? o ^ Sp'** cd a a g 53 *Tl 3 >-4 a >—< w O Kj S 12{ o TJ o p izS o o Holobranchien. *45 BEMERKUNGEN ZUR XCHI. TABELLE. Die Familie der Gymnopomen ift, wie (chon p. 137. angegeben» diejenige, wo die Beftim mutig der Arten mit den grölsten Schwierigkeiten, verknüpft ift. Es find der Arten febr viele und es hält fehr fchwer fie unter Gattungen zu bringen, deren Characktere .feit und unterfcheidend find. t. und 2. Die Aehrenßßche (atberinä Lin.) z. B. ather. hepfetus und die Silberfißche (argentina Lin.jtz. B. argentina fphyraena, unterfcheiden fich von den Häringen durch ihren zugerundeten Bauch; eine von der andern unterfcheiden fie fich durch die Zahl ihrer Rüekenfloffen. Jj. und 4, Die Queckßilberßßche (hydrargyra Lacep. z. B. H. fwaitt- pina) lind die Schmulkßßche (ftolephorus Lacep. z. B. Stol. japonicus) find auf der Tabelle welentlich unterfchieden. 5. Die Gattung Büro (Büro Commerßon z. B. Büro brunneus Lacep.) tbelteht aus einer in den indifchen Meeren einheimifchen Art, bey der fich zwilchen den Bauchfloflen doppelte Stacheln finden. 6. Die Häringe (clupea Artedi ) haben einen gekielten, gezähnel- ten Bauch, den Körper iilberf arben , den Mund voll Zähne, eine einzige Rückenfloffe und die AfterflolTe von der Schwanzflofle getrennt. Zj B . clup. harengus, fprattus, alofa u. f. w. 1 7. und ß. Die Gattung Mjßtus (myltus Lacep.) z. B. clupea myftus L. unterfcheidet fich von den Häringen nur durch die von der Schwa nzfloffe nicht getrennte Afterfloffe» fo wie von den Clupanodons (clupanodon Lac. z. B. Clupea thriffa ) , nur durch die zahniofen Kinnladen. 9. u. 10. Die Gattung Beilbauch (Gafteropelecus Bloch ) z. B. falmo gafteropelecus! L. gleicht fehr den Häjingen , hat aber den Bauch lehr convex ; die Bauchfloflen find fehr klein und die Rüekenfloffen dop- pelt. Die Menes (mene) z. B. mene anna - carolina Lacep. hat die Kör- perform der Beilbäuche aber die Rückenflofie ift einfach und fehr lang, und es finden fich keine Stacheln zwilchen den Bauchfloflen wie bey den Büros. ir. und! 12. Die Buckelßßche (dorfuarius Commerßon) z. B. Dorf, nlgrescens Lacep. und die Xjßteren (Xylter Commerßon) z. B. Xyft. fuscus Lacep. finden fich unter demAequator und find den vorhergehen- den Gattungen nahe verwandt. i3. D er Karpßen (cyprinus Artedi) haben den Körper mit Schuppen bedeckt, den Mund zahnlos, die Lippen vorfireckbar , und eine einzige Rückenfloffe. Sie lind Süfswafierfifche. Man theilt fie ab a) in folche mit vier Bartfäden, z, B. cypr. carpio L. b) in folche mit zwey Bartfäden z. Bj Cypr. tinca L. c) in folche ohne Bartfäden , mit nicht ausgefchnit- texier Schwanzfloffe z. B. cvpr. Cephalus L. und d) in Bartfadenlofe mit ausgefehnhtener Schwanzflofle. Z. B. Cyprin, auratus ? leuciscus, phoxi- nus L. u. f. w. Humeril ZooL , x« 145 Holobranchiem No. xeiv. XXIX. Familie. DERMOPTEREN. *) Knochenßfche , BaucMoffer mit vollftändigen Kie men; Bruftftrahlen vereinigt; glatte Kiemende- ekel; die eine der Rückenfioffen ohne Knochen Ftrahlen. Gattun gebt. '"kielförmig und fägeartig gezäbnelt; Körper lehr hoch 5. Serrafalm mit weniger als vier Knccbenftrahlen . 4. Lachsbraffem S J 03 zugerun- det; Kie- menhaut mehr als vier Krio- rhen- ftrahlen ; Mund . J >"mit langen '"vor den Bauch- floffen ... 1. Lachs Zähnen ; erfte Rü- ckenflolle / hinter den (jB auch fl offen . 2. Stint ohne Zähne, oder mit lehr kleinen Zähnen . . . . 3 * Afch *) von Haut und tt rtgov Floffe. BEMERKUNGEN ZUR XCIV. TABELLE. D ie kleine Rücken floffe , ohne Kncchenltrahlen, ift der wefentliehe Charakter der Familie der Dermopteren ; aber um diefe Fifche von den Gattungen Zitterwels, Doras, Pimelede und Plattwelfe der Familie der Oplophoren zu unterfcheiden, mufs man noch die zweyte Bedingung in Anfchlag bringen: dafs der erfte Brufifloffenftrahl keine Jfteife Stachel bildet, auch nicht in die Höhe gerichtet werden kann. Die meifien Fi- Iche diefer Familie wurden bisher unter ider Gattung falmo begriffen. Alle leben vorzüglich in füfsem Waffer, Ichwimmen mit grolser Schnel- ligkeit felbft gegen den Itärkßen Strom an. Sie können lieh aus dem Waffer in die Höhe fchnellen und fleh durch ungeheure Sprünge, in der Luft oder felbft in dem Waffer, fo erheben, dafs fie fogar über Waffer- 1 fälle in die Höbe gelangen. Ihr Fleifch ift wohlfchmeckend und allent- halben. beliebt Holobranchien« 1. Die Lachfe oder' Lachsforellen, (falmo) haben den Körper mit klei- nen, oft kaum fichtbaren, immer aber zarten, glatten Schuppen bedeckt; aber weder Stacheln noch Bartfäden. Ihr Mund am Endei ihrer Schnautze ift mit ftarken Zähnen verleben. Die erfte Riickenfiofle, oder die wo lieh Knochenitrahlen finden, fängt allemal vor den Bauchfioffen an und fitzt allo dem Kopfe näher als diefe. Es gehören hieher über zwanzig Arten, Z. B. Salmo lalar, trutta , urnbla u. f. w, 2. Die Stinte (osmerus Arte di) unterfcheiden lieh von den Lach- len nur dadurch, dals ihre Riickenfloffe weiter vom Kopfe entfernt ilt als die Bauchfioffen. Z. B. Salmo eperlanus, faurus etc. L. T- Die Aefche (corregomis Arte di) haben als Hauptcharackter fehr kleine kaum lichtbare Zähne, z. B. Salmo lavaretus, thymafius etc. L. Leben in Landfeen und Bluffen. 4. Die Lachsbrajfeme (characinus Gronow) unterfcheiden lieh durch einen nicht leicht aufzufindenden Charakter, nemlich durch di® kleine Zahl der Strahlen in der Kiemenhaut. Alle hieher gehörigen Ar- ten find in indifchen oder amerikanifchen Meeren einheimifch. Z. B. Salmo argentinus, dentex, L. etc. 5. Die Serrajalmen (ferralalmo L a c ep.) find Surinarailche Fifche, die von den Lacbfen nur durch die auf der Tabelle angegebenen Eigen- ihümlichkeiten abweichen. Z. B. Salmo rhombeus L. / IO * \ i4S Holobranehien. No. XGV. XXX. Familie. SIAGONOTEN. *) Knochenfifche, BruMoffer mit vollftändigen Kie- men; glatte Kiemendeckel; Brüftftrahlen verei- nigt; lange vorftehende gefurchte Kinnladen. Gattungen- über oder vor f AnWtel an <*er Bauch- den Bauch- tlolle Eidechsfilch flößen . ... r . 1 \kein Anhanglei . . . . 4. Synodus f ein- fach ; , CZ ’ r- S % o hinter den Baucbflof- len; Schup- .pen . rhorn ar- tig; Ril- ckenflol- fe AW> o o • n mit einem befenders langem Strahle . 2. Grosauge \ ohne langen Strahl . . . . 3. Hecht knochig, feit , wie artiku- flirend „ nur zwey . 6 . Schildhecht 5. Sphyräne doppelt™! JJ j | rfechszehn bis achtzehn . 7. Vielflofler zwey : . J heben, worunter fechs F kleine ...... 8* Makrelenhecht *) von hixyuv Kinnlade. BEMERKUNGEN ZUR XCV. TABELLE. Die Siagonoten haben den Kopf in lange Kinnladen Verlängert und diefe mit lehr itarken fpitzen Zähnen bewaffnet, womit fie die andern Fi- fche, wovon fie lieh nähren, tödten. 1. Die Gattung Eidechßsfch (elöps Lin.) enthält nur eine einzige Art, welche Sloane in feiner Gelchichte von Jamaika belchrieben hat. Der Körper dieles Filches ift zugerundet, mit Schuppen bedeckt, die Riickenfloffe einfache Aber der Hauptcharakter beffeht in Ichuppigen Anhängfeln, die die Balls der Bauchflöffen bedecken, und in den vielen 1 Strahlen der Kiemenhaut, deren .man auf jeder Seite an 30 gezählt hat. Z. B. elops faurue Linn. V.. -r- : " /. /' ■ r , > y » ;; , - ‘ _: f v • v , / ■■ 1 : ■. ' ' 1 > Holobranchien. '*49 3. Das Grosauger (megalops C ommerfon) hat einige Aehnlichkeit änlt den Häringen; ihre Rückenfloße zeigt hinten einen lehr langen Fa- den. Z. B. meg. filamentofus Lac. 3. Die Hechte (efox) follen ihren lateinifchen Namen daher haben, weil lie immer Hunger zu haben fcheinen. Ihr Körper iß leicht zufam- mengedrückt, mit harten hornartigen Schuppen bedeckt, die lehr feit in der Haut fitzen. Sie haben nur eine Rücken und eine Afterfloffe die kurz find und einander gegen über fitzen, Z, ß, elox lucius , belone L, 4. Die Gattung Synodus (fynodus) (die man nicht mit den, zu den Meerbraßemen gehörigen, Synodons der Alten verwechleln mufs,) un- terteil ei det lieh von den Hechten nur durch das Verhältnifs der Bauch und Rückenfloße. Z. B. elox lynodus , vulpes L, 5,, Die Sphyränen (Iphyraena Lac.) haben zwey Rückenil offen. Man kennt fünf Arten, die meiß zu den Hechten gezählt wurden, Z. B. elox fpliyraena L. 6. Die Schildhechte (lepifoßeus Lacep.) find grolse Hechtähnliche Fifche, deren Körper mit grolsen Knochenfchuppen gepanzert iß, die feß an einander liegen und lo hart find, dals fie einer Flintenkugel wid#r- ßehen. Z. B. efox offeus L. 7. Der Vielßojfer (polypterus) iß ein Egyptifcher Fifch , von Geoffroy wegen feiner vielen Rückenfloßen fo genannt ; fonPc kommt er mit den Schildhechten überein. Z. B. Polypt. bichir GeoJJroy . g. Endlich der Makrelenhecht (fcomberefox Lacep.) zeigt eine Menge fogenannter fallcher Fl offen , überund unter dem Schwänze zwi- lchen der Rücken - und Schwanz - und zwifchen der After- und Schwanz- flöße. Z. B. Scomberefox camperii Lacep. iß im mitteliändifchen Meere jfoi Haufe ( und wird einen Fufs lang. / 1 ' "( " - V • * 150 Sternoptygen und Kryptobranchien. N°. XCVI. VI. Ordnung. STERNQPTYGEN. *) Knoch endliche mit, von einem Kiemendeckel be- deckten, Kiemen ohne Kiemenhaut, Sternoptyx. *) von Srf^vov Brult und tct\>% Falte. N°. XCVII. VII, Ordnung. KRYPTOBRANCHIEN. *) Knochenfifche mit Kiemen ohne Kiemendeckel . aber mit Kiemenhaut. Gattungen. f vorhanden = Bauchfiofler . . . Stielträger Bauchfloflen ^fehlend — Kahlbauch .... Murmelfifch ¥ ) von K^U7 TT05 verborgen und B( 30 ty%ix Kieme. BEMERKUNGEN ZUR XCVI. TABELLE. Es fchien iiberflü ffig hier noch durch einen befonderen Namen di© Ordnung *u, bezeichnen , zu welcher, nachdem L a c cp e d e fchen Sy- Item, der einzige Knochenfilch gehört, der keine Kiemenhaut aber einen Kietnendeckel hat. Es i ft daher lieber der Name Sternoptyx beybehalten, der zugleich Ordnung, Familie, Gatiung und Art bezeichnet. Weil aber Sternoptygen und Kryptobranchien, 151 nu^ diefer Fifch allein eine folcbe Bildung zeigt, fo werden einige aus- führlichere Notizen nicht unaweckmafsig feyn. D er verdorbene Profeffor Herrmann in Strasburg ift der erde chrift- Iteller, der diefe Art befchrieben und von ihr eine Abbildung geliefert hat, die nachher in den meiden fyitematifchen Werken über Fifchkunde copirt ilt. Es ilt diefer Fifch von Jamaika gekommen. Der Körper ilt filberfarben, lehr zufarnmengedrückt, vorzüglich an dem unteren Theile, welcher Io dünn wird, dafs man dürcbfehen kann. Der Kopf ilt abgeltutzt, der ganz lenkrecht itehende Mund mit kleinen Zähnen verfehen. Bauchfloffen lind Seitenlinien fehlen. Der Schwanz ilt. gabelförmig. Die Bruft hat auf jeder Seite zehn bis zwölf Falten, und bildet unten einen durchlieft* tigen Kiel, Sternoptyx diäphana L. BEMERKUNGEN ZUR XCVII. TABELLE. Die Kryptobranchien entfprechen einige;mafsen den Chismopneen unter den Knorpelfifchen. Allein die Zahl diefer Knocbenfifche, mitKie- menhaut aber ohne Kiemendeckel ilt viel geringer. 1 . Der eine diefer Fifche, der eine der wunderbarlten. Formen bat , hat gar keine Bauchfloflen ; der Mund fteht nach dem Hintertheile des Körpers und die Augen fitzen auf rundlichen Stielen ; der Körper ilt 111- berfarben und ohne Schuppen; lehr lang, zufammengedrückt und hinten in einen fehr langen Faden endigend. Diefer londerbare Filch ilt im ho- hen Meere zwilchen Kuba und Martinique gefangen ; er ilt von Shaw unter dem Namen Stylephorus (Stielträger) befchrieben, Z, B. Styl, cor- datus Shaw. 2 . Die Murmelfifche (rnormyrus) wurden fonfb den Knorpelfifchen heygelellt. Es lind diefe von Forskäel befclmebenen Fifche im Nil zu Haufe und fcheinen keinen Kiemendeckel zu haben. Der Körper ilt mit Schuppen bedeckt, lang und ihr Mund mit Zähnen beletzt ; fie haben, nur eine Rückend ofle und fcheinen den Hornfilchen (balilies) in etwas nähe zu kommen. Man hat noch keine Abbildung von ihnen Profeffor Geoffroy in Paris wird aber, wenn er ihre Naturbelchreibung liefert, auch fehr fchöne von R.edoute in Egypten verfertigte Zeichnungen dazu liechen lallen. Z-. B, Mprmyrus cyprinoides i* i5a OphichthyteiL No. XCVUI. VIII. Ordnung. Ophichthyten. *) Knochenßfche ohne Kiem ende ekel, ohne Kiemen- haut und ohne Bauchfioilen. an den Sei- f vorhanden ten ; Rü- j ^unbedeutend ckenfloflen-/ ^fehlend 3. Muräuobl enna unter der Kehle, mit j einer Oeffnung , . .5. Halskieme \zwey Oeffnungen * . 4. Doppelhalskieme ) von otpiq Schlange und Fifch, BEMERKUNGEN ZUR XCVUL TABELLE. Die in diele letzte Ordnung zufzmmengefiellten Fliehe haben keine Bauchfloffen , ihr Körper iß rund, lang und fchlangenähnlxch ; deswe- gen heilsen Ile auch Ophichthyten. Die meiften diefer Fifche waren fonß zu den Aalen gezählt, von denen Ile lieh nur durch den fehlenden Kiemendeekel unterfcheiden , denn ihre übrige Organilation iß der der Aale fehr ähnlich. Die meiften der hier genannten Gattungen lind von Lacepede angegeben. 1. Die Schlangenaale ( Muraenopliis ) , wovon Bloch ? einige unter dem Namen gymnothorax belchrieben hat, haben einen zylindrilchen Körper und die unpaaren Flößen alle mit einander vereinigt. Die Kie- menöffnungen liegen an der Seite des Halles, Zu diefer Gattung gehö- ren die Muränen (der Alten), deren Fleilch fo beliebt war, Z. B. Muraena helena L. Die meiden anderen in heifsen Himmelfirichen Vorkommen» den Arten find mit fchönen Farben geziert, die fehr regelmäßig vertheilt find. 2, Die Gymnomuränen (gymnomuraena) find von Gommerfon ent- deckt und von Lac e p e d e fo genannt, weil ihre Floflen fo klein find und fo. wenig vorßehen, daß fie ganz zu fehlen feb einen und dafs man Ophichthyten. *53 die Filche zergliedern mufs um die Gräthen zu finden, die eigentlich die Floße fiützen follen. Z. B. Gymnom. doliata Lacep. 5. Man kennt nur eine Art der Gattung Muraenoblenna und diefe nur aus der von Commerfon hinterlaflenen Befchreibung , der den Fifch in der Magellanifchen Stralse zu beobachten Gelegenheit hatte. Z B, M. olivacea. Es üt dies vielleicht der auf der 51 Tabelle aufgeführte Ohnflof- Xer, worüber man noch to ^enig Nachrichten hat. 4. Der Doppelkalskieme (fphagebranchus Bloch.) ilt ein oltindi- fcher Filch, ohne Schuppen und Floffen, Auf jeder Seite hat er vier Kiemen und die Oefihungen zu den Kiemenhöhlen liegen als zwey deut- liche Spalten an der Seite des Halles, Z. B. Sph, roltratuS Bloch. 5. Di e Halskiemer (unibranchapertura Lac . Synbranchus Bio ch ) haben nur eine einzige in die Kiemenhöhlen führende Oeffnung unter der Kehle. Z. B. Synbr. marmoratus Bloch , Die Filche aus diefer Ordnung finden üch nur in den Meeren heifser Zonen. Ende der Klalle der Fifch«. i54 Eintheilung der Mollusken. N°. XCfX. V. Klasse. MOLLUSKEN. Weiche rückgrathslofe Thiere; ohne artikulirte Glieder, mit Gefäfsen, Refpirationswerkzeugen und einfachen nicht knotigen Nerven. Ordnung. Tfehr lang und alsFiifse dienend . ( fichtbar ; ln ./ G S''! rri ,11 fr ii j ( mir floffenartigen iemakeln < lehr kurz oder 1 •, ö J Fehlend ; Kör . j Membranen . . ‘ ‘ S auf dem Bauche fkriechend , . , fehlend oder mit dem f gefranzte Tentakeln . . 1. Cephalopoden 2. Pteropoden Körper ganz vereinigt 'fg ( l^ohne Tentakeln 5-, Galteropoden 5 - Brachiopoden Acephalen BEMERKUNGEN ZUR XCIX. TABELLE. Die Klaffe ^.er Mollusken (vrTollusca) und die Ab.theilungen derfelben find feit 9 Jahren von Cuvier zuerft aufgeftellt. Er ifi der erlte Naturfor- fcher, der lieh rpit döm genauen Studio diefer Thiere befcbäftlgt und fie an der Spitze der rückgrathlofen Thiere geltellt hat; da ihre innere Qr- ganilation viel komplizirter ilt als die der andern. Alle Arten haben ein zur Cirkulation befiimmtes Gefälsfyfiem , an deffen Anlange (Mittelpunkte) fich eine oder mehrere muskulöfe, zufam- menziehungsfähige Höhlen finden, welche die in fie gelangende Fliiffig- keit fonbewegen und in einen Refpirationsapparat treiben, wo eben die- le Gefäfse fich endlich auf mehr oder minder grofse» Flächen verbrei- ten, die man alsdann Kiemen nennt. Die Organe der Empfindung belieben bey den Mollusken aus einem. Hirn oder einer an der Seite des Mundes auf dem Schlunde (allo im Kopfe, wenn diefer da ifi) befindlichen.beträchtlichen Auftreibung, Es gehen von da fehr viele Faden ab, um fich zu den Tentakeln, den Augen und den benachbarten Theilen zu begeben ; aber die zwey Hauptltränge umfaflen die Speileröhre oder den. Anfang des Nahrungskanales wie ein Halsband, *55 Eintheilurig der Mollusken, Sie vereinigen lieh bald von neuem, fchicken viele Faden an die benach- barten Theile, die zwey gröfsten aber erltrecken lieh bis in die Bauchhöh - le, um die Organe der Bewegung, der Verdauung, der Fortpflanzung zu verforgen , ohne dafs lieh eihe gröfsere Zahl von Ganglieri bildete, wie dies in den folge-hden Klaffen gefchieht. Die Organe der äulseren Sinne find boy den Mollusken fehr verlchie- den ; die m eilten , die Kopflofen ausgenommen, haben in der Nachbar- fchar't des Mundes fleilchige Hörner joder Lappen, zwey oder vier oder mehr. Man nennt fie Tentakeln, (tentacula) und hält fie für Taftorgane. Bey den Cephalopoden , Kopftüfslern , find die Augen fall wie bey den Fifchen gebildet, aber bey den Gajterapoden, und einigen Pteropo - den find fie viel einfacher. Di q slcephßlen und ßrachiopodcnihahen gar keine. t Die Kauwerkzeuge bilden bey den Cephalopoden einen aus zwey Stücken beftehenden Schnabel, der einem Papageyfchnabel iehr ähnlich ift. Bey einigen Gafteropoderi ift das Mful mit verfebieden geftalteten gezähnelten Stücken befetzt. Die tn eilten anderen Mollusken haben aber nur eine einfache Oeffnung, eineSpalte die mehr oder weniger (als Rüffel) vorgeftreckt werden kann. Der Körper der Mollusken ift gewöhnlich fehr weich und daher ha ben fie auch ihren Namen. Unterdeffen ift ihr Körper doch meiftens von einer kalkartsgen Hülle umgeben, die an der äulseren Flaut des Thiercs ausfehwitzt und deren Geftalt nach deu Ordnungen und Gattungen ver- fchieden ift. Man nennt diele äufsere Haut des Körpers der Mollusken den Mantel; bald ift er auf der einen Seite feiner ganzen Länge nach gefpalten, bald bildet er um den Körper eine Art von Röhre; manchmal ift er an der einen oft an beydeu Seiten offen'. Vorzüglich find es die Bewegungswerkzeuge der Mollusken , woran man Verfchiedenheiten bemerkt und fie geben auch die deutlicbften Ei- genthümlichkeiten zur Begründung der Claffifikation an. So find die mel- lten Acepbalen und Bracbiopoden feit fitzend und unbeweglich. Nur ei- nige können den Ort verändern und langfam lieh mittels eines muskulöfen Anhanges, den man den Fufs nennt, fortbewegen; diefer Fuls dient dem Tliiere lieh feft zu halten, oder aus einer eignen Drüfe Faden bervorzn- ziehn, die im Wafler unauflöslich find und das Thier am Fellen befefti- gen. Die Bewegungswerkzenge der übrigen Ordnung geben ihren Haupte charakter ab. D ie Geherations- Organe find nach den verfchiedenen Familien fehr verfchieden ; wir werden ihrer bey den einzelnen Familien erwähnen. 156 Cephalopöden. N°. C. I. Ordnung und I. Familie, CEPHALOPODEN. *) Mollusken mit deutlichem Kopfe, Augen an den Seiten; Kinnladen wie ein Papageyfchnabel ge- formt. Armförmige nicht gegliederte Tentakeln , die mit Saugwarzen oder Saugnäpfchen befetzt lind. Gattungen. fzehnTenta- f <^r ganzen Länge I kein ; Floße J deS Kor P ers * • * Sepie nackt, mit x Runter dem Körper . . 2. Kalmar f nackt, mit die Runde angebracht find. 5. Der Nautilus (nautarius) hat eine den Sepien ähnliche Bildung, aber der Körper fitzt in einer mit Abtheilungen verfehenen, fpiralförmig um lieh lelbfi gewundenen Schaale* Die Rückenhaut verlängert lieh hinter dem Kopfe in eine Art von Kappe die dem Thier als Seegel dient, und um den Mund fitzen mehrere conzentrifche Kreife von vielen kurzen, an den Rändern gezackten Tentakeln. Z. B. Nautilus pompileus L. 6. Die Spirularier (fpirularius) lehen im Kleinen den Sepien und Kalmars ähnlich. Die Haut ihres Körpers aber endigt ficb hinten mit zwey Lappen , welche zum Theil ein« kleine vielkammerige Schaale be- decken. Z, Nautilus fpirula. L, I i 58 Pteropoden. Ne. CI. II. Ordnung. PTEROPODEN. *) Mollusken mit deutlicliem Kopfe, ohne lange Ten takeln; der Körper frey, mit keinen anderen Glie- dern, als eine oder zwey Flohen verfehen. I Gattungen. nackt, weich; f mit federbufchartigen ' der Mund . . J Fühlfaden .... 3. Pneumoderm f doppelt ; Körper .. _o -\ tu 1 ohne Büfchel . 4- Clio fchaaltragend ; Schaale an der Seite gehalten 2. Hyale einfach ; zvvey deutliche Augen x. Firole 1 ) von TtTtqov Flügel, Floffe und 7 rou? Fufs. BEMERKUNGEN ZUR CI. TABELLE. Die Ordnung der Pteropoden (mollusca pteropoda, pinnata) iß erfl ganz neuerdings von Cu vier aufgeltellt (annales du Muf. d’ hiß. nat. 3 N T o. XXL p. 323.) um einige foult zu den Acephalen gezählte Mollusken- gattungen dahin zu bringen. Sie unterfcheiden lieh 1. von den Cephalopoden dadurch, dafs fle nie armförmige lentakeln haben 2. von den Acephalen und Brachiopo- den durch ihren allzeit deutlichen Kopf 3 - von den Galteropoden da- durch , dafs iie keine muskulofe Bauchfcheiben haben. Sie zeigen ei- nige Uebereinßimmung mit der eriten. Ordnung, vermöge des Körper- baues überhaupt, der mit Häuten oder Fioffen an den Seiten verfehen iß, vermige des deutlich getrennten Kopfes und der Lebensart. Die erfie Gattung diefer Ordnung fcheint den Uehergang von der vorigen Ordnung abzugeben. Doch zeigten die bisher unterteilten Individuen, wie die Ga- Iterppoden, beyde Gefchlechter vereinigt, und hatten in dim Cirkula- tionsfyßeme keine drey Herzen, wie das bey den Cephalopoden der Fall iß. Von den zu diefer Ordnung gezählten Arten haben einige den Kör- per durch eine kalkartige Schaale gefchützt, die anderen lind ganz nackt. Pteropoden. 159 1, Die FirotenX pterotraehea Forskael ) find die einzigen Pteropoden mit ganz deutlichen Augen. Der Körper ilt weich , durchfichtig und mit einer einzigen in der Mitte oder am Ende des Körpers fitzenden FloIIe verfehen. Die zu dieler Gattung gerechneten Arten find nur von Forskael beobachtet, und waren im mittländifchen Meere gefilcht. Z. B. Ptero- trach coronata L. 2, Die ' atimig Hjale (hyalaea) enthält die einzigen fchaaltragenden Arten dielet Ordnung. Der Kopf hat zwey FloiTen zur Seite des Mundes und die Kiemen diefes Mollusks find innerhalb einer von dein Mantel bedeckten Schaale enthalten, durch deren Seitenlpalte das Walfer hin- eindringen kann. Z. B. clio pyramidata L. 3. Di e Pneumodermen (Pneurnoderma Cuvier) haben ihre Kiemen au- Iserhalb, unter der Haut des Hintertheiles ihres Körpers. Auf dem Kopfe, fitzen zwey Bülchel kleiner Tentakeln und an der Seit® des Halles beob- achtet man zwey Kiemen. Hr. Peron hat dies Thierj in grofser Men- ge im Atlantifchen Ocean gefunden. Z, B. Pneurnoderma Cuvierii. 4. Die Clios (clio Brown) haben, als wefentlichen Charakter, die Kie- men an der Oberfläche der Floffen. Der Kopf ift von zwey Höckern ge- bildet, deren jeder ein Loch zeigt, aus welchen zwey kleine Tentakeln bervorkommen Der Mund ilt eine einfache dreywinkliche Spalte zwi- lchen den zwey Höckern, und ilt mit zwey häutigen Lefzen verfehen. D ie Arten diefer Gattung find vorzüglich in dem nordifchen Meere gefun- den und dafeibft in fo grofser Menge vorhanden, dals die Wallfilche lieh, hauptfächlich von ihnen nähren, z. B. clio borealis L. Wabrfcheinlich werden in diele Ordnung noch eine Menge anderer Thiere kommen, die die Naturforfcher bisher genau zu beobachrön ver- nachläffigt haben. Cuviers Unterfuchungen und der Weg den er vorge- zei.hnet hat, verfprechen auch dielen Theil der Naturgefchichte vor- wirts au bringen. /, 1 6 ö Gafteropoclen. N°. CII. i '' III. Ordnung. GASTEROPODEN. *) Mollusken mit deutlichem Kopfe ; mit einer musku- löfen Scheibe unter dem Bauche zur Fortbewe gung. Familien, äufserlicb, als Blätter oder Fadenbüfchel fichtbar . . I. Dermobranchien a < 3- Siphonobranchien ~ . ^als eine Piöhre , ^ j innerlicb ; die äulsere J f Refpirationsöffnung . ^ als ein einfaches 1 Loch . . . . . 2 . Adelobranchi ren *) von ra£4 Gafteropoden. Körper < o 3 2 o* .3« >-* o •A ff. CT3 O / ~ §*8 3 3 3 -• L_:cm co _ J re n 2 a a- £ CL- » Cö ^ • cs «X- • — ■* ? 5 T r-> o ^ w Ö « E-5 ® Cn ! •JR-o 5 Ci) aj •• ö £• CD *1 c" s o S ft ff. < ' o 3- a> Ö C3 rö CO r> er o r* ft cn 5* ft 3 ** CXi <1 ft 3 ,o C-. 3 c*r • ft ft) 3 O- TD >-i o . >r O: Q t— 1 cn 3: h 5 os‘ 3 .o n er rD . er ct> £3 CP >“S M M M M! cp W O CKJ * * 03 W 5’ ts 5! ft •“» GO TT Cs . 2 Pi er H o> r> ST 1 . <Ü fu ft CD ft er CT* 3 Q -ft CP t-5 cP T r- ~i O — « d c/) X CD cs- Cr* P « o K 4 n> o 23 CO CD rj O *"Ö o CD CS m • rt Ö Cu CD rs CD GO O i— -«i i -j »3 23 CD~ 23 PT cc 3 CD cs p- p >3 O C3- CD )— 1 ® 3 CD CD k*-* ö ■»-n 23 O Cr 1 £3 EJ cu ö Pu PO b SU 3 ß> 3 D- a a W 5 3 3 Oj CD N 5 3 CU l c 3 3 CD 3 SU 3 CU Q» CD 3 w 3 W CD 3 3 3^ CU O »5 , CD 3 O SB ru 3 3 CD 3 CD CU CU cm tr 2 sc on o rr* > 3 t-* * a> CD CD 3 HM CU. *1 Hj ctC' o d -•5 CU CD OJ er er o. tr o »> a- CU ? 3 leiden 3 B 5 Sa CD CD cn 3 3 i“*, O TT 4 3 3 tismu ESI 3 Ö o ►— ■“ P - 5 Cr *-r er .3 '2 CD <-r< CD - O ’oj 2. 5^ 3 3 »• *rs CU «-I o 3“ 3 r - c s O o^ r> tr <"5 3 o tr CD © 3 3 , CD s © o er CD CU f— * CD " CD e— « cu ; o 3^ CU ►— * tr CD ►— * ö © cU CU *=« J IV. Ordnung. ACEPHALEN. *) Nackte oder mehrere Schaalen tragende Mollusken ; der Kopf von der ganzen Kör- permaße nicht zu unterfcheiden;- ohne-armförmiee Tentakeln. ° Gattung emy Acephaleii ißg BEMERKUNGEN ZUR CVI. TABELLE. Die zu den -dccphalen, kopflofen Mollusken, (acephala Cu vier) ge- zählten Th rer e find im Ganzen nur noch lehr wenig unterfucht. Cu vier und Poii fipd die einzigen Naturforleher , die fich für die Kenntnifs der die zweylchaaligen Conchylien bewohnenden Thiere interellirt haben. 1. Die Doppelreiher (lalpa Forskael , thalia^rown ; Annales du Muleum d’bilt. nat. No. 23.) find erlt durch die Unterfuchungen . welche Cuvier an fechs Arten angeftellt hat, genauer bekannt. Z. ß. Salpa criftaia Citv. 2. Die Seefcheiden (ascidiaö find in eine Art hornartiger Scheide einge- fehlofien, die auf detn Rodendes Meeres feit fitzt. Z. B. ascidia intelii- nalis. 3. Die Mammaricn (mammaria) find noch wenig bekannt, Ile haben ei;aen kugelförmigen Körper. Z B. mammaria mammiila L, 4. Die, Mollusken, welche die unter dem Gattungs -Namen donax z. B. don. ru-' gola L., meretrix z, B. Venus metetrix , telLina z. ß. Teil, radiata mactra z. B. mactr. Itultorum u. f. w. bekannten Conchylien bewohnen, Icheinen untereinander lehr viel ähnliches zu haben. 5. Und die in den Conchylien cardinm z. B. card, edule, ijocardiutn z. B. chama cor L, und carcLita befindlichen Thiere find 1 alt in deuifeiben Falle. 6. Die Venusmufcheln (venufarius) unterfcheiden fich von den übrigen No. 4 auf der Tabelle angeführten Gattungen nur durch die erwähnte Eigenheit der Organilation. Z. B. venus verrucola. Die hier erwähnten Thiere le- ben gewöhnlich unter dem Sande oder Schlamme Zuweilen kommen lie an die Oberfläche des Waffers , wo fie auf der einen Valvel Ich wirnmen, während ihnen die andere als Seegel dient. (?) 7. Die Schcideumu - Jcheln (folenarius), die die logenannten Mefferfcbeiden zuSchaa'len haben, gleichen den Aseidien; fie haken fich im Sande auf, wo fie vertikale Lö- cher haben, aus denen fie lehr leiten hsrauskommen. Z. B. Solen vagina Die Klaff mufcheln (niyarius) z. B. mya truncata, unterfcheiden fich blofs durch die Form der Schaale g. Die Schinkenmufcheln (pinnarius) z. B. pinna rudis und die Mies mufcheln (mytilarius) z. B. rnytilus edulis L. find immer durch einen von dem Thier gelponnenen Seidenbülchel (byffus) an den Fellen befeltiger. Diele Mollusken find Hermaphroditen und ih- re Eyer entwickeln fich in ihrem Körper, Von einer Art Miesmulchel (mytilus margaritiferus L.), kommen die Perlen. 9. Die xhijicrri (oltra- carius und Kammmifcheln haben einen gefranzten Mantel welcher die blätterartig übereinander liegenden Kiemen bedeckt. Sie haben auch um ihren Mund 'vier häutige Lappen. Ihre Jungen kommen ganz ausge- bildet und mit clen Schaalen zur Welt. 10. Die Phola'den, die die Scbaalengattung Pholas bewohnen, und die man gewöhnlich im Innern der von ihnen ausgekehlten Kalkfellen -findet, haben wie die Scheideumu* Jcheln den Mantel gefchloflen. Z. B. pholas dactyla L. n. Die Pfahl» hohrer (teredo) haben auch den Körper ganz von einer Röhre eingefchlok ien, die von dem Mantel gebildet ift. Sie durchbohren gewöhnlich das Holz, mittels ein paar kleiner Schaalen, die die Stelle von Feilen verleben. Z.JEL teredo navalis L. 170 Brachiopoden. No. cm V. Oudnung. BRACHIOPODEN. *) Sch aalentragen de, Kopf Io Ce Mollusken, mit ge~ franzten, in das Innere der feftfitzenden Goncliy- lie zuriickzielibaren, Tentakeln. Gattungen. fl ri fcli ig , j auF der Ginen SeIte ' * Ligularie gedranzt . auf allen ffpiralförmig gewunden 2. Kriope breiten , . . < f nicht gewunden . . 3. Terebratel "v ( von einem langen muskulofen Fufse getragen 4 - Entenmufchel wie von einer prüfte urq ge- ben ; Körper J r . , 1 , ohne rnls; von einer kalkar- fjügen Hülle umgeben .... 3. Ejchelmufchel *) von B(ix%ia)v Arm und [Joiig Fufs. BEMERKUNGEN ZUR CVII. TABELLE. Die Brachiopoden , Armfülsler, (Mollusca ßraehiopöda) haben durch die in der Nachbar fchaft desMundes Fitzenden Tentakeln einige Aeludicb- keit mit den Cepbalopoden ; aber lie unterfcheiden fleh durch den gänz- lichen Mangel eines Kopfes und folglich auch durch den Mangel der Au- gen und anderer mit jenem Theil verbundener Organe. Sie haben auch etwas Aehnliches von den Acephalen und Celbft von den Kruftazeen , d en rückgrath lofen Thieren der folgenden Klaffe. — Es gehört in dieffe Or- dnung nur eine kleine Anzahl Thiere und alle diefe haben den Körper von mehr oder weniger zahlreichen, kalkartigen SchaaleriFtücken bedeckt und immer an fette Gegenftände beteiligt. 1. Cu vier ift der einzige Naturforfcher , der die Organifation des Thieres der litigula befchrieben hat, obfchpn Seha es in feinem The - faurus u. f. w. abbildete. Das Mollusk trägt zwey Schaalen am Ende einer langen Röhre. Die Tentakeln welche lieh in die Schaalen zurück- biegen können, find etwa um ein drittel länger. Z. B. Patella unguis L. 2. Das Thier der orbicula (orbiculariös) ift noch wenig bekannt. Poli hat es unter dem Namen Kriope und Müller als pate'Ua anomala I Brachibpoden. '171 befchrieben. Nach dielen Befcbreibungen und Abbildungen gehört das Thier in die gegenwärtige Ordnung. Der Körper iß röthiich mit zwey blauen, gelbgeiranzten Tentakeln. Von den Sehaalen iß die eine ge- wölbt die andere platt und diefe immer auf einen feilen Körper fitzend. 5 - Die Terebrateln (terebratularius) find nur durch Befcbreibungen bekannt; fiö leben den Lingularien ähnlich,, haben zwey Arme die län- ger find als der Körper, womit fie fich bey fiiliem Wetter an die Ober- fläche des Wallers heben. Sie führen. den Kamen Terebrateln, weil die grölste ihrer Valveln an der vorftehenden umgebogenen Spitze durchlö- chert ift. 4 - Die Entenmufc.helh (anatifarius) bilden mit der folgenden Gat- tung den natürlichen Uebergang von den Mollusken zu den Krufiazeen , und befonders zu den fogenannten Einaugen ; die, aus fünf oder fechs Haupt- fcha älenftückeri zulänimengefetzte, Conchylie fitzt am Ende einer fleilchi- gon Röhre, die an unter der Oberfläche <1 es' Wählers befindlichen Körpern feffhängt. Der mit der Bails an der Röhre fefifitzende Körper hat dafelbß auch die vorwärts gerichtete Mundöffnung, und oben find auf jeder Seite fünf Höcker, deren jeder doppelte Tentakeln trägt, welche aus lehr vie- i lenkleinen feßen, wie gegliederten, gerranztej n, beweglichen Stückchen zufammengefetzt find; Sie bilden zufammen zwey gefärbte, bewegliche, vorwärts gerichtete Biifcbel. Die Kiemen fitzen an der Balls der Tenta- keln und können folglich wie diefe m die Schaälen zurückgezogen wer- den ; hieher gehört die der Aehulichkeit wegen fogenamite Fufszehe. anatifa pollicipes L. 5 . Die Eichelrn nfch ein (balanarius) gleichen den Entenmufcheln , haben aber keine Röhre'; fie befehligen fich oft an Wallfifche, deren la- teinifcher Name auf fie ubergetragen zu leyn Ich eint. Die Gefialt ihrer Sch aale variirt lehr; deswegen hat man die Gattungen noch befonders in: tubicinella , coronula und balanus abgetbeilt, wovon befonders die zweyte Gattung nach U ufr esne' s Beobachtungen in der Haut der Ceta- zeen leben fol!. Obgleich die meiff.en Naturforfcher die Conchylieu befchrieben und in gewiffe Gattungen gebracht haben ; fo fcbeint es doch nicht als wenn man fchon im Stande wäre,' aus der Form der Scbaale Folgerungen auf die Form der Thiere zu machen. Dies ift die Urfache warum fie in diefe* analytifche, Zoologie, wo blofs die organifirten Wefen nicht aber ihre Ueberbleibfel. betrachtet werden, nicht aufgenommen find. Ende der Klaße der Mollusken. | 173 Eintheilung cler Kruftareen. No. CVIII. VI. Klasse. KRUSTAZEEN. Ptiickgrathlofe Thiere, mit Blutgefäfsen, und Blätter fö rmigen Refpiratiö.ns - Organen = Kiemen , ver felien. Meißens zehn Fülse. ORDNUNGEN. f nackt oder mit horn artigen Scheiben be deckt; < Kruomojtr akinen ■ S > *1 Familien. f von fler Form, mit einer eines Schildes t. Alpidioten Decke . / J von der Form fvon Schaalen 2. Oftrakinen ohne Decke . . 3. Gymnonekten '"mit dem 'Gang ] m Verhältnils mit kalkarti- ger K ru/i e ; s!jiako iden. Der Kopf . . <; H ru/t ft ii ck vereiniget ; der Schwanz . 4 kurz ; j Br ult zum Körper . - 6. Makrouren lang als breit , . 4. Carzinoiden Ijnehr < breit als \jaug . . 5. Oxyrynchen von dem Bruftfiiick getrennnt . 7. Arthrocephalen 'BEMERKUNGEN ZUR CVIII. TABELLE. Die zu diefer Klaffe gehörigen Thiere haben den etwas unbeftimmten Namen Kr ujiazeen , Krußenthiece, (cruftffcea) erhalten , weil die melken Oidscr vielmehr diejenigen von ihnen, welche zuerft bekannt geworden find, den Körper und meift auch die Glieder mi t einer kalkartigen Kruf’te be- kleidet haben , die lie jährlich ablegen. Sie unterfcheiden fleh von allen riii kgrathlofen Thieren durch fehr vieleEigenheiten, wovon die wiebtigfien fchon in der Generahabelle der Ahtheilung der klhiere angegeben fincf A Hier werden nur (fiejenigen angeführt, wodurch man diefe 1. hiere von den Mollusken und Infekten unterfcheiden kann, mit denen fie fonit durch einige Gattungen ganz natürlich verbunden zu feyn fcheiuen. Eintheilung der Kruftazeen. *73 Die Infekten haben in ihrfern' vollkommnen Züftande niemals Kiemen und alle haben alsdann, mit Ausnahme einiger fKigellofen, nur lecbs ge- gliederte Füfse. Aber die Affeln fcheinen den natürlichen U ebergang von einer Klaffe zur andern zu mach ( en. Die Mollusken find beynaho in dem- felben Falle. Die meiften , (mit Ausnahme der Brachiopoden , die die letzte Familie bilden) haben keine gegliederten Füfse. Auch hat de La - mark ganz neuerdings geglaubt, dieBalanen zu den Kruftazeen zählen zu mülTeti. Befonders aber liebt man die Nothwendigkeit ein, die Kruftazeen als eine befondere Klaffe aufzuführen, wenn man, aufser dem über der Tabelle angeführten, noch folgendes beherziget. f Die Kruftazeen haben im Ganzen genommen vier Antennen, yiud den Mund mit vielen, einander bedeckend angebrachten, Kinnladen ver- leben, welche fi< h horizontal gegeneinander beVvegen und deren jede an ihrer nicht fch neidenden Seke eine Frelslpitze, trägt. Die Mandibeln lelhft tragen in der einen ganzen Ordnung einen gegliederten' Faden eine wahre Frelslpitze, deren Theile in Zahl, Gefialt Und Lage yariiren. Die mei- ften haben den Kopf mit dem Brufifiticke vereinigt, zwey dicht aulfitzen- de oder geffielte Augen; und ihre Füfte, die oft den Kiennen entfpre- chen, find wenigfteris zehn an der Zahl. Die innere Organifation ^bezeichnet, auf eine noch beltimmtere Wei- le, die wahre Klalie dieler Tbiere. Da fie Kiemen haben, fo m niste ihr Blut nothwendig jn Kanälen fortbewegt werden:, deswegen haben fie Herz und .Gefäfse, [was man nicht in den Infekten findet, wo die Luft durch befondere Röhreu — Tracheen, — injjden Körper dringt, die mau bey den Kruftazeen nie findet. — Eben fo ift das Nervenlyltem , was bey den Mollusken einfach ifi und kein Ganglion als in einer ge^wifleu Entfernung von dem Gehirn zeigt, bey den Kruftazeen knotig, d. li. die beyden Faden_ welche den Schlund umgeben, vereinigen fich gleich v,on neuem, um ein Ganglion zu bilden, von wo viele Fäden ausgeben, deren zwey gröfste fich (immer wieder) in einiger Entfernung vereinigen; hieraus entfieht eine Reihe von g 19 Nervenknoten, die in dem Unter- leibe fortläuft. Auch die Begattung der Kruftazeen bietet fonderbare Eigenheiten dar, die in der Folge erwähnt werden follen ; die Weibchen tragen gewöhn- lich ihre Eyer als ein Paquet unter dem Schwänze oder in der Nachbar« fchaft. i 7 4 Entomoftrakinen.- N°. CIX. E Familie. SCHILDTRÄGER ODER. ASPIDIO TEN. *) Sntoni oftrakin eil m it dicht auffitzenden Augen und einem oben, von einem Schilde oder einem brei ten Horn -Blatt, bedeckten Körper. Gattu^oeiv. "mit einem langen hornartigem Stiele endigend . . i. Strel^hwana o faden - oder feder- bufcbartig ; Füfse . . . "mit Anbängfeln , die zugleich! Kie- men find 5- Kiemenfufs ■i "als Saugknöpfchen oder Scheiben . . . . . .4. Ozple ohne An- hängfel ; d nicht als fifederbufch- J Saugknöpf- artig ... 3. Zweyauge I eben ; J fSchwanz . Z mit Faden fioder ßorfien 2. Fifchlaus *) von A(T7Ti$taiTy/$ ein Schildtragend. BEMERKUNGEN ZUR. CIX. TABELLE. Die drey erfiten Familien der Thiere der gegenwärtigen Klaffe, find noch befondeirs Entomoftrakinen genannt , d. h. Infekten mit Sehaalen. Sie kommen einander wirklich in verfchiedenen Punkten ihrer O.rganifa- tion lehr nahe. So ilt z. B. ihr Körper niemals ganz von kalkartigen Krufien bedeckt. Wenn dergleichen vorhanden find, jo find es mehr bieglame hornartige Platten, als eigne Hüllen für alle Glieder. Meil'tens find di« Antennen in Floffen verwandelt; ihr Mund hat nie einen fo zu- fammengefetzten Kau -Apparat als bey den Altakoiden. Sie haben nie mehr als zwey Kinnladen und ihre Mandibeln, wenn fie vorhanden find, tragen nie Frefslpitzen. Ihre Augen find meiftens dicht auffitzend, klein und oft in eine einzige Scheibe Vereinigt ; diefer Eigentümlichkeiten we- gen hat man fie auch wohl JvjJUiocuiata genannt; Ihre Füfse endigen nur feiten in Zangen öder Klauen und viele diefer Thiere find nur unter dem Mikroskope zu unterfuchen. Alle leben im W afer. Entomoftrakinen. Bey den slspidioten findet man die allergröfsten Arten. Ihre Le- bensart ift noch weiiig bekannt. Einige leben als Schmarotzer auf ande- ren Thieren. Andere Ichwimmen frey im Meere oder füfsen VYaffer. i. Die Stielfchwänze (limulus Fahr.) find febr grofse in den indi- fchen und amerikanifchen Meeren lebende Arten. Ihr Körper ift von ei- nem grofsen bornartigen, ans zwey Stücken zulammen gefetzten, Schilde be- deckt, welches in einen langen Anhang endigt, der von derfelben Belcbaf- fenheit, aber beweglich und arrikulirt ift. Das Thier hat keine Antennen ; feine Augen find klein und wie viereckig, z. B. Monoculus polyphemus L. Die Fifchlänfe (calygus Müller) find Schmarotzer , die man noch nir- gends als auf Filchen beobachtet hat. Sie haben mit den Stielfchwän- zen einiges die Körperform überhaupt betreffender» gemein ; aber ihr Mund ift etwas fchuabelförmig ; ihr Schwanz \ endiget, wenigitens bey einem von bey den Gefchlechtern , in zwey lehr lange Faden, z. B. Monoc. pis- /cinus L. I 5. Die Zxveyaugen (Binoculus Gcojfroy) find auch Schmarotzer Thie- re. Man hat fie bey mehrern inFliiffen lebertden Bauclifloffern gefunden. Sie halfen ihr Schild aus einem einzigen Stück befiehend und die Röhren ihres Schwanzes mit II ii Ich el n befetzt. Auch hat fie Geoffroy Binocle a quene en plumet genannt, z. B. Monoc. argul Fahr. 4. Die Ozolen (ozolus Lntreille ) ynterfc heiden fich von den Zwey- angen nur durch die Saugknöpfe, an der Bafis der Fühlhörner oder der vorderen Füfse. Es ilt dies daüelbe Thier , was Geoff roy Binocle de 1 ’ epiticrche genannt hat, ozolus gafteroftei Lntreille 5. Die Ki ein enfüfs e (apus Frifch ) find Sülswafferkruftazeen , dia man in Sümpfen leicht beobachten kann. Ihre Fülse lind kiemenartige Organe, die die Thier« beftändig bewegen um das Waller durchzufieben, und ujn die kleinen Thierchen zu bekommen wovon lie fleh nähren. Ihr Schwanz ift weich , aber mit horuartigen dünnen, artikulirende Kreifen verfehen und bildet eine Art von Kegel welcher in zwey Faden endiget, z, B. monoculus apus L. 7 LI 6 Entomoftrakinen. N°. CX. II. Familie. Z WEYSCHÄLEN ODER. OSTRA- KINEN. *) Entoniofixakinen mit dicht auffitzenden Augen; der Körper von zwey kalkartigen oder hornartigen, concliilienförmigen, Schaalen bedeckt. Gattungen. fällig . , . . . . . 2. Daphnia < J 3'1 f in ei I eins vereiniget; Antennen<( ( als Pinfel . . 5. Cypris einfach ; < \haarig. ... 4 - Cythera ^getrennt, eins von dem andern; pinlelartige Antennen 1. Lynzea ) von oargxxivo; Ichaalig. N°. CXI. HI. Familie. NACKT - SCHWIMMER ODER GYMNONECTEN. *) Entomöftrakinen , deren ganz nackter Körper deut- liche Artikulationen zeigt. Gattungen, fabgefon- f einen einz: g em Auge; zwey gefpalt- J ne Arme 3 - Kopfauge ! zwey Augen; die f gefpalten, geknickt 4 - Zoe yäulseren Antennen^ feinfach , ungleich . 5. Kieferfufs dert, mit mit dem Bruftftiiek* zu- f ein einziges Auge ... 2. Gyclop JaiBmen gefchmoizen ; . / f zwey Augen . . . . . 1. Argulus *) von rvftvo« nackt, blofs und Nj^xtcs Schwimmer. Entomoftrakinen. 1 77 , BEMERKUNGEN ZUR CK. TABELLE. Diejenigen Krufiazeen , zieren Körper, wie die Kopflofen Mollusken, zwilchen zweySchaalen eingeh hloffen iß, haben den Namen Ofirakineit (ofiracoda Laer.) erhalten. Es ilt dies ihr fiaupteharakter ; wobey aber die Formen lehr modifizirt werden, i. Die Haupteigenheit der Lynzeen (lyncaeös Müller) liegt in den auf einem Ich nab eiförmigen Kopfe fitzen- den getrennten Augen. Ihre vier Antennen fcheinen nur zum Schwimmen tauglich zu leyn. Sie find in ftillftehendem Waller fehr häufig. Z. B, Mo- noculus brachyurus Fahr. 2. Die Daphnien (Daphnia Mit tler) haben pur ein Auge und zwey Antennen. Ihre Schaalen fcheinen an derRücken- feite verwaebfen zu leyn. Die Antennen oder Anhängfel, welche aus dem Vordertbeil hervorkommen, dienen vorzüglich zur Belegung des Schwim- mens ; eben fo auch der Schwanz am entgegengefetzten Ende, der in zwey lange Reife Spitzen übergeht, zwilchen welchen man den After liebt. Z. B. Monoculus pulex L, 5. Die Cypris (cypris Mi/.ller) haben eine aus zwej artikulierenden Klappen beliebende Schaale, aus welcher fie vier Fiifse, einen Schwanz und zwey Anhänglel vorftrecken, die man Antennen nennt, und deren Jie lieh- als Ruder zum Schwimmen bedienen. Sie leben in lie- bendem Waffer. Z. B. Monoc. conchaceus L. 4. Die Cyth er en (cytbere Müller) gleichen den Arten, der vorigen Gattung lehr; aber man bat fie nur in lalzigem Wafler gefunden Sie haben keinen Schwanz, aber acht Fiifse. Z. B. Monoc. viridis Fahr. BEMERKUNGEN ZUR CXI. TABELLE. Die Arten von Entomoftrakinen , welche gar keine Schaale haben, die GymnonekLen (gymnota Laer.) bilden fünf deutliche Gattungen. 1. Die jirgulus arten lind kleine eyerrörmige Thierchen, die zwey Augen , vier bis acht Fiifse, keinen Schwanz und haarförmige Antennen haben. La- treille glaubt, dals die .hi eher gezählten Arten wohl j unge Lynzeen leyn könnten. Z. B. Argul. eharon Müller . 2. Die Cyklopen (cyclops Milt ler) bilden eine fehr natürliche Gattung. Sie haben nur ein rundes Auge und zwey oder vier Antennen, da : diele lieh von der Balls an fpalten. Der Körper endigt in einen langen gabelförmigen Schwanz z. B. mönocul. quadxicornis ; nach den Beobachtungen von Jurine in Genf find die kleinen Cyklopen, die ganz anders ausfehen als wenn fie ausgewachfen find, von Müller unter den Gattungsnamen nauplia und amymome be- f ehr i eben. (Biiiletin des Sc. tom. L p. n6.) 5. Die Kopfaugen (polyphe- mns Müller, cepbaloctilus Lamark) heilsen fo , weil fie nur ein Auge haben, was fo grofs ilt, dafs es für fich allein den ganzen Kopf bildet. Z. B. Mönocul. oculus. 4. Die Zoes (zoea) find eine von Bose, gebil- dete Gattung, wohin ein- kleines 1 im hohen Meere 500 Meilen von Eu- ropa gefundenes Thierchen gehört. Z. B. Z. pelagica. 5. Die Kiefer- füfse (branchiopoda Lamark) leben in flehenden GewälTern, find die einzigen Entomoftrakinen mit geßielten Augen. Z. B. cancer fiagnalis. Dnmeril Zool. I i?8 Entomoftrakiri&n. No. CXII. IV. Familie. SPITZSCHNAUTZEN ODER OXY- RYNCHEN. *) Kruftazeen mit zelin Füfsen; Kiemen verborgen; Schwanz kürzer als der Rumpf und am Ende ein- fach; Bruftftück mehr lang als breit. Gattungen. . 5 * Frofchkrabbe 4. Blattfilskrabbe 4 ) CO ••= \ tu f an den vier hinteren Paaren . r fl offen ar ti g <[ fallein an dem hinterßen Paare ^ungleich, Tunten an der Seite . 1. Meerfpinne höckrig; j HinterlülseZ befiändig nach oben zn < - f gerichtet ..... 5. Lißkrabbe fglatt und eben ....... 2. Linfenkrabbe *) von Ipitzig und Pu'/^cs Nafe, Schnautze. nicht fiof- lenförrnig ; Biuüßück BEMERKUNGEN ZUR CXII. TABELLE. Die von Lcitreille Togenannten Spitzfchnautze n ©der Oxyrynchen haben das Brußfchild mehr lang als breit, oder in der Queere viel fchmä- ler und vorn in eine oder mehrere Spitzen endigend. Die mittelßen An- tennen lind immer Achtbar und vorftehend. 1. Die Seefpinnert (maia "La mark) lind leicht zu unterlcheiden. Sie entfprechen der Fabriziusfchen Gattung Inachus und Panhenope. Die Oberfläche dieler Krußazeen iß mit Icharfen Hökern geßacbelt und olt ganz haarig. Diefe Meerlpinnen ßnd im mittelländilchen Meere be* londers häufig. Z. B. Cancer araneus L. , parthenope longimana Fahr. Inachus cornutus Fahr. 2. Die Linfenkrabben (Leucofia Fahr.) find gewöhnlich glatt und wie pol i rt an ihrer Oberfläche, wodurch Ile fich unter einander lehr ähn- lich feherl ; aber die von den verlchiedenen Naturhiltorikern ihnen zuge- Ichrjebenen Eigenheiten fcheineo lehr unbeftimmt zu feyn. Die msifiea der bey uns foflil gefundenen Krabben mögen wohl zu diefer Gattung g«~ Entomoftrakinen, 179 hören z. B. cancer cranlolaris L. , was vorzüglich deswegen merkwürdig ift, weil die lebenden Arten die man jetzt kennt, mit Ausnahme einer einzigen (cancer nucleus L.) alle aus afiatifcb - oder amerikanilcben Mee- re find. Z. B. Lencof. fcabriuscula , pila Fahr. u. f. w. 3. Die Fifikrabben (Dorippe Fahr ) haben die zwo y binterfien Fii- Ise beltandig auf dem Rücken, die beitimmt zu leyn Icbeinen, fremde Kör- per, z. b. Seekork, oder Corallen damit zu halten, unter Weichen das Thier verfteckt oder geliehen: liegt wie unter einem tragbaren Dach. Die mei- ften belcbriebenen Arten geboren in beilse Meere. Z. B. cancer lanatus L., Dorippe aftura Fahr Dor. callida Fahr. 4. Blattfußkrabbe (oritbyia Fahr.) heilst die eine und einzige Art diefer Gattung , die aus China kommt, deren Binterfülse platt an den Bändern ausgelchnitten und blattähnlich find und deren Brultfchild kug- licll ilt. Z. B. O. mammilla’ris. 5. Famark bat die Gattung der Frnfchkrabben (Ranina) nach ei- nem aus Ambonia Rammenden Krallten thiere gemacht , was von R u m » phius und Finne unter ähnlichem Namen, cancer rnnirius, belcbrieben, wurde. Es ilt dies Thier wirklich wegen der Form feiner Vorderpfoten merk wii: ölig, die haarlos find und, wie bey den Schaufelkrehfen, in einen langen, und auf der gegen däs Bein liegenden Seite ge/ähndten Nagel en- digen. Die andern Fülse find ganz behaart ; am Ende platt und fo iii eine Art Floile verwandelt. sa N j8q Eiitombftralynen. Bruftftück < o p x X P o - ' er CK s 3 P- c» O 50 ? ? W K s »• r 2 -s I“ 5 5 . £ s r .o 3 « re P er er o p er er CD r«5 JO r= M » & Q. P S- N 2 cd ' 0 r ö o: a T3 CD a CL P N 0 sr rrj C f i* £ g l-rt cp P o a 55 v.. 0 ^ Ä CP o a M. H, o ja a o Cß p- 2 %» • >- J ?g§ P^j 0 W & 5 & p: 0 w * •n C-* 3* g n > r o o !*• 3 n ü p tn ' 3 3 p- 0 2 ■er 5 er er o v a tr 0 •< • -< rt ja fo ES i — i t\) Cß ö w 125 fr— * pi 2 £: ö a CfQ N . a, a 3 o o Ö BEMERKUNGEN ZUR CXIII. TABELLE. Diefe Kruftazeenfavnilie ernfpricht gan* den von I.atreille aufge- Itellten Canceriden, Sie unterfcheiden lieh von denen der vorigen Fa- I Entomoftrakinen. ' ißt milie . durch die ^Gefialt ihres BruftCchildes , . welches mehr breit als lang ift und durch die Lage ihrer rnittiern Antennen, welche in einer' befon- dern, Höhle wie zufamtriengelegt und wie verborgen find. r. Die Schildkrabben (calappa Fahr.) unterfcheiden fich von den. eigentlichen Krabben nur durch die Form des Bruttichildes , was hinten ausgefch weift ifi und durch die vordem grofsen zufam:piengedrückten Scheere, welche den Mund und das* Brultfchild ftützen. Z. B. Cancer calappa L. 2- Die Gattung Hepat» (hepatus Laer ei Ile) ifi den Schildkrabben febr ähnlich. Z. B. Calappa angufiata Fahr. 3. Die Rückenfufskra bben (droihia Fahr.) find ganz den Lilikrab- ben in der Bildung der fiinterfülse ähnlich, aber die Form ihres Brult- fchildes ilt lehr verlcbieden. Z. B. cancer dromia L. 4. Die Gattung der Krabben (cancer) enthält nur noch einige Arten von denen, die Liune' mit diefem Namen belegte und zwar nur folche, 1 wel- che von den Syltein - liebenden Naturforfcbern durch keine belondere Eigen- heit davon getrennt werden konnten. Z. B. Cancer pagurus. 5. und 6. Die Schwirnmkrabben (matuta Fahr.) z. B.mat. victor, und die Ruderkrabben (portunus Fair.) z> B. port. pelagicus find wenig von ein- ander verfchieden. Sie Ichwimmen fehr gut, kommen feiten ans Ufer; halten fich gern aut einigen Fucus Arten auf. Ihr Fleifch ifi lehr.gcfchätzt. 7. und 8- Der Name Stielauge (podophtaLmus) bezeichnet dieHaupt- eigenfehaft dieler von Lamark aufgeltellten Gattung der dahin eine.Arc zählt (portun. vigil), die. übrigens von den Laufkrabben (Ocypocla Fa b r.) z.B.Canc. ruricola, fich durch nichts, als noch durch die viereckige Form des Bruftfchiides unterfcheidet. Alle Arten mit gedielten Augen leben in warmen Ländern, entfernen fich oft. ziemlich weit vom Meere und kön- nen fehr Ichnell uiid anhaltend laufen. 9. Die auch von Lamark als Gattung anfgeltellten Porzellanen (por- ceilana) enthalten Arten, deren. glattes Bruftlchild etwa« Aehnliches von den Linlenkrahben zeigt, von denen fie fich aber durch die Form und Stellung der, an der äufseren Seite der Augen befindlichen, Antennep, Z. B. Cancer hexapus, unterfcheidet. 10. D i c 'Wanderkrabben (graplus Lamark) z. B. Cancer. grapfus L. ünterlcheiden fich von den übrigen Gattungen dieler Familie kaum noch dureb-etwas anderes als durch das auf der Tabelle angegebene. Alle Lie- ber gehörigen Arten kommen aus Endlichen Meeren. 11. Die Pinnotheren (pinnQtheres L a t r e i 1 1 e) haben diefen Namen von einer Art erhalten, von der leben Ärifioteles, angab , da Ls fie in den zweyl.chaaligen Concbylißn wohne »■ daher ihr Name, der, im Griechifchen, Jäger oder Verfolger der Steckmufchel bedeutet. Man findet wirklich diefe kleinen Krabben in. den Steck mufcheln, wo fie hinein kriechen, nicht um die'Wacbter oder Verfolger dieler Mollusken zu feyn , wie man es den Al- ten nacherzählte , fondern, um Geh aafelbit in Sicherheit zu bringen, Ihre Bedeckung ifi immer lehr weich. Z. B. Cancer pilum L, von p.a.'A.$!OC, lang und Oupat Schwanz. I f löa Entomoftrakinen. Anhanglel des Sch Y\ 4 b/.e$ ^aq » — CD a> -j O 3 . 3 r L p-, CD CD* TI » 3 3 C CD ng 33 3 o C/> ■ 3 3 e oj s », ts> r-r IS CD er e 3 CD, £> 7 ? O 3 rT P" CD 03 Ti ?r rt a C 3 CO aq 5T 3 2. M* 3 - S > c g 5 o ST CfQ £_ ~L» CD Ö -5 3 -s • D «» •i . • CD • ■ v P M cr> th CO ' ^ ffi - 5 * cs f« P 3 w CD 3 w CD >— • 3 3 Gn p o SFs’ Cö “ 3 . 0 ) o CT" cjq P 1 r? er ?r Cr r *-5 er CL ?r *-s f? CT" 3 ?r •n CD o CD r o> CD er c» n CD er Cd 03 0 ho ir ►*» CD er CD er to ?r CD 3 pr ►*< CD er r* o 3 cP tr 5‘ •“TI O: *-s 3 Oq G- &5 ts W 5 Cu CD C? tr c T3 CD es ff cfT cp ö > -< CP ►'S cP ET cp e PS 03 er er CD CD er o u H H q % . P W 3 / VI. Familie. LANGSCHWÄNZE ODER MACROUREN *) , r ' ; .' pCruftazeen mit zehn Füfsen; Kiemen verborgen ; der Schwanz To lang als der Kumpf Entomoftrakinen. aSS BEMERKUNGEN ZUR CXIV. TABELLE. Die hier unter dem Namen Mnkrouren vereinigten Krufiazeen find, den Krebfen durch den langen Sch waiiz ähnlich, der ihnen zum Schwim- men dient, da fie nur mit Mühe auf dem Lande gehen. 1. Die VFeichfchwnn zieret fe (pagurus Fahr.) find wegen ihrer; wei- chen Schwanzes merkwürdig, den fie in leere Conchylien oder in Löcher von Steinen zu Recken pflegen, um ihn zu belchützen. Die Körper, die ihn en [o zur Wohnung dienen, Ichleppen fie mit lieh herum. Auch hat man einige Acten Eremit , Di,o;enes u. I. w. genannt z B. Gancer bera» hardus. Gewöhnlich iß eine ihrer Scheeren gröfser als die andere. 2. Die s4llnuieen (albunaea Fahr.) fcheinen die Krabben mit den Krebfen zu verbinden; ihr kurzer Schwanz nemlich, den fie mit den Krab- ben gemein haben, iit, wie bey den Krebfen, nicht unter den Leih gefchla- gen. Z. B. Cancer lymnilta. 5. Die Hippas (hippa Fahr.) haben die mittlern Antennen gabelför- mig' und die Yorderfüfse mir konifchen Nägeln endigend; die meifien kommen aus indifchen Meeren. Z. B. Cancer emeritus L. 4. D ie Breitkrebfe (fcyllarus Fahr.) würden den Schaufelkrebfem ganz ähnlich feyri , wenn ihr Kopf nicht mit dem Brufilchilde verwachfen yy'äre. Z. B. Gancer arctus L. 5. Die Heufchreckenkrebfe (palinnjrus Fahr.) haben keine Zange an den Vcrderfülsen. Durch die allgemeine Körperform gleichen fie den. Krebfen lehr. Man hat fie nur im Mittelländifchen Meere und in der Südfee gefunden. Z. B. Palinurus quadricornis. 6. Die Lcingarinkrebfe (galatea Fahr.) nähern fich noch mehr den Kreblen ; aber das Brußfchild iß hier mit Queerfurchen verleben, welche den Artikulationen des Schwanzes entfprechen. Z. B Cancer ßrigofus L. 7. Die Krebfe (afiacus Fahr.) haben di» Antennen in einest Reihe; die mittlern find kurz, bis an die Balis getheilt, und die äufseren find lehr lang und ohne Seitenlchuppen. Ihr Brullftück endiget vorn in eine zwifeben den Augen vorragenden Spitze. Z, B, aitac. fluviatilis. g. Die Stachelkrebfc (penaeus Fahr. z. B. P. monodon) find in In- dien zu Haafe und habeil immer ein Itachjiches. Anhänglel an der Bafis der äulseren Antennen, g. Die Sägekrebfe (palaemon Fab r,) haben die. Spitze des Bruft« ftückes fehr vorr.agend und geaähnelt und die mittleren Antennen drqvfach gefp alten. Hi eher gehört die Garneele cancer fquilla. 10. Die Krabvenkrebfe (crago -Fahr.) unterfcheiden fich von den Sägekrellen wenig, ihrBrufiilüdk ragt aber nicht als eine gezühnelte Spi«. ss vor, Z. B. Gancer er an so n L, J *84 Entomoftrakinen. n°. cxv. VII. Familie. GLIEDERKÖPFE ODER ARTHRO CEPHALEN. *) Kruftazeen mit meißens vierzehn Füfsen; Kiemen an dem Schwänze fichtbar; und der Kopf an dem Bruftftück beweglich artikulirt. Gattungen. . 2. Myüs o i. Schaufelkrebs . mit zwey Zangen endigend . 3. Phromins dicht auffitzend ; 1 8 das dritte Paar nicht ausgezeichnet ; ^länger 5. Flohkrebs >* - fse < <^ie mittleren Anteu- j f gegen die andern, . \Jsürzer 4. ThaUter *) von Aftgav bewegliches Glied und KepoJb] Kopf. c n tas 2 \ C geßielt; von < fechs Paare floffenförmiff . den Fiilsen . "Ö Oä 3 *<1 ö 0 > 3 IT» fD *3 £• r "d rt O) o ö N N ® SD 3 ö^a. -A<- tSJ ct vier; Mund J 3 r 1 ^ o O. 3 3 &- 3 cb 5. 3 Si> 05 o> 3 P5 >rj Jjj 03 3 3 Oo 3 3 Cb '~p jto « .3 rU Cts CL» <& 3 ; » ca c "▼D crs o> *■< o CD N p a CTQ CD H - cu CD • 3 O- er os 3 C 3 So CU ro 3 ^ 2 5 05 3 3 P- £ gleich 3 g o er CJQ 0 » rt - . Ko CJq 0 ) -N 3* 2 -• CT> a CU CD a CD a C/j o a- a • SD er 6 EC CD CB 3 SD a- O) erq CD a CD 3 ffi ^5 3 CÖ a o “ö rt CD ►i -D 3 3 CD r~t NJ CD r*r Cfq* CD 3 r. 3. CD* 3 oq CD CTQ CD St CD o 3 CD CD H CO H O CD 3 T O nt rt CD *1 CD 3 3 "* O ~o r+ CD H CD 3 CD O *3 CD H , CD 3 P3 kh ö: Fl O O: PT 4 TS ~4 CD »> *1 ffi CfQ Cß CD OQ . O tr a> J ,, p- H Oi £r ►"$ f"W • «r CD r 1 ^ CD t? ~ ^ O B B- £.* 3 CD CD 03 P>. ED 1 ^ S 3 P- CD CD 3 *“J CD TJ £: SP CD » c CD *1 SD i~* . o 3 cra Q ’-i CT3 £3 3 CD a. CD •1 < h-* h -4 fl F c» CO H 3 co W H fcs sz: 5z5 o o c BEMERKUNGEN ZUR GNVI. TABELLE. Die Klaffe der Infekten ’ift unter den rückgrathslofen Tbieren die,' ■welche am leichteften zu ftudieren ift , obgleich fie allein mehr völlig be- kannte Arten in fich fchliefst, alts die vier andern ^ufammengenomman. Einteilung der Infektenen.. 137 .Ihre gegliederten Fiifse, ihr faß beftändig deutlicher Und unterfchie- .^dener Kopf , entfernen fie von den Mollusken, Würmern und Zoophyren und ihre llefpirarion , die nicht vermitteln der Kiemen Itatt findet, reicht hin, um ße von den Kru/tazeen zu unterfcheiden. Ihre Bildungen, ihre inneren Organe und ihre 'Entwickelung erfordern, dals die Naturlorfcher ße für fich be/onders Itudieren. Mit Ausnahme einer einzigen Familie, haben alle Infekten einen ar- tikulirten Kopf,' der mit zwe-y' unbeweglichen Augen und mit zwey mehr oder weniger langen und beweglichen Hörner, n verfehen ilt, welche An- tennen oder Fühlhörner- genannt werden. Der Theil des Körpers wel- cher auf den Kopf folgt und das erfte Fufspaar trägt heilst das Halsfchild, oder Hälsjiiick , der 1 heil wo die andern Fulspaare und die Flügel ßtzen, aber Brujiftück, oder Brußfchild , dann folgt der Hinterleib oder Abdo- men. So i/t es bey den geflügelten Infekten. 1 Die Flügel varuren in Zahl und lextur. Eine ganze Ordnung i/t der- felben ganz und gar beraubt; uridj.diele Modifikation der Bildung Icheint eine Menge anderer Veränderungen nach (Ich zu ziehen. In’einer andern Ordnung lind immer nur zwey dünnhäutige vorhanden,. Die meiiten aber haben ihrer vier, deren Texiur lechs Hauptverfchiedenheuen zeigt, nach welchen fich die Benennung der Ordnungen richtet. Die Nahrung und Lebensweife i/t in den verfchiedenen Ordnungen lehr verfchieden. Die Nahrung aber, welche die Infpkten vorzüglich lie- hen, kann nach der Bi.Idung des Mundes leicht befiimmt und daraus er- kannt werden. So können die Arten, bey denen Zieh Kinnbacken und Kinnladen finden, fefie Nahrungsmittel zertbeilen, die im Gegentheil, ■welche nur eine Röhre, einen Rüffel oder eine zufammengerollte Zunge haben, müfien fich' von Säften nähren, die fie von der Oberfläche oder aus der Suhltanz gewiffer Körper aufnehmen., N Die innere Struktur der Infekten i/t, was die Muskeln und Nerven an- langt, der der Aftakoiden aus der vorigen Klaffe ähnlich. Die Nutritions- organe variiren /ehr in den verfchiedenen Klaffen. Die Refpirationsor- gane find ihnen aber ganz eigenthümlich ; nemJich Tracheen, Röhren, welche. fien , nach Art der Blutgefäße bey höheren Thirren, immer zer- ä/tela und. die Luft in alle i heile des Körpers hinführen. Die Gefchlecnter find bey den Infekten immer getrennt. Alle kom- men aus Eyern, welche aber oft im Körper der Mutter auskommen. Die ni eilten werden unter einer ganz andern Form als die ilt geboren, die fie in der folge haben feilen. Diele Metamorpholcn find in den verlchie- denen Ordnungen verfchieden. Die noch nicht ausgebildeten Infekten , welche ihre letzte Bildung noch nicht erhalten haben, werden in ihrem erften Zuftande, wenn fie eilt aus dem Eye gekommen find Raupen oder Larven 'genannt; in dem darauf folgend«?» Zwifchemsutfande aber heR '■feen he Puppen. / i88 Eintheikmg der Infekten. No. CXVil ERGÄMZUNGS TABELLE. Um zu befiimmen, zu welcher Ordnung einige In- fekten ohne Flügel gehören, wenn fie keine wah- ren Apteren find. ^auffitzend , fm\l Kinnladen; Hinterleib . . f rai I“ II Ordnungen. it Flügeldecken ; nniaden ohne Helm Coleopteren mit oder ohne Flügelde- ken ; Kinnladen von ei- ern Helm bedeckt . Orthopteren V geftielt ; Un . f^nf Gliedern . füfse mit . . d . , r „ „ \ weniger als tunt (^Gliedern . . f wie ver- 'als ein artikulirter Schnabel ; dreht ohne Kinn ^laden-=( die Klauen an den Unterfüfsen-^ u j nicht ver- fdreht . Hymenopteren Neuropteren Dipteren Hemipteren iralförmige Zunge ; fchuppiger Körper . Lepidopteren BEMERKUNGEN ZUR CXVII. TABELLE. .. Obgleich die auf Gegenwart, Zahl und Form der Flügel gegründete Klaflifikationsmethode , fehr genau, gerade die durch Bildung und Le- bensart am meiften verwandten Arten vereinigt, fo kann man doch nicht läugnen, dats einige Arten, mitUnrecht, dem erften Anblick nach für Apte- ren gehalten werden könnten, wenn man blos auf (liefen Theil der Be- wegungswerkzeuge Rücklicht nehmen wollte. Um folche Milsgriffe zu vermeiden, kann die hier entworfene Ergänzuhgstabelle dienen, durch Welrbe man auf , einem fehr verlchiedenen Wege zur Kenntnifs der Ord- nungen gelangt. i Die Kinnladen der Infekten, find artikulirte paarweis an der Seite des Mundes fitzende Stücke, Man unterfcheidet fie. in Mandibeln oder I V ' Eintheilung der Infekten. xgg Kinnbacken und- in Kinnladen , feiten find Ile hervorragend; find fie es, fo gleichen iie Haken, welche vor den Kopf vorliehen. Der Hinterleib ilt auffitzend , wenn feine Bafis ohne deutliche Zwi- fchenräume dicht an dem Bruftftiick anliegt. Im. entgegengefetzten Fall, oder wenn man zwilchen Hinterleib und Brultltiick eine deutliche Zufam- mehfcbmirung wahrnimmt, ilt er gbjlielt. Die Fli) geldecken. lind lolide feite Flügel , welche leiten langer find als der Hinterleib, und denfelben bedecken lowie fie auch den häutigen Hügel als Futteral dienen. Ge- wöhnlich find die 'Flügeldecken bey den flügellolen Käfern mit einander verwachlen und können ficb nicht von einander entfernen. Die m eilten Photophygen (15. Familie) einige Creophagen, Rhinoceren , Xylopha- gen und Phytophagen (Inlekten der 1. i£. 20. und ar. Familie) find in diefem Fall. Doch find bey den Oelkäfern die Flügeldecken von einan- der flehend. Bey einigen Arten, z. B.. einigen Leuchtkäfern lind auch gar keine Flügeldecken vorhanden. • — 'Dev Helm (galea) ift ein auf derWölbung der Kinnladen, noch aufser der dalelbft befindlichen Frefsfpitze, fitzendes Anhängfel. Es giebt Arten, ohne Flügel in faft allen Familien der Ordnung der Orthopteren z. B. die Schaben, Fangheufchrecken , Heulchrecken. Bey den Hymenopteren find die wiehtiglien flügellolen Arten die Ameilen, und einige Infekten der 55 Familie. In der Ordnung der Neuropteren haben wohl nur die Pfocke und die gefchlechtslofen Termiten keine Flügel. Unter den Dipteren kennt man nur die Schaaf- Lausfliege, als ein In- fekt ohne Flügel. Die Ordnung der Hemipteren aber hat eine grofse Zahl ganz flügel- lofer Arten z. B. Wanzen, Blattläufe und-Schildläule. Andere z. B. ei- nige Langwanzen und Schnabelwanzen haben Reite von Flügeldecken, aber immer einen artikulirten Schnabel, der bey der Tabelle d^r Ordnung der Hemipteren befchrieben werden I oll. Endlich haben zwey oder drey Weibchen von Nacht -Schmetterlin- gen auch gar keine Flügel. Aber man kann fie leicht in ihre Ordnung bringen, wohin fie gehören, wenn man nur ihre Ipiralartig gewundene Zunge tihd vorzüglich ihren mit leicht abgehenden Schuppenltaub bedeck- ten Körper betrachtet. Hat man aber einmal die Ordnung, wohin ein flügellofes Infekt ge- hört, beftimmt » fo ilt es nicht Ichwer daflelbe’ durch Vergleichung der Abtheilungen diefer Ordnung auch in die rechte Familie und in feine Gattung zu bringen. igo Koleojpteren. n°. cxvm. T. Ordnung. KÄFER ODER. KOLEOPTEREN. *) Kinnladen ; vier Flügel: die oberen find hart und 'heifsen Flügeldecken die unteren häutig und in die Queere .siifammengefaltet. Unterordnungen. fünf Glieder und fo auch an den / andern Füfsen , . . . . . , . j. Pentameriden An den hinte- ren Unterfü- fsen - jf 'der Glieder; ("Fünf Glie wenigen ! an f | en vor j ern I ^er _ s 2 . Heteromeriden 1 " \ Unterfülsen . .< auch vier 3, Tetramenden als fünf : ;iii : 1 ' i drey und fo auch an allen ^andern Füfsen . . . * 4 - Tri meri den *) von KoXs 05 Decke, Scheide und von tcts^oc. Flügel. BEMERKUNGEN ZUR GXVIII. TABELLE. Bey allen Käfern (Coleoptera, Eleutherata Fahr.) dienen die oberen Flügel nicht zum Fluge , fondern bedecken nur, als Futteral, die andern häutigen, langem und in die Queer gefalteten Flügel. Alle, ohne Ausnah- me können lieh von feiten thierifeheii oder vegetabiiifchen Subiianzen nähren, denn ihr Mund ift mit Kinnbacken und Kinnladen verfehen. Sie entwickeln fleh aus einer Larve mitfechs, mehr oder weniger langen und nahe an dem Kopfe fitzenden, Füfsen, und mit weicher und wie ge- falteter Haut. Sie erleiden eine vollkommne Metamornhofe. Ihre Puppe ilt unbeweglich und nimmt eine Zeitlang keine Nahrung zu lieh obgleich dem Anfcheine nach Ile die Bildung des vollkommneii Infekts hat; aber alle Theile find in eine Oberhaut eingefchloffen , weiche fleh an fie dicht anlegt ohne fie jedoch eigentlich zu vereinigen. Die Koleopteren legen, wie die meilten andern Infekten* nur einmal in ihrem Leben Eyer. Sie kommen alle in Eyem zur Welt. Die Ge- fcblecbter find getrennt. Die Weibchen lind gewöhnlich dicker als di® Männchen. Man hat bis jetzt noch keine gelchiechtslofen oder Zwitter bey ihnen beobachtet. Koleopteren. 191 Es gehören in diele Ordnung die meiften der bekannten Infekten. Da fie allein mehr als zweyhundert Gattungen in liqh fc 1 1 1 i e IV r , io war es nöthig fie in Abtheilungen und Unterabtheilungen zu bringen Die Zahl der Glieder an dem Unterfufse giebt dazu ein lehr bequemes Hiilfs- mittel ab, was von Geojfroy zuerlt ang^wendet lft. Man nennt Unterfufsgiieder , diejenigen ariikulirenden Stücke wo- mit die verfchiedenen Fiifse endigen ; Io wie die Zehen und Finger der rückgrathigen Thiere. aus mehreren Gliedern belieben. Man zahlt dabey die Haken, welche die Klaue bilden und deren Zahl variirt, niemals mit; und da man beobachtet hat, dafs die mittleren Fiifse immer liielel- be Zahl von Gliedern zeigen als die Vordem, lo betrachtet man diele nicht anders als wenn die Vorderen fehlen. Um die Zahl diefer Glieder zu finden, fängt man die Zählung bev den Hinterfiifsen an. Sind da fünf Glieder vorhanden fo kann man fich darauf verl affen , dafs lie fich auch an den andern Fülsen finden werden ^ eben fo wenn drey vorhanden find. Aber wenn fich vier Glieder an den Hinterfiifsen finden, fo mufs man nach der Zahl der Glieder an den Vor- derfülsen oder' an den mittlern Frifsen leben. Vermittels diefer Prozedur gelangt man mit leichter Mühe zur BeiUmmung der Unterordnungen, die durch andere in der Folge anzugebende Vergleichungen und Betrachtun- gen , bald zu den Familien führen. D ie belondern Ausdrücke deren fich die Entomologen, oder die Naturforlcher welche fich mit den Infekten befcbäftigen , bedienen, follen allemal erläutert werden, wenn lie zum erfienmale in den Unter- ordnungen und Familien Vorkommen; und da fie cutfiv gedruckt wer- den, fo werden fie auf der Seite, wo fie erklärt lind, leicht in die Au? gen fallen, wenn darauf verwielen wird. Koleopteren. BEMEKKUN GEN ZUR CXIX. TABELLE. Der in der Unterordnung der Pentameriden begriffenen Käfer giebt es eine grofse Zäh], die eine fehr jverfchiedene Lebensart führen. Merk- würdig iß es aber doch, dafs die meißsii /ich von anirnalilehenSubßanzen i I Koleopterei?. 195 oder den allerbärteften vegeiabilifchen Subfianzen nähren, fo lange fi« Raupen und unvollkommne Infekten find. Obgleich die in diefer Unterordnung gebildeten Familien ziemlich natürlich genannt "werden können, da lie , wie in der Folge lieh zeigen wird, in vieler Hinficbt unter lieh übereinftimmen, fo kann man zu ihrer Renntnifs doch nur durch lehr kiinltliche Hülfsmittel gelangen. Uebri- gens mufs man ja nicht, die Eigentümlichkeiten diefer Familie allein nach den einzelnen auf der Tabelle angegebenen Eigenheiten beurtheilen wol- len ; indem aut der Tabelle nur, auf analytifchem VYege, die am meilten in die Augen fallenden Bildungen kennen gelehrt werden füllen. Die harten Flügeldecken , mit deren Betrachtung hier angefangen ift, find hier blos im Gegen.fatze von dem Charakter der einen (io) Familie gebraucht, in welcher alle Arten die obein Flügel biegfam und zur Be- fchützüng der von ihnen bedeckten häutigen Fitigel wenig geeignet haben. Eben fo iXt es mit der Kürze der Flügeldecken. Diebe Bildung ift auch nur benutzt um gleich eine Familie, (wohin z. B. die Raubkäfer ge- hören, die damit verleben ift,) wo mehr als die Hälfte des Hinterleibes auf der Rückenleite unbedeckt ift und gegen den Kopf bewegt werden kann , von andern zu unterlcheiden. Zwilchen einem borfienjörmigen und fadenförmigen Fühlhorn ift der Unterlchied der, dafs das letztere vom Anfang bis ans Ende immer gleich dick ift , bey dem erfiern der Durchmefler aber von der Bafis bis zur Spitze kleiner wird wie bey einer Schweinsborfte. Ein Fühlhorn heifst keulenförmig wenn es an feinem freyen Ende plötzlich aufgetrieben ift; es ift fchnur förmig , wenn feine Glieder rund wie die Kugeln eines R.öfenkranzes find, auch nennt man es wohl rofen - kranzförmig oder p ater nofter förmig ; es ift gezähnelt oder fägeförmig wenn es auf der einen Seile Einlchnitte zeigt, find aber die Zähne tief eingefchnitten , fo wird es Kammförmig genannt. D ie Fulsblätter oder Unterfülse nennt man ruderartig , zum Schwim- men tauglich, wenn die Glieder derfefben platt, flach, und meift an den Rändern von Haaren eingefafst find, wodurch die Oberfläche vergröfsert wird. Gewöhnlich find diefe Fufsblätter mit lehr belchränkten Arti- kulationen vetfehen und haben keine Klauen, und können nur mit Schwie- rigkeit zum Gehen gebraucht werden. Sternum heifst der unterfte Theil des Halsfchildes , der, welcher zwilchen dem vörderften Fulspaare liegt; man giebt ihm aber nur dann dielen Namen, wenn er fehr beträchtlich hervorfteht oder lonft eine be- londere Bildung zeigt. i'5 Dumeril ZooL Koleopteren *94 Koleopteren, ,95 BEMERKUNGEN ZUR CXX. TABELLE. Die Kreatophagen bilden die zablreichfte Familie in der Ordnung der Koleopteren, fie zerfällt in zwey grofse Abtheilungen nach der Be- fchaffenheit des Halsfchildes. Die meilten Larven leben unter der Erde und* nähren fleh von kleinen rückgrathlofen Thieren. i. Die dnthiakäjer (anthia, Weber) find Arten, welche fon/t zu den Laufkäfern gezählt wurden. Z. B. carahus io guttatus L. Die meilten linden lieh in Afrika. 2. Die Löffelkäfer (cyelirus Fab.) haben das Brufllchild und die Flügel- decken mit einen Saum eingefafst und die Frefslpitzen löffelförmig.' Z B« tenebrio rofiratus- L. g. Die Schnellfiifse (taehypus Weber ) find die recht ich ne! 1 a u f en den: Lau fk ä f er. Z. B. carahus hortenfis, auratus u.: f. w. 4- Die Laufkäfer (carahus Lin n.) begreifen nur die Arten, welche das Haisfchild nicht hinten zufammengefebnürt und an den Flügeldecken dicht- anliegend haben. Z.B. Carab. cupreus , ferrügineus , vulgaris u f. w. 5. Die Kalojomen (calofoma Weber ) d. h. Schön -Leib, find lehr leicht an der runden Form ihres Halsfchildes zu erkennen. Z B, carab. lyco- phanfa, inquifitor L. 6. Die Bombardierkäfer (brachinus Weber ) ha- ben die Flügeldecken etwas~ kürzer wie den Leib und wie abgefiutzt. Z. B. carahus crepitans, fumans. 7. Die Sandläufer (cicindeJa L.) find nicht, wie der lateinifche Name vermuthen laffen follte, in der Nacht feuchtende Käfer, fondern folche, deren Körper mit Metallfarben geziert ift, wozu oft auf den Flügeldecken eine Art von Stickerey kommt. Man findet fie an trocknen Orten. Z. B. Cic. campefiris L. g. u.9. Der Lang- halskäfer (colliurus de Geer) z. B. Collyris longicollis I'abr. und die Kneipkäfer (mamicora Fahr.) z.B.mantic maxillaris find leicht zu unter- fcheidende . afrikanifche Infekten. 10. und it. Die Reifskäfer (drypts Fahr. z. B. dr. emarginata) und die' Uferkäfer (elapbrus Fahr. z. B. cicindela riparia L.) gleichen den Sandläufern lehr; man findet fie aber an Ufern. 12, Die Bembidions (bernbidion. Lat r et Ile) feb einen die Laufkäfer den Sandkäfern zu nähern ; fie gleichen den Bombardier- käfern , aber ihre Flügeldecken find nicht abgefiutzt und ihr Brufilchild etwas fchmäler als der Kopf.' Z. B. cicindeJa flavipes L, 13. u. 14. Die Cludhen (cljvina Latre.tlU ) z. B. tenebrio foffor L. fearites foffor Fabr, unterfcheidet ficb Lyon den Fingerkäfern (fearites Fabr. z. B. fc. gigas) nur durch das Haisfchild. Die in dielen zwey Gattungen begriffenen Ar- ten haben die Fühlhörner etwas febnurförmig und die Vorderbeine gezäh- nelt oder mit fcharfen Spitzers, die zijin in die Erde graben dienen, 15. Di e Fruchtkäfer (notiophilus) find eine, von den mit breitem vierecki- gen , plattem Halsfchilde verfefienen Uferkäfern gebildete, Gattung, die den Lf ebergang zwifcheji uen zwey Abtheilungen der Creatophagen zu ma- chen fcheinen. Z, B. elapbrus aquaticus, femipunctatus u, f w , 16. Die Gattung Omophron (omophron Latreille) ifi diefeibe, die von FabrL cius Sooft es genannt iit, Z,B, Sc, firobams, n * Koleopteren. 196 A länger als das Halslchild ; ^ (^Körper . • • No. CXXI. W" " ■ " ■ ■ ■■ "r r. II. Familie. RUDERFÜSE ODER NECTOPO- DEN. *) Käfer, mit harten den ganzen Hinterleib bedecken- den Flügeldecken, fadenförmigen nicht gezäh- nelten Fühlhörnern; die (fünfgliedrigen) Unter- fiifse ruderförmig. Gattungen. u ("fadenförmig , kürzer als der Kopf ; vier Augen . 4 * Drehkäfer s £ 1 ^bucklig, eyför- jTrey ; ächtbar 1 mig; Urfprung I Hi ntprh’i 2. Tauchkäfer der Hinterfüfsed von Lamellen be- fdeckt . ... 3 * Schilfkäfer l^platt; Sternum fpitzig . . . . 1. Wafierkäfer ) von N}}icto$ zum fchwimmen tauglich und 7 To$f<; Füfse. BEMERKUNGEN ZUR GXXI. TABELLE. Die Familie der Nekcopoden ift eine natürliche Zulammenftellung ; es gehören hieher alle im Waller lebende fleifchfreffende Käfer. Man kann ße fehr leicht an der ganzen Form ihres Körpers erkennen, der ey- fürmig und auf der Rückenfeire weniger convex ift. Im Ganzen find ihre Flügeldecken, wie auch die untere Fläche des Körpers, glatt aber meh- rere Weibchen zeigen doch einige Furchen und die Männchen haben Vorderfüfse, welche mit breiten (Saugnapf- oder Schildförmigen) Glie- dern endigen oder aufserordentlich lang find. Alle diefe Gattungen , fo wie auch die in der vorigen Familie begriffenen , haben ein beträchtli- ches Anhängfel an der Balis der hinteren Schenkel. Die Infekten diefer Familie kommen aus Larven mit langem Körper, die auch im Wfeffer leben und fich von kleinen Thieren nähren; fie er- leiden ihre Metamorphofe im Schlamm oder in der Ufererde. Sehr we- nige Infekten haben fo viele Mittel ihre Bediirtniffe zu befriedigen , als die hiehergebörigen ; fie können fich ins Wafier, an die Oberfläche def- felben, in die Luft und auf den Erdboden begeben, denn fie fchwirrimen Koleopteren. *97 taueben , fliegen und gehen; aber das Vermögen zu tauchen befitzan fie inrhöelißen Grade. Die Geßalt ihrer Füfse kommt ihnen dabey auf eine be- wunderungswürdige Weife zu Hatten. Alle, die Arten der vierten Gattung ausgenommen, haben die Hinterfüfse am längßen, bey allen find fie in eine Art von Ruder verwandelt , und es fchwitzt aus dem hintern Tbeil ihres Körpers eine riechende, ölige Feuchtigkeit aus, welche lieh auf der Oberfläche verbreitet, felbige undurchdringlich macht, und lieh derVer- derbnifs ßes Körpers wieder fetzt. Der Körper iit beßändig wie geölt, wenn man ihn aus dem Waffer nimmt. Die vier Gattungen, aus welchen diele Familie befteht, lind fehr leieht zu unterfclieiden Sehr mit Unrecht haben einige Schriftßeller hicher auch die Schwimmkäfer gezogen, deren Körperform zwar, da diefe In- fekten gleichen Aufenthalt haben, dielelbe iß, die Fich aber von vegetabi- lifchen Subßanzen nähren, deren Därme drey mahl fo lang find, alz der übrige Körper und deren Fühlhörner eine durchblätterte Keule bilden. 1. Der Gattungsname der Wafferkäfer (dyciscus L.) bedeutet Tau- cher. Z. B. dytisc. marginalis L. Der Körper diefer Infekten iit eval und unten mit einem Kiel verlehen; ihr Sternum, oder eine befondere Verlän- gerung des Halsfchildes, palst in eine entfprechende Vertiefung des Brufi- fchildes. D ie Vordem und mittleren Füfse fitzen einander nahe , wäh- rend die hinterßen Füfse entfernter ßtzen. Die Männchen einer in,Lapp- land einheimifche Gattung haben den Antennen etwas aufgetrieben und gezähnelt. Z. B. Dytisc. clavatus l.atr rill e. 2 . Die Taucherkäfer deren Name hypbydrus auf ihren Aufenthalt Unter dem Waffer hinweifet, entfprechen der Gattung hydraena des Fa- bricius, wovon aber derj Name Ichon einigen Infekten aus der Familie der Spinnen gegeben iß. Zu der Gattung der Taucherkäfer gehöret! die Arten jdytisc. Hermanni , ovalis , inaequalis u. I. w. 3. Die Schilfkäfer (Halyplus von L a t r e i Ile genannt) leben nicht, wie ihr Name es vermuthen lallen follte, im Meere. Die Geßalt ihres Körpers iß faß einem Bot ähnlich; es gehören dahin die kleinen Dyus- cus Arten z. B. dytiscus obliquus, impreflus u. f. w. 4. Di e Drehkäfer (gyrinus L.) find von den Waßerkä fern durch Form undKürze der Fühlhörner verfchieden, fo auch durch die Kürze der Vor- der und mittlern Füfse, in Proportion zu den Hinterfiifsen , was fie beltän. dig drehen m.ach't wenn fie an der Oberfläche des Waffers fchwimmen, Aufser dem haben fi§ wirklich vier Augen, zwey oben, um in die Luft zu fehen, zwey unten, um im Waffer zu beobachten, eineBildung die der bey dem Vierauge, einen Knochenfifch mit vollfiändigen Kiemen aus der Familie der Zylindrofomea , angegebenen gleichkommt. Z, B. gyrinus natator. t 198 Koleopteren. 3SK GXXIL ril. Familie. KURZDECKEN ODER BRACHELY- TREN. *) Keifer mit fünf Fufs gliedern ; mit .harten kurzen, den Leib nicht bedeckenden Flügeldecken; ro fenkranzformige Fühlhörner. Gattungen. kugelförmig; Kopf lehr breit; Fühlhörner et- was keulenförmig 4. Augenfchlüpfer 3 X ■< nicht kugpIFö mig; Kinnla- den - fretslpi- Atzen ...... f einfach ; Flii gel decken be decken . . höchltens den halben Hinter- leib .... r. Raubkäfer A wenigltens drey Viertel des Hinterleibes . 5. Blumenfreffer 3- Strandfchlüpfer aufgetrieben ( kurz . . nach der. Spitze | ^zu; Mandibelnd vorragend , ge- fkreutzt . . 3- Pilzfchlüpfer “) von kurz und tXvr qov ScbaaJe, Flügeldecke. BEMERKUNGEN ZUR CXXII. TABELLE. Die Familie der Brachelytren i fl eine fo natürliche Käferfamilie, dals Schaffer aus ihnen eine besondere Klaffe unter demNamen micropte - rtt machen wollte. Wir haben zwey Monographien von dielen Infekten; die eine von Paykull die andere von Gravenhorft, und dein ohngeachtet ilt es eine Abtheilung, wo es fehr fchwer iit die Arten unter ihre Gattungen zu bringen; denn aufserdem dals die Abtheilung fo fehr zahlreich ilt, Find die Individuen oft lehr klein und zeigen untereinander viele Uebereinliimmungen. Man findet die Brachelytren an allen feuchten Orten , meill unter todten Körpern, Miffhaufen, auf Pilzen und befenders da wo organifbhe Körper verwelen. Kur einige Arten finden lick in ihrem letzten Zluitan- Koleopteren» 399 de auf Blumen. Auch ihre Larven Heben feuchte Orte: Jle fehen dem vollkomrnnen Infekt etwas ähnlich. Die Puppe gleicht der der Küfer überhaupt. Obgleich hier nur fünf Gattungen in diefer Familie beftimmt find , fo füllen doch auch die Rückfichten angegeben werden, wodurch einige Entomologen veranlafst find, Unterabtheilungen diefer Gattungen nach weniger deutlichen Eigenheiten zu machen. 1. Die Kaubkäfer (fiaphylinus L. z. B. ftaph. hirtus L.) haben Rolen- kranzförmige Fühlhörner von runden Gliedern; ihr Halsfcbild ilt platt wnd breit; ihr*e Fühlhörner fitzen entweder nahe an den Augen oder fie werden von dem vorderen Rande des Kopfes getragen. Im eriten Falle ift der Kopf oft fchmäler, als das convexe belonders hinten breite Hals- ichild und dies findet fleh bey den G r a t> e n h o rji leben Gattungen ta- chinus z. B. ftaphil. rufipes L. und tachyporus z. B. Staph. chryfomeli- nus L. oder der Kopf ift fo breit als das Halsfchild, wird aber von einer Verfchmälerung, wie von einem Hälfe, getragen, fo ilt es bey Graven- horjt’ s Gattungen callicerus z. B. c. obfeurus , omaliuru z. B. fiaphy- lin. rivularis P a'yk. oxytrlas z. B. ftaph. piceus Fahr. Wenn die Fühl- hörner weit von den Augen ßtzen, fo endigen die Frefsfpitzen oft mit ei- nem dicken Gliede (die Gattung ajirapaeus z. B. ftaph. ulmi) oder wenn die Frefsfpitzen ganz fadenförmig find; fo ift das Halsfchild entweder re- gelmäfsig viereckig wie bey Pinophilus z. B. P. latipes und lathrobium z. B. ftaph. elongatus oder es ift balbzirkelförmig , und der hintere Rand abgerundet, wie bey den übrigen Raubkäfern. Dies find die Merkmahle, ■wodurch Hr. Gravenhorft das Studium diefer Käfer erleichtert zu haben glaubt. 2. D ie Pilzfchlüpfer (oxyporus Fahr.) gleichen den Raubkäfern, aber ihre Fühlhörner find aus kleinen, wie durch und durch gebohrten, Gliedern zufammengefetzt ; man nennt fie auch durchblättert. Die mel- lten leben in Schwämmen. Z. B. Itaphilinus rufus. 3. Die Strandfchliipfer (paederus Fahr.) find von allen Infekten diefer Familie leicht zu unterfcheiden ; ihr Halsfchild ift lang ; ihre Au- gen wenig hervorragend; ihre Fühlhörner lang und fadenförmig. Z. B. fiapbylin. riparius. 4. Die xhtye/i fehl i'tp fe r (Stenns Latrcille) haben febr grofse Augen wie- die Sandläufer; ihr Halsfchild ifteyförmig, gewölbt, ihr Kopf drey- eckip: ihre Fühlhörner etwas keulföi’raig. Die meiften leben an Ufern wie die Uferkäfer mit denen fie einen gleichen Geruch haben. Z. B. fiapbylin. higuttatus. 5. Dia Gattungi Blumenfrejjer fejteva, Latr eilte) entfpriebt der Gattung fbjithophagus von Gravenhorft. Es gehören hieher kleine Infekten, welche diele Familie mit den creatophagen durch die Bombardier- käfer zu vereinigen Icheinen. Man findet lie auf Blumen, belonders auf Weifsdorn. Z. B. carab. abbreviatu* Fahr. 200 Koleopteren. BEMERKUNGEN ZUR LXXÜL TABELLE. Die bamilie der Blaithorner entfpricht etwa der Linneifchen Gat- tung Scarabaeus. Alle darin begriffenen Infekten leben während ihres er- fien Zuftandes von LJeberbleibfeln von Vegetabilien , die fie unter der Er- de oder in den Exkrementen der Thiere finden. Die rneifien fliegen faii nur des Abends und des Nachts. Ihr Leben dauert in ihrem vollkomm» nen Zuftande nicht lange: einige nähren fleh, aber nur in diefer Perio- de, von. Hlanzen oder Blumenblättern. Alle kommen aus einer Larve, deren Körper weich und Bogenartig gekrümmt iß, deflen hinteres Ende ganz ftumpf ift und den After unter fich bat 1 . Der Kopf iit (ebaalig mit Itarken Mandibelo und Kinnladen verlehen : die Fülse find kurz , nahe Koleopteren. 2.01 an einanderßehend und fchuppig. In derf^erßen Zußande bewogt fleh ( «nd gebt das Infekt nur mit Mühe auf ebnen Boden. Die meißen lieben Mißhaufen, Diingererde, und verfaulte Baumßämme. Wenn ihre Ver- wandlung vor fich gehen loll , bilden fie üch eine Art von Kokon, und um in ihren vollkommnen Zußand zu gelangen, ßnd ße gezwungen in einer feuchten Atmosphäre fich aufzuhalten. r. Unrer Mijikäf er (geotrup66 Latreille ) find hier einige Arten zufammengeßellt, die fonfi zu der Gattung Scarabaeus gezählt wurden. Z. B. Scarab. ßercorarius, lylvaticus, typhaeus, vernalis. Fabricius hat den Namen geotrupes auf die eigentlichen Scharrkäfer übergetragen. 2. Die PiUenk'dfer (copris Geoff.) find, zu der Linne'ifchen Gat- tung Scarabaeus gehörige, Käfer ohne Rückenfehildcheti und deren Stirn- J'child (der vorderße über den Mund vorragende Theil der Stirn) halbcir- kelförmig iß. Neuerdings hat Fabricius diele Gattung in drey andere Gat- tungen getheilt. Unter der erften Benenung hat er die Arten gelaflen, deren Stirnlchild nur einen einzigen Ausfchnitt hat und deren Brußfchild, wie der Kopf höckrig oder gehörnt iß. Z. B. learab. feßivus , lunaris L. ; in die Gattung ateuchus hat er die Arten gebracht, welche das Stirnlchild gezähnelt, das Bruftfhbild aber ohne Hörner oder Höker haben. Z. B, fearab. lacer. Mit dem Namen onicis belegt er die Arten, deren Stirn- Icb ild ungezählt eit und deren Brußfchild mit vier vertieften Punkten ver- leben iß. Z. B. Scarab. bifon L. 3- D ie Dungkäfer (aphodius Illiger) bilden eine künßliche , den Pillenkäfern durch die Form des Sdrnlchildes verwandte, Gattung, die lieh aber durch die Gegenwart des Rückenlchildchens, des kleinen Schup- penfiückchens zwilchen den Flügeldecken am Urfprunge der Naht , unter- fcheiden. Man kennt mehr als go Arten. Z. B. Scar. fimetarius. 4. Die Schqrrkäfer (Scarabaeus Linnä) enthalten hier laß alle die von Fabricius unter dem Namen geotrupes aufgeführten, meiß ausläu- 4] i leben , Arten. Z. B. Scarab. hercules , actaeon. 5. Die Maikäfer (melolontha) find zu bekannt, als dafs fie hier noch dbarakterifirt zu werden brauchten. Z. B. mel. vulgaris. 6. und 7. Die Metallkäfer (cetonia Fahr. z. B. fearab. auratus L.) und die Doldenkäfer (trtchius Fahr.) z. B. learab. eremitaL. unterfchei* den fich beym erfien Anblick nur durch den Ausfchnitt , den man an der äulseren Bafis der Flügeldecken, hinter dem .Halsfchild , bey den Dol- denkäfern wahrnimmt; wo bey den MetalJkäfern diefer Zwilchenraum durch ein kleines Stück ausgefüllt iß, das von dem Urfprupg der Vorder- füfse her zu kommen fcheint. g. Die Erdkäfer (trox Fahr. z. B. Scarab. fabuiolusL.) kommen in etwas mit den Sandkäfern aus der Familie (15) der Lygophilen überein, «n terlcheiden fich aber durch die Fühlhörner und durch die Zahl der’Untcr- fjjlsglieder. Die Arten diefer Gartung bringen, wenn man (ieauffalst, durch eine plötzliche Bewegung ihres Hinterleibes gegen die Flügeldecken , ein Gfxäulch, wie das Aneinanderreiben harter Körper, hervor. 20 z Koieopteren. N«v CKXIV. V. Familie. SAGEHÖRNER ODER REN. *) PRIONOCE- jKäfer mit fünf Fnfsgliedern ; harte über den ganzen j Hinterleib weggehende Flügeldecken; keulför- I liiige an der innern Seite geblätterte Fühlhörner, f faft zylindrifch; Halsfchihl vorn abgeftutzt . . Gattungen. 4 - Walzenkäfer L- | — J Sh ~~ platt* flach; f Fühlhörner . < ^ , f mit vorragendem geknickt ; | j b Halsfchild ' Kande * * ? * * f ohne Rand , 2, Flachfchröter! i 1. Schröter , 'V:.'; - , 1 ^gebogen 3. Plartfchröter 1 *) von n^iwv * ovo; Säge und Horn. 1 BEMERKUNGEN ZUR 'CXXIV. TABELLE. Zwilchen den Infekten der vorigen Familie und den jetzt zu betrach- tenden P rioceren finden lieh viele Uebereinliimmungen. Ihre Lebens.wei- Je Jft f ( ,{i diefelbe : ihre Larven entwickeln ficb auch innerhalb vegetabi- lifcher Körper, aber die Infekten der gegenwärtigen Familie gehen be- fonders noch nicht faulendes Holz an, Sie leben vorzüglich in den Stäm- men, Stumpfen und Wurzeln fchon kranker Bäume. In ihrem letzten Zuftande lieben fie den Saft der Bäume, den lie oft, vermittels einer be- iondern Einrichtung ihrer Mundtheile, einlaugen. Sie fliegen faft nur des Abends, oft find die Weibchen von den meiftens kleineren München in vieler Hinficht ve,rfchieden. i. Die Gattung Schröter oder Hirfckfchröter (lucanus L.) z. B. lu>- canus cervus L. ift, f'o zu lagen, der Typus diefer Familie, wo man ei- nige Arten herausgenommen hat, um die folgenden Gattungen zu bilden. Ihre Fühlhörner find keilförmig ,' zufammengedruckt , gezähnelt und hin- ter dem erften Giiede, was allein fo lang ift wie alle übrige, wie geknickt oder wie gebrochen. Ihr platter Körper bildet faft ein länglichtes Vier- eck. Der fehr breite Kopf endiget in der Mitte in ein fpitzes Stirnfchild, unter welchem man die haarigen pinfelförmigen Kinnladen lieht. Die Koleopteren. 203 Mandibeln oder Kinnbacken find bey den Männchen oft lehr lang, wahr- Icheinlich um bey der Begattung zum feflh alten zu dienen. 2. Die Flachfchröter , P lauhör ner (platycerus Geojjroy) find hier nur noch eine Abtbeiiung der Gattung, die G e offr oj in feiner Hi- fioire abrcgee des infecttes des environs de Paris unter demfelben Namen auf heilte. Fahr iöius hat den Namen heybehalten, um die Infekten darunter zu laßen, die Geoffroy chevr ettes nannte z. B- Lucan, earaboides. Diefe Infekten haben keine in ein Haarbiifchcd endigende Kinnladen. Man findet fie oft auf den Blättern der Bäume, wovon fie fleh in ihren letzten Zuftande nähren. Ihr Stirnfchild ift ausgefchnitten ; aber fie haben wie die Schroter vier Endklauen an allen Unterfiifsen. 5. Die PlattJ'chröter haben ihren Namen (paffalus Fahr.) daher er- halten, weil die hiehergehörigen Käfer in ihrem Larvenftando die Baum- ilämrne wie mit einen Nagel durchbohren. Es lind die Arten diefer Gat- tung in Amerika und Indien einheimifch und leicht zu unterfcheiden fo- wohl durch ihre Fühlhörner, deren erftes Glied nicht wie bey den beyden vorhergehenden Gattungen verlängert ilt, als auch durch das mangelnde Kfickenlchild. Z. B. Lucanus interruptus. 4. Die Walzenkäjer (finodendron Fahr.) w'erden oft in den durch- fägten Baumftämmen gefunden, machen aber nur eine kleine Zahl aus, die man fonlt z.u den Skarabeen zählte. Sie gleichen den Plattbörnern haben aber einen zylindrifchen Körper, Die Männchen haben wie viele Piilenkäfer ein Horn auf dem Kopfe. Z. B. Scarab. cylindricus L, 1 £04 Koleopteren. O X X c BEMERKUNGEN ZUR CXXV. TABELLE. Die Infekten aus der zahlreichen Familie der Heloceren nähren fich alle ohne Ausnahme, von todten faulenden Körpern. Es Icheint als wenn fie von der Natur beauftragt wären, alles verdorbene wegzufchaffen. Sie dringen allenthalben hin wo lieh nur Dinge finden können, wovon fie fich nähren: ins Waller, an die Ufer, an die trockendften unfruchtbar- /len Orte, tief unter die Erde wie an ihrer Oberfläche. Die meilten feheinen mit einem lehr vedikommnen Geruehsfino .verfehen zu ieyn. Koleopteren. 205 1. Die Halbkugelkäfer (fphaeridium Fabric.) z. B. dermefies feara- haeoides L. leben im Kuhmilt, in den Gefcbwülften der Bäume, unter der Rinde der in Feuchtigkeit vermodernden Bäume und einige in ver- welkenden Blumen. 2. Die Spitzafter (Icapliidium Olivier z. B.Jfilpha agaricina L.) fin- den lieh in den Schwämmen und vorzüglich in den in Verderbnifs über- gehenden Boletus Arten. 3. Die Mattkäfer (nitidulä Fahr.) führen diefelbe Lebensart wie die Spitzafter, z. B. Alpha quadripultulata L.) gleichen aber, der Form nach, mehr den Aaskäfern. Mehrere Arten leben auch auf ausgetrockneten. Thierüberbleibfeln. 4. Die Aaskäfer (Silpha Fahr. z. B. Silpha thoracica, L.) mit nicht verkürzten Flügeldecken, halten fleh in den Kadavern von rückgrathigen Thieren auf; nur einige nähren fleh von Raupen. £. und 6 . Die Faulkäfer (peltis Geojfroy (Silph. 4 punctata L.) und der Todtengräber (necrophorus z. B. Silpha vespillo) fliehen, befonders die der fünften Gattung die allerftinkenfien , faulendften Kadaver. Die der fechscn Gattung machen fleh an kleine todte Thiere, z. Bi. Mäufe , Maulwürfe, Fröfche. Es kommen lilirer mehrere zufammen um ein fol- ches Kadaver, wohin fie ihre Eyer legen, einzulcharren. 7. und 8« Der Schwimmkrautkäfer (elopliorus Fahr. Z. B. Silpha aquatica L. und die Flakenkäfer (parnus Fahr, z, B. Parn. prolifericornis Fahr, dryops auriculata Latr. leben im Waffer. Man findet fie gewöhn- lich auf faulenden Wafferpflanzen ; ihre Lebensart könnt man nicht. g. Die Schwimmkäfer (hydrophilus Geoffr. z. B. Hydr. piceus) die man lange als mit dem Waflerkäfer nah verwandt anfah, unterfcheiden fleh doch durch ihre Lebensart fehr. In ihrem vollkommnen Zuflande nähren fie fleh von Blättern die ins Waffer fallen und von andern faulen- den Vegetabilien. 10. Die Speckkäfer (dermefies L. z. B. Dermefi. lardarius, frefien gern, wie der Name ausdrückt, Häute. 'Sie bilden eine an Arten fehr zahlreiche Gattung, man hat an zweyhundert bereits befchrieben. 11. Die Fugenkäfer (Byrrhus Fahr. z. B. Byrrh. pilula L. entfernen fleh durch die Körperform etwas von dan Infekten diefer Familie. Ihre Lebensart ifi ganz unbekannt. 2oS Tvoleopteren. No. CXXVI. VII. Familie. FESTHÖRNER ODER STEREO- GEREN. *) Käfer mit fünf Fufsgliedern ; harte den ganzen Hin- terleib bedeckende Flügeldecken ; Fühlhörner mit runder feiler Keule. Gattungen, f mit Schuppen oder wie mit Meh Illaub bedeckt 3. Knollkäfer deutlich vorhanden . 2. Stutzkäfer . . . x. Grosknopf Körp e ö •• . f Gglatt ; RückenfchildchenP \fehlend . *) von Srt feil und Kroate Horn, Fühlhorn. No. CXXVII. VIII. Familie. BRÜSTSPITZEN ODER STERNO- XYTEN. *) Käfer mit fünf Fufsgliedern; harte grofse Flügelde- cken; langer platter Körper; fadenförmige oft gezähnelte Fühlhörner; vorftehendes Sternum. Gattungen. f mit zwey Spitzen verfe- ( einfach . . 4 - Springkäfer 1 hfui : rl n c lpry.fp fTntpr- ! fkarnmartig; !? e r n; ,. d ? s letz£e ümer - HaLsIchild 4 i t ö’ J fufsglied . . . ". . \zweylappig 5. Troskkäfer /länglich .c ü- 1 . 5. Prachtkäfer olioe Spitzen; Körper/ f_dreyeckig . 6. Trachys einfach, freyliegend; letztes ] Jfulswurzelglied . . ' ( einfach \zweylappig 1. Cebrio . 2. Atopa *) von Vorderibeil der Brüll und o|u$ ipitz. BEMERKUNGEN ZUR CXXVI. TABELLE. Die Käfer mit feiten Fühlhörnern Stereoceren bilden eine an Arten nicht reichhaltige Gattung, die, was die Lebensart aniangt, den Heloce- ren nahe su kommen Icbejnt, Koleopteren. 207 1. Die Gattung Grosknopf (letihrus Fahr. Bulbocerus Thunberg) die ton einigen bey die Miltkäfer gelteilt wurden, weichen von ihnen durch die Form der Fühlhörner ab. Man kennt nur eine Art genau ; letbr. ce- pbalote's, deren Flügeldecken verwachlen und deren Vorderlülse gazäh- nelt lind. 2. Die Stutzkäfer (hifter L.) bilden eine fehr zahlreiche Gattung; alle Arten haben die Vorderfülse breit gebildet und bedienen lieh d er f ei- ben um in die Erde zu graben. Die Flügeldecken lind gewöhnlich kür- zer als der Leib und der Kopf litzt in einer Vertiefung des Halslchildes. Man findet fie im Koth. Z. B. hilf, unicolor L. 3 - D ie Knollkäfer (anthrenus Fahr.') leben wirklich wie ihr Gat- tungsname es angiebt auf Blumen, aber nur während ihres letzten Zu- ßandes ; denn ihre Larven nähren lieh von animalifchen Sufafianzen. Diele Käfer lind den Sammlungen über Zoologie befonders nachtheilig* Ihr Körper ift mit kleingefärbten Schüppchen , wie ein Schmetterlings- körper, bedeckt. Es lind fehr kleine Thiere z.B.Byrrhus fcrophulariae L. BEMERKUNGEN ZUR CXXVII. TABELLE. Die Larven der Infekten dieler Familie, leben im Innern der Bauxn- ftiimme, wo fie lieh Gänge aushöhlen, wie die Infekten der folgenden Fa- milie, von der fie lieh aber vorzüglich durch die Körperform unterfchei- den. 1. und 2. Die beyden erften Gattungen sdtopa (atopa Pnjkull z. B. chryfomela cervina L. und Cebrio (cebrio Qlivier ) z. B. eiltela gigas Röjfi, enthalten nur wenige ausländifche Arteii. Ihr Kopf hat eine andere Richtung als ihr Körper; ihre Fühlhörner liegen in keiner Furche. Ihr Sternum ift mit keinem Stachel bewaffnet, wodurch fie fieh von den an- dern vier Arten unterlcheiden. 3. und 4 - Die Springkäfer (elater L. z. B. elater ferrugineus) und die Trosken (Throscus Latr. z. B. elater dermeltoidos L. Itirnmen un- ter einander in mancher Hinficht überein. Ihr Sternüm ifi in eine Iteife elaftifche Spitze verlängert, welche die Stelle einer Feder verlieht, in dem fie in eine an der Brult befindliche, entlprechende Vertiefung einfpringt. Dadurch find fie im Stande, fich wieder aufzurichten, wenn fie auf den Piiicken zu liegen gekommen find , was fie foult zu thun nicht im Stande Wären, da ihre Füfse zu kurz find. Deswegen hat man fie Springkäfer genannt. 5. und 6. Die Prachtkäfer (bupreftis Linn. z. B. B. chrvfoftigma) und die Gattung trachjs Fahr. z. B. bupreftis minuta L. , verhalten fich zu einander ungefähr wie die beyden vorigen Gattungen, mit denen lie ei- nige Ähnlichkeit haben ; aber fie haben nicht das Vermögen zu fprijt- gen. Sie find mit lehr fchönen. Farben geziert. ao8 Koleopteren, Ne CXXVJ1I. . IX. Familie. HOLZBOHRER ODER TEREDY- LEN. *) Käfer mit fünf Unterfufsglieclern ; harte grofse Flü- geldecken; fadenförmige Fühlhörner; rundlicher, länglichter, convexer Körper. Gattungen. ''am Ende dicker werdend . . . . . . 5. Rauhkäfer kammartig gezäh- f mit zwey Spitzen endigend 4* Wedelkäfer nelt ; Halsfchild .z f ohne Spitze 2. Federkammkäfer x einfach ; Körper . lehr lang geitreckt, in eine Spitze endigend 6. Holzkäfer ku fHi j'fchmaler als der rz und dick; I Hinterleib ... 3. Nagelkäfer Halsfchild . . J j eben fo breit als l^der Hinterleib . 1. Bohrkäfer *) von Tfgyfiwv Bohrer und Holz. BEMERKUNGEN ZUR CXXVIII. TABELLE. Die zu der Familie der Holzbohrer gehörigen Infekten zerstören als Larven das Holz. Sie find an der zylindrifchen langgeftrfeckten Form ih- res Körpers fehr leicht zu erkennen und fo auch an ihren langgliedrigen, oft kammartig gezähnelten, Fühlhörnern. Die meilien nähren Reh im vollkommnen Zuftande von andern Infekten und fcheinen den Uebergang zu der folgenden Familie zu machen. Die Gattung der Bohrkäfer (anobium Fahr. z. B. annob, pertinax) hat ihren deutfeben Namen von den Löchern welche die dahingehörigen Arten in das Holz bohren; der andere Name zeigt auf die fonderbare Ei- genheit hin, dals diele Infekten im Stande find, nach dem fle iich meh- rere Stunden lang, lelbft während fie heftig gequält werden, todt geftellt haben, wieder zu erwachen oder munter zu werden, fobald fie die Gefahr für vorübergegangen anfehen. Ihr Halsfchild hat vprn die Geßalt einer Koleopteren. ao 9 Kappe, worin der Kopf ganz verborgen ift ; die Fühlhörner legen fich gan? unter dön Körper und dieFülse bedecken dieselben. Olt laßen die Bohr- käfer in dem Holze, was iie zernagen, einen Ichwingenden Ton hören» weswegen fie von Swammerdam Sonicepkahts genannt worden lind. 2. Die Federkammkeifer (ptilinus Geofjr. Fahr.') haben ihre Benennung zuerft von den Federn erhalten, womit bey einigen Arten die Fühlhörner verfehen find. Z. B, ptilinus pectinicornis. Sie find den Bobrkälern fehr ähnlich. 5. Die Nagelkäfer ( ptinus Lin.) weichen von den beyden vorigen Gattungen nur durch die Stellung der Fühlhörner ab, welche, /tatt vor den Augen und von einander entfernt zu fitzen, im Gegentheil zwifchep den Augen und dicht an einander fitzen. Das- -Halsfchild hat bey ihnen auch eine belondere tinterfcheidende Form. Z. B. ptinus für. 4. Die Wedelkäfer (melafis Fahr.) haben das Halslchild hinten in awey Spitzen endigend, wie die Springkäfer, aber fie haben von diefen picht das Sternum und die Körperform ift auch febr verfchieden. Man kennt nur zwey Arten, von brauner Farbe. Z B. elater bupreftoides L. 5. Die Rauhkäfer (tillus O linier) z. B. chryfomela elongaia L. find fange Zeit unrecht beftimmt worden. So hat man wohl einige Ar- ten mit den Irnmenkälern v.erwechfelt , die doch nur vier Glieder an dem Unterlufse haben, und deren Larven Infekten freflend find. 6. Die Holzkäfer (lyrnexylon) haben einen lcfir langen und fchmalen Körper, fehr grolse Augen und weiche Flügeldecken wie die Infekten der folgenden Familie. Diele Infekten richten in dem Bauholze grolse Ver- wüflungen an. Das Weibchen, was in (einem ausgebildeten .Zuitande In- fekten frifst, lfegt vermittels einer langen am Ende des Hinterleibes befind- lichen Röhre, feine Eyer in die Pützen, welche auf dem Anfchnitte gefäll- ter, trockner Baumftämme entliehen. Die aus diefen Eyern kommende Larve braucht zwey Jahre zu ihrer Entwicklung, fie höhlt im Innern des Holzes Kanäle aus, welche fie mit Spänen gefüllt Jäfst, wodurch die Feuchtigkeit der Luft angezogen und, mit der Verminderung der Feftigkeit zugleich auch» dieFäulnils bervorgebracht wird. Z. B. cantharis navaleL. iB unter il Zool. '4 2io Roleopteren. BEMERKUNGEN ZUR CXXIX. TABELLE. Dielnlekten aus der Familie der Apalylren machen, nicht weniger als die Creatophagen, Jagd auf kleine ihnen zur Nahrung dienende Thiere, die fie aber nur lebendig verzehren. Ihre Flügeldecken find, wie der Na- Roleopteren. 21 I me lagt, weich lund beXchützen den Körper nur wenig. Die meiften lau- fen lehr fchnell ; ile fliegen fehr gut, anhaltend und oft in beträchtlich weite Entfernungen. Obgleich' die Gattungen dieler Familie zahlreich find und einige von ihnen fehr reich an eiriheimifchen Arten find. Io iXE die Art ihrer Metamorphose doch nicht bekannt. 1. Die Kammkäfer (drilus Oliv.) nähern fich den Federkammkä- fern p. 20g.; aber der hieher gehörige Drilus flavescens Fahr, hat weichere Flügeldecken und ift nicht auf Hölzern zu finden. 2. Die Schnabelkäfer (lycus Fahr.) befonders die ausjändifchen Arten, haben oft die Flügeldecken, an ihrem freyen Ende, fehr ausgebreitet. Z. B. lampyris latiffima Lin. 3. Der Name Omalyßis Geoffroy zeigt den beträchtlich platten Körper bey dem einzigen Infekt an, was hieher gehört. Die Fühlhörner find fadenförmig und flehen mit ihrer Bafis einander lehr nahe. Das Brultfchild ift viereckig und endigt fielt, wie bey den Springkäfern, hinter- wärts in zwey Spitzen. Z. B. O. luturtfiis. 4. Die Gattung Melyris , Olivicr. beftelit nur aus zwey afrikani. leben Arten. Ihre Fühlhörner lind gezähnelt; ihr KöfperkurZ, oval, und etwas convex. Ihr Kopf liegt vertikal, unter einem viereckigen Hals- fchilde mir. aufgebogenen Rändern. Z. B. melyr. viridis Fahr. 5. Die Gattung Leuchtkäfer oder Leuqhlwurm (lampyris Lin.) un- terfcheidet lieb leicht durch dieForm des Halslchildes, was den Kopf tarnt den grofsen Augen bedeckt. Z. B. L. hespera L. 6. Die Blafenkäfer , auch von einigen Weichkäfer genannt, (ma- lachius Fahr.) haben einen weichen Körper und find von Geoffroy als cicindeles a cocard.es aufgeführt, weil lie aus ihrem Hälslchild und Bruft- ftück farbige Tentakeln hervorftrecken können. Z. B. cantharis aenea L. 7. Die Weichkäfer haben von de Geer den Namen telephorus , d. h. von fern hergetragen , erhalten, weil man diefe Infekten nach einem flarken Sturm, wie ein Regen, aus der Luft hat fallen fehen. Z. B. Can- tharis fusca L. g. D'.e Cyphons (Cyphon, P aykull) bilden nur eine einflwetlen auf- geftelfie Gattung. Man rechnet dahin Käfer, die man auch zu den Faden- käfern p. 21g. , Erdflohkäfern p. 232 und Furchtkäfern gezählt hat. La - treille hatte diele Gattung zuerlt aufgeftejlt und ihr den Namen elodes gegeben. Der Körper ilt halbkugelförmig und die meilten können gin- gen. Z. B. G. haenrispbaericus Fahr. 212 Koleopteren. BEMERKUNGEN ZUR CXXX. TABELLE. Obgleich man eigentlich nicht weifs, irt welchem Verhältnifs die Zahl der Fufsglieder und die Lebensart der Infekten zu einander flehen» und welchen Einflufs fie haben können , fö iß es doch darum nicht we- niger merkwürdig, dals gewiffe Infektenordnungen immer dielelbe Zahl von Fnfsgliedern in allen ihren Arten zeigen , während dafs man bey an- dern grolse Verfchiedenlieiten wahrnimmt. Die Unterordnung der Hele- romeriden befonders zeigt eine fonff bey den andern Infekten nicht vorkommende Bildung und alle haben auch faß gleiche Lebensart. Im, Ganzen fliehen alle das Helle, fliegen öder laufen nur des Abends herum. Roleopteren. 215 und haken /ich an dunkeln Orten auf. Alle bisjetzt bekannte Arten, ohne Ausnahme, nähreu floh blos von vegetabilifchen Subffanzen ; und vorzüg« lieh lieben fie dielelben , wenn üe anfangen in Verderbnifs überzugehen. Obgleich die hier zur Bezeichnung der Familien gebrauchten Namen mehr eine Eigenheit der Lebensart als eine charakteriftifche Eigenthüm* lichkeit der, Bildung anzeigen, fo Icheinen fie doch nicht weniger zweck- mäfsig, um den Naturforfcher die dahin gezählten Infekten ins Gedacht* nifs zu bringen , weil doch alle diefe Infekten Verlchiedenheiten in der Form und Feftigkeit der Flügeldecken und verfchiedeue Bildungen der Fühlhörner zeigen. Die Flügeldecken heifsen bey einer (n) Familie weich, im Gegen- latze von den härteren der anderen Familie. Aber ihre Bieglamkeit ift doch geringer als bey den Apalytren der vorigen Unterordnung. Uebri- •gens nähren lieh die hiehergerechneten Infekten nicht von kleinen Thie* ren ; man findet fie auf Blättern und Blumen und fie fliegen nur des Abends. Bios die Stenopteren bilden eine Familie, deren Name von der Bil- dung gewifler Theile ihres Körpers hergenommen ift ; auch ift die Ver- fchmälerung ihrer Flügeldecken lehr auffallend und deutlich. Die Ornephilen. fcheinen faft diefelbe Lebensart zu führen als die Jjygopbilen, aber die erfteren fuchen weniger die Dunkelheit. Man lieht fie bey Tage an fchattigen Orten unter Bäumen herumfliegen. Die Photophygen haben Flügeldecken, welche verwachfen find und den Hinterleib umgeben; gar keine häutige Flügel. Sie können nur gehen und felhft dies nur Ichlecht und Ichleppend, da bey den meiften der Hin- terleib grols und die Füfse Ichlecht artikulirt find: es find dies die Tar- digräden unter den Infekten, fie nähre« lieh nur von faulem Holz und Vegetabifien. Die Mycetobien enthalten die kleinften Arten diefer Ordnung; fie fcheinen fich blos von Schimmel, Moos und Champignons zu nähreu. Ihr Körper ift platt, fie halten fich unter Steinen oder unter Rinden und in den Vegetabifien auf, voh denen fie fich nähren. 2X4 Koleopteren Fühlhorn er ...i < o 3 m 3 5 3 a $ o er fB y CD 3- fB ' rB X p: Tj £5- CD o CU fco r -u 03 IS *T3 ^3 EC P ö 01 O CD > 3 -EC o o 2. P PP P E r* p: *-J • t>e P- (A pc: p» n> Co h* *-r-, CD •E 3 Ol r-r D CD ** 00 ^ N p: Er* o e . D PT* P: (-T5 CD o . . pr* a> CD *1 Ö H» Pu £ _ s - P^2_ sf 2. o 53 E^ E cd CTQ^ E CD /— H p p’ cd cd E p' ^ EP «P: CTQ t-T - J ^ • Ei CD O: % 3 3 £ 5 vr v. » P 3 CD o ö 53 d 53 o w 53 O E -1 CD E CD CTQ 5? CD E 2 eI crc> CD >_=j Pu CD i . X E i-H w w r GO G X N S ffi w pD o Ü w w TJ kH co "d X GO H W X -O X X X BEMERKUNGEN ZUR GXXXL TABELLE. D ie Familie der Epifpafi.cn, die fo nach an der Spitze derjenigen Ko- leopteren ftehen, welche fünf Glieder an den Vorderfüfsen und nur vieraw. deaHinterfüfsea haben, gränzen vollkommen an dieApalytren der vorigen Roleopteren. 215 Unterordnung. Man kennt die Lebensart der Larven diefer Infekten nur fehr, wenig; aber das was wir durch die Beobachter ( de Geer ) bisjetzt davon wifferi, mufs die Neugierd-e. lehr rege machen. In ihrem voll- komm nen Zuftande findet man diefe Infekten auf den Blumen und Blät- tern gewifier Bäume, wovon fie lieh nähren. Man hat ihnen den Namen Blafenzieher gegeben, weil viele hieher gehörige Arten die Wirkung ei- ner leichten Verbrennung hervorbringen, wenn man fie auf die Haut legt. So ift es wenigftens mit den Beizkafern und Pflafterkäfern. r. u. 2, Die Gattung Dafjt (dafytes Pajkull z. B. Dermeltes hir- tus L.) und Haarkäfer (lagria Fahr.) z, B. Chryfomela hirta L. haben durch ihren Namen eine ihrer Haupteigenheiten ausgedrückt, nerplich die, dafs ihr Körper mit Haaren bedeckt ift. Durch diefen Umltand be- greift man auch, dafs lieh die Zahl ihrer Unterfufsglieder nicht gut unter- fuchen lafle, 3. u. 4. Die kornkäfer (notoxus Schaffer z. B. meloe monoceros L. und die Gattung anthicus Pajkull z. B. meloe antherinus L. un- terlcheiden lieh blos durch die Form des Halslchildes. Man findet fie gewöhnlich auf Blumen und befonders auf Doldenblumen. 5. Die Oelkäj'er (meloe L.) z. B. meloe profearabaeus find als der Typus diefer Familie anzufehen. Es gehören jetzt hieher nur die Arten ohne häutige Flügel, De Geer hat ihre Larve als Schmarotzerthier auf dem Körper einiger zweyflügeligen Fliegenarten gefehen, aber ihre Ver- wandlung nicht verfolgen können. 6. Die Pßafterliäfer (cantharis Geoffroy, lytta Fahricius) find die Infekten, deren man fich am jneiften in Europa bedient um Bla- len zu ziehen. Sie leben, inPerfien, fehr gefellig auf den Elchen, Weiden und fpanifchen Flieder. Ihre Lebensart und Entwickelung kennt man noch nicht. Z. B. meloe veficatoria L. 7. Die Wirrhornkäfer (cerocoma Geoffr.) heifsenfo, weil ihre Fühlhörner eine ganz befondere Form haben, und wie ein Haarwullt, durch die gezähnelten Zacken in der Mitte, ausfehen. Z. B. Gerocoma Schäfteri Fahr. 3. Die Reizkäfer (mylabris Fahr.) haben die Flügeldecken etwas dachförmig, dep Körper wie mit einem Buckel verfehen , das Halsfchild Ich mal er als Kopf und Flügeldecken. Z. B. meloe cichorii L. In China und Indien foll man Arten diefer Gattungen zu Blafenpflaftern anwenden. 9, Die Gattung Hpale (apalus Fahr.) gleicht den Reizkäfern fehr; aber die Fühlhörner find hier nicht keulformig. Von den Pflciiteikälerii unterfcheiden fie fich durch das Ruckenlchildchen. Z. B. meloe bnna- culat.us L, 10. Man kennt nur einige fremde Arten der Gattung Zonitis Fahr . fie gleichen denen der vorigen Gattung, aber ihre Fühlhörner find viel kürzer. Z, B. Z011, vittaca Fahr, zi 6 Koleopteren, N°. CXXXII. XII. Familie. SCHMALFLÜGEL ODER. STENOP- TEILEN. *) Käfer mit ungleicligliedrigen Unterfüfsen; liarte / fchmale Flügeldecken. Fadenförmige oft ge- zähnelte Fühlhörner. Gattungen. ''anliegender Nath ; Rückenfchildchen . deutlich ; f^g^^rnig 5. Stacbelkäfer Fühlhörner/ , , ... j iactenior- Imig . . 3. Engdeckkäfer a q; tG o. f als lä'ngli- feblend; j che Keule 6 . Analpe Fühlhörner/ | fächerför- l^mig . . 4 - Fächerträger . fborftenförmig 2. Schmaldeckkäfer ^getrennter Nath ; Fühlhörner-^ Gadenförmig . 1. Sitaris *) von Stevo^ Ichmal und rtTfgx FJiigef. BEMERKEN GEN ZUR CXXXII. TABELLE. Die Stenopteren haben fo fonderhar gebildete Flügeldecken, dafs es leicht ilt fie auf den erlien Blick zu unter fcheiden. Ihr freyes Ende iü immer fchmäler als die Bafis, vvas dem ganzen Körper ein fehr fonderba- res Anfehn und Haltung giebt. Man kennt die Lebensart der Infekten, die m diefer Familie vereinigt find, fehr wenig; doch Icheint lie fehr 'veiichieden zu feyn, wenn man fie nach der Verfchiedenheit der Orte be- urtheiren loll , wo man lie findet, da einige auf Blurhen, andere im Lehm und wieder andere in ßaumftämmen und Rinden gefunden werden. 1. Die Gattung Sitaris (Sitaris Latrcille) enthält nur einp Art, die cantharide a Landes jaunes Geoffr. man findet fie im Herbft fehr häufig an Lehmwänden. Man glaubt, dafs fie fich in ihrem erften Zu« ftande von dem Wachs oder den Larven der Mauerbiene nähren, 2. Der Name Oedemera, Olivier, bedeutet aufgetriebener Schen- kel. Diefe Eigenthümiichkeit wird zwar nicht an allen hierher gezählten Koleopteren. aij Arten währgeHömmen, auch nicht bey beyden Gefchlechterh gefunden. Aber auch aufser dem auf der Tabelle angegebenen Charakter kann man fie noch durch das in der Mitte wie zulammengefchnürte Halsfcbild und durch ihren fehr vorltehenden Mund unterlcheiden. Z.B. necydalis coreu- lea Fa b r. 3. Die eigentlichen Engdeckkäfer (necydalis Fabr.) haben vieles mit den Arten der vorigen Gattung gemein , mit der einige entomologilche Scbriftfteller fie auch vereinigen. Aber ihre Fühlhörner lind fadenförmig , ihr Halslchildchen nicht zufammengefchnürt , die inneren Ränder der, Flügeldecken an der Balis vereinigt, am freyen Ende von einander Hebend, und ihr Mund nicht lo vorltehend. Man findet lie auf Blumen. Z. B. N ec. rufa. 4. Die Gattung Fächerträger oder Ripiphorus, Fabr. hat ihren Wa- rpen von den, mit tiefen Einlchnitten verlehenen , Fühlhörnern der Männ- chen. Die ganze Geltalt dieler Infekten ift höchft fonderbar. Der Kopf ift vorn abgeftutzt und wie mit einem verlängerten Scheitel verfehen. Das Halslchild fteht nach hinten mit einer Spitze vor und erletzt, am Anfän- ge derNath, das Riickenlchildchen. Der Körper ift keilförmig, glatt und hinten wie abgeftutzt. Z. B. R. lubdipterus Fab, 5. Die Stachelkäfer (mordella L.) haben einen fpitzigen Hinterleib, ein Rücken fchildchen an der Bafis und das Halslchild vorn fehr zufam- mengefchnürt. Diele Infekten leben auf Baumltämmen oder Blumen. Z. B. M. fasciata. 6. G e off r oj hat die Gattung anaspis aufgeftellt, weil er glaubte, dafs die Arten, die er dahin zählte, kein Rückenfchildchen hätten. Siö haben aber wirklich eins. Doch unterlcheiden fiefichlvon den Fächer- trägern dadurch, dafs ihre Fühlhörner allrnählig gegen das Ende ztt dicker werden und aus körnerförmigen nicht kammartigen oder fächer- förmigen Gliedern hefteben. Von den Stachelkäfern weichen fie da= durch ab, dafs ihr Hinterleib nicht in eine Art von Schwanz endiget und dafs ihr Rückenfchildchen unmerklich und nur durch die Lupe wahrzu- nehmen ift. Z. B. mordella fröntalis Lin, 213 Koleopteren. No. cxxxin. XIII. Familie. WALDBEWOHNER ODER ÖR- NEPHILEN. *) Käfer mit ungleich gliedrigen Unterfüfsen; mit har- ten breiten Flügeldecken; fadenförmige oft ge» zähnelte Fühlhörner. Gattungen. faß viereckig: der Vor .| aus S ercllnltten * * *. *• Schattenkäfer dere P«.and dcffelben .S , t, ,. c k^zugerundet . . . . 2 . heilkater vorne fchmäler hinten breit 3 . Fadenkäfer f convex . . 4- Kalopus | j. f einfach; Halsfcriild-Z ^Schenke] J t vP lalt • • • 5- Kardinalkäfer ^aufgetrieben ........ 6 . Horia von op>j Holz, Wald und (p tXeo ich liebe. S vorde -j f aufwärts re Leine . . s, dreyeckig ; Seiten J gerichtet g. Sandkäfer des Halsfchildes 'S , X l^platt, l des Halsfchildes 4 , V S abwärts fßehend . 4 - Pedin ^eben fo lang als der Kopf . . . . . . 5- Sarrotrium *) von Avyyj Dunkelheit, Finflernifs und (piXtw ich liebe. ZIQ < Koleopteren. BEMERKUNGEN ZUR CXXXIII. TABELLE. Die gegenwärtige Familie bat, den etwas unbeftimmten Namen Orne> philen oder Waldbewohner bekommen, weil lieb kein ganz beftimmter Charakter für fie wollte linden laffen. Man findet hier alle die Käfer mit un gi ei chgliedr ig en Unterfülsen zufammengeltellt , welche in keine der fünf andern Familien pafsten. Und da man diele Infekten meiftens in Wäldern trifft, fo hatdas zu dem Namen die Veranlaffung gegeben. i.Die Schattenkäfer (beiops Fahr.) z. B. tenebrio lanipes, haben fadenförmige Fühlhörner, deren untere Glieder zylindrifch , die andern aber konifch find. Das Halsfchild endiget hinten mit zwey Spitzen. Sie haben ein Rückenfchildchen. Man findet fie unter Baumrinden, 2. Die Beilküfer (ferropalpus O livi er) find lehr leicht an den langen Frefsfpitzen zu erkennen, deren letztes Glied breit ilf. Man findet fie ebenfalls aulBaum- ftämmen. 3. Die’ Fadenkäfer, (cifteia Fahr.) haben lange, oft gezähnelte, Fühlhörner, einen kleinen 'vorwärtsgeneigten Kopf und halbmondförmige Augen. Sie halten fleh auf Blumen auf. Z. B. cifteia ceramboides. 4 - Di« Gattung Catopus, Fa kr. enthält nur eine einzige in Europa fehr lehne Art. Z. B/ cerafnb. ferraticornis B, 5 • Die Kardinalkäfer (pyroehroa, Geöffr.) haben den Gattungsnamen erhalten, weil bey den meiften die Flügeldecken feperroth gefärbt find. Der Kopf ift wie abwärts geneigt, die Augen mit einem Auslchnitt und das Halsfchild rundlich. Z. B. Pyr. coccinea Bahr. 6. Die Gattung Horia, Fahr, enthält nur ausiändifche Arten. Z. B. Hör. maculata Fahr. BEMERKUNGEN ZUR CXXXIV. TABELLE. Die Lygophilen werden von den übrigen Infekten der gegenwärtigen Unterordnung durch dieForm ihrer Fühlhörner leicht unterlchieden, denn fie find die einzigen, welche fie als eine lange Keule haben. DieArtenwo- mit fie noch die meifie Aehnlichkeit haben, find die der folgenden Familie, ab er die haben dann die Flügeldecken verwachfen. 1. Die Gattung Upis, Fahr, befiehl aus einer einzigen Art, die auf Schwämmen lebt. Z.B. atte» lab. ceramboides L. 2. Die Mehlkäfer (tenebrio Linn.) haben ein vier- eckiges Halsfchild, was gleiche Breite mit den Flügeldecken und die hin- tern Winkel verlängert hat. Die Vcrderfchenkel find etwas aufgetrieben. Z.B. Tenebrio molitor L» 3. Die Sandkäfer (opatrum B'abr.) haben die Glieder der Fühlhörner mehr rundlich als die andern Arten. Ihr Hals- fchild ift vorn zufammengefchniirt und die vordepn Beine zum Graben in die Erde geeignet. Z. B. tenebrio labulofus L. 4 * Die Bedinen (pedinus Latreille) lind den Sandkäfern fehr ähnlich; aber ihre Fühlhörner find weniger keulenförmig,, Z. B. Blaps glabra Fahr. 5. Die Gattung Sar- rotrium Illiger. orthocerus La Ir. beftelit aus einer einzigen Art, die fich im Sande aufhält; deren Fühlhörner aaslehen als wären fie durch- blättert. Z. B. hispa mutica L. 2 20 Koleopteren BEMERKUNGEN ZUR LXXXV. TABELLE. Die Infekten der (i5ten) Familie der Photophygen entlprechen der Linneifchen Gattung Tenebrio. Aber die Entomologie hat feit den letz- ten zwanzig Jahren lolche Fortfehritte gemacht, dafs man durchaus neue Koleopteren. 121 Gattungen zu errichten geiiöthigt war, um diejenigen Infekten dahin «zu fiellen, die, obgleich lie einige Aehnlichkeit zeigten, doch auch zu fehr lieh unterfchieden , als dafs man lie unter denselben Namen und in der- felben Abtheilung hätte laflen können. Die meiften Inlekten dieler Fa- milie find ausländifche. Man findet fie nur in warmen Ländern und auf den brennenden Sandwiifien. Sie kommen nur des Nachts aus ihren diifiern Winkeln hervor. Sie nähren fich von verderbenden vegetab bl- ichen und feuchten animalifchen Körpern. 1. Die Trauerkäfer (blaps) haben von Faftricius ihren Gattungsna- men erhalten, um damit die Langfamkeit ihrer Bewegungen anzudeuten. Ihre Flügeldecken erfirecken fich über den wie abgefiutzten Leib hinaus. Wenn man fie ergreift, Io verbreiten fie einen fehr unangenehmen Geruch. Z. B. Tenebrio mortifaga L. 2. Die Feiftkäfer (pimelia Fabr.) haben diefen Namen wegen der Rundung und Völle ihres Körpers. Die meiften Arten haben die Hinter- füfse verlängert. Z. B. pimelia muricatus. 3. Die Gattung Breitkäfer Eurychora Thunberg unterfcheidet fich, von der Gattung akis .und platynotus des Fabricius , nur durclji die fonderbare Form ihres Halsfchildes und ihrer Flügeldecken, die denen einiger Randwanzen nahe kommen. Z. B. Pimelia ciliaris O liui er. 4- u. 5. Die Gattungen irlkis , Fabr. z. B. Tenebrio fpinofus L. und die Zahnkäfer (feaurus Fabr.) z. B. feaur. liriatus F. belieben aus Infek- ten, die} in dem füdlichen Theile von Europa und Afrika zu Hanfe find. 6. Die Faltenkäfer (fepidium Fa b. z. B. Pimelia tricuspidata L.) find ebenfalls afrikanifche Infekten, deren Halsfchiid oder Flügeldecken mit erhabenen Leiiten uud oft mit Furchen durchfchnitten find. 7. Buckelkäfer (erodius Fabr.) kommen auch nur in diefen Ge- genden vor. Sie graben fich in den Sand, wo fie des Tags über verbor- gen bleiben. Z. B. Erod. gibbus Fabr. 8. Die Zophofen (Zophofis Latreille) gleichen den Buckelkä- fern, unterfcheiden fich aber durch die Form der Fühlhörner , deren Glie- der nicht runde Körner find. Z. B. Erodius teltudinarius Fabr, 9. Die Gattung Tagenia , Latreille beliebt aus Infekten von ei- ner ganz befonderen Form. Der Kopf bildet ein länglichtes Viereck was von einem Halsfchilde von derfelben Form getragen wird. Der Hinter- leib ili oval, Man hat fie nur an den barbarifcfien Kulten beobachtet. Z, B. akis filiformis pabr. 3522 Koleopteren. : No. CXXXVI. XVI. Familie. SCHWAMMFRESSER ODER MY- CETOB1EN. *) Käfer mit ungleichgliedrigcn Unterfüfsen; Barte nicht verwaclifene Flügeldecken; fchnurförmige Fühlhörner mit runder Keule. Gattungen. drey; Halsfchild breit und zugerundet; halbku- , gelförmige Flügeldecken . . ' 4. Agatbidie / vorn conkav; Körper gewölbt aufgetrieben 7- Tetratom I den Kopf verbergend; Körper f (ehr platt 8- Koffyplius fiibf; Ealsfcbild mit umgefeblagenen Rande, un- ten fchmäler werdend ^ . Anifotom fecbs ; Sternum als fcharfe Spitze Vorfiehend; ! kleiner Kopf ,6. Knedulon j"wie geknickt 1. Pilzireffer \ gerade; Körper lang , fa- denförmig ...... cs N &- 0 CS _0 C "■Ö S-. 0 0 flehen; Fühlhörner 2, Rindenkäfer acht ; Körper fehrj gewölbt 5. Pilzkäfer ) von'Mtotj]? — Y,7cr t Schwamm und Biov$ fleh ernährend. BEMERKUNGEN * ZUR. CXXXVI. TABELLE. Die Käfer die die Familie der Mycetohien bilden, nähren fleh durch- aus nur von verderbenden vegetabiliiehen Subftanzen. Man bat fie vor- züglich an den Morgeln und Schwammen gefunden, fo auch dm m eitlen. Larven. Aber ihre ^Lebensart ift noch nicht bekannt geworden. I. Der Name Pilzfreffer (boletophägus llliger) Eiedona La tr eit- le z. B. Silpha reticulata L, zeigt die Nahrung der Arten an, die dielen Namen tragen. Von den Pilzkäfern unterlcbeiden fie fich durch ihre kür- zere Fühlbornkenle und durch die Abwefenheit des Stirnfchildes ; von den Anifotomen ebenfalls, da das Halsfchikl der letztem, vyeniger breit als die Flügeldecken und hinten -zugerundet ift; desgleichen von den Rinden- 225 K'oleopteren. käfern , deren Körper lang und fadenförmig ift und foaucli von den Aga- thidien deren Fühlhornkeule nur fünfgliedrig Und deren Beine gezähnelt find; 2. Die Rindenkäfer (hypophlaeus Paßkull) leben gewöhnlich unter feuchten Binden. Die Form ihres Körpers ift. hinreichend um fie von den andern Arten diefer Familie zu unterfcheiden. Z. B. Hyppophl. borus Fa b r, 3. Die Gattung Anifotoma K n 0 c h , welche Kugel an auch vol- vox und Herbft Tetratoma, Latreille Leiodes genannt haben , die aber bey den meifien Entomologen für Halbkugelkäfer angefehen wor- den ift, hat ihren Namen von der fonderbaren Form der Fühlhörner, de- ren durchblätterte Keule nach dem Willen des Thierps verlängert und verkürzt werden kann. Anifot. limneralis Fahr . 4. Di e Hgathidien (agathidium Illiger ) wurden auch lange mit den Halbkugelkäfern zufammen verwechfelt, mit denen fie wirklich glei- cheKörperform haben. Man findet fie unter Baumrinden und auf Schwäm- men. Z. B. anifotoma feminulum Fahr. 5. Die Pilzkäfer (diaperis G e o ff r o y) z. B. chryfomela boleti L. finden fleh vorzüglich auf den Pfifferfchwämmen (boletus) die fie, wie auch ihre Larve, von einem Ende zum andern durchbohren. Der Körper ift ganz gewölbt, ungefähr wie böy den Blattlauskäfern. 6. Die Gattung Cnodulon Fahr, begreift nur Infekten aus Afrika und Südindien in fich. Man hat fie lange auch mit dem Namen erotylus belegt, aber fie unterfcheiden lieh von ihnen durch die Zahl der Fufs- gliederi Z. B. enod. viride» 7. D ie Tetratomen (tetratoma Herbft ) heifsen fo, weil die Keule ihrer Fühlhörner aus vier Gliedern befteht. Das erfte ihrer Glieder der Unterfüfse ift viel länger als die übrigen, die fo dicht an einander liegen, dafs fie fchwer zu unterfcheiden find. Man findet fie nur auf Schwäm- men. Z. B. tetratoma fungorum. Panzer. 8- Die Gatiung Cojfyphus Olivier enthält Infekten mit einem ova- len platten Körper, um welchen das Halsfchild und die Flügeldecken rund- herum, eine breite, zarte und horizontale Einfaffung bilden. Sie glei- chen etwas den Leuchtkäfern. Z. B. coffyph. depreffus Fa b r. Koleopteren % 2 -{. BEMERKUNGEN ZUR CXXXVII. TABELLE. Die Käfer mit vier Gliedern an allen Unterfiifsen, oder die Tetra - meriden nähren fleh alle von vegetabilifeben Subftanzen. Man findet bey ihnen drey lehr natürliche Familien, die eine grofse Zahl von Arten in lieb enthalten. Sie entfprechen fall den, auch durch Lebensart fehr verfchiedenen, Gattungen curculio, chrylomela, und cerambyx der frü- hem Entomologen. Die Infekten der erften Familie nähren fleh vorzüg- lich von Saamen; die der zwevten von Blättern und die der dritten voa frifchem oder faulendem Holz. Die zwey andern Familien enthalten nur die Arten, worauf di« den drey erften Hauptfamilien beygelegten Charaktere nicht pafsen. Koleoptererio 225 Man hat ihren Namen von ihrer Bildung bergenommen und fie zeigen die Ei^enthiimlichkeit, dafs ihre Fühlhörner immer keulenförmig find und von keiner Verlängerung der Stirn getragen werden, wie bey vielen Rhi- noceren. Zwey lehr abweichende Gattungen, die, einiger Dinge wegen, zugleich zu den Xylophagen und zu den Omaloiden gezählt werden konnten, fich aber doch durch wefentliche Eigenheiten wieder davon entfernen, find hier helonders aufgeführt worden und follen auch gleich erläutert werden. Die Gattung Spondylis Fahr, gleicht der Gattung cerambyx fehr, aber die Fühlhörner haben in ihrer ganzen Länge f alt dielelben Dicke, be- fteben aus rundlichen in einerley Richtung e;was plattgedrückten Glie- dern; fie find iüberdem kürzer als das Halsfchild, was kuglich ifi, wie bey der Fabriciusfchen Gattung clytus. Man kennt nur eine Art, aus welcher Degeer einen Mehlkäfer, Linni einen Afterriiffelkäfer gemacht hat; man giebt ihr den Beynämen oeramboides. Degeer hat fälfchiich fünf Fufsglieder an den Vorderfüfsen abgebildet und befchrieben. Die zur Gattung Cucujus Fahr, gehörigen Käfer, nähern fich mehr als alle andere Koleopteren, durch ihre platte Körperform, den Omaloiden ; aber nur zwey Arten diefer Gattung haben die Fühlhörner etwas keulen- förmig, bey den andern find fie fadenförmig mit deutlichen etwas kör- nerähnlichen Gliedern. Man hat von diefer Gattung noch diejenigen Arten unter dem Namen bronte Fahr, oder ulleiotes Labreille ge- trennt, deren Fühlhörner bis an das Ende des Körpers gehen , während fie bey der Gattung cucujus etwas kürzer find. Uebrigens ilt diele Gat- tung auch noch in der Familie der Omaloiden aufgeführt und zwar hat die eine fpecies, welche in den Wäldern unter Baumrinden zuweilen angetroffen, wird, die Fühlhörner nach vorn allmäklig dicker werdend. Dumeril ZeoL J S 22Ö Koleopterer! BEMERKUNGEN ZUR CXXXVIII. TABELLE. Die Familie der Rhinoceren enthält Arten, die unter einander fo vie-i ie Ähnlichkeit zeigen, dafs die frühem Entomologen fie alle in eine; Gattung brachten, die fie eben fo nannten als jetzt die Familie heifst. ; Da aber jetzt mehr als 1200 Arten bekannt find, fo mufste man durchaus Abteilungen machen , die dazu noch nicht einmal genug vervielfältigt find und noch nicht hinreichen. Dis meilten diefer Infekten entwicke!» Roleopteren. 227 ..fielt aus weichen oft klebrigen Larve, die lieh vorzüglich von Pflanzenfaa- men oder Blättern nähren und von welchen einige lieh im Innern der Baumftämme und Wurzeln aufhalten und verwandeln. 1. Die Gattung Saamenkäfer (bruchus, Finne ; Mylabris, Geoffr. 2. B. bruchüs pifi) enthält diejenigen Käferarten, welche in den Saamen von Pflanzen und befonders in denen von den Gemülepflanzen, Erbfen, Linfen u. I. \v. leben. 2. Die Dickkäfer (rhinomacer Fa hr.) find nicht die, welche G p offroy als beemares au [führte, — die vielmehr zu der Gattung attelabus gehörten — fondern kleine Käfer, mit kurzem Schnabel, fadenförmigen Fühlhörnern, viereckigem Halsfchilde und vorwärtsgeneigtem Kopfe, die lieh auf Blu- men finden. JZ.B. rhinomac. curculinoides. Von Clairville ift diefe Gattung mycterus genannt. Z. B. myct. grileus. 3. Mit den Piattmaulkäfern (anthribus Geoffr .) ift es derfelbe Fall wie bev der vorigen Gattung. Der von Fabricius beybehaltene Name gilt nur noch für die Arten, wovon Olivier die Gattung macrocephalus ge- macht hat. Man findet fie auf Baumfiämmen, kennt aber ihre Lebens- art nicht. Z. B. curcul. albinus L 4. Die Dickhornkäfer (brachycerus Olivier ) haben ganz kurze, nicht geknickte Fühlhörner; ihre Flügeldecken find verwachfen. Der Körper ift ungleich, rauh. Z. B. durculio barbarus L. 5. Die 1 'Afterrüffelkäfer (attelabus L. z. B. attel. coryli L.) haben Kopf und Halslchild fchmäler als die Flügeldecken, einen kurzen, wie zufammengefchniirten, Rüffel und Bogenförmige Fühlhörner. Die Larven haben keineFüfse; fie ziehen ihren Körper vermittels ihrer Mandibeln und einer klebrigen Feuchtigkeit, die aus etlichen Hervorragungen unter dem Leibe fchwitzt, fort. 6. Die Spitzmaulkäfer (oxyfioma) find kleine Arten Afterrüffelkäfer deren Körper bimförmig ift, fo dafs der Rüffel den Stiel bildet. Z. B, attelabus craccae Fahr. 7. Die Rüffelkäfer (curculio L.) bilden eine lehr zahlreiche Gattung, wohin man alle die Arten bringt, welche geknickte keulenförmige Fühl- hörner , einen ovalen Körper und rundlichen Rüffel haben. Man hat Un- tergattungen gemacht, die man calendra z. B. eure palmarurri L., rhina z. B. lixus barbiroftris Fahr., coffonus z. B. eure, ater L., lixus z. eure» paraplecticus L. u. 1 . w. genannt hat. g. und g. Die Gattung Bainphiis, C l ai r vi 1 1 e z. B ramph. clavicor- nis und Rhynchaenus , Clairville z. B. eure, alni, find auch von dem Rüffelkäfern, aber nach mehr hervorftechenden Eigenheiten, getrennt. 10. Die Schmalkäfer (Brentus Fahr.) haben eine lä.iglichte falt fa- denförmige Bildung. Der Kopf ift fehr lang gefireckt, nicht vorwärtsge- neigt, in der Gegend der Augen etwas dicker. Man tbeält fie in Arten, mit gezähnelten und in folche mit einfachen Schenkeln. Alle find in v Amerika oder Afrika einheimifch. Z. B. Brent, anehorago Fahr. - 15 * f 22S Koleopteren. N°. CXXXIX. XVIII. Familie. WALZENFÖRMIGE ODER CY- LINDROIDEIS1. *) Käfer mit viergliedrigen Unterfüfsen; keulenförmi- ge, von keinem Rüffel getragene Fühlhörner; walzenförmiger Körper. Cu X Gattungen-. 4- Immenkäfer 5* Corynet ^ ffafl; würfelförmig ; (lurchblätterte nicht fchmäler | Fühlhörner . ...... i. Kappenkäfer y, ■ f j i Gründlich .... { hinten lchtnaler werdend,/ fmit einem Saume werdend, . / -iu. c rt i i c- f rund . 2 . Borkenkäfer j gewölbt ; leite, keuienlor- fmige Fühlhörner; Leib-/ abge- /Itutzt . 3- Rindenkäfer ) von walzenförmig und udot; Geftalt. L N°. CXL. XIX. Familie. PLATTFÖRMIGE ODER OMA- LOIDEN. *) Käfer mit viergliedrigen Unterfüfsen; keulenförmi ge, auf keinem Rüffel fitzende Fühlhörner; platt gedrückter Körper. Gattungen. dünn und lang (faden- L feit i, Splintkäfer förmig); Fifhlhoiinkeule.^^^^ . . 3 . Langkäfer , , /platt; Fühl- /kürzer als das Halslchild 3. Getraidekäfer länglicht; j lornc ' r '/länger als das Halslchild 4 - Cucujus ^LLiLLhiicL /mit Stacheln . . . 7, Heterocerus I convex; Vor- j /derbeine . . < ohne Sta- f deut- i cheln; Fühl- j lieh . r. Glattkäfer fhomkeule { urimerk _ flieh . 6. Pfiifferkäfer ) von ejuffiAo; platt und aSoi; Form. Koleopteren. 229 BEMERKUNGEN ZUR CXXXIX. TABELLE. Die Cjlindroiden entsprechen durch Körperform und JLebensweife den Teredylen, unterlcheideti fleh aber von ihnen durch die Zahl der UnterfuSsglieder. Alle, mit Ausnahme der zw ey letzten Gattungen, die wahrfcheinlich in der Folge eine Familie bilden werden, nähren und ent- wickeln Ile lieh in trocknem Holze, was He verzehren und weswegen He in Holzwerk und Meublen grolsen Schaden thun. i. Den Namen apate ha- ben die Kappenkäfer von F abr i eins deswegen erhalten, weil Sie, wenn fie in Gefahr kommen , triigerifch lieh to dt Stellen können. Als Larven, leben Ile zwey Jahre im Holze. Sie greifen vorzüglich gern abgeftorbene Wurzeln an. In ihrem vollständigen ZuStande leben lie auf Bäumltäm- men; fie fliegen nur des Abends. 2. und 3. Die Borkenkäfer (boftrichus Fahr. z. B. boft. typographus und die Rindenkäfer (Scolytus z. B. boit. fcolytus) leben in demSplint der Bäume und iu einigen holzigen Schwäm- men. Ihre Larve iSt der der Petaloceren ähnlich. Sie helfen unter den Bünden der Bäume labyrinthähnliche Gänge, die oft wie Buchftaben auslehen, daher der Beiname typographus , calcographns u..f. w. 1 4 - k)ie Larven der Immenkäfer (clerus Lin. trichodes Her bft, Fahr.) Schei- nen nach Swammerdams Beobachungen Sich nur von Bienenlarven zu nähren. Im ausgebildeten Zuftande leben Sie auf Blüthen befonders der D'oldenbluvnen. Z. B. der. apiarius. 5. Die Co ryneten (corynetes Fu.br. necrobia La tri) ernähren fich im Gegentheil von animalilchen Subflan- zen , wie die Speckkäfer. Z. B. c. rufipes BEMERKUNGEN ZUR CXL. TABELLE. D ie Omaloiden heifseri fo im Gegenfatz zu den Infekten der vorigen Familie , denen Sie in der Form der Fühlhörner gleichen. Sie nähren lieh von vegetabililchen Subftanzen und haben einige Aehnlichkeit mit den Mycetobien. MeiSi find es kleine Arten. 1. und 2. Die Splintkäfer (lvctus z. B. lyct. canaliculatus P ayk. Fahr.) und die Langkäfer (coly- dium Payk. z. B. ips fulcata Fahr.) unterfcheiden üch nur durch die Fühlbornkeüle. Sie leben unter feuchten Rinden und in Holze, was in Verderbnils übergeht. 3. Die Getraidekä/er (trogofßta Oliv.) gleichen etwas der Gattung platycerus, mit dem ße Geoffroy zufammengeßellt hat- te. Man findet fie in feuchtem Brod öder unter Rinden. Z. B. Trog, coerulea Fahr. 4 - und 5. Die Gattungen C ti cujus z. B. cuquj. depreffus und ips Fahr. z. B, ips celiäris leben unter Rinden. Die erlten find lehr platt und ihre Fühlhörner haben körnerähnliche Glieder; bey den zweiteu finden fich die allerkleinSten Käfer. 6. u. 7. Von den Pfijferkä - fern (niycetopbagus z. B. chryfomela 4 punctata L.) und Heleroceren (heterocerus z. B. het. marginatus Bose., Fahr.) die faß gleiche Kör- perform haben, leben die erftern ausfchlietslich auf Schwämmen, die zweyten finden fich an den Rändern fiti 11 fie heil der Gewäffer und Scheinen ihre Wohnung unter feuchten Sande zu haben. 23 (y Koleopteren. N°. CXLI. XX. Familie. HOLZFRESSER ODER XYLOPHA GEN. *) Käfer mit viergliedrigen Unterfüfsen; borftenförmi ge, auf keinem Rüffel fitzende Fühlhörner. Gattungen. 5. Halbdeckkäfer 1. Zangenbockkäfer 2. Schmalbockkäfer s «*y w ich e ^ e * BEMERKUNGEN ZUR CXLI. TABELLE. Die Xylophagen entfprecben der fo fehr zahlreichen Linne'ifchen Gattung cerambyx, von welcher man aber jetzt alle die Arten weggenom- Wien hat, deren Eigenthümlichkeiten eine lolche Trennung rechtfertigten. Uebrigens gleichen fleh diele Infekten lehr in der Art ßch zü bewegen und haben auch ganz gleiche Lebensart. Alle ohne Ausnahme leben als Lar- ven im luhern des Holzes. Sie haben dann die Geltalt eines langen, weichen, weilsen vierfeitigen Wurmes, der auf dem Rücken und am Bau- ghe mit Warzen befetzt ift. Das dem Kopfe entlprechende Ende ift et- was dicker und mit mehreren Furchen verleben. Unten litzen (echs kurze, Ichuppige Fülee. Einige leben in Irilchen vollfaftigen Aelten, andere zie- hen die Stämme von abgeftorbenen Bäumen vor. Sie bereiten lieh darin Koleopteren. 231 lange Gänge, in welchen fie lieh vermöge der Warzen ihres Körpers mit einer unbegreiflichen Schnelligkeit bewegen. In ihrem ausgebildeten Zu- Itande find die meiften mit fchönen Farben geziert, haben lange Borlt en- förmige Fühlhörner, mitgrofsen, deutlichen rückwärtsgerichteten Glie- dern, Durch das R.eiben ihres Halsfcliildes an derBafis der Flügeldecken, bringen fie einen belondern Ton hervor. Die Weibchen find dicker als die Männchen, haben weniger glänzende Farben und kürzere Fühlhörner. Alle diele Infekten leben in ihrem volikomrnnen Zufi.ande.jiur kurze Zeit, i. Die ZiangejibockkuJer (rhagium Fahr.) haben kurze Fühlhörner, in Proportion zu denen der übrigen Arten diefer Familie ; fie fitzen lehr nahe an einander auf einem breiten hinten verlchmälerten Kopfe. Ihr Halsfchild iit Ichmal, Itachlicht und die Flügeldecken gegen die Spitze zu fchmäler. Diefe Infekten haben eine fonderbarfe Haltung. Wenn fie ruhig find, find die Fühlhörner vorwärtsgerichtet; Wenn ihnen Ge- fahr drpht, bleiben fie ganz unbeweglich ; ihre, mit rauben famtartigen Knöpfchen verfehenen, Fiifse halten felbft an den glattefien Körpern lehr feit. 2. Die Schmalbockkäfer (leptura L. z. B. Lept. melanura) gleichen der Gefialt nach den Zangenbockkäfern; aber ihre Fühlhörner find län- ger und hinterwärtsgerichtet. Ihr Halsfchild ifi nicht Itachlicht. Man findet? fie auf Blumen. 3. Die Halbdeckkäfer (molorchup Fahr, necy- dalis G e off r.) z. B. necydaiis rriajor L. haben fehr kurze Flügeldecken, welche die, nicht in die Queere gefalteten, Flügel nicht ganz bedecken; fie fehen aus wie nicht vollftändig entwickelte Schmalbockkäfer. 4. Die Scheibenkäfer haben, wie auch der Name callidium Fahr, ausdrückt, lebhafte und angenehme Farben und find lebhaft in ihren Bewegungen. 'Z. B. cerambyx bajulus L. Neuerdings bat Fabricins diele Gattung irj zwey getrennt. Die Arten mit kugelförmigem nicht plattem Halsfchilde, dreyeckigem nicht rundem Rückenfchildchen , und zufammengedrückten nicht keulenartigen Hinterfchenkeln, belegt er mit dem Gattungsnamen elytus z. B. cerambyx arietis L. 5 - Die Kragenkäfer (Saperda Fahr. z. B. ceramb. linearis L. find die Arten der Bockkäfer , deren Halsfchild rundlich, an den Seiten nicht itachlicht und im Ganzen mehr lang als breit ifi. Der Körper ifi fafi walzenförmig von einem Ende zum andern. 6. D ie Bockkäfer (cerambyx L. z. B. cer. mofehatus) haben die Fühlhör- ner zwilchen den Augen, den Körper hinten fchmäler, leicht platt ge- drückt, die Augen rundlich, Halsfchild fiachlich und die hinteren Schen- kel und Bein zufammengedrückt. 7. Die Kurzbockkcfer (lamia Fahr, z. B. ceramb. aedilis L ) gleichen den Kragen - und den Bockkäfern. Ihr Kopf ifi febr abwärts geneigt; ihr Leib etwas aufgetrieben, die Schenkel rund und oft find die Flügel zufapun engewach fen. Die Larve lebt in Wurzeln, g. Die Forjikä/er (prionus Fabr. z. B. ceramb. coviarius L.) haben oft fägeförmige Fühlhörner, den Körper immer etwas platt ge- drückt, den Kopf gerade; die Fühlhörner fitzen über den Kinnladen und das HälsfcKild hat fchneidende, gezähneite oder fiachiichte Ränder. I 23 a Koleopteren. BEMERKUNGEN ZUR CXLII. TABELLE. Man kann bey der Familie der Phytophagen die nämliche Bemerkung wie bey der vorigen Familie machen. Alle dazu gehörigen Arten wurden von Lintie für Blattkäfer angefehen. Diefe Infekten kommen aus Larven, welche gewöhnlich gefellig auf Pflanzenblättern leben ; ihr Körper ift oft gefärbt, kurz und dick und in die Queere gefurcht. Zuweilen 1 affen fie aus ihrer Oberfläche oder aus ihren Gelenken gefärbte und riechende Feuchtigkeiten hervorfch witzen. Ihre Fiifse find lang und lie gehen mit Leichtigkeit, i. Die WaJJerpßanzenkäfer (Donacia I< ab r. z.B. LeptjUra I Koleopteren. a 33 aquatica De Geer) fcheinen die beyden Familien zu verbinden. Sie Laben die Geltalt der Zangenbockkäfer und die Lebensart und auch in etwas die Geftalt der Spargelkäfer. Ihre Larven nähren lieh von Wafler- pflänzen. 31 Die Spargelkäfer (crioceris Geoffr., lema Fahr. z. B. Crioc afparagi) können leicht an den nicht aufgetriebenen Hinterichen- kein und an der Geftalt des Halsfchildes unterlchieden werden, was Ichmal und zylindrifch ift. 3. Di e Dornkäfer (hifpa Fahr. z. L. hilpa atraj find den Spargelkäfern fehr ähnlich, aber ihre Fühlhörner fitzen) zwilchen und nicht vor den Augen; oft ift der Körper fiachiicht. 4 - Heloden (Ke- lodes, P aykullj Prafocuris, Latr eilte z. B. Chrylojn. phellandrii L.> die lange für Spargelkäfet gehalten worden find, haben die Fühlhör- ner nicht fo lang als das Halsfchild , letzteres aber ift breiter als der Kopf. 5. Die Fadenhornkäfer (luperus G e offr.) haben fehr lange, oft über den. Körper hinausragende , Fühlhörner, den Kopf fo breit als das Halsfchild und den Leib breiter als beyde genannte Theile. Z. B. Crioceris flavipes Fahr. 6. Bey den Furchtkäfern (galeruca Geoffr.) find die Fühlhör- ner etwa halb fo lang als der Körper und fitzen zwifchen den Augen. Der Körper ift oval und länglicht. Z. B. G. caltnarienfis Fahr. 7. Die Erdflohkäfer (altica Geoffr. z. B. Chryfom. oleracea L.) unterfcheiden lieh von den Furchtkäfern nur durch die aufgetriebenen zum Springen tauglichen Schenkel. 8* Die Fallkäfer (cryptocepbalus Fahr.) haben den Kopf unter dem convexen Halsfchilde verborgen und fadenförmige Fühlhörner, Z, B. Chrylom. fericea L. 9. Die Sägekäfer (elythra Latr.) unterfcheiden fich von den Fallkäfern nur durch die lägeförmigen Fühl- hörner. Z. B. Chryfom. quadripunctata L. 10. Die Blattkäfer (chryfo- meia L. z. B. Chr. tenebrioides L.) haben einen ovalen an beyden Enden zugerundeten Körper. Ihr Halsfchild ift platt, mit überftehendem Rande au den Seiten rund, vorn ausgeschnitten. ix. Die Alurnen (alurnus Fahr.) gleichen einigermafsen den Dornkäfern, aber ihr Halsfchild ift etwas abgeplattet und der Körper nie mit Stacheln beletzt. Z. B. alurn. groffus Fahr. X2. Die Erotylen (erotylus Oliv. z. B. chrylom. gigantea L.) haben keulenförmige Fühlhörner. Sie gleichen den Blattkäfern und der Band des Halslchildes zeigt vier deutliche Ecken. Die Flügeldecken find unter den Hinterleib umgelchlagen. 13. Die Schildkäfer (paffida z. B. caffida viridis l.inn.) kommen aus Larven, deren Schwanz gabel- förmig und oft von ihren Exkrementen bedeckt ift, wodurch fie bey Ge- fahr verborgen werden. Im vollftändigen Zuftande ift das Thier auch durch die Form feines Körpers gefchützt, der unten platt ift und über ■welchen die Flügeldecken und das Halsfchild überall hervorragen, 254 Roleopteren. N°. GXLIII. IV. Unter o rd nun g und XXII. Familie. TRIME- RIDEN. *) Käfer mit drey Gliedern an allen Unterfiifsen. Gattungen. Lkeulenför- Chaarig, lang geltreckt . . i. Haarhornkäfer mig, . . J (Gang, J ^nackt, durchblättert . . 2. Eumorphe fjall fadenförmig ........ 3. Endomychus | -= j f an den Flügeldecken an- £ | kürzer als das Hals- j liegend ...... 5 * Scymne Ulchild ; Halslchild . • c 3 i v • — « • v. einfach, nicht zum Springen tauglich; UnterTufsglieder an der Zahl f mehr lang als fünf; Hals 1 - ! breit . . . 26. Anomiden fchild . . .d j breit* den Kopf 1 bedeckend . 2g. Blatten • • • 'N V *■' j fünf; Hinterleib mit einer f Zange endigend .... 34. Labidouren *) von O gerade und IlTf^ot Flügel. No. CXLV. XXV. Familie. Z ANGENS CH WANZE ODER LA BIDOUREN. *) Orthopteren mit fadenförmigen Fühlhörnern, gle chen dreigliedrig endigenden Fiifsen, und ei nein ZangenCchwanz. Zangenafcer. *) von Axßig ■ Zange und ovfix Schwanz. 1 - BEMERKUNGEN ZUR CXLIV. TABELLE. Die Qrdnung der Qrthopteren, von Olivier aufg^llellt, entfpricht der Abtheiluag, welche d e Geer Dgrmapteren und Fabricius Ulo- riäCa genannt hat. Obgleich der von der Bildung der Flügel hergenom- Orthopteren. , *37, öiene Charakter hinreichend iß, um die hieher gehörigen Infekten zu un~ terfeheiden ; fo tollen doch noch mehrere andere Eigenheiten hier aufge- ! führt werden , welche diefe Abtheilung rechtfertigen. Die allerwichtigfte ilt die Art der Verwandlung. Bey den Käfern iß die Larve total von dem ausgebildeten Inlekt verfchieden ; die Puppe iß unbeweglich, ruhend. Die Infekten der gegenwärtigen Ordnung dagegen, find in allen drey Zuftänden der Bewegung fähig und nähren ficli von den- felben Sublianzen. Die Larve hat keine Flügel ; die Puppe hat nur klei- ne Stumpfen,, das ausgebildete Inlekt hat aber diele Theile lehr grofs. Dazu kommen noch andere Rückfichten die die Auffielluhg diele* Ord- nung begründen helfen. , Alle, mit Ausnahme der Zangenafter, haben wei- che Flügeldecken, diefe durch keine Nath oder geraden Rand vereinigt, un d die Flügel nicht, wie die Käfer, queer über die Länge zufainmen gefaltet. Die meiften haben auf dem Kopfe, zwilchen oder vor den Fühlhörnern , her- vorragende, glatte, glänzende Punkte, die man einfache Augen oder Jiemma- ta nennt und die fich bey durchaus keinem Käfer finden. Bey den meilten find die Hinterbeine mit, in Längenreihen litzenden, Stacheln bedeckt. Faß alle näbren ficfa von vegetabilifchen Subfianzen , und haben auf der’ con- vexen Seite ihrer Kinnladen eine ganz eigne Frefsfpitze, die man Helm (ga- lea) nennt. Einige Arten, befonders einige W eibchen, haben keine Flügel . 1 [ Die Weibchen find gewöhnlich gröfser als die Männchen und legen ihre Eyer auf einen Haufen. Die Männchen können in einigen Familien, durch das Aneinanderreiben ihrer Flügeldecken und durch, die Bewegung derfelben, vermittelß der Flinterfüfse, einen befondern Ton hervorbringen. BEMERKUNGEN ZUR CXLV. TABELLE. Die Familie der Labtdouren enthält nur eine Gattung, aber die Bil- dung derfelben iß auch lehr merkwürdig und auszeichnend. Man nennt fie Zangenafter oder Ohrwurm (forficula z. B. förf. auricularia L.) Ihre Flügeldecken find denen der Raubkäfer ähnlich; aber obgleich diefe De- cken (ehr kurz find, fo bedecken fie doch die Flügel, die die Länge cjes Körpers haben, und zürn fliegen tauglich find. Diefe häutigen Flügel find dreymal in der Länge zuiammengefaltet und in der ganzen Breite durch einen bewundrijingswürdigen Mechanismus zufammen gelchlagen : vermittels del« len fie aufseritfchnell entfaltet und zulammen gefaltet werden können. Ihr Leib endiget mit zwey Haken, welche, in die Queere, fich zangenartig ge- gen einander bewegen und deren BeFtimmung man nicht kennt. Die Be- gattung gefchieht fo, dals beyde Gefchlechter mit den Enden des Körpers zufammen hängen. Das Weibchen bleibt gern in der Nähe der Eyer und felBft der daraus hervorkommenden Jungen, die der Mutter ähnlich aber flügellos find. Man findet fie gewöhnlich unter Rinden, Eine Art aber liebt vorzüglich trocknen, auf Landitrafsen liegenden. Miß, Sie fliegt hur des Abends, Orthopteren. N°. CXLVI. ' XXV. Familie. BLATTEN. *) Orthopteren mit borftenförmigen, fehr langen Fühl- hörnern; ovalem, plattem Körper ; mit breitem, fchildförmigem, den Kopf und den Flügeldeeken- Anfang bedeckendem Halsfchilde; Hinterleib in zwey kegelförmige Spitzen ausgehend; platte Hüften; fünfgliedrige Unterfiifse. Schabe. *)_ von BXa7fTW ich belchädige. / Orthopteren. 259 BEMERKUNGEN ZUR CXLVI. TABELLE. Die Schaben (blatta L. z. B. blatta orientalis) bilden auch eine natür- liche und in der Familie einzige Gattung, deswegen ilt hier auch der Na- me der Familie unverändert geblieben. Die Weibchen) dieler Gattung le- gen ihre Eyer in Zwüfchenräume eins hinter dem anderen. Dies Ey hat ei- ne ganz belondere Form : es ift lehr dick, cylindrifch, an beyden Enden abgerundet und ilt der Länge nach mit einer vorragenden Leilte oder Kiel Verleben : das Volumen deffelben ift faft eben fo grofs als das des Leibes der Mutter. Diefe Inlekten fliehen das Helle und laufen aufserordentlich fchnell. Mehrere Arten leben in Hölzern; andere haben lieh in unlern Wohnungen niedergelaffen und richten da, durch Zerftörung von Klei- dung und Zeug und Verzehrung von Efswaaren, grofsen Schaden an. BEMERKUNGEN ZUR CXLVIL TABELLE, V 1 . > Die Orthopteren sinomiden lind fleifekfreffende Infekten, welche ihre Beute lebend verzehren. Ihre Haltung ift fehr londerbar. Einige te- ilen aus wie trockne Blätter ; andre ähneln einem langen Stabe von brauner oder röLhliclier Farbe; mehrere können das Halsfchil'd nach hinten auf- wärts richten, um die Vorderfüfse zu erbeben, deren He fich als Hände be- dienen und die fie an den Mund führen können. Alle legen ihre Eyer als ein Bündel, von einer klebrigen blätterartig liegenden Hülle umgeben. 1. Die Fangkeufchrecken (mantis L. z. B. mant. oratoria) haben ei- ne eigne Haltung, woran fie leicht zu unterfcheiden lind. Ihr Kopf fitzt lenkrecht auf dem Körper, ilt dreyeckig und von einer Art von Hals ge- tragen. Ihre Fühlhörner zeigen in den verfchiedenen Arten, in Beziehung auf Geftalt und Länge, manche Verlcliiedenheiten, immer aber fitzen fie vorne auf dem Kopfe. 2. Die Blattheuf ehr ecken (phyllium llliger) z. B. mantis ficcifo- liaL. haben ihrenNamen von der fonderbaren Bildung ihrer Flügeldecken und ihres Leibes , welche Blättern ähnlich lehen. Auch hat man ^ine Art wandelndes Blatt genannt. Es find dies Inlekten der heilselten (fe- genden. 3. Die Kahlheufchrecken Gefpenfter (Phasma Bahr.) haben oft kei- ne Flügel. Ihr Körper ilt fehr lang und fchmal. In diele Gattung gehö- ren die gröfsten Infekten die es giebt. Man hat einige einen Fufs lang gefunden z. B, mantis gigas L. Die meiften leben in Aßen oder Afrika. Orthopteren. 240 BEMERKUNGEN ZUR CXL VIII. TABELLE. D ie Grylloiden haben eine Familienähnlichkeit, wodurch fie auch lehr leicht zu unterlcbeiden find, und diefe liegt vorzüglich in der Form des Körpers, welcher Ich mal, falt zylindriich und lang ifi; dann in der Stellung des Kopfes, die meiften vertikal, hervorragenden Kinn- laden, angetroffen wird; dann in der Länge der unteren Flügel, die der Länge nach gefaltet und gewöhnlich länger find als die oberen ; endlich in den langen Hinterfülsen und befonders in der Auftreibung dei Hinter- fchenkel, wodurch fie da? Vermögen erhalten fich von der Erde in die Höhe zu fchnellen, um nachher davon zu fliegen. Ihre Fühlhörner Io wie die Bildung anderer Körpertheile zeigt viele Orthopteren. 34 1 Verfc.hiedeuheiten ; wodurch es leicht wird fie in Gattungen abzutheilen. Die Weibchen find gewöhnlich viel dicker als die Manchen : fie legen ihre Eyer in einen aneinander klebenden Haufen. Die meiften Männchen bringen, auf die oben erwähnte Weile, einen befonderntTon hervor. 1. Di e- Säbelhcitf ehr ecken (locufta, Fahr.) haben Borftenförmige lehr lange Fühlhörner. Ihr Kopf ift von dem Halslchild, wie von einer Kappe, bedeckt. Rückenlchildchen haben fie nicht. fhr Leib ift hinten, wie der der Schaben, mit zwey Spitzen endigend,. Dne Weib- chen haben aulserdera zwey gerade oder gebogene läbelförmige Lamellen, zwÜ'chen welchen ihre- Eyer herabgleiten. Z: ß. Gryll viridiflimus' L. 2. Die Th urmheilf ehr ecken (truxalis Fahr.) halben den Konf pyra- midenförmig verlängert und zulamrnengedrückt und, in Proportion zu den übrigen Gattungen, kurze Fühlhörner, die über den Augen fitzen. Z. B. Gryil. nafutus L. Es find dies Infekten aus dem mittäglichen Euro- pa und Afrika. 5. Die Heufchrecken (gryllus Linn.) haben faß zylindrifche oft zu- fammers gedrückte und l’ogar wohl auch Keulenförmige Fühlhörner, Ihr Halslchild verlängert fielt nicht Rücken [childärUg zwilchen die Flügel- decken. Sie haben dreygli eifrige Umerfülse. Z. B. Gryll ftridulus L. 4. Die Grashüpfer (acridjum G e of/r.) lind den Heufchrecken fohr ähnlich, haben aber keine Flügeldecken und ihr Halslchild verlängert lieh über den Leib in eine Art von Rückenlcfciid , welches oft über denlelben hinausraget. Z. B. Acr. bipunctatum. 5. Die Gryllen (acheta, L Fabr.) haben borßehförmige Fühlhörner wie die Säbelheulchrecken , aber jhr Kopf iit kugelförmig und ihre Unter- füfse haben nur clrey Glieder. Ihr Halslchild ift mehr breit als lang. Die 'Weibchen haben eine rundliche Legefcheide. Die mteifien kommen nur des Abends hervor Mehrere Arten bekommen niemals Flügel : oft haben fie nur Flügeldecken. Z. B. acheta domeftica. 6. Die " Dreyzehgnyllen (iridaqfylus , Ol i vier) haben fadenförmige Fühlhörner , fonft aber faß die Gefialt der Gryllen. Sie graben in die Er- de. (Z. B. acheta digitata Coccjuehert illufirat. iconograph. des In- fectes Tal. 21 Fig 3 -) .7. Die Mauhvurfsgryllen (gryllotalpa F.) unterfcheiden fich von den Gryllen nur durch die Lebensart und durch die Bildupg der Vorderfüfse, woran dießeine breit, dreyeckig, gezähnelt und vorn fcheidend find und das erfte Unterfulsglied.mefleraijtig würkt. (Z. B. Gryllus gryllotalpa L.) V D umer ii Zool. iS / Neuropteren, 24 a N°. CXLIX. III. Ordnung. NEUROPTEREN. *) Infekten mit vier nackten Flügeln, von gleicher Confiftenz , mit netzförmigen Aderftreifen ; Kinn- laden. ' - Familien. f von der Unterlippe bedeckt . 30. Odonatben / ganz deutlich,^ ^unbedeckt , 28- Stegopteren \kaum ficbtar . . . 29. Agnathen *) von Ntugov Nerv, Ader und tttbqx Flügel. BEMERKUNGEN ZUR CXLIX. TABELLE. Die Ordnung der Neuropteren oder Netzflügler , begreift Infekten mit Kinnladen oder ohne Saugrüffel, welche nackte, netzförmig geaderte Flügel haben. Bey den meiften entwickeln lieh die Larven im Waffer; bey andern unterm Sande und, von einer kleinen Zahl, in freyerLuft. Es ilt cliefe Ordnung, obgleich auf die Geftalt der Flügel gegründet, doch keine natürliche, denn die in ihr vereinigten Infekten find, was Lebensart und Metamorphofe anlangt, in den verfchiedenen Familien fehl- verlchieden. Die Arten, welche als vollitändige Infekten eine längere Zeit (mehrere Ta- ge) leben, nähren fich blos von Infekten; mehrere aber nehmen gar keine Nahrung zu fich. Zur genauem Kenntnifs der Infekten diefer Ordnung, foll hier das Allgemeine jeder Familie für fich betrachtet werden. Die Lebensart der Stegopteren , welche im Ruhezufiande ihre Flügel dachförmig liegen haben, ift nur wenig bekannt. Die meilten bis jetzt beobachteten Arten kommen aus fleifchfreffenden Larven , welche den In- fekten, wovon fie fich nähren, mit Lift gleich [am Fallen Itellen oder die langfam fich bewegenden oder die in Gefellfchaft lebenden angreifen. Sie fpinnen fich unter der Erde, in einem Kokon, ein und verwandeln fich in eine unbewegliche Puppe, an der aber, wie bey den Käferpuppen, alle Theile fchon ficlitbar find. Andere Larven bleiben im Holze verbor- gen. Einige entwickeln fich im Waffpr. In ihpem vollkommnen Zufian- de leben fie nur wenige Tage : ihr Flug ift kurz . und nicht hoch. Einige Neuropteren. «43 Individuen [cheinen zu einer unbedingten Unfruchtbarkeit verdammt zu feyn. Die dgnathen entwickeln /ich im Walter. Sie haben einige Aehn- lichkeit mit den letzten Familien der Lepidopteren , durch ihre Verwand- lung, in ihrem Larvenzufiande. Die Meiften haben eine Art von Kieme zur B.efpiration im Walter. Bey Einigen ilt die Puppe unbeweglich in einer Scheide fleckend; bey andern ilt fie in allen Zufländen beweglich. Im Ganzen leben diefe Infekten in ihrem vollkommnen Zuflande nur lelw kurze Zeit, indem ihnen die Hiilfsmittel mangeln , wodurch fie ihre Bedürfniffe. befriedigen können. Einige brauchen mehrere Jahre um lieh zu entwickeln, endlich nehmen fie ihre letzte Geltalt an, werden zur Fortpflanzung tüchtig und dann folgt oft in einem Tage Begattung,, Eyer- legen und der Tod aufeinander. Die Odonathcn haben alle Flügel faft von einer Gröfse. Alle gleichen ficb in Lebensart und Metamorphose. Sie kommen aus Larven, die im Waffer leben, wo fie ficb von kleinen Wafier- Thieren nähren, die fie mittels einer Zange ergreifen, womit ihre lehr vcrfireckbare Unterlippe bewaffnet ift. Sie fchwimmeri im Waller auf eine ganz eigne Weife, die mit ihrer Relpirationsart zulammenhängt. Sie nehmen in das untere; Ende ihres Darmkanals, durch die Afteröffnung, Waller, worin fie befiän- dig leben, auf und einige Zeit nachher treiben fie es wieder wie mit einer Spritze hinaus. Das umgebende Waffer leiftet diefem herausgetriebenen Waffer Widerfiand und dadurch wird das Inlekt, in der entgegengeletz- ten Richtung, fortgetrieben. Alle Odonathen, ohne Ausnahme, haben eine bewegliche Puppe, die von der Larve nur durch die Flügelflumpfe ab- weicht, die man hinter dem Halslchilde wahrnimmt. Wenn ficb diefe Infekten, zum Uebergang in ihren letzten Zuftand, verwandeln wollen, fo verlaffen fie das Wafier, durch trockenwerden Ipaltet lieh ihre Flaut und das ausgebildete Inlekt fliegt in die Luft und verfolgt die kleinen Inlek- tenarten , von denen es lieh nährt. Da die Generationsorgane bey den Männchen an dem Anfänge des Hinterleibes, (dicht hinter der Brufl 1 ) fitzen , lo müffen fie durch ein Paar an ihrem Hinterleibsende befindliche Zangen, die fie den Weibchen an den Hals legen, diefe letzteren zwin- gen, dals fie ihre, wie gewöhnlich am Ende des Hinterleibes liegenden, Generationsorgane an jene des Männchens anlegen und zu diefem Behuf ®ine lehr fonderbare Biegung ihres Körpers vornehmen, ' 244 Neuropteren. Glieder an den Unterfüfsen _A Ö5 < »— 'S 6 r pr? CD Hr* d s p: Ü CJQ tU CD y y , CD h htj .. *~ ' # p-t • tr T) 05 H- h— B cd *1 ö» PL. CD G; »1 3 . CftT a P: rr h— ' er O: 3 CD cd co »5 CJP er c a cr^ CD >1 2 CD rt N PS cd’ cra cd 5* Pt Ö CD^ s p* a OQ CD ►* 3 o~ ?. CD* crci CD p> p a Cfo pp CD *1 >- 3 CD ^ CD H- C: 3” CD o ► H H d 3 o w 3- X Oi P ’-i o <-* a> •1 cd P o CI - ff Cr 1 P ft» ja p p- o P p P- P- ct> 'P (-** i—» >-i • o P - o p p p- X 5 X 3 !> .0 P Ha w ö - X o ja ® w hrf r X.b * o w r o ö w ja 00 H W o o »a H W X o • o r BEMERKUNGEN ZUR CL. TABELLE. Da auf der vorigen Tabelle das Allgemeine dieter Ordnung der Ste- gopteren angegeben. llt, . fo können hier einige Details über die einzelnen. Gattungen, deren Lebensart lo febr verfebieden ift, folgen. i. Die Ameifenlowen (myrmeleon L. z. B. M. formicaleo) find in ihrem ausge- bildeten Zuftande lehr leicht an ihren kurzen, in der Mitte dickeren und etwas hackenlörmig gekrümmten, Fühlhörnern zu erkennen. Ihre Flügel find faft von gleicher Breite und nicht gefaltet. Ihre Larve, obgleich fie lieh von Ichnell beweglichen Infekten nähren mufs , lelblt nur im Stande, fich fehr langtam zu bewegen und zu rutfehen. Aber das w r as fie Nenr opferen. 245 mclit d urcli Schnelligkeit' und Gewalt erreichen und aus n 1 hre n kann, be- werkfteüigt fie durch Lift. Sie kenn in lockerem Sande eine Art von breiten Trichter ausböhlen, 3uf deflen Hoden fie auf der Lauei liegt, um mit ausgeltreckten Mandibeln die Infekten zu fallen und auszufaugen, die dein Rande diefer gefährlichen Grube zu nahe kommen. Gewöhnlich bleibt «He Larve zwey Jahre in diefem Zultande, dagegen das Lehen iri dem letzten Zultande des entwickelten Infekts nur einige läge dauert. 2. Die Fa! terj ungfern (afealaphus babr.) haben ganz die Fühlhör- ner der Falter. Sie gleichen etwas den Ameilenlöwen , aber inre Fühl- hörner lind verfchieden, fo auch die Flügel, welche gewöhnlicn dun- kelgefärbt find. Ihre Larven hat man noch nicht beobachtet. Z. B. Mvr- meleon barbarus L. 3. Die Termiten oder Verwufter (termes L.) haben fadenförmige Fühlhörner mit körnerähnlichen Gliedern. Bey den Männ- chen und Weibchen bilden die Flügel ein plattes D^ch ; die Gefcblecbts- lolen haben keine Flügel. Die meilten diefer Infekten leben in zahlrei. eben Gelelllchaften , in Afrika und Indien. Sie bauen fich Wohnungen unter der Erde, nehmen truppweife, wie dieAmeilen, grofse Wanderun- gen vor und richten da, wo fie hindringen, grolsen Schaden andemHaus- gteräth an. Z. B. termes. fatalis. 4. Die Pfocke (pfocus Lalr. z. B. Pfoc. Abdominalis ba.br.) haben einige Aehnlichkeit mit den Termiten , ge- wöhnlich aber find fie nur fehr klein. Einige Arten können Ipringen. Diefe Infekten zerfiören alte Meubeln und vorzüglich zartes Holz. 5. Die Florfliegen (hemerobius) leben wohl länger als einen Tag ob- gleich ihr Gattungsname das Gegentheil anzudeuten Icheint. Die Weib- chen legen Eyer, die mit einem langen Stiele veriehen find.. Die daraus kom- mende Larve gleicht den Arneifenlöwen, ift aber länger; fie näh ft lieh blos von Blattläufen , die fie mittels ihrer an der Spitze mit einer Oeffnung verfehenen und, wie die der Spinnen, inwendig hohlen Mandibeln auslau- gen. Z. B. Hemerobius perla. 6. Man kennt die Lebensart der Riijfel- Jungfern (panorpa z. B. panorpa communis) noch nicht. Man weils blos däfs fie in ihrem völiftändigen Zultande fich von Inlekten nähren, die fie im Fluge fangen und lebend verzehren. Ihre Flügel find fchmal und lang, faft horizontal; die meilten haben den Mund an der Spitze eines Rüflels ; La tr ei Ile hat die in Afrika und Alien vorkommenden Arten, mit langen Ichmalen Flügeln, nemoptera genannt. 7. Öie Lang halsj ungfern (raphidia L. z. B. R. ophiopfis) haben ein langes Halsfchild , den Kopf rund und frey beweglich oder auf einer Art von Hälfe fitzend. Sie haben einige Aehnlichkeit mit den Fangbeulchrecken. Ihre Larve und ihre fchnell- bewegliche Nymple , die fich in Baumritzen aufhält, nähret fich von In- fekten. g. Die TSetzfliegen (ferablis Fahr. z. B. lemblis: lutaria) haben die Flügel als ein flaches Dach und. den Kopf horizontal. 9. Die Perljung- fern (perla G e off r. femblis bicaudata Fahr.) gleichen den Netzfliegen aber ihre Flügel bilden um den Körper eine Art Scheide. Sie haben drey glatte Augen und nur drey Unterfufsglieder. Man vermuthet dafs ihre Larvpn fich im W aff er; entwickeln. 24(5 Neuropteren. No. CLI. XXIX. Familie. ^ AGNATHEN. *) Neuropteren mit Fehr kleinem, blos durch die Frefs- fpitzen merklichen, Muhde. Gattungen. (kürzer find als der Kopf . i. Tagfliege' Fühlhörner die . . ^ ^länger find als der Kopf . 2. Köcherjungfer ) von A privativo und rvotSo? Kinnlade. No. CLII. XXX. Familie. LIBELLEN ODER ODONÄ- THEN. *) Neuropteren mit fehr deutlichem, von der Unter- lippe bedeckten, Munde; fehr kurze borftenför Trüge Fühlhörner. Kopf j'kuglicbf faß fo lang als breit 'x * V « Ebrert, in die Queere gröfser . . *) von Odovt; Zahn und rvxSac; Kinnlade. Gattungen. 1. W afferjungfer 2. Wafiernympfe BEMERKUNGEN ZUR GLI. TABELLE. Die s4gnathen haben keine hinlänglich entwickelten .Käuorgane, um feite Nahrungsmittel damit zu fallen und auch keine Saugorgane um Flüf- figkeiten aufzunehmen ; auch leben fie- im t vollkommnen Zultande nur fehr kurze Zeit. ff ’ ' ", r • • v • v . i ~Y<, ' ■■ , ' 1 / . ' IN eur opferen. a 47 1. Die Tagfliegen (ephemera L. z. B. eph. vulgata) haben vier Flii. gel, wovon die obern lieh perpendikulär ftellen und die untern kleiner find. Ihre Fühlhörner find lehr kurz und endigen mit einer Borfie. Ihre Augen find oft lehr grofs. Ihr Leib endigt hinten mit zwey oder drey langen Borlten und die Vorderfüfsp find lehr entwickelt. Ihre Larven le- ben 0 unterm Wähler oder im Flufsfchlamm ; iie find mit Kiemenartigen Or- ganen verfehen. Ihre Puppe ilt beweglich. Das entwickelte Infekt hau- tet ficli noch einmal in der Luft^ elio es lieh begattet. 2. Die Köcherjungfern (phryganea L. z. B. phr. ftnata) haben ihren Namen von der Gewohnheit ihrer Larven, fich, von kleinen Holzftuck- chen und andern fremden Subftanzen , einen Köcher oder Scheide Zu ver- fertigen. Sie nähren fich vorzüglich von Waiferpflanzen. Ihre Puppo 1 bleibt nur eine Zeitlang in ihrer Scheide unbeweglich, wird aber hernach ganz beweglich und lebt eine Zeitlang im Waffer, bis fie Gelegenheit findet, fich fefi zu hängen, aufser dem Wafier fich der Luft auszuletzen, wo dann die Haut trocknet , fich Ipaltet und däs vollltändige Infekt her- Vorkommen lälst, welches mit borltenlörmigen Fühlhörnern verlehen ifi, die oft länger find als der Körper und beftändig belegt werden. Sie fliegen des Abends im zahllolen Trupps am Ufer des Wafiers. BEMERKUNGEN ZUR CLII. TABELLE. Die Odonatken bilden in dem Fabriciusfchen Syfieme nicht nur eine Familie fondern eine eigne Klafie. Die Charakteriftik derfelben ilt Ichon bey der Betrachtung der Familien der gegenwärtigen Ordnung, pag. 245, geliefert. 1. Die Waffer Jungfern (libellula Linn .) halten ihre Flügel imRuhe- zuftande ganz horizontal. Ihre Larven find breit, und platt; ihr Leib endigt mit fünf Spitzen, die fich an einander legen und eine Art Warze bilden. Ihre Unterlippe hat eine ganz eigne Bildung , fie ifi lang, drey- mal in ihrer Länge gefaltet oder geknickt, und am Ende mit den Ichon. befchriebenen zwey Haken bewaffnet. Die Puppe ift beweglich wie die Larve. Z B. Lib. depreffa L. 2. Die Waffer nymphen (agrion Fahr. z. B. Li bell, virgo L.) tragen in ihrem entwickelten Zuftande die Flügel perpendikulär. Ihre kugel* förmigen Augen vergröfsern den Umfang des Kopfes vorzüglich in diö Queere. Ihre Larven find weniger breit, weniger unförmlich dick und •weniger langfam als die der vorigen Gattung. Sie fchwimmeo fehr fcbnell vermitteln breiter blattförmiger Lamellen, die am Ende des Hinterleibe« fitzen und ihnen als Ruder dienen, Ihre Lebensart ift die der vorigen Gattung, » . - ’ _ v .. ^ 1 ■*48 Hymen opteren. Hymenopteren. 249 BEMERKUNGEN ZUR CLIII. TABELLE', Die Ordnung der Hymenopteren entspricht der Klaffe Piezata de# Fabricius. Sie begreift alle die Infekten, die, nebfi einem zur Zer- malmung felter Sublianzen beftimrnten Munde, vier häutige Flügel tra- gen, deren Streifen aderartig der Länge nach laufen. Ihre UnterflügeL find immer fchmäler und kürzer als die obern, und alle zwey legen lieh bey der Ausbreitung fo aneinander, dafs iie nur eine Fläche bilden. Die Hymenopteren haben fünf Ünterfufsglieder. Bey den meiften endigt der Hinterleib der Weibchen mit einer Röhre, durch welche die Eyer gelegt werden. Andere, und vorzüglich die Männchen haben an dielet Steile , einen zurtickziehbaren Stachel , der in die damit gemachte Wunde eine Flfiiligkeit bringt, welche einen heftigen Schmerz hervorbringt. Es kann diele Ordnung, in zWey grofse Abtheilungen getheilt werden, die den bey den erften auf der Tabelle entfprechen. Alle Uroprijien kommen aus einer Raupenähnlichen Larve, die mit Füfsen verfehen ifi und felbft für ihre Bedürfniffe lorgen kann, und ihre Aelterri nicht keimt. In allen andern Familien haben die Laryen keine Füise, gleichen weichen Wür- mern und die Aeltern mühen fxe meift ernähren. In dieier ffmlicht zeigt die Ordnung der Flytnenopteren die gröfste Verfchiedenheit in den ver fchiedenen Familien. So ernähren die Melliten und P terodipie.n ihre Harven mit dem Blumenftaub und Zucker der Pflanzen; es giebt bey ih- nen Weibeben, die zu einer beftändigen Unfruchtbarkeit verdammt lind, deren Gefcblechtseharakter fie aber zur Erziehung der, von einem oder einigen fruchtbaren Paaren kommenden, Jungen antreibt. Bey an- dern, z. B. den Mjrmegen lind die unfruchtbaren Weibchen auch Flü- gellos und faugen, da Ire nicht zu den Blumen kommen können , aus dem Leibe der Blattläufe die zuckerartige Materie und farnmein auf dem Boden, auf den Pflanzen auf die fie klettern, alle ihnen tauglich fchei- nenden ernährenden Subftanzen und tragen fie in ihrer Woljnung wo fie gemeinfcbaftüch und nach gewiffen Regierungsgefetzen' leben. Die Orykteren Und Atithophilen, greifen Infekten an, rauben ihnen durch einen Stich mit ihrem Stachel, das Vermögen fleh zu bewegen, und be- graben fie, fo gelähmt, neben das Ey wodurch fie ihre Gattung fortpflan- zeh, und woraus die Larven gleich nachdem fie auskommen, in den Kör- per di «fer nur halbgetödteten, aber eben dadurch vor Füulpifs bewahrten, Infekten ohne Widerftand eindringen. Andere z. B. die Ncottokrypten legen ihre Eyer unter die Oberhaut der Pflanzen oder in das Gewebe der- lelben. Die dafelbft gemachten Wunden bewirken einen Zuflufs derSäfte, die dafelbft ausfehwitzen und Gefchwülfte bilden, in deren Innern die kleinen Lsrven fich nähren und entwickeln. Endlich die EntomoLillen zeigen noch auffallendere ‘Gewohnheiten. Die Weibchen legen ihre Eyer an die Oberfläche oder infdas Innere des Körpers , der Eyer, der Larven oder der Puppen andereiTnfekten. Der kleine fufslofe Wurm, der aus d'pn- ielben auskriecht, nährt fich anfangs von der Fettmaffe des Infekts, nachher greift er die edelften Organe an. und tödtet das Thier, in welchem er Ichmarotzend lebt. 25 » Hymenopteren. N°. CLIV. XXXI. Familie. BIENENARTIGE ODER MELLT TEN. *) Hymenopteren mit geftieltem Hinterleibe; Unterlip- pe länger als die Mandibeln; geknickte Fühl- hörner. ; Gattungen. r die Zunge bedeckend; gelber Körper mit fchwarzen Flecken ... 6. Bafiardbiene jj 'S die Zun- ge nicht bede- ckend ; Kopf . .<£ ■, ■ Flänger als Kopf und Bruß- ] A an s fv-v.ii d ; . . • . . . oder raub ; Fühl- hörner J x fchild 2 . Langbornbiene f kürzer als Kopf und Fplatt i. Biene Brußlchild; erltes Glied der hinteren Umerfiifse . . . {^ieh 4- Af t e,bie„e C platt ; Kopf drey- nicht haarig, faß J eckig 5- Schmalbiene gLatt; Stirn . . Z ] aufgetrieben ; Kopf brund ..... 3- Wespenbiene *) von MsXittcx. Biene. N». CLV. XXXII. Familie. DOPPELFLÜGEL ODER PTE- RODIPLEN. *) Hymenopteren mit geftieitem, unten nicht conca- yem, Hinterleibe; Unterlippe fo lang als die Man- dibeln; obere Flügel wie gedoppelt; geknickte Fühlhörner, deren erftes und zweytes Glied lang find. ’Ü ; 4 * ■"y.. f., Gattungen. Fühlhörner/^““' 5 ™^ •••••>• Was l’ e ^keulenförmig ..... 2 . Kolbenwespe *) von Ilrf^ov Flügel und An tAoö) ich verdopple. Hymenopteren, 251 BEMERKUNGEN ZUR CL1V. TABELLE. Die Familie der Melliten unterfcheidet lieh durch die Länge der Un- terlippe und der Kinnladen, wodurch diele Infekten das Vermögen er- halten, den Blumenfaft ei nzuf äugen. Alle, ohne Ausnahme, ernähren ihre Larven mit Blumenltaub und dem Zuckerftoff, den fie aus den Pflan- zen ausziehen. Bey einigen Arten find die m eilten Weibchen durchaus unfruchtbar. 1. Die Gattung der Bienen (apis L.) ilt die zablreichfte au Arten. Man theiit fie ab in a) Maurerbienen, deren Hinterleib fait platt und ungeftieit ift und deren Flügel gefärbt find. Z. B. apis violacea Fab. b) Hummeln die den vorigen gleichen aber einen getrennten Hinterleib haben. Z. B. ap. terreftris. c) Tapezierbienen oder Blattfchneidebicncn, bey denen Halsfchild undBafis des Hinterleibes geftutzt ift. Z. B. ap. cen- tuncularis. d) Honigbienen z. B. apis mellifica L. das erfte Unterfulsglied der Hinterbeine ift löffelförmig ausgehöhlt und oft mit Queerftreifen verfe- tten, bey den Arbeitsbienen und Weibeben, e) Langzungbienen z. B. äpis dentata L. haben den Rüffel faft fölang als der Körper, 2. Di e Langhorn- bienen (eucera. Fahr.) find den Bienen fehr ähnlich, aber ihre Fühlhör- ner find nicht geknickt und find bey den Männchen aufserordentlich lang. Z. B. apis longicornis L. 5. Die Wespenbienen (nomada fa b r. z. B ap. variegata L.) haben einen glänzenden Körper ohne Flaum; ihr Kopf ilt et- was breiter als das Brultfcbild , das Stirnfchild etwas aufgetrieben und das Rückenfchildchen durch vorragende Spitzen erfetzt. 4. Die Hfterbieneti (andrena Fahr.) gleichen den Wespenbienen ; aber ihr Körper ift rauh- haarig; fie haben kein Rückenfchildchen, das Stirnfchild ifi platt. Z. B. ap. florum. 5 * Uie Schmalbienen (hylaeus Fahr.) fcfieinen nur Männ- chen der Afterbienen zu feyn ; wenigf’tens gilt das wohl von den meifien durch die Entomologen befchriebencn Arten. Z. B. ap. glutinans L. 6. Die Bafiardbienen oder Bajiardwcspen (bembex Fahr. z. B. bemb. roitrata Panz.) find lehr leicht an ihrer in einen Schnabel verlängerten Oberlippe zu unterfcheiden ; auch ihre Augen, die drey Viertheile des Kopfes bilden und ihre meiftf ftachlicfiten Vorderfüfse zeichnen fie aus. BEMERKUNGEN ZUR CLV. TABELLE. , D ie Lebensweife der Pterodiplen ift faft diefelbe, wie die der Bienen Ihre Unterlippe ift fehr kurz; ihre Kinnladen find lehr lang; ihre Fühlhör- ner wie geknickt und durch das erfie und zweite Glied ausgezeichnet. 1. Die Wespen (vespa z. B. vespa vulgaris L.) haben Fühlhörner, welche gegen die Spitze zu fich allmählich verdicken, niereuförmige Augen , vor- ragende fchnabelförrnige, an der Spitze fich kreuzendeMandibeln. Einige haben einen kurzen Stiel vor dem Hinterleibe, andere haben ihn oft durch mehrere Stücke verlängern 2. W^eKolberiwespen (xnzi&rh. Fahr.) haben, wie die Goldwespen, das Vermögen fich zufammenzurollen und find mit keulenförmigen Fühlhörnern verfehen. Sie fcheinen den natürlichen Ueber- gang zu der folgenden Familie zu machen. Z. B. maf. vespiförmis Fab r . 9 252 j ^jgaggg Hymenopteren, N°. CLVI. ' ~ ' 1 ft ' < XXXIII. Familie. CHRYSXDEN + ) Hymenopteren mit unten konkavem Hinterleibe; Unterlippe fo lang wie die Maxi dib ein; metak lifeli glänzender Körper. Gattungen. Vordere Pünge des ( von gleicher Gröfse . . . . i. PiiiiTel wespe Hinterleibes . . .5 Pvon .ungleicher Gröfse ... 2. Goldwespe *) von Xqx >goc, golden und tQiu. No. CLVII. XNXIV. Familie. BLUMENSUCHER ODFR AN- THÖPHILEN. *) | Hymenopteren mit gedieltem , rundlichem , koni fchern Hinterleibe; Unterlippe Fo lang als die Frefsfpitzen; nicht geknickte, höchftens drey- zehngliedrige Fühlhörner. Gattungen. . . 1. Punktwespe . . 2. Dolchwespe f § latt S Caufgetrieben ; Hinterleib-^ S 1 phaarig f metallglänzend . 3. Silbermundwespe fadenförmig; Stirnfchildd • Pnicht fo glänzend 4. Giattwespe *) von Av 9 o$ Blumen und GaXfft) ich liebe. Hymenopteren. a 53 BEMERKUNGEN ZUR CL¥I. TABELLE. T)\e.Chryßden unterfcheiden ficb von den Doppelflügeln durch ihre fadenförmigen nicht keulenförmigen Fühlhörner, durch ihren unten konka- ven Hinterleib; und durch die Form des Halsfchildes , was aus zw ey an der Seire des Rückens Achtbaren Stücken gebildet- iß. i. Die Galdwcspen-(c\wy[\s Fahr, z B. ehr ignita) haben ihre vor- derßen Hinterleibsringe von ungleicher Gröfse, ihre Lebensart iß wenig bekannt. 2. Die RuJfcfWespen (parnppes L a t r e i l L e z. B. chryl. car- nea Fahr.) unterfcheideu lieh durch die Kinnlade und Unterlefze., die eine Art von unterwärts gebogenen Rüffel bilden. Ihre vorderen Unterfü- fse find lehr gefranzt, und an der Balis, des Flügels haben ße ein kleines Schulterblattförmiges Schuppenßückcben. BEMERKUNGEN ZUR CLVII. TABELLE. D ie Familie der slnthopkilen kann v>n der Familie der Bienen oder Melliten fehr leicht an der Kürze der Zi ge uriterfchieden werden , die nicht weiter als die Mandibeln vorragt. as die übrigen Familien dieler Ordnung ahlangt, lo find auch diele hinlänglich abweichend. Die Chry- fiden haben den unten concaven Hinterleib; die Myrmegen haben ge- knickte Fühlhörner ; bey den Entomotil'len und Oryteren finden fielt mehr als dreyzehn Fühlhornglieder; die Neottokrypten haben den Hinterleib znfarmnengedrückt und die Schenkel aufgetrieben; und die Uroprifteil ha- ben den Hinterleib ganz dicht auffitzentt. Di e Anthopkilen bilden älfo eine fehr natürliche Familie. Alle dazu gehörigen Infekten leben in ihrem letzten Zultande auf Blumen; ihr Neft bereiten fie ficb an der Erde; fie fammeln weder Honig noch VAachs, find vielmehr dem Anfcbein nach, fleifchfreffend , denn fie greifen andere Infekten an, tödten fie, fehle pp en fie mit lieh fort um ihre Larven damit zu füttern die fonft kein Mittel ha- ben um fie zu ergreifen. 1. Die Punktwespen (philanthus Pabr. haben fpindelförmig aufgetriebene Fühlhörner, die Augen mit einem kleinen Ausfchnitt, ' den Kopf auf einer Verlängerung des Halsfchildes fitzen. Fufs wurzel und Bein der Vorderfüfse gefranzt. Z. B. phil. apivorus Fa h r. Bey den Dolchwespen (fcolia Fahr.) ifi der Körper haarig, der Hinter- leib lehr lang, die Augen mit einem febr grofsen Ausfchnitt; die Flügel oft dick und gefärbt; Unterfufs und Bein gelranzt und zum Graben in die Erde gefchickt. Z. B. Sc. quadripunctata Fa b r . 5. Silbermundwespen (crabo L. z. B. crabro cribrarius L.) find fehr leicht zu erkennen an ih- rem viereckigen Kopfe, der breiter iit als das Halslchild; an ihren vorn und unten einander genäherten Augen ; an ihren zwilchen, den Augen fitzenden Fühlhörnern und an ihrem olt mit kurzen, atlasartigen filber- oder gold- glänzenden Haaren beletztem Stirnfchilde. Die Männchen ei- niger Arten haben die Vorderbeine mit einer fchildförmigen Ausbreitung verfehen. 4. Die Glattwespen (mellinus Fa b r ,) haben auch den Kopf breiter als das Halsfcbild : Ihre Augen find voneinander fiehend und oh-‘ na Ausfchnitt, z. B. mell. arvenl. Fahr . 254 Hymenopteren. N°. GLVJ1I. XXXV. Familie. INSEKTENFRESSER ODER ENTOMÖ TIL LEN. *) Hymenopteren mit geftieitem unten nicht konkavem Hinterleibe: Unterlippe fo lang wie die Mandi- beln; nicht geknickte Fühlhörner von Siebzehn bis dreyfsig Gliedern. Gattungen. f fadenförmig; f Ian S ; Ko P f von einem Halfe s Hinterleib . .{ fragen . 2 . Halswespe .0 ) , l^kurz; Kopf dichtauffltzend . . 5 . Hungerwespe zylindrifch . 1 . Schlupfwespe jHpltz . . 4* Sichelwespe -c -C •0 p borftenförmig; J ^Hinterleib . . < V zufammengedrückt . ^ dichtauf flitzend . 5. Banchus ¥ ) von Evtouov Infekt und T ich nage, ich verderbe. N°. GLIX. ' XXXVI. Familie. AMEISENARTIGE ODER MYR- MEGEN. *) Hymenopteren mit geftieitem, rundem Hinterleibe; Unterlippe fo lang als die Mandibeln; geknickte, fadenförmige Fühlhörner. Gattungen. -2, ^falt dicht auffitzend .......... 1 . Dorylus £ V Hangen, knotigem oder fchuppigön 2 ] getragen von Stiele 2 . Ameife ^ feinem . . k urzem Stiele, ohne Knoten oder fSchuppen ........ 3- Bienenameile *) von Ameife. Hymenopteren. 255 BEMERKUNGEN ZUR CLVIII. TABELLE. Die Larven der Fntomolillen, entwickeln fielt im Innern des Körpers anderer Infekten, welche üe anfreffen, wobey Ile aber lorgfältig die Dige» Jftionsorgane verfchonen, 3 j zugerun- ydet ... 1. Oryftus , ,* , f gegen das Ende zu dicker wer- ^cl^b oÄien | ^ e " c k Kopf auf einem Hälfe . 3 . Holzwespe -föimig, . . • einörunde Keule bildend ; Köpf, i^ohneHals, dicht aufiitzend . 4- Knopfhornwespe BEMERKUNGEN ZUR CLXII. TABELLE. Die Uroprijten, die man lange Zeit alle als Sägewespen anfah, bil- den eine von allen übrigen Hymenopteren fo getrennte Familie, dafs man Jfie vielleicht in der Folge zu einer befonderen Ordnung erbeben wird, ; ihr mit einer breiten Balis dicht an dem Halsfchilde auffitzender Hinter- leib, und die fägeförmige Legefcheide an dem Hinterleibe der Weibchen, bilden den lichtbaren Hauptcharakter. Ihre Larven lind den Raupen ähnlich und haben wenigftens achtzehn, feiten aber über zwey und zwan- zig Füfse. Ihr Kopf ift dem der Schmetterlingsraupen lehr ähnlich. W ie die meiften Raupen haben ße an dem Munde Oeffnungen von Spinnge- fälsen, um ficb eine doppelte Gefpinnlt-Schaale zu verfertigen, wovon die äussere aus elaftifchen harten Fäden, die innere aber aus vielen zar- ten dicht übereinander liegenden Lagen oder Häuten beßeht. Die Loger •2Ü \nicht fadenartig . 3 . Schnabelwanze ^’änglicht ... r. Miride . . 2. Bettwanze ) von ZiZov Thier und ich fange. ^zufammen gefaltet ; Körper^ i ,i Lplatt , oval N°. GLXV1. XLII. Familie. S CH W IMM W A N ZEN ODER HY- DROKOREEN. *) Hemipteren mit harten, lederartigen Flügeldecken; Rüffel wie an der Stirn entfpringend; borften- förmige, fehr kurze Fühlhörner; Hinterfüfse — Schwimmlüfse. Gattungen. f mit Faden endi- ('vorftehend . ... i. Schwanzwanze gend; Rüffel . \gebogen 2. fangwanze \ ohne Faden; Cbewaßnet ( einer Zange 5 - Ruderwanze .5 i Vordere Un- mit TT , , x Sr n -- I . er t{i[r e ) \emem Haken 3. Wallerwanze l einfach ohne Haken . . 4* Rückenfchwimmer V \ *) vou Köfuc Wanze und Waller. Hemipteren. 265 I , ' . - '■ BEMERKUNGEN ZUR CLXV. TABELLE. Die Zoathelgeii find diejenigen Wanzenarten, weiche lieh ausfchliels- 1 i cli von Blute nähren. Man kann fie leicht an ihren langen Fühlhörnern er- kennen , die mit einer Borfte öder einem fehr feinen Gliede endigen. 1. Die Miriden (tniris Fahr.) find den Langwanzen durch die Körper- form un d Fühlhorngliederzahl etwas ähnlich. Ihre Augen find fehr grols und ihre Füfse lehr lang und dünn. Sie lauten fehr fchnell auf Pflanzen um- her und man findet iie dafelbft oft belchäftiget, weiche Infekten auszufau- gen. Z.B. mir. oder lygaeus campeftris. 2. Die Beitwanzen (cimexL. acani thia Fci br.') z. B. crm. lectularia) haben einen ovalen lehr platten Körper, fünt Ffihthornglieder; das halbmondförmige Halsfchild Ichliefst denKopf etwas ein. Man kennt'bisher nur eine Art j welche des Rach ts die IMenlchea und einige Thiere , belonders die Schwalben angreift. 3 - Die Schnabel- wanzen haben den Gattungsnamen reduvius (Fahr!) erhalten, weil die Larven lieh mit Schmutz bedecken, um von den Intecken nicht gelehen zu werden, von denen lie lieh nähren. Z. B. reduv. peilonatus. 4 - Die Flojeren (plojera Scopvli ) gleichen den Schreitwanzen und Podiceren iu Hinlicht der Körperform. Man findet fie an Mauern und feuchten Orten. Z. B. cimex vagabundus L. 5. Die Schmalwanzen (hydrometra La.tr, aquarius Schellenberg ) find noch dünner und zarter als die vorige Gattung. Sie haben keine Fluge! und laufen gewöhnln+h unterm. .Waffer. Z. ß. cimex ftagnorum L. BEMERKUNGEN ZUR GNLVI. TABELLE. Die Familie der Hydrokoreen oder Schwimmwanzen unterfcheidet fleh von den andern durch die Kürze der Fühlhörner , die boiftenartig aber bey einigen Arten kaum fichtbar find, und durch die platten zwey- gliedrigen TJnterfüfse. 1. Die Schwanzwanten (Ranatra Fa b r. z. B. ne- pa linearis L.) haben einen langen fadenförmigen Körper, der hinten in eine aus langen vereinigten Fäden beliebende Legelcheide ausgeht. Die Fühlhörner find kurz, gabelförmig und fitzen in dem Winkel des Vor- lieben den und dicken Auges. 2. Die Fangwanzen (nepa Geoffr. z. B. nep. cinerea) unterfcheiden lieh von der vorigen Gattung nur durch die Form ihres platten ovalen Körpers. 5 * Dm Wajjerwanzen (naucoris Geoffr. z. B. nepa cimicoides L.) haben keine Fäden am After. Die Bildung ihrer Füfse und ihr Riickenfchild unterfcheiden fie von den fol- genden Gattungen. 4 - Die iHicAenJchwimmer (notonecta L.^ z. B. noton. g hui ca, fchwimmen beftandig auf dem Bücken, wie es auch ihrName an« giebt, ihr Körper i ft länglicht, convex auf der Rückenfeite , und unten platt. 5. Die Ruderwanzen (figara Fahr. z. B. notonecta flriata L.) un- terfcheiden lieh von den Kückerdchwimmern nur durch die Form der Torderfülse. zG 6 Hemipteren. Fühlhorn« < o- 3 > e ffi P. c o Co o p er cd • • • Se: 'CT »— • "H.o ca 3 - ■7 3 O CE • tr . I-J ■•. M oo cr> w W CO O sr P c r CD s o sr Flate Delph o 3 EC* C: -d B"3 P CO cm N 3 tS3 0) 3 P X -s CD B P-t CD '-s CD hrj cd B = O- B 2 O H <3 a o w a CD O: *~J B CD •“S o SS B N ’ CD B CD 5 B B l_ ! N ÖS B £Lcn re B >~r> O: *-i B B re re w«i a 2 p -* c-t- -* re B? *-■• B O SP B re rr ^ erq re B re re Bö ^ CD B «- re ■< Cu 2 ^ B o . B Pj <~p CD CD: B . 2 ^ a ffi erq SS CD B B X b ►»-i « B t-* tT 1 t— i w K i^ B cn X Q: cn cn B B O ü B X £ d O ffl w X o b X X o ffi w X o o B X < BEMERKUNGEN ZUR CLXVII. TABELLE, Der Charakter, der an der Spitze der Tahelle angegeben iß, iß ?ur Unterlcheidung der Au dien o rhynch en von allen übrigen Hemipte- ren hinreichend. Ihre gleichförmigen Flügel unterlcheiden fie von den i Homipteren. 267 Pftyfapoden, den Zoathelgen , den Pdnnoftornen und Schwimpawanzert, welche zur Hälfte lederartige und in der Ruhe gekreutzte Flügel ha- ben; Eben fo deutlich unterfcheiden lieh auch die Phytathelgen , wel- che zwey Unterfulsgiieder, ausgebreitete Flügel und Fühlhörner haben, die länger find als der Kopf. Die mellten Larven und Puppen diefer Fa- milie bleiben in ihrem erften Zuftande unter der Erde, wo fie die Wurzeln oder Pflanzen und Bäume auslaugen, bald halten fie flieh auf dem Stamme leibft auf und dann wendenfie bofondereKunftgriffeari , um fien uen \ ei~ iolgungem ihrer Feinde zu entziehen. 1. Die Finten , (Data Labr. pae- cillopterus Latr eille) haben kurze borftentörmige, an dem inneren Ran - de der kleinen kugelförmigen Augen fitzende, Fühlhörner. Ihrer lüge!, die viel länger find als der Hinterleib, find dachförmig, hangend und hinten aus- gebreitet,' oft gefärbt und ihr Kopf wie abgeftutzt. Z.B. cicada plialeaemd- desL. 2. Die Singzikaden (cicada hin.; tettigonia bahr.) enthalten die gröfsten Arten diefer Familie. Sie haben deutliche Augen faft io lang als der Kopf, der meiftens breiter ilt als das. Halsfehild. Ihre Stirn ift vorragend, rund und mit Queerfurchen verleben. Ihre oberen Flugei find gewöhnlich durchfichtig und mit netzartigen Streifen geadert. D,. Weibchen haben wie die Sägewespen eine Legelcheide. Bey den Männ- chen finden lieh an der Balls des Leibes zwey breite gewölbte Schuppen, welche tönen, wenn das Infekt gewifle mit Höckern verfehene hornartige- Klöppel, die an der Hüfte fitzen, dagegen bewegt. Z. B. cic. orm. 3 - Di« Wajfenzikaden (me mbracis Fahr. Z. B. cicad. cornuta,) haben einen plat- ten Kopf. Das Iialsfchild was mit vorragenden Spitzen oder blatterartigen Schuppen verfehen ilt, giebt ihre Haupteigenheit ab. Sie haben nur zwey kleine glatte Augen. Einige haben ein Rückenfchildchen andere nicht. 4 . Die Leuch Cent rüg er (Fulgoraz. B. Fulgora lateinaria L.) haben die Fühl- hörner Keulenförmig aber mit einer Seitengranne verleben. Bey den mei- Iten ilt die Stirn in eine fpitze Schnautze oder in eine ftumpfe Blafe ver- längert. 5. Di ePromckopfiden (promecopfis) entfprechen den Hiipfpikaden die keine kleinen glatten Augen (Itemmata) haben. Z.B. 6. Di eHüpj Zi- kaden (cicadella, cicada Fa b r.) b aben ejen KopF etwas breiter als das Flals- fchild, die Stirn in die Queere gefurcht, die Augen ohne Ausfchnitt, kug- jich, und fchuppentragende gefärbte Flügeldecken. Sie find mit Stemmaten verfehen z. B. Cic. vittata L. 7. Der Name Cercopis, den Fa b r. den Schautn- zikaden gegeben hat, fpielt auf die Lift oder Gewohnheit der Larven an , .die fielt mit dem Saft der Gewachte bedecken und unter dreier Art Schaum verborgen bleiben, wodurch fie gegen die Sonnenhitze gefchutzt, und dem An- blicke der auf fie lehr lüfternen Vögel entzogen werden Z.B. cerc. fpumatia Labr. g.yDie Gattung Delphäoc (delphax Fa b r. ; afiraca L«tr.) hatpühl- ' hörnet von der Länge des Halsfchildes und etwas keulenförmig. Darin liegt auch ihre Hauptcharakter» Z, B. Delph.clavicornis Fahr. 265 Hemipteren. No. CLXVIIL XLIV. Familie. PFLANZEN SAUGER ODER PHY- TATHELGEN. *) Hemipteren mit gleichen nicht gekreutzten , oft aus gebreiteten durchiichtigen Flügeln; Rüffel wie am Hälfe entfpringend; Ühterfufs mit zwey Glie- dern. i Gattungen. mit mehligen Schmetterlingsfchuppen bedeckt . . i. Phalänzikade f ac/ glatt oder ^ j fehlend ; j Fiihlh Or- dner . . A diok, gleichfam einen. Theil der Stirn bildend 4. Kermes j faden- C mit zwey Warzen .... 3. Blattlaus | förmig; j h After. .< einfacn, mit fgefpalten . . 5. Blattfloh j zwey Borlien ; 1 > v Stirn . . .2 rieht gelpal- f ten . . . .2. Kochenille *) von «Fdtov Pflanze und icn fauge. ! Hemipteren. 269 BEMERKUNGEN ZUR CLXVIII. TABELLE. Die Phythathelgen find fehr langfame Infekten, die gewöhnlich auf den Pflanzen feftfitzen bleiben , wohin ihre Mu tter fie gebracht hat. Meh- rere können lelbfi gar nicht fliegen oder gehen 5 man hat fie auch lang© Zeit unter dem Namen Gallinlekten aufgeliihrt, weil fie auf den Pflanzen feltfitzende Erhabenheiten bilden , die man lür natürliche Auswüchle ge- nommen hat, 1. Der Name Aleyrodes, Latr eille, welchen die Phalänzikaden erhalten haben, bezieht fich auf die mehlartigen Schuppen , womit die vier Flügel bedeckt find und welche leicht heruntergehen, Z. B.Phalaena tinea, proletella L. 2. Die Kochenille (coccus L.) zeigt grofse Verlchiedenheit der Männchen und Weibchen. Jene haben zwey Flügel, einen runden Kopf und lange Fühlhörner. Die VVeibchen aber find beltändig flügellos und haben kurze Fühlhörner. Nach der Befruchtung fchwillt ihr Leib an, vertrocknet und dient nur noch als Bekleidung und Schutz für die Eier. D ie Männchen leben nur einige Tage unter ihrer letzten Geitalt. Eine Art dieler Gattung, welche fich auf der Nopalpflanze aufhält, giebt die Ichönfte Scharlach und Karmin -Farbe. Im Handel und Wandel nennt mau diefe Infekten auch Scharlachkörner und hat fie lange Zeit für Pflan- zen Saamen gehalten. Z. B. coccus cacti coccinelliferi. 3. Di e Blattlaufe (aphis z. B. aphis ulmi) find allgemein bekannt. E* find weiche Infekten mit fadenförmigen oft langen Fühlhörnern, die am Hintertheile ihres Leibes zwey W r arzen haben, aus welchen beltändig ein zuckerartiger Saft ausfehwitzt, dem die Ameilen lehr nacllltellen. Auch fagtLinne, dafs fie die Kühe der Ameifen wären. Die Gelchichte ihrer Generation zeigt ganz erftaunungswürdige Eigenheiten, die fich von al- len andern über Generation bekannten lehr entfernen. 4. und 5. Die Kermes (chermes L. z. B. Ch. ficus) und die Blattflo- he (pfylla Latr, z. B. cherrn. ilicis) unterfcheiden fich nur durch das auf der Tabelle angegebene. Ihre Lebensart ilt wenig bekannt. BEMERKUNGEN ZUR CLXIX. TABELLE. Die Phyfapoden begreifen nur eine einzige Gattung und die dahin gehörigen Arten find fo klein, dafs man fie bisher noch nicht hat beobach- ten können. Die Blafenfiifse (thrips z. B. th, phyfapus) leben , fo wie auch ihre Larven, auf Blumen. Wenn fie fich in Gefahr glauben, fo er- heben fie, wie die Raubkäfer das Hintertheil des Körpers gegen den Kopf. Ihr Rüffel ift fo kurz, dafs die beiten Beobachter gefiehn , ihn nicht genau erkannt zu haben. Der ganze Körper ift lang gefireckt. Die gro- ßen Arten find nicht über eine Linie lang. ) >'o Lepidopteren. N®. CLXX. ' VI. Ordnung. LEPIDOPTEREN. Infekten mit vier Schupp erfragenden Flügeln ; Mund, ohne Kinnladen, mit einer ziifammeneerollten 3 O Zunge, zwilchen den Frelsfpitzen. Familien. Tarn Ende, oder keulenförmig . 46 * Ropaloceren - C aufgetrieben . ' f m der Mitte oder fpindelförmig 47; Kloftero ceren Za | nicht aufgetrie- ( fadenförmig oft kammartig . '48. Nematoceren £ 1 ben londern . 4 f borltenförmig 49» Che to ceren *) von Atrcic, - ibo$ Schuppe und IlTffoe Flügel. No.- CLXXI. XL VI. Familie. KUGELHÖRNER ODER ROPA LODEREN. *)' Lepidopteren, mit an der Spitze keulenförmigen Fühlhörnern. o) Gattungen. "3 fgerade; Flügel flach oder vertikal , im Ruhezu- Je | ftande Falter 75 (jflügel . ! tu x 3 . Dickflügel | hakenförmig; ff^hräg liegend und lieh kreutzend, 1 — ~ ■ 0 im Ruhezuitande . . . . flach oder vertikal in der Ruhe 2 . Dickkopffalter *) von Po77xXav Keule und Ksgoo; Horn. BEMERKUNGEN ZUR CLXX. TABELLE. Die Ordnung der Lepidopteren begreift Infekten in fich, die von al* Jan andern durch eine grofse Menge Eigenheiten fich unterleheiden. In Lepiclopteren. 27 1 ihrem vollkommnen Zuftande nähren fie fleh von Flüffigkeiten , die fie vermittels eines belondern Inftrumentes auslaugen , was äus zwey aneinan- der liegenden und einen kleinen Raum zwilchen Jach Iahenden La- mellen befteht, die gewöhnlich Ipiralförmig gerollt find und fleh zvvi- Ichen die mehr oder weniger langen Frefifpitzen verbergen. Da dies die einzigen fo organifirten Infekten lind, fo hat Fabricius fie mit dem Na- men Gloffata belegt. Nie haben ixe platte Augen (ftemmata); ihre Fühl" hörner Find immer lang, ihr Körper haarig, ihre Flügel mit kleinen, dachziegelartig übereinander liegenden, oft. äufserft fchön gefärbten, Schüpp- chen bedeckt. — Ihre Larven find beweglich, lang, haben fechs geglieder- te Füfse an dem Kopfende, und mehrere häufige falfche Ffifse an den Ringen des Körpers , doch ffeigt die Zahl der letzteren nie über fechzehrt. Ihr Kopf ift mit einem grofsen hornartigen Helm oder Schilde bedeckt, deffen Form nach den Arten verfebieden ift. Man nennt fie Raupen. Die meiften können Fäden fpinnen. Sie nähren lieh gewöhnlich von Blättern, Früchten und einige von todten thierifclien Subftanzen. — Ihre Puppen find unbeweglich, und an dem Kopfende dicker; fie find gewiflermafsen durch eine äufsere Haut verglafet, in welcher alle Theile des einge- fch loffenen Infekts abgedrückt find. Einige hängen fich mittels des Schwanzes feit und verwandeln fich in freyer Lnft; andere leben beitäri- dig in einer Scheide oder fchlielsen fich wenigl'tens in der Verwandlungs- Zeit darin ein. Die meiften bilden fich aber von feiner oder gröberer Sei- de ein Gehäufe oder Kockon, in welchem fie oft fechs Monate lang in einen erfiarrten fchlafenden Zuftande, bleiben ohne Nahrung zu fich zu nehmen. Da die Geftalt der Fühlhörner mit der Lebensart in Verbin- dung zu liehen fcheint, fo hat man nach ihnen einige ziemlich natürli- che Abteilungen gebildet. BEMERKUNGEN ZUR CLXXI. TABELLE. D ie Ropaloceren entfprechen der Linneifchen Gattung papilio. Sie kommen von Raupen, mit meiftens ig Füfsen , die niemals ein Seidenge- häufe fpinnen. Alle hangen fich zur Zeit der Verwandlung an dem Schwänze auf; einige hängen vertikal und frey, andere haben die Vor- ficht über ihre Körper und in die Queere einige Faden zu ziehen, wo- durch fie an den Körper, auf denen fie liegen, ganz fefigebalten werden. Alle fliegen nur bey Tage; man hat unter ihnen noch kein Nacbtinlekc gefunden. 1. Die Falter oder Papiilions (papilio L.) enthalten allein an dreyhundert Arten, die man nach der Form der Flügel, nach ihrer Aus- breitung und Farbe in Untergattungen gebracht hat. Z. B. p. antiopa. 2. Die Dickkopffalter (hesperia L.) haben diefelbe Bildung wie die Fal- ter, aber ihre Fühlhorn Keule ift länger und hakenförmig gebogen z. B. papil, malvae. 3. Die Dickßügel (heteropterus) haben eine von der der Falter ganz verfchiedene Haltung. Ihre Flügel find dicker; die untern ragen in der Ruhe über die obern weg, fo dafs einige Naturforlcher fie für SchrrfeUerliüge mit verkrüppelten Flügeln angefehen haben. ZJZ Lepidopteren. No. CLXXII. XLYII. Familie. SPINDELHÖRNER ODER KLO- STEROCEREN. *) Lepidopteren mit fpindelförmigen oder prismati- fchen Fühlhörnern. ' ffehr haarig . .. . . fflach; After./ |cj fnicht haarig, fpitz fe \d dachförmig: Haltung einer Phalane . *) von KA Mcrnjf Spindel und I(E£a£ Horn. Gattungen. 2 . Glaslchwärmer i. Schwärmer 3- Kolbenlchwärmer No. CLXXIII. , | ' . ' . . . * XL VIII. Familie. FADENHÖRNER ODER NEMA- TOC^REN. *) Lepidopteren mit fadenförmigen Fühlhörnern. Gattungen. s r fall rofenkranzfönnig, mit rundlichen Abthei* E j lungen 3. Schmallpinner | f eine Saugröhre . 1. Spinner jj£ D amm törmig oder gezähn eit f keine Saugröhre . 2. Holzfpinner v ' . ' h *) von Kyjfj.sc - Faden und Krpa; Horn, Fühlhorn. • 1 • Lepidopteren. 273 BEMERKUNGEN ZUR CLXXII. TABELLE. Die meifien Klofieroceren find ebenfalls Tag - Schmetterlinge. Meli- rere fliegen mir am Abend in der erften Dämmerung, ihr Bruitfchild ift im Ganzen gröfser und dicker, als bey den Ropaloceren und ihre Flügel haben eine andere Form , fie können nicht perpendikulär erhoben wer- den. Einige tragen fie dachförmig, andere horizontal. i. Die Schwär - mer feheinen ihren Kamen fphinx , Linn. von der Form ihrer fechzehu- liitsigen dicken Raupe erhalten zu haben. Die Oberfläche diefer Raupen ift bald glatt, bald rauh anzüfühlen. Die meifien tragen auf dem vorletz- ten Ringe eine Art von rückwärtsgekrümmlen Horn und ihr zuweilen rundlicher Kopf ift meifiens dreyeckig oder herzförmig. Wenn fie nicht kriechen, fiützen fie lieh auch nicht auf die tchuppigen Führe; fie halten iich dann ftill und unbeweglich wie die Sphinxe in der Fabel. Die mei- fien find mit fchönen Farben geziert und graben ficli gewöhnlich in die Erde um ildh. zu verwandeln. Z. B. Sphinx euphorbiae L. 2. Die Glas- fc.hwärjner (felia z. B. S. fiellatarum) haben einen platten oder zylindri- Icheh Hinterleib, mit einem Haarbütchel endigend. Einige haben zum Th eil durchfichtige Flügel; von vielen gleichen die Raupen denen der Schwärmer; die ausgebildeten Infekten fliegen häufig am Tage umher. 5- Die Kolben] chw ärmer (Zvgaena Fa b r.) haben die Fühlhörner verän- derlich : einfach oder kammariig , in der Mitte aufgetrieben, gefiutzt; die Flügel find dachförmig und die ganze Haltung des Infekts wie in der fol- genden Familie. Z. B- Zyg. filipendulae. BEMERKUNGEN ZUR GLXXOI. TABELLE. Di e Nc-matoceren find faß fämmtlicb Nachtinfekten. Ihre Flügel find dachförmig undmeiftens zugerundet. Bey den meifien find die Fühlhörner nach dem Gefcblechte mehr oder weniger tief gezähnelt. Ihre Raupen find gewöhnlich behaart. Alle fpinnen ein Kockon ; die Zahl ihrer Füfs.e ift variirend von 10 zu t6. 1. Die Spinner (bombyx L. z. B. Bomb, rnori) machen allein eine Gattung von mehr als fünfhundert Arten , die man nach Eigenheiten, welche hier aus Mangel an Raum nicht angegeben werden, können , in Unterabtheilungen gebracht bat. 2. Die Schmalfpin- ner (hepialus Fahr. z. B. phalaena humuli L.) haben lehr kurze Fühl- hörner mit rundlichen Zähnen, fo dafs fie wie körnig auslehen ; fie ha- ben nur noch ein Ueberbleiblel von Zungenröhre; in ihrem erften Zulfan- deJ halten fie fleh im Innern von frifchem Holze auf. 3. Di e Holzfpinner (colfus Geoffr, z. B. cofi, ligniperda) unterfcheiden fkh nicht viel von den Schmalfpinnern , aber haben keine Zungenröhre, und an den Fühl- hörnern liebt man deutliche zahnartige Einlcbnitte. Die Raupe thut den Räumen grolsen Schaden. Dutneril Zool. 18 274 Lepidopteren. BEMERKUNGEN ZUR CLXXIV. TABELLE. Die Familie der Chetoceren begreift Infekten, welche aufser der Fühlhontfonn wenig Beziehungen unter einander haben; doch leben ih- re Raupen roeiftens in' Scheiden oder Gangen, die fie lieh in vegetablli- fchen Subltanzen aushohlen. Die Geftalt ihrer Flügel, ift fehr verfchie- den und auf die däriu beobachteten Eigenheiten hat man die Abtheilung in Gattungen begründet, i. Die Lithöfien (lithofia Fahr.) fcheinen den Uebergang von diefer Familie zu der vorhergehenden zu machen , wenig- ftens in der Art und Weife wie fie ihre Flügel tragen, welche viel länger find als der Leib. Ihre Frefsfpitzen find rückwärts gekrümmt. Ihre Le* i Lepiclopteren. 275 bensart als Raupen ifi faß diefelbe, wie bey den Motten. Z. B. Bombyx faiicisi 2. Die Eu lohen (noctua Fahr. z. B. phalaena fponfa) kommen, von lehr verfcbiedenen Raupen ; einige haben nur 10— 12 andere 14 und die meißen fechzehn Füfse. Auch die vollendeten Infekten find nicht weniger verfclaieden. Man konnte die vierhundert Arten , die man etwa kennt, recht füglich in ein und zwanzig Untergattungen , nach Anfichten, bringen, die hier aber keinen Platz finden. 3. Die Kramben (crarf|>us Fahr) find an ihrer Haltung leicht zu erkennen; fie bilden einen gleich- fchenklichen Triangel, wo die Frefslpitzen an dem vorderen Winkel lltzen. Latr eille belegt fie mit dem Namen Herminia z. B. Phalaena barbalis L .Fahr. 4 - Die Phal'dnen oder Spanner (phalaena L i n «.) bilden eine? noch fehr zahlreiche Gattung, in welche alle diejenigen ge- hören, deren Flügel im Ruhezuftande ganz horizontal ßehen. Einige haben Raupen mit fechzehn Füfsen, die in Scheiden leben, welche aus Frilchen , von ihnen zu farnmengerollten Blättern ^verfertigt find. Andere kommen aus Raupen, die nur zehn von einander entfernt fitzende Füfse haben, fo dafs es, wenn fie gehen, ausfieht als wenn fie den Boden be- Ipannend ausmeffen wollten. Daher der Name Spanner. Die meiften dreier Raupen richten lieb, wenn fie fich in Gefaht glauben, auf das letzte Fufspaar ßiitzend, in die Höhe und bleiben fo ganz unbeweglich. Die Männchen diefer Arten haben kammartige Fühlhörner mit tiefen Einfchnit- ten. Z. B. Phal. fyringaria. 5. Die Wickler (pyralis Fahr. z. B. Phal. viridana L.) haben breite und an der Baüs runde Flügel. Sie verwandeln fich in zu lamm engerollten Blättern, die fie mittels einigen Fäden zufam- men halten, oder im Innern von Früchten, wovon fie das Innere verzeh- ren ; fie fpinnen fich Kokons von fonderbarer Form , dietbald einer zwey- fchaaligen Mufchel , bald einer vertrockneten Schotenpflanze , bald einem kleinen Kahne ähnlich fehen. S. Die Mot Len (tinea L i n n. z. B. tin. pellionella) enthalten fehr viele Arten, wovon die Raupen fich von anima- lUcfien Subßanzen eine Scheide bilden und fich von dergleichen auch nähren z. B. von Wollenzeug , Pelzwerk ’u f. w. Als ausgebildetes In- fekt leben fie äufserß kurze Zeit. 7. Die Lichtmotten (alucita Fahr. z.B. phal. degerella L. ) haben borßenförmige Fühlhörner, wenigßens Io lang als der Körper, und oft noch einmal fo lang bey den Männchen; ihre Flügel find ausgezackt, nicht gefpalten , an derßafis fchmal, und wenig Icbräg, dachförmig liegend. Die Füfse find dünn , lang und fiachlicht. Ih- re Larve ift eine lechzehnfüfsige Raupe, die verfchiedene Lebensart zeigt, die fich aber von Blättern nährt. Die Lichtmotten haben einige Aehn- lichkeit mit den kleinen Köcherjungfern, g- Di e Federmotten (pteropho- rus Geoffr. z. B. Phal. pentadactylus) haben ihren Namen von der Form ihrer Flügel, welche ganz getheilt und federartig find; ihre Füfse find lehr lang, wodurch- fie den Schnacken nahe kommen. Ihre Raupen fpin- nen lieh keinen Kokon; lie befeftigen lieh mit dem Schwänze, wie die Falter. *8 * 276 Dipteren. N°. GLXXV. VII. Ordnung. DIPTEREN *) Infekten mit zw ey nakten Flügeln und einem Mun- de ohne Kinnladen. Familien. ''vorfiehend, lang, von dem Kopfe kommend, oft geknickt 50. Skleroftomen Cvorflehend als eine platte' deut- I Schnautze mit Frelsfpitzen . . 54. Hydromyen wO fehlend § I oder ver- 03 I borgen ; f Mund ( mit einer Sei- 9 S fleifchig I ^ , I rüffelartig; ten S ranne • • • 52 * Ghetoloxeri ^Fühihörner^ ohne Seitengran- fjie 51. Aploceren durch drey Punkte erfetzt . . . .53. Altomen I ) von Ai? zwey und fJT££oc Tlügel. j l BEMERIvÜN GEN ZUR CLXXV. TABELLE. Schon der blofseName Dipteren, (diptera) könnte hinreichend an den ■wefentlichfien Charakter diefer Infekten- Ordnung erinnern; wenn nicht auch die Männchen der Kermes, einiger Blattläule und einiger Tag- fliegen, wo die unteren Flügel lieh nicht entwickeln, wenn diefe nicht auch nur zwey Flügel hätten. Die wahren Dipteren unterfcheiden lieh aber von allen Infekten durch die Metamorphofe , die in der ganzen Familie immer auf diefelbe Weife vor (ich geht. Bey Fabricius heifst diefe Ordnung antkliOta* Die meiften kommen von Eiern, die von der Mutter an feuchte Orte gelegt find, zuweilen kommen die Eier fchon in Mutter- leibe aus, und die Larven werden lebendig gebohren. Einige z. B. die meiften Hydromyen , entwickeln (ich im Wafler; andere z. B. die Che- toloxen ; freffen frifche Pflanzen, aber die meiften nähren lieh von fau- lenden Thier- und Pflanzenkörpern: Obgleich die Form der Larven Jehr verfchieden ift, fo haben doch alle 'weder Füfse noch Augen, aus- genommen die der Mücken und Schnaken. Wenn ile den Ort ver- ändern, fo gefchieht dies durch fefthalten mit dem Munde und all- mähliges Aufitiitzen mit den Ringen des Körpers , weiche deutlich un- terfchieden und mit, nach einerley Richtung flehenden, Stacheln befetzt find. Die Puppen find, die der Mücken und Schnaken ausgenommen. | Dipteren. Ä 77 immer unbeweglich. Rey einigen Arten verhärtet und verdickt fich die Haut der Larve und und umgiebt äufserlich den Körper des Infekts, deffen Gefiait ganz verwandelt aber noch lehr weich ilt. Bey andern entblöfst lieh im Gegentheil die Larve von ihrer Haut, und fcheint von einem glatten häutigen Gehäufe bekleidet zu werden, an deren Oberfläche man nichts von den Th ei len und Gliedern des Infekts un- terfcheiden kann, die davon, wiedas in den Eyern anderer Thiere der Fall ilt , ganz bedeckt find. Fs ilt dies eine den Dipteren ganz ei- genthumliche Verwandlung. Diele Gehäufe find gewöhnlich von run- der Form. Oft findet man fie in der letzten Haut der Larve felbft, die ihnen als Kokon dient. Das ausgebildete Infekt kommt gewöhnlich an dem einen Ende diefes Gehäufes hervor, fo dafs diefes fich in die Höhe hebt und nur an einem Ende, als wie mit einem Gharnier befefitiget, hangen bleibt. Die meiften diefer Infekten leben ziemlich lange in ihrem volikommnen Zultande. Ihre Lebensart ilt nach den Familien fehr verlchieden, gewöhnlich aber haben fie unter einander grofse Aehn- lichkeit der Bildung. Im Ganzen ift der Kopf dick, fo auch die Au- gen die in manchen Arten bey den Männchen faft allein den ganzen Köpf bilden; die Augen find netzartig gefchliffen, wie die Augen der Falter. Die meiften haben auch noch drey kleine glatte Augen auf dem Scheitel oder Hintertbeile des Kopfes. Ihre Fühlhörner zeigen , fo wie auch die Form des Mundes, grofse Verfchiedenheiten , worauf die Entomologen die Uuterlcheidung der Arten gegründet haben. Sie haben Io zu lagen gar kein Halslchild, wenn man mit diefen Namen den Theil belegt, der gleich auf den Kopf folgt, die zwey erften Fufspaare trägt yrid bey den Käfern fo fichtbar ift ; aber ihr Bruftftück ift fehr grofs, und trägt wie bey den übrigen Infekten die Flügel und die vier Hi'nterfüfse. Ihr Leib zeigt viele Verfchiedenheiten der Form, .gewöhn- lich ift er dicht auffitzend, bey einigen ab, er auch gefitiek. Die Flügel find lehr zart, * t immer ganz durchfichtig, zuweilen haarig, meift lang und horizontal. Gewöhnlich find fie an der Balls ausgelcbnitten und man fleht dafelbft an jedem Flügel eihe‘ ge wölbte Schuppe , die die Be- wegungen des Flügels tbeilt. Bey den meiften Dipteren litiit unter dem Flügel noch ein laefonderes Organ, ein mehr oder minder langer mit einem Knopf endigenden Faden, den man Schwinghol he nennt, und defien ei- gentliche Beftimmung man nicht kennt. Es Icheint diefer Theil das Ru- diment des Unterflügels zu feyn ; es ift beftändig in Bewegung wenn der Flügel fich bewegt. Mit Unrecht hat man es für eine Balanzierftan- ge gehalten. Dipteren 2 73 < o 3 M x y x 'HÄ O C 3 M i o T: 8 r~ Jp° CD IT ' er a CD CD 3 2. fcj 5 o 2L Fühlhörner - A_ r 'S i—~i *-r> P 2- Üp 3 p , CD Ö CD CD 5? O: *i c? 5 h 3 üq" 3 CTQ* OQ o 2. "5' CD 3"* >1 er 3 E 3 P- CU ~ CD !-S CD p o I-j H-J 2D aq CD D P- CD s GA) - co N r * 5" CD ♦— < r-“ 7 ^ £ sn P .G aq *-< er j£ £L-JP ^ . ~S CD Gs Hr-i CD *“*1 CD ^ - ""n cd rro ■, i Sü 3 aq CD ' *-s bQ aq rr*s ^ j? Er* 3 CD CD d CD *■* CD •“S CD o :l *T3 ' O: *-i JT" 3 P DD CD 3 3 i— 1 « O h— J P ET r> < CD 3 CD o 33 3U CD ve CD CD o> o • »-1 i >1 •"< r-r _«>4 P CTQ CT) r+ S5 erq CD. ö CD 3 erq CD 3 h-i • r+‘ CD CD p c erq Ti > g 3 M CD i> d o r HH o X O £ Ö HO W 5> ^ CD X r 1 w X O CD H o w X 3 o • o t7 x x <3 Dipteren. 279 BEMERKUNGEN ZUR CLXXVI. TABELLE. Die Sklerojiomen lind leicht an der befonderm Form ihres Mundes zu erkennen; fonft' aber in vieler Hinlicht von einander verfchieden. Ei- nige haben Körper undfBeine aufserordcntlich lang ; andere lind kurz und dick, und da,bey niedrig auf deriBeineh. Einige haben einen vorwärts ge* richteten nicht geknickten Sauger ; bey andern ilt er kurz nnd liegt unter dem Kopfe: noch andere haben ihn in der Länge geknickt und fo einge- richtet. dafs ervorwärts bewegt, und zum Theil in den Kopf zurückgezo- gen werdenkrnn. i. Die Mücken (culex L. ZaB. c. pipiens) haben fadenför- mige aber mit feinen Häy eben befetzte, bey den Männchen oft ganz gefieder- te, Fühlhörner ; Körper und Füfse find lehr lang. Der Saugrüffel ilt oft län- ger als der halbe Körper. Sie nähren ficb von Blut und faugen wie die Wan- zen (p. 261.) 2. Die Schwebfliegen (bombylius L. z. B. Biirab. major haben, einen runden, breiten, ovalen platten Körper. Ihr Saugrüflel ilt lang, dünn, fpitz und fleht hqrizontal.- [Ihr Leib ift dicht aulfuzend und kurz. Sie nähren fich von Blumenliaub, lieben fandige Gegenden und fliegen faß ohne Unterlafs. 3. Die Lausfliegen (hippobosca L. z. B, H. equina) find mit kurzem Rüffel verleben. Sie find im Ganzen febr platt; laufen fehr lebneli und in jeder Richtung. Die Weibchen legen ein Ey was beynahe an Greise dem Körper gleich kommt ; dies Ey ilt eigentlich fchon eine Puppe. — Eine dahin gehörige Art, H. ovina. hat niemals Flügel. 4 - u - 5* Die Gro/i hopffliegen conops Fair. z. B. con. macrocephala und die Backen- fliegen (myopa Fair. z. B. con. ferruginea) find nur nach ihrem vollkommnen Zufiande bekannt, wo man fie auf Blumen findet. 6. Die Stechfliegen (ilömpxys Geoffr .) gleichen tden Stubenfliegen aber ihr Saugrüflel ilt immer vorragend. Sie find im Herbit lehr häufig und faugen Blut. Z. B. conops calcitrans. 7. Die Schnabelfliege (rbingia S c. o- poli) fcheinen in ihrem erften Zufiande im Mi fie zu leben. Ihre Stirn verlängert fich in eine Art von Schnabel, der dem Saugrüflel zur Schei- de dient, man findat fie auch auf Blumen. Z. B. rhing. roltrata Fair. g, Die Goldaugen ( chrjfopfis ) haben die gröfste Aehnlicbkeit mit den Brömen, fowobl in Lebensart als Metamorphose. Ihre Fühlhörner find Pfriemenförmig, der vorragende Kopf hat fehr glänzende metal- lilcbe Äugen Die Flügel find breit und halb ausgefpreitzt. Z. B. Taban .caecutiens. g. Die Bremen (tabanus L.) kommen von in der Erde lebenden Larven. Die Puppen find hinlänglicher Bewe- gung fähig, um, wenn fie im Begriff find, fich zu verwandeln, aus der Erde hervor zu kriechen. In ihrem letzten Zufiande laugen fie Blut z. B. tab. bovirius L. io. Die Raubfliegen (afilus L. haben langen, haarigen ‘Körper, nackte Sclnvingkölbchen ohne Schüppchen. Ihre Larven leben im Sande, und nähren fich, wie die vollkommnen Infekten, von Inlek. ten. Ihr Saugrüflel lieht lenkrecht. Z. B. al. crabriformis L. ii. Die Tanzftiegen (empis L. em. pennipes) haben diefelbe Lebensart wie die vorigen, von welchen fie fich nur durehdie Fühlhörner unterlcheiden. ) 28« Dipteren. BEMERKUNGEN ZUR CLXXVIL TABELLE. Die Gelchichte der in die Familie der Jlploceren gehörigen Gat- tungen iß noch wenig bekannt, und diejenigen welche man beobach- ten konnte, haben bemerkenswertbe Verfchiedenheiten gezeigt. * I. Die Schnepfen fliegen (rhagio Fa b r . ; nemotelus de Geer z. B. müsca ßolopacea) fcheinen alle von öeilchfreflenden Larven zu kommen, welche lieb , wie die Ameifenlöwen , Löcher in den Sand graben. 'Auch hat man fie wohl vermiiions- genannt. In ihrem letzten Zu fiän- de findet man fie auf Blumen. Sie haben lehr lauge Fülsejiund eben folche Schwingkölbchen. t Dipteren. - 28 t s. Die Kreuzfliegen (bibiö Fahr . gleichen den vorigen, haben aber nur zw ey Knöpfe' an den Untorrufsen. ihre Larven kennt man nicut. Z. B. musca plebeja. L. 3. Die Trauerfliegen (anptfax S c o p o I i z. B. müsc. morio L.) ha - ben -die Flügel gewöhnlich an der Bafis Ichrnal und an der Spitze breit, in der Piuhe ausgebreitet, ein Drittheil länger als der Körper und näu- fig , was b'«.y den Dipteren feiten ift, gefärbt. Sie find lehr beweglich, Ichweben oft fiundenlang an einer Stelle ohne lieh zu letzen: belonüers gern halten fie (ich an fandigen trocknen Orten auf. 4. Die Gattung Stachelfliege (fieus Fahr . coenomia Latreillc) hat eine fleifchige gelappte Saugröhre, obgleich einige Entomologen fie zu den Bremen und Raubfliegen gezählt haben. Ihre 7 Flügel find lang und kreuzen fi'ch im Ruhezuftande über den glatten, ovalen, Rümpfen Hinterleib. Z. B. Sicus ferugineus Fahr. 5. Die Dornfliegen (hypoleon z. B. llratiom. hypoleon) haben viele Aehnlicbkeit mit den Waffenfliegen, von denen fie lieh durch die Kürze und eigentluimliche Form der Fühlhörner unterfcheiden. 6. Die Waffenfliegen (Ftratiomys Gcoffr .) lind leicht an der Form ihrer Fühlhörner und ihres mit zwey Spitzen endigenden Rücken- fchildchens zu erkennen, Ihre Flügel find in der Ruhe gekreutzt. Ihre Larven leben im Wafier, haben eine fpindelähniiehe aber dabey glatte Form, man nimmt deutlich zwölf Ringe an ihr wahr. An ih- rem Hintertheil findet fich eine Art von wie eingeöhlten Feder- oder Haarbufch, der an der Oberfläche des Waffers fich ausbreitet, lo dafs das Infekt davon getragen wird. Im Mittelpunkt diefes Bufches, ift die Oeffnung für die' Refpirationsorgane. Die Puppe behält die Haut der Larve, aber die Theile des Körpers ziehen fich fo zurück, dafs vorn und hinten ein leerer Raum bleibt. Z. B. Sir. charnaeleon. 7. D ie Buckelfliegen (cyrtus Fahr.) haben ihren Namen von ih- rem Anfehn; Ihr Halsfchild ilt fehr grofs’, der Kopf lehr klein, der Hinterleib ift aufgetrieben , leer und ftumpf. Z. ß. cyrt. acephalus. g. Die Planfliegen (nemoteius S-ch a eff er) haben die Stirn fchna- b eiförmig verlängert wie die Schuabelfliegen ; der Körper ift glatt, glän- zend, oval und plattgedrückt ; das Kückenfchildchen ilt rundlich. Mart findet fie auf Blumen, ihre Larve ilt aber noch unbekannt. Z. B. ne- mot. uliginofus Fahr. 9. Die Stielhornfliegen (ceria Fahr. z. B. musca conopsoides ■ L.) haben an ihrer Balls verwachfene Fühlhörfier, die länger find als der Köpf, und woran das letzte Glied Ipindelförmig ilt. Der Kopf ilt dreyeckig, dyrLeib conifch, concav ; ihre Flügel find an der Bafis fchmal. Die meiften haben die Haltung der Sägewespen und W espen. 10. Bey~ den Midasfliegen (mid.as Fahr.) find die Fühlhörner auch lehr lang, vorwärts gerichtet, zufammengedruckt und nahe an einander fitzend. Der Körper ift dick lang und etwas platt; der Kopf oreiter als das ' Halsfchild , die Flügel von einanderftehend und an ,Jer Bafis lehr breit. Z, B. mid. filata Fahr. 282 Dipteren. 285 : \ Dipteren, BEMERKUNGEN ZUR CLXXVIII. TABELLE. Die in die Familie der Cheloloxc.n gehörigen Infekten .entfprechan der Linueilchen Gattung Fliege, Die hier aufgeftihrten Gattungen zeigen lehr grofse Verfehiedenheit der Form und der Lebensart, i. Die Lang- 'fuf.ßiegen (dolichopus La.tr. z. B, musc. ungulata L.) haben ihren Na* men von der Länge ihrer Füfse. Ihr Körper ift meifiens von Metallfärben glänzend, zufamrhengedrückt , mit erhabenem Bruftfchilde und fenkrech- ten, Falt dreyeckigem Kopfe; derl Leib fit konifch , und hey den Männ- chen vorwärts gekrümmt; die Fiüg&l find lehr lang und die Füfse dünn. Sie laufen fehr fchnell und nähren lieh von lebenden kleinen Infekten;. Ihre Larven halten lieh in der Erde auf. An den Puppen kann man Ichon : die Geltalt des Infekts erkennen. 2, Die Cejx (ceyx z. B. rnusca petro- nella L.) find kleine Infekten mit langem dünnen Körper, der von ganz ausnehmend langen Fiifsen getragen wird ; der Kopf fit rund utpl fitzt auf einer Art von Hälfe. Die Fühlhörner find fehr kurz. Sie laufen aut dem Waffer. 3, Die Tetanoceren (tetanoeerus) haben ihren Namen von der Geltalt ihrer ganz vorwärtsfteh enden Fühlhörner. Der Kopf ilt dick, halb kugelartig und hinten wie abgeliutzt, der Mund aufgetrieben nüd blafig. Man findet fie auf faulenden tliierifchen und Vegetabil ilclreri Sub- JTfanzen , wo auch die Larven fich entwickeln. Z. B. musc. reticulata Fahr. 4 * Die Cerochetcn (cerocbetus) haben vorwärtsgeneigte Fühlhör- ner, die in eine Vertiefung derStim aulgenommen werden. Ihr Körper ilt mit fparfamen und feinen Haaren bedeckt, und hat ein rundliches Rückenfchild. Es ilt eine an Arten zahlreiche Gattung deren Lebensart mit der der vorigen übereinkommt. 5. Die Gattung Cosmius , hat ge- wöhnlich Icbön farbig - geftreifte oder gefleckte Flügel ; die hieher ge* hörigen Infekten gleichen dem tetanoceren. Ihre Larven entwickeln fich in den Stämmen, Samen, Kapfeln und Wurzeln der Pflanzen aus der Fa_ milie Cruciferae. 6. Di'e Ttierefras (tRfcre'va Fa b r. z.B. musc. plebeja L.) haben einen kurzen , ovalen Körper, breiten Kopf, platten abgerundeten Leib; dicke, oftunclurchfichrige an der Balis breite Flügel. Die Schüppchen grofs und gefranzt. 7. Die Rauchhaarfliegen (echinom.ya z. B. musc. grob- fa) heifsenfo, von ihren fteifen grofsen Haaren. Der Kopf ift fehr dick ; die Flügel find halb ausgebreitet ; die (Larven entwickeln fich in den Raupen und Puppen der Schmetterlinge, g. Die Metallfliegen (fargus labr. z. B. Särg. ctipraria) halten das Mittel zwilelyen den -Bl timen fl le- gen und Waffenfliegen, ihre Verwandlung kennt man nicht. 9. Die Mttlios (mulio Fahr. z. B. m. obfeura)'. haben lange mit der Balis an ein- ander fitzende Fühlhörner , gleichen übrigens den Blumenfliegen. 10 Die Fliegen, ■ (musca L. z. B. m. yomitoria) find die einzigen Arten , wo das Seitenhaar der Fühlhörner, wie hey den Mücken, gefiedert ift und die auch fonft von den 1 übrigen Arten abweichen. ir. Die Cenogofter ent- halten die Infekten, welche Geoffroy volucelles genannt hat, Z. B. Syrplms pellucens F a h r, % 2 84 Dipteren. BEMERKUNGEN ZUR CLNXIX. TABELLE. D ie Bremfen haben, wie der Name slfiomen angiebr, keinen Mund. . Sie kommen aus Larven, welche denen der Fliegen ähnlich find, deren i Körper länglicht, etwas platt und mit nach einerley Richtung (tehen^ / Dipteren. 235 den Spitzen ftachlicht befetzt ift, vermittels welcher lieh das Thier feft'nält und den Ort verändert. Alle bekannte Arten entwickeln lieh in Saugthie- ran : Wiederkäuern und Pferden. Einige dringen in den Dannkanal, andere in die Kinnladen - und Stirnhöhlen , und einige unter die Haut , wo fie Eitergefchwüiße veranlaßen. Die Puppen oder vielmehr die Lar- ven, wenn fie in Begriff find unbeweglich zu werden, gleiten von ihrem bisherigen Aufenthaltsorte auf die Erde, wo fie fick vergraben und in Koth u. f. w. verborgen bleiben, bis fie ihre letzte Geltalt angenommen haben. Die vollffändigen Infekten leben nur fo lauge als nöthig ift, um. fich zu begatten und Eyer zu legen. Ihre Gefialt ilt lehr verfchieden. Falt alle aber haben grolse Augen. Z. B. Oeftrus liaemorhoidalis. BEMERKUNGEN ZUR CLXXX. TABELLE. Die Scbnautze der Hydromyen ift in eine Art von Schnabel verlängert^ woran man nur noch gegliederte Fäden unterfebeidet. Oft find die Fühl- hörner lehr lang, von verlchiedener Form, einfach oder kammartig. Der Konf ilt klein, kugelförmig, mit zwey Augen, worauf man rundlich gefcblif- Fene Felder wahrnimmt. Ihre Schwingkölbchen liegen blos, ohne Schüpp- chen. Die Larven zeigen wenig Uebereinfiimmendes in Lebensart und Gefialr. Oft lieht man fchon an der Puppe ganz deutlich äufserlich das in ihr verborgene vollltändige Infekt abgedruckt. 1. Die Schnacken (tipula L. z. B. tip. pectinicornis) haben Körper und Füfse außerordentlich läng:. Die Larven entwickeln fich entweder in der Erde, wo fie fich von Pflanzenwurzeln nähren, oder im Mifte ofier in Schwämmen; einige halten fich auch im Wafier oder Schlamm auf. Es ift dies eine Gattung, woman die Arten nicht leicht äulböwähren kann. 2. Die Ceratoplaten , Pilzfehnacken (ceratoplatus Bose. z. B. cer. tipuloides) gleichen den Schnacken aber ihre Fühlhörner find zulammen- gedrückt und in der Mitte breiter. Sie entwickeln fich in Pilzen. 3 * Die Pjj'choden (Pfychoda Latr. phalaenula Meigen z. B. tipu- la phalaenoides L.) haben fadenförmige Fühlhörner, die fall fo lang als der Körper find und aus haarigen Gliedern beftehen ; ihr Kopf ilt klein, ihre Flügel grols, behaart, gefranzt, und bilden auf dem Rücken ein fchräges Dach, Sie lieben feuchte und dunkle Orte, laufen fchnell aber fliegen Ichlecht. 4- Die Dungfliegen (featopfe Geoffr. z. B. Sc. nigra) finden fich in ihrem letzten Zuftande nur an den unreinlichften Orten. Ihre Larven ent- wickeln fich in den Beulen mancher Pflanzen z. B. der Euphorbien u. f. w. 5 . Di Q Haarfliegen (hirtaea Fa b r, , bibio Geoffr.) haben Fühlhör- ner (mit kurzen, platten, durchblättertem Gliedern) die dicht neben dem Rüffel fitzen. Zu gewiffen Jahrszeiten erscheinen diele Haarfliegen in gro- Iser Menge, daher der Name mancher Arten 2. B. hirtaea Joahnis , hir£. marci ; die Larven entwickeln fich im Mifte. I f 2ÖÖ Apteren. No. CLXXXI. VIII. Ordnung. APTEREN. Infekten immer ohne Flügel. deutlich ; Hinter- leib . . . Familien. Myriapoden . j ( an allen Ringen . . xr' wenig deut- j b V. lieh; Fülse/ i^nur an einigen Ringen yj' Polvgnathen fehr deut- lich ; Fühlhör- ner Hehlend, AchtFiifse; Kopf mit dem Hals und ßrult Itück vereinigt .... 58 - IV. c Ü • "i I vorhandel); f rait Haaren UI.’ (^After . . . y \ ohne Haare fehlend; ein Schnabel oder Saugröhre . . . *) von A privativo und ürrpa Flügel. V Araneiden Nematouren Ornithonyzen Rhinapteren K BEMERKUNGEN ZUR CLXXXI. TABELLE. Die Ordnung der Apteren beruht auf weit weniger pofitiyen Charak- teren als die vorhergegangenen andern Ordnungen. Doch lind in ihr In- fekten vereiniget, die untereinander in manchen Rücklichten Überein- kommen, und zugleich durch Form, Organifation und Lebensart von denen der übrigen lieben Ordnungen fehr abweichen. Als Linud diele Ordnung aufftellte, brachte er alle Infekten dahin, die mit denen der andern Ordnungen nicht zufammenpafsten , fo dafs oft zwilchen zyvey Familien der gegenwärtigen Ordnung eine grölsere Kluftiffc, als zwilchen zwey ganzen lehr verlchiedenen Ordnungen, wie z. B. zwilchen Koleopteren und Hemipteren. Auch haben mehrere Schriftfteller neuer- dings verlucht.aus einigen Familien diefer Ordnung belondere Klaffen zu machen (wie z. B. Lamark eine eigne Klaffe: araneacea aufgeführt hat.) D er Charakter der Ordnung der Apteren, liegt, wie der Name lagt in dem Mangel der Flügel. Aber dieferUnterlchied ilt niiiht hinreichend um lieh eine klare Vorltellung von den darunter begriffenen Infekten zu Apteren. zßy \ machen. Man mufs daher einen andern Weg einfchlagen, nein lieh fie mit den vorhergegangenen Ordnungen vergleichen und lie durch andere negative Eigenschaften beffinnnen. Di e Koleopteren haben in ihrem vollkommnen Zußande immer nack- te Kinnladen und Flügeldecken oder wenigftens Stumpfen von Flügelde- cken ; das Weibchen des Leuchtwurmkäfers allein macht eine Ausnahme. Die Apteren haben nie Flügeldecken auch keine Stumpfen davon* uncl ha-' ben mehr als Sechs Füfse. Die Orthopteren haben immer einen Helm an den Kinnladen. Die Nematouren find faß in demfelben Falle und könnten mit eini»en Scba- D ben verwechlelt werden. Die Neuropteren können, da fie faß immer Flügel haben, nicht? mit den Anteren verwechfeit werden. Doch fehlen die Flügel einigen Pfocken und Termiten, aber diele haben einen runden Schwanz, der fie von den Nematouren unterscheidet , die die einzigen Arten find wo lechs Füfse, Kinnladen und ein unterschiedener Hinterleib Vorkommen. Da kein Inlekt aus der Ordnung der Apteren einen geßielten Hinter, leib und weniger als acht Ftüse hat, fo kann mit den Hyinenopteren kei. ne Verwechfelung ftatt finden. Was die Henri ptererr, Lepidopteren und Dipteren anlangt, lo könn- te 'höchßens die Gattung pediculus und pulex vielleicht ihnen genähert Werden, aber ße unterscheiden ßch durch viele andere Eigenheiten. Uebrigens fcheint die einfache Abtheilung auf der gegenwärtigen igt labeile eine febr vollständige Idee der in diefe Ordnung gehörigen In- fekten zu geben, da man auf derfeiben die Familien gut iiberfehen kanü. Die Eigenthiimlichkeiten und Lebensart der Unterabtheilungen, werden, bey den einzelnen Familien Vorkommen. W T ünn übrigens über die Beßimmung eines ungeflügelten Inlekts ei- nige 'Schwierigkeit obwalten Sollte, Io mtils man denken, dafs die zu un- terluchende Art in eine andere Ordnung gehöre und zur Ergänzungs - Ta- belle No. 117 pag. ig8 feine Zuflucht nehmen, wo über die Beßimmung der mit Unrecht Apteren genannten xmgeflfigelten Infekten ein leichier Weg vorgezeichnet iß. 288 Apteren. No. CLXXXil. ILV. Famslie. SCHMAROTZER ODER RHINAP- j TEREN. *) Infekten ohne Kinnladen und ohne Flügel. Gattungen. Fiilse ( feclis f zufammengedrückt ; Hinterfüfse länger . i. Floh i'Zal'f 61 ] pplatt gedrückt ; gleiche Fü.fse . . . . . 2. Laus ! v acln ; Kopf deutlich, klein; haarige Fühlhörner . 5. Milbe *) von P/v Nafe und xittz^x Flügellos. N°. CLXXXIIf. LVf. Familie. ORNITHOMYZEN. *) Infekten ohne Kinnladen mit deutlichem Kopfe; mit feclis Fiifsen und ohne Haare an dem Schwänze. Vogellaus. i *) von 0£i u$'o$ Vogel und f.co?o> ich lauge. N°. CLXXXIV. LVII. Familie. BORSTENSCHWÄNZE ODER NEMATOUREN. *) Apteren mit Kinnladen; mit deutlichem Hinterleibe; mit Fühlhörnern ; mit fechs Füfsen; der Hinter- leib mit Borften endigend. Gattungen. Hang vorfte-” Fg^ att ’ lange Fühlhörner 1. Zückerthier Haare am , hend ; Körper-. > run( j - ]j urz e Fühlhörner 2. Lepisma Schwänze .< v I unter dem Leibe liegend, zum Springen f dienend 3 - Spnngfchwanz *) von N^juac Faden und Ougx Schwanz. Apteren. 289 BEMERKUNGEN ZUR CLXXXII. TABELLE. Die Familie der Rhinapceren. enthalt alle Flügel - und Kinnladenlofe Infekten, r. Der Floh (puleX) 'erleidet eine vollfiähdige Metamorphofe und nähert fich dadurch den Dipteren. Es ifi das dies einzige ßey- fpiel unter den Apteren. Ihre Larven haben keine Fülsö, üe lind mit k ! einen Fühlhörnern verleben und fleifchfreffend. Zur Zeit ihrer Ver- wandlung Ipinnen Ile lieh ein» Z. B. pulex irritans L. 2 Die Läufe (pedieuius) leben nur auf den Körpern der Säugthiers und auf Kalten der- feiben Ihr ovaler platter Körper ilt mit lechs gleich kurzen, und mit zwey Nägeln endigenden, FüJ'sen verfehen. Der Kopf ilt rund und fitzt in ei- ner Vertiefung; der Saugrüflel iß lehr kurz. Z. B. ped. humanus L. 5 * Die Milben (acarus .L.) gleichen den Läufen lehr, haben aber 8 Fiifse. Ihre Geßalt iß fehr verfchieden ; man hat ße nach der Form des Munde» in g andere Unter- Gattungen getlieiit, Z. B. acarus ßro L. BEMERKUNGEN ZUR CLXXXI 1 L TABELLE. Die kleine Familie der OrnUkomjzen enthält die Vogelläufe (rici- nus Fahr.) eine den Milben und Läufen nah verwandte Gattung. Es find dies fehr kleine Infekten, die man nur auf den Körpern der Vögel gefunden hat. Ihr Mund iß mit zwey Hacken verlehen,. womit fie die Federbärte bey den Vögeln faßen , ihre Antennen find lehr kurz. Z. B. ricinus pafiednusL. BEMERKUNGEN ZUR CLXXXIV. TABELLE. Die Nematouren bilden eine kleine, deutlich abgefonderte Familie. Es find lehr lebhafte Infekten , die lieh von Ueberbleibfeln vegetabilifrher und thierifcher Subfianzen nähren. Ihr Kopf iß deutlich, ihre Fülse fitzen auf einer Art von Bruß. 1. Die Zuckerthiere (forbicina Geo ffr .) find durch ihre Lebhaftigkeit und Gewohnheit des Nachts zu laufen und organilche Subßanzen , wovon fie ßch nähren, zu zerfiören , den Scha- ben ähnlich. Ihr Kopf iß fehr fichtbar, mit zwey langen Antennen ver- lehen und ihr Schwanz endiget mit drey langen Fäden. Z. B. Lepisma fachanna L. 2. Die Lepisinu (Lepisma L. Fabrik haben den Körper übucklich, nicht platt. Ihre Antennen find kurz und ihre Schwanzfäden ungleich: fie können fpringen, Z. B. Lepisma polypoda. 3. Die Spring-, fchwänze (podura L.) find fo genannt, weil ihr gabelförmiger unter den Schwanz in eine Art von Furche gebogener Schwanz, mittels einer ela- Itilchen Bewegung daraus hervorkommen und als Springluls dienen kann. s, B. podura viridis. Dumeril Z00L Apteren. zg6 Maudibeln GL g S- M Qrf P“t r * ' tt> 3 g 3 £ ö O) ^ (t> H- <1 CD erS CD TI cr> CU Ul CO kO m 5 > CD ► 1 c o o o T X* CD er tz» T3 tr ■< D CO pr o -! “3 § er CD - § P H4 W die Ma p- CD 3: CfQ Fr'efsf, ndibel 3 CD 3 CD_, v« • izj 3 ' T 1 r't 3 ■H '‘■U CA m> O *~a rt i— < D 3 3 *r> V» • T 1 3 3 ^ 5. 3 rt h— * ,-s ED w p- cl Ü CD CD p s 3. »— i • o W- H W 3 52! .5 O T X <1 BEMERKUNGEN ZUR CLXXXV. TABELLE. Die Araneiden , Spinnenartige unterfcheiden lieh von allen andern vollkommnen Inlekien duach drey Haupteigenheiten. Erltens haben fie niemals Fühlhörner, zweitens ilt der Kopf mit dem Halsfchilde zulam- raen gelchmolzen und drittens pflanzen Ile lieh mehr als einmal in ihrem l , eben fort. Alle nähren lieh von animaiilchen Subftanzen, gewöhnlich von lebenden Thieren , denen lie ihre Feuchtigkeiten vermittels der Oeff- nung ausfaugen , die Heb an der Spitze ihrer Kinnladenhacken finden und durch zvvey Kanäle in dielen Hacken in eine einfache Speiferöhre führen. i. Die auf der Tabelle gegebene analytifche TJeberficht ilt hin- reichend um die Spinnen (aranea Lin 7p.) von allen übrigen Gattungen Apteren. 2gl der gegenwärtigen Familie zu unterfcheiden , denn rach den Arbeiten der neuern Naturforfcher bleiben in der Gattung der eigentlichen Spin- nen nur allein diejenigen, welche in den nach und nach gebildeten be- fonderen Gattungen nicht haben untergebracht werden können. Die Spinnen haben wenigftens fechs , meiltens acht, glatte, fymmetrilch auf dem Scheitel fitzende Augen Die Generationsorgane der Männchen lie- gen in der Nachbarfchaft des Mundes. Die meilten Spinnen können Faden- Ipinnen, entweder um ihrer Beute Schlingen zu Hellen oder um ihre Eyer mit einem für Feuchtigkeit undurchdringlichem Gewebe zu umgeben. /j. B. aran. diaderaa. 2. Die l ogelfpinnen (mygale Walkender') unter- fcheiden fich von den ihnen fonlt ganz ähnlichen Spinnen durch die Form der Frelsfpitzen , welche Fufsäbnlich find und durch die einfachen nicht gezähnelten Fufsklauen. Man hat fie in zwey Abtheilungen gebracht, die eigentlichen Fogelfpinnen s. B. ar. avicularia L. die lehr grols und an den Füfsen mit einer Art von Heilen Haarbürfle verleben find und wovon einige fich von kleinen Vögeln nähren, und die Minirf pinnen ohne Biir- Iten , die fich in kleine unterirdilche Canäle zurückziehen, die fie mit einem Deckel verlchliefsen. Z. B. ar. cementaria. 5. Die Phrynen. (phrynus Oliv.) find noch wenig bekannt, man findet fie vorzüglich im liidkchen Afrika; fie leben den Scorpionen etwas ähnlich, da fie keinen 1 Schwanz haben, z. B. Phalangiwm reniforme L. Es Icheint, dafs fie fpinnen können. 4 - Die Scorpione (fcorpio L.) find an zwey Eigenheiten leicht zu unterfcheiden. Die erlte ilt der gegliederte Schwanz in welchen der Hinterleib ausgeht und an delfen Ende fich ein fpitziger Nagel findet, der mit kleinen Löchern durchbohrt ilt, aus welchen eine giftige Feuch- tigkeit bey jedem Stich, der damit gefchieht hervorlchwitzt ; die zweyte Eigen tbürplicbkeit bilden die gefranzten kammartigen Blätter an der Bafis des Hinterleibes, die man für Kiemen halten könnte. Die Eyer kommen Ichon im Leibe der Mutter aus und die Jungen kommen lebendig zur Welt. Z. B. Scorpio maurus. ß. Die Krebsfpinnen (cheliler. G e ojj r. z. B. phalangium cancroides , haben einen platten, fcorpionartigen Körper aber keinen Schwanz. Sie laufen nach jeder Richtung wie die Krabben ; nähren fich von kleinen Infekten. 6. Die Scorpio rifpinne (galeodes Oli - vier z. E.. Solpuga araneoides Fa.br.) haben Aehnlichkeit mit der fol- genden Gattung, aber ihr Körper ilt länger und ihre Mandibeln grölser. Ihr Vaterland Hl Afrika. 7. Die Langbeine oder ^fterfpinnen {phalan- gium L.inn. z. B. ph. opilio) haben (ehr kurze Mandibeln der Körper ilt platt rund oder viereckig. Ihre Fiilse find lehr lang und endigen mit vie- len Gliedern. 3. Die Milb enjpinnen (trombidium Fahr.) icheinen den Uebergang dieler Familie zu den Rbinapteren durch die Milben zu ma- chen. Z. B. acar. tinctorius Linn. Die® rten, welche beltändig im Waf- fer leben und Schwimmfülse haben , hat Müller unter dem Namen hy~ drachna in eine befondere Gattung gebracht. Z. B. trombid. geograpbL cum Fahr. J 9 ühlh zgz Apreren. N°. CLXXXVI. LXX. Familie. TAUSENDFÜSSE ODER MYRXA PODEN. *) Infekten ohne Hügel, mit Kinnladen ; Hinterleib wenig unterfchieden, mit Füfsen an allen Ringen des Körpers. Gattungen ( zylindrilch ... . t. Vielfufs tx /,,.wcy Paar Fü- [ ljnglich,< ! winklig; C .5 j , r se { Körper .J f Schwanz ^ Haarbüfchel 2 . Polyxed mit einem 'S ' . V l^ohne Haare 3. Polydesm f oval fielt zufammen kugelnd . . 4. Glomeride , einzigen Paare ; j'Tehr kurz, borltenartig . 5. Skolopender 4 ^ * \felir lang, fadenförmig . 6. Scbilderaflel *) von. Mu^toe zahllos und 7ro$e$ Fiilse. £V 21 ■ fe j f,, pem No. GLXXXVII. LX. Familie. VIERHÖRNER ODER POLYGNA THEN. *) Infekten ohne Flügel, mit Kinnladen; mit deutli- chem Hinterleibe; mit Füfsen unter einigen Kör- perringen. Sj r*, in einer Reihe ; Körper ! platt, länglicht Gattungen. 1 . Wafferaffeln o 4 { ausgeftreckt ; After mit An- j in zwey Pieihen; J hängfein . . . . . . t der ovale Körper .< . v . r lt ^ ^ 1 > ais Kujj^l zulammengerollt; f After rund *) von 7ro/.u? viel und rtx&o; Kinnlade. 2. Affel 3. Gürtelaffeln Apferen, 293 BEMERKUNGEN ZUR CLXXXVI. TABELLE. D ie Familie der Taufertdfifse oder Myriapoden entfpricht den Lin- neifchen Gattungen julus und fcolopendra. IhrKörper beliebt ausfehr vie- len Ringen, unter welchen man keine behänderen fürBruit und Hinterleib anzunehmende wahrnehmen kann. Der Kopf ift immer deutlich getrennt , hat zwey Augen und zwey Fühlhörner. Fiifse linden heb an allen Rin- gen des Körpers und immer finden lieh mehr als lieben Paar. t. Die Vielßfse (julus Litlii.» z. B. jul. terreftris) haben kurze keulenförmige Fühlhörner; ihr Körper i/t zylindrifch und an jedem Ringe litzen zwey Paar Fiifse. 2. Polyxenen (polyxenus Ijütreille z. B. Scolopendra la- gura L.) lind fehr kleine Infekten mit etwas plattem, nicht hartfeha-, Iigem , konifchem Körper, der hinten mit einem g hin zendeip häaruü Iche) endiget. 5. Die Polydesmen (polvdesmus Latr z. B. jul. com- planatus L.) find Vielfüfse mit plattem, winklichem Körper, die lieh we- der Kegelförmig noch fpira’artig zufammen rollen. 4 * Oie Glon le- den (glomeris Lcitr., z. B. jjitlus ovalis L) find auch Vielfüfse, die aber den Affeln der folgenden Familie ähnlich fehen. Ihr Körper rollt lieh zufammen. 5. Di e Skolopender (fcolopendra L. z. B. fc. morlitans) haben lange borf’ten - oder fadenförmige Fühlhörner; ihre Körperringe find' nicht breit, liegen auch auf dem Rücken nicht fchuppenartig übereinander. 6 . Die Schilderaffeln (feutigera La>n . z. B; Icolop co~ leoptrata L) find Skolopender mit breiten Ringen , die aui dem Rü- cken fchuppenartig übereinander wegragen. S BEMERKUNGEN ZUR CLXXXVII. TABELLE. Die Polygnatken fclieinen die Kruftazeen und Infekten zu verbin- den , und unterfcheiden fich von erfteren nur durch die fehlenden Kie- men. Ihr Kopf i/t von dem übrigen Körper etwas gelcliieden, und mit zwey dicht auffitzenden, wie mit Facetten gefcbliffenon , Augen verlebet]. Sie haben vierzehn Fiifse. Die meifteu tragen ihre Eyer unter dem Kör- per am Schwänze; wo auch die Jungen auskoramen. t. Unter dem Namen Wafer laufe (phyfodes Fahr.) find hier diejenigen Infekten veritan.len, welche Latreille Afelloten genannt hat; es find dies m el- fte ns im W aller lebende Affeln, mit vier fichtbaren Fühlhörnern und vorragenden Frefsfpltzen ;, der letzte Körperring ift weit grülser als die andern. 1. und 3, Die fff ein (bniscus Linn. z. B. onisc. afelius) und die Ghrtelajjeln '(armadillo z. B. onisc. armadillo L. ) unterfcheiden fleh nur durch die auf der Tabelle abgegebenen Eigenheiten. Zwey ih- rer Fühlhörner find verbargen und lehr kurz ; Der Ring am Ende des Körpers, ift nicht gröfser als alle übrigen. Sie lieben feuchte Orte und nähren fielt von faulenden veget ab blichen Subftanzen- Endc iler CI alle der Infekten. I Würmer. No. CLXXXVIU. VIIL Klasse. WÜRNER. Rückgrathlofe Thiere, mit Gefäfsen und Nerven verleben, aber ohne artikulirt'e Glieder. Familien. ( äufserlich ficht- x ba A .... i. Branchiodelen ^verborgen . . 2. Endobranchien BEMERKUNGEN ZUR CLXXXVIU. TABELLE. D iß Claffe der ÜU ic v in e v To wie fie bier nacb Ciiviers Unter- Eichungen aufgeftellt ilt , ilt nur eine Abtheilung der Klaffe die Linne un- ter demfelben Namen gebildet batte, und wohin er alle rückgratslo- len Thiere, mit Ausnahme der Krultazeerr , Infekten und ihrer Larven, zählte. Hier find als Würmer diejenigen rückgrathlofen Thiere ange- nommen , welche einen länglichten, wiegeringelten Körper haben, de- ren Ivopl nie deutlich von dem übrigen Körper getrennt ilt, und die nie- mals gegliederte Fiifse haben. Man findet bey ihnen belondere zur Cir* kulation der Muffigkeiten, des Blutes, beflimmte Kanäle. Meißens haben fie kiemenförmige Refpirationsorgane und Nerven, die denen der Infekten ähnlich find. Der inneren Organifation zufolge, die bey den Würmern kompli- cirter ift, als bey den Infekten , wo man noch keine Cirkulationsorgane entdeckt hat, follte die gegenwärtige Claffe in der natürlichen Stufen- folge gleich hinter die Krultazeen gefiellt werden, nnd fo zu den In- lekten führen. Aber nach ihrer äufsereri Form, nach der geringen Ent- wickelung ihrer Bewegungswerkzeuge , (und , wenn man die Refpira- tionsart der Infekten, als den ßlutumlauf erfetzend anfieht, indem die Luft in ihnen cirkulirt fall w ie das Blut bey andern Thieren ,) hie« nach fcheinen doch die Würmer zwilchen Zoophyten und Infekten ge- fleht werden zu muffen. Sie fchliefsen fich an die Zoophyten durch die Eingeweidewürmer au , und unterbrechen dann auch nicht die na- türliche Kette, welche von den Kruftazeen zu den Infekten, durch die Flohkrebfe und Affeln gebildet wird. Die Würmer leben im Waller oder in feuchter Erde; im letzten Falle I 1 v r ■■ ■ ,,, ■ ■ \ ■ ■ ■ ' - ^ ' ■" : r ' :■ ' Würmer. -zgs '' " ' V , 1 können Ile meiftens lange Zeit aucli in feuchter Luft leben und ihreRe- i fpirationsorgane lind, bey denen, wo man fie überhaupt entdecken 1 konnte, im Innern des Körpers befindlich. Die anderen aber, halten /ich beftändig im Waffer, und die meifien im Meere auf. Ihre Kiemen ! find immer äufserlich am Körper, als Büfchel , Blätter oder Faden ,, | befindlich. Obgleich bey den Würmern der Kopf nicht von dem übrigen Köik* per merklich gefchieden ift, Io findet man ihn doch immer mit dem Munde an dem einen Ende. Der Mund i/t bey einigen eine einfache Oeßnung, als ein konifcher Ipitzer Rüffel vorfireckbar , mit oder ohne Faden, und ohne Kinnladen ; bey andern i/t der Mund in eine Scheibe i ausgebreÜtet, die als ein Saugnapf würkt und auch zur Fortbewegung des Thieres dient; bey einigen aber i/t der Mund auch mit feiten, kalk- artigen oder hornartigen, bey den verlchiedenen Gattungen verfchiedent* lieh gebildeten , Kinnladen verleben. Manchmal ift der ganze Mund von konifchen, langen zahlreichen Frefsfpitzen umgeben. , Der Darmkanal geht meift gerade von dem Munde zum After, aber bey jedem Körperringe hat er eine Art von Einlchnürung, wodurch in- wendig eben fo viel Falten hervorgebracht werden. Die Bewegungswerkzeuge lind fehr verfchieden; bald i/t der Wurm in einer kalkartigen Röhre eingefcldoffen, welche entweder aus der Ober- fläche des Körpers auslchwitzt, oder von Schaalenftücken, Sand und an- dere Subftanzen gebildet wird, die durch eine klebrige im Waffer nicht auflösliche Materie zulammen gehalten werden; bald ift der Körper nackt und dann bewegt er lieh zuweilen mittellt feiner beiden wechfelsweile auf den Boden anhaltenden Körperenden; oft ift der Körper auch mit /teilen in verlchiedener Richtung fitzenden Borften bedeckt, die /ich auf den Boden ftützen , wenn das Thier verpfijuellt der Contraction feiner Körperringe kriecht. Einige Arten haben noch Organe wie Augen ; den meiften aber feh- len fie. Ihre anderen Sinnesorgane kennt man nicht, obgleich ße für Geräufcb und Gerüche fehr empfindlich find. Die Generationsorgane find bey den Würmern fehr verfchieden. Einige find Hermophroditen wie die Schnecken, bedürfen aber einer W'echfe! Zeitigen Begattung, z. B. die Eudobranchien , welche Eyer legen, oder deren Eyer in ihrem Körper auskömmen. Andere find, wie die Acephalen unter den Mollusken, Androgynen, fie fcheinen fielt felbft bt- fruchten zu können. 2 9^ Würmer. BEMERKUNGEN ZUR CLXXXIX. TABELLE. Die Branchiodelen ßnd von einander lehr verfcliieden ; die meiften leben im Meere. Einige Ichwimmen frey und willkürlich, oder verber- gen ßch in Löcher im Trieblande; andere liqd in Röhren eingefchlöffen. Diele bey den Verfchiedenb eiten Icheinen großen Einflufs auf die Lebens- ast zu haben. / Würmer. 2 97 1. D ie Nereiden (nereis' Linn. z. B. ner. verficolor) find auch oft Seeskolopender genannt*worden , was auch ihre flache Form ausdnickl. Ihr Körper befteht aus einer großen Zahl von Ringen die auf je r Seite mit Borltenbüfchcln befetzt find. Ihr Mund ift überdem mit Frelsfpitzen verfehen, deren Zahl nach den Arten verfcliieden ift. 2. Die Aphroditen oder Seeraupen (aplrroditaL. z. B. aphrodit. acu- leata) haben die Kiemen mit häutigen aber febuppenförmigen Blättern bedeckt und überhaupt diefe Organe nicht fehr entwickelt. Obgleich die- fe Thiere eigentlich keine Kinnladen haben, fo bemerkt man doch, dafs ileoft den Anfang ihres Nahrungskanals umgeftfilpt hervortreiben, welcher dann, wie der Magen der Krebfe mit zahnartigen Organen befetzt ift. 3. Di e Amphinomen oder Steinbohrer (amphinome Brugieres) uriterlcheiden fich durch das auf der Tabelle angegebene welentlich. Z. B. aphrodita roftrata Pallas. 4. Der Sandwurm (arenicola Lamark ) ift der Linneifche lumbri- • cus marinus; dieferWunn hat weder Kinnladen noch Fühl faden und nur auf der Hälfte des Körpers ift er mit Kiemen befetzt. Die Ringel des Körpers lind lo , dafs von fünf zu fünf allemal ein gröfserer folgt auf wel- chen Kiemen und Borften fitzen. Die Cirkulation hat Cuvier im Bull, des fciences No. 64. Reils Archiv BcL befchrieben. 5. D ie Terebellen (terebelia Linn. Barn.) haben einen zylindrifeben Körper und leben inPiöhren vom zufammengeklebten Sande. Man ift über die Charakteriftik der Gattung und die dahin gehörigen Art^n noch nicht ganz einig. Z. B. tereb. quinquefeta. 6. Die slmphitrilen (amphitrite Müller) haben denMund mit zwey kammartig gebildeten Hornblättern verfehen, die oft wie Gold glänzen. Es ift dies der Hauptcharakter und der einzige, der Jie von der vorigen Gattung unterfcheidet, 7. Di e Sandköcher (Sabella Linn.) haben mit den beyden letztge- nannteh Gattungen grofse Aehnlichkeit. Liane hat den Namen blofs auf die Scheiden angewandt; er rechnet dahin die Arten ohne Frelslpitzen und Kämme. Z. B, amph. veutilabrum L. g. Die Seepinfel (penicilius z. B. ferpula penis L.) ift nur der Sch aa- le nach bekannt; aber man kann aus der Form derfelben auf die des Thiers wohl einen Schlufs machen. (?) 9. u. 10. Die Dannröhren (ferpula L. z. B. ferp, contortuplicata) und die Scheib enwiirmer (fpirorbis Daudin) z. B. lerp. fperorb. L» kommen fehr mit einander überein. Oft findet man lie an feiten Seekör- pern , Schaalen, Madreporen u. dergl. feiihangend. 11. Die Gattung Meerzahn (dentalium Linn . z. B. D. elepbantinum) hat inren, Namen von der Form der Röhre erhalten, worin das Thier eingelchloflen ift und welche man. mit einem Zahn verglich. Diefe Roh* ie ift nicht feit ; das Thier fchleppt lie mit lieh und X oll fogar willkübr- lieh Ile .verlaßen können. 298 W firmer. j N°« CLXC. j II- Familie. ENDOBRANCHIEN. *) Würmer mit aufserlich nicht fichtbaren Refpira- tionsorganen. 1 Gattungen. 'rundlich; f a ^ s e * n hohler Trichter 5* Hakenwurra IW 1 1 n A \ . 2. Regenwurm u :0 \ “ C mit Reifen Bor- f!3 ndI j cl, >/ ^ I iten befetzt, . j und • . bplatt, dünn, fadenartig . . . i. Najade • mnd, fadenförmig, nackt, glatt 4- Fadenwurm J ohne Borlten,< . I platt; Ende j ® u S a»gnapffchei- (.des Körpers .1 bea endl § end • • 5- Blutigel (ohne Napffcheiben 6. Plattwurm *) von Ev^oy inwendig und c Kieme. BEMERKUNGEN ZUR CXC. TABELLE. Die Endobranchien kennt man weit weniger genau, als die Würmer der vorigen Familie mit fichtbaren Kiemen. Die meifien diefer Thiere leben wie fclion angegeben im Waller oder in feuchter Erde. Keine ein- zige Art bildet lieh Röhren. Man hat fie noch in zwey Unterabtheil un~ gen gebracht, die mit der Lebensart derTbiere Uebereinftimmung zeigen. r. Die Najaden (nais L. z. B. n. procoscidea) fcheinen den Ueber- gang von der einen Familie zur andern zu machen. Es find fehr kleine Thiere, die man unter Steinen in Bächen findet. Ihr Körper ift lang, platt, dünn, durch lieh lig aber mit kleinen Büfcheln oder Seitenhaaren Verfelien. Einige Arteu haben in der Nähe des Kopfes ein Paar fcliwar- ze Punkte, die man für Augen gehalten hat. 2 . Die Iiegenwürmer (lurnbricus L.) find zylindrilch lang, klebrig, von fleift higen zufammenziehbaren Ringen gebildet. Das Kopfende ift fpitz und kegelförmig, das Afterende platt fturnpf. Die Haarbüfchel, welche auf den Rängen fitzen, find fehr kurz und kaum merkbar. Sie ha- ben bevderley Gefchlechtstheile in einem Individuo vereinigt und begat- ten fich weilt über der Erde ; fie legen Eyer. Z. B. lurdb. terrefiris L. Würmer. 2 99 j. Die Hakenwürmer (Thalaffema C u vi e r z. B. Lumbr. thalaffema) unterfcheiden lieh vorzüglich durch die Form des Mondes, der einem konilchen Trichter gleicht, durch die Form des Hintertheils des Körpers, was dicker als das Vordertheil ilt, und belonders durch zwey kleine am Hälfe lichtbare Haken, lie halten lieh amUfer des Meers, wieunfere Re- genwürmer in der Erde, auf. 4. Die Gattung Fadenwurm (gordius Linn. z. B. gord. aquaticus) begreift kleine fehr lange im Waller lebende, haarähnliche Würmer; Ile haben die grölste Aehnlichkeit mit dem Zwirnvvürmern die nur im ln. nern von Thieren Vorkommen. 5. Die Blutigel i(hirudo Linn, z. B. hir, medicinalis) unteafcheiden lieh von den bisher betrachteten Wurmgattungen durch die Tellerförmi - gen Enden ihres Körpers, womit das Thier lieh wie mit einem Schröpf* köpf ausfaugt ; ihre Haut ilt ruuzlich und lederartig aber oft mit einem kle- brigen Schleim überzogen, wodurch He lanft anzufiihlen ilt. Der Mund ilt drey^vinklich , mit drey Ichneidenden, lägeartig eingelchnittenem, Zäh* nen bewaffnet. Sie nähren lieh von dem Blute der Xhiere, in deren Haut He einen dreyeckigen Einfchnitt gemacht haben, aus welcher das Blut gleichfam hervorgelogen wird. Einige Arten find mit Augen verlehen, deren Zahl verlchieden ilt. Sie haben beyderley Gelchlechtstheile wie die Schnecken. Sie bringen lebendige Junge. 6. Die Plattwürmer (planaria Linn. z. B. pl. rolea) fehen kleinen Blutigeln ähnlich; im Ruhezultande ilt ihre Geltalt oval. Die meiflen Ar- ten find milchweiss oder durchfichtig. Das Vordertheil des Körpers ilt zuweilen mit einem Auslchnitt, zuweilen mit zwey ohrförmigen Tenta- keln verlehen. Sie legen Eyer. Man lieht unter ihrem Körper zwey Oeff- nungen , von denen man die eine Hir den Mund die andere für den After hält. Einige/ Arten haben Augen oder fchwarze Punkte, die man für die Organe des Gefichtslinnes gehalten hat, deren Zahl nach Müllers Beo- bachtungen von 1 zu 8 variirt. Ende der Klaffe der Würmer. So© Zoophyten. NX CXCI. IX. Klasse. ZOOPHYTEN. PLÜckgratMoCe Thiere, ohne Nerven , ohne Gefäfse ohne artikulirte Glieder. frey, für fich beftehend, fichtbar . .J Familien. ■ f dem blo- G nnert3 der Thiere . i. Helminthen Isen Auge ; r . ... lebend im /■ . J hart, kalk- h VVafler; j artig . . 2I Echinodermen (Haut . u tu o- >N < o j weich, ge- latinös . . 3- Malakoderm v nur dem bewaffneten Auge 4 - Mikrolkopthiere feftfitzend, in Haufen zufam- menhängend; Umgebung oder Stütze '"kalkartig, zer- brechlich . . 5. Litbophyten bornartig oder ^knorplich 6. Ceratophyten BEMERKUNGEN ZUR CXCI. TABELLE. In der Clafle der Zoophyten find Thiere zufammengefiellt , die un- ter einander weit weniger Uebereinftimmung zeigen; als die der ande- ren Clailen. Es ift logar bey dem jetzigen Zuftande der Zoologie noch ganz unmöglich, den Charakter eines Zoophyten ganz befiimmt anzu- geben, Sie unterfcheiden fich von allen anderen organifirten Vffefen durch zwey Eigentümlichkeiten. Die erlte ift, mit ihrem ganzen Kör- j>er, oder wenig fte ns mit einem Theii deflelben den Ort verändern zu kön- nen , und ihre Nahrung in ihrem Innern mit fich zu nehmen, wodurch iie fich von den Vegetabilien unterfcheiden ; die zweyte ift, dafs fte aller Organe, die man bey andern Thieren findet, die der Dige- jflion und Bewegung ausgenommen, beraubt zu feyn fcheirren. Sielia- hen kein Rückgrath, und auch keine inneren feiten Holen zur Auf- nahme' und Sicherung von Eingeweide:!. Sie haben weder rGefälse noch bsfondere und deutliche Refpiradons Werkzeuge , noch Hirn, noch Nennet! J noch andere Sinnes - Werkzeuge als Gefühls oder Taftorgane. Sie haben keine arttkuiijrten Glieder, und keine voilftändig entwickelten Geuerationsorgane. ZoophjTen, 501 Alle diele Mängel bilden noch keine Verwand tfcbaft für die hier zufammeneeltellten Wefen die hier vielmehr durch ein blos kiinfiliches >J Syftem vereinigt lind. « Der Name Zoo^/y'ien d. h. Thierpflanzen, war ins belondere den zwey letzten Familien diefer Claffe beygelegt, weil fie wirklich wie die Pflanzen feftfitzen , und auch äufserüch ganz das Anlehn derlelben ha- ben. Aber indem man diele Idee auch auf die innere Organifation über- trug , wandte man den Namen in einer weiteren Ausdehnung an und be- legte damit alle diejenigen Wefen , deren Leben aus einer Reihe von Erlcheinungen beliebt, die ganz den in den Pflanzen vorkommenden ana- log find. Ihre Nahrung nehmen diele Thiere gewöhnlich durch Oeffnungen auf, deren Zahl oft auf mehrere Hunderte fieigt, und die die Stelle von. Rinden- poren vertreten. Einige find Hermaphroditen, die meiften zeigen gar kein belonderes Gefchiecht, pflanzen fich durch Zweige, Sproßen, oder durch Trennung gewifler Theile ihres Körpers fort. Ihre Eye'r, wenn fich deren finden, find äulserft zahlreich ; und gewöhnlich Itirbt die Mutter nach dem Eyerlegen, oder die Theile, welche zur Entwicklung der Keime gedient haben, trennen fich wenigftens von dem lebenden Körper wie dieBlumeii der Pflanzen ab. Sie athmen durch die Oberfläche und haben kein befonderes Organ, wodurch Flüfilgkeiten in ihrem Kör- per umhergetrieben würden. Alle diele Wefen leben und entwickeln fich an feuchten Orten . wo ihre Nahrungsroitttel ihren Bedürfnifie von felbft gleichfam entgegen kom- men. Ihre Lebensart ift übrigens nach den Familien verfchieden. So findet man in der Familie der Eingeweidewürmer gewöhnlich mehr oder weniger faden - oder bandförmige Wefen , die im Innern an- derer Körper und in gewiffen Stellen zu leben beftimmt find; aber ihre Organifation ift im Ganzen febr komplizirt. Die meifien haben nur einen einfachen Mund. Der Darmkanal ift ziemlich deutlich; einige Icheinen Nerven zu haben, fich den eigentlichen Würmern zu nähern, und fich von ihnen nur durch den Mangel der Cirkulations- und Refpi- xationsorgane zu unterfcheiden. Die zwey folgenden Familien bähen auch einen deutlichen Darmka- nal , und obgleich man keine Cirkulations - und Relplrationsorgane wahr- nimmt, fo find auch ihre Bewegungswerkzeuge lehr entwickelt und fie können leicht den Ort verändern. Die Mikroskopilchen Thiere find noch zu wenig bekannt um ihnen den Platz anzuweilen , den fie vermöge ihrer Organilation in der Leiter der Wefen einnehmen können. Diezwey letzten Familien Icheinen die Ulrey Reiche der Natur nfit einander zu verbinden. 5 02 Zoopliyten. Zoöphyten. 3o3 BEMERKUNGEN ZUR CLXCII. TABELLE. j Die Eingeweidewürmer find durch Form und Organifation fehr von einander unterfchieden. Dafs fie fich alle an einerley Orte, ziem- lich im Innern der Thiere entwickeln, ift das einzige ihnen allgemein eigne, worauf der Naturforfcher eine allgemeine Anficht gründen kann. 1. Die Egelwürmer (lasciola L. z. B. f. hepatica) finden fich haupt- fächlich in der Leber der riickgrathigen Thiere. 2. Die Rimenwür- mer (ligula Bloch z- B. 1 . avium Bl,) find bisjetzt nur in der Bauch- höhle der Wai’lervögel und Fifche angetroffen. 3. Fröhlich iit der einzige (?) Schriftßeller , der den Zungenwurm (linguatula) befchrieben hat, den er in der Lunge eines Hafen fand. Z. B. Ling. ferrata. 4. Die Bandwürmer (taenia L.) haben ihren Namen von der Plattheit und au» fserordentlichen Länge des Körpers erhalten, den man mit einem Bande verglichen hat. Z. B. taen. folium. 5. Die Blafenwiirmer (Hydatis La- mark) gleichen kleinen mit Waller gefüllten Blafen, bey denen man fehr genau nachfuchcn muls , wenn mau den Kopf entdecken will. Man findet fie nie im Darmkanale, aber in allen andern Holen und fei bi t in der Subfianz des Flirns und der Muskeln. Sie verurfachen gefähr- liche und oft tödtliche Krankheit. Z B. taenia hydatigena uhd cerebra- lis. 6. Die Kratzwürmer erinnern fchon durch ihren Namen ( ehinoryn - chus) Müll.) an ihren Hauptcharakter; fie finden fich in Menge in den Eingeweiden der Thiere. Z. B. E. gigas Block. 7. Bose hat die Fühlfa- denwürmer (tentacularia) nach Würmern befchrieben, die er in der Le- ber und an den Eingeweiden eines Stutzkopfes fand. Tentac. coryphae- na. Die Kolbenwürmer (Icolex Müller) find lehr kleine Wurmar- ten, die in den Därmen der Eingeweide der Fifche angetroffen werden. Z. B. Scolex pleuronectis M. 9. Die Nelkenwürmer (caryophvllaneus Götze) begreifen nur eine Art in fich , welche bey einigen Karpfenarten arr- getroffen find. Z. B. car. piscium H. 10. Die Rundwürmer (Itrongylus Müller) fcheinen blos in dem Darmkanale der Wiederkäuer und Pfer- de vorzukommen. Z. B. Strong, equinus. 11. und 12. Die Bildung des Mundes hat den Kappenwürmern dielen Namen verfchafft (cucullanus Müller cuc. marinus;) lo wie die Haarkopfwürmer (trichoceplialus , Trichuris , ) ihren Namen erhalten haben, um damit die haarartige Verlängerung ihres einen Körperendes anzudeuten. Z. B. Tr. hominis. i 3 - Die Madenwürmer (ascaris Linn. leben in dem Darmkanal des Menlchen und anderer Thiere. Z.'B. asc. lumbricalis und vermicularis L. * 4 - und 15. Die Haarwürmer (crino Lamark z. B, crino truncatus) und die Zwirnwürmer (Maria, Müller z. B, filaria eqüi ,) zeigen die gröfs- te Uebereinltimmung, und unterfcheiden fich nur durch die verfchiede- ne, Gröfse die fie erreichen, und befonders durch die Lage des Mundes. ;04 Zoopliyten. < o a m SP Ol o rr tr 0 : o CKi' c a e- > rn J’o ffi Bl c / — 3 sr !“• 3 CR! £T r -ra H-. cd cp CD CD CD er V— < ►""t O Körper — >■ ?r S 3 ^ rf* ' fr *-5 CB tB 1 unt Mu *"» <5 Z. o s er cm ** m 2 B 2 CD " c 3 p- ^ » eu O: £L n£ CfP CB, 3 CB fr: S er a CB i?1 M n.. 3 3- 3 CD co £ CB e- CB 3 SP CB ►1 a cn CD CD 0> W o ö- o 3 CD C o* w c 5 o Ö cP CD *-* • cm CD CD fr r-t 3 cm CD <-h ss CD CD 2. cm* CD L> M o pa t— * CD CD öj o o X o BEMERKUNGEN ZUR CXCHI. TABELLE. Die 7 . wey Namen der gegenwärtigen Familie drücken fo ziemlich die Eigentümlichkeit der darunter begriffenen Tbiere aus. Alle ILchino Her- men haben eine lederartige Haut, die von Löchern durchbohrt ilt, wel- che von einem Mittelpunkt aus in di vergirenden Reihen, wie dieStrahlen, eines Sterns, laufen. Aus dielen Löchern, deren Reihen man Gänge (ambulacra) nennt, kommen zurückziehbare Tentakeln hervor, welche Zoophyten. 505 dazu dienen um den Ort zu verändern oder Gegenliände zu 1 halten. Alle haben eine innere Höhle ungefähr in der Mitte des Körpers, deren äiulsere Oeffnung mit, ineiltens fünf, kalkartigen, wie Kinnladen beweg- lichen Zähnen, befetzt il/t. Sie haben auch ; blättrige Organe in dem Körper, die zur RelpiratiöXi beftimrnt zu feyn fcheiuen, und traubenartig litzende Bläschen, die man für Generationsorgane gehalten hat. 1. Die Seeigel (echinus Li n n. z. B. eck. esculentns L.) find von einer wahren kalkartigen Schaale umgeben, welche aus einer Menge kleiner. Im: einander greifeuder, nach den Arten verfchiedentlich geformter Stück- chen beftehen. Es find dies Gyerlegende Thiere; ob fie aber Hermaphro- diten find weils man nicht. 2. Die Galeriten ( galerites, Lamark ) entfprechen den Linne'ifcben Seeigeln, derpn After nicht in der Mitte der Schaale ilt. Z. B, echinus vulgaris L. 3. Die Kuckenjeeigel (echinoneus L a m a r k) unterfcheiden fich von den andern Seeigeln durch die plante Form ihrer Schaale, und durch den falt im centro liegenden After. Z. B. echinus cycloftorhus L. 4. Die Spatangen (fpatangus Lamark) find auch Seeigel, deren Mund- und Afteröffuung anders als bey den zwey vorhergehenden Gat- tungen angebracht find. Z. B echin. fpaiagu3. Q) 5. Die Helm feeigel (caffidulus L a m.) kaben keine vollftändigen Gän- ge, und ihr Mund liegt wie bey den Galeriten. Z. B. E. caribaearum. 6. Eben fo verhält es fich mit der Gattung die Lamark anter dem Namen cljpeajier , Blumen feeigel aufgeführt hat upd welche fich den Seefternen fehr nähert. Z. B. Echin. rofaceus. 7. Als Lin ne die Gattung Seejtern (afierias) auffiellte , begriff er darunter alle lederhäutigen Stralilenthiere , bey denen Mund und ' After Öff- nung in eins waren Lamark hat den Kamen Seefiern aber auf die Ar- ten eingelchränkt , bey welchen die ffrahlenförmige Abtheilung des Kör- pers unten mit einem der Lauge nach laufende Kanäle oder einer tiefen Fur- che verfehen find. Ihre Lebensart ilt falt diefelbe. wie die der Seeigel. Z. B. A. rubens. §. Di eMedufenfeefierne (opbiura Z, a m a r k) haben die Abtheilungen des Körpers wieder in Abtbeilungen gefpalten diefe wieder in feinere u. f. w. ; unten find diefe Abtheilungen platt, ohne Furche oder Kanal. Z.B. afierias caput medulae L. ■9. Oie Zitterblafen oder Seeblafen (holofhuria L i n n.) z. B. holo- thuria tubuloia, unterfcheiden fich von den bisher betrachteten Radiarien darin, dafs fie einem langein Cylinder ähnlich leben, an deffen einem En- de man den mit fternartig fitzenden Zähnen verfehenen Mund fleht, um- geben von zufammenziehbaren und oft unendlich zeräfielten Anhängfeln. Eins der hiehergehörigen Thiere bringt lebendige Junge , indem die Eyer Ira Innern des Körpers Auskommen, Dumeril Zool. 20 5o6' Zoophytten. N®. CXCIV. IO. Familie. WEICHHÄUTER ODER MALACO- DERMEN. *) Weiche, nicht ira Innern von Thieren lebende, Zoo- phyten; mit gelatinöfem nicht ftachlichtem Kör- per. * F ( - GATTUNGEN. -g f einem Erdlchwamm ; Mund- feinfach . . . i. Qualle röhre ....... • 'yiu g ro f ser ^ahl . 2. Wurzelmaul einer Blume ' . 5 - Aklinie einer gerippten Melone ... . . . . . . 3. Melonenqualle' einem Stuck Geld 4. Porpita ) von MocXaxos weich und Af^jua Haut. No. CXCV. IV. Familie. INFUSORIEN ODER MICROSKOP- THIERE. *) Weiche, blos durchs Mikrofkop üchtbare Thiere. Gattungen. 'Teftfitzend ; Dreh- ^deutlich . . . J . 2. AFterpolyp oigane . . . • > yf e i 1 ] en( j j W urzelähnlich 1. Armpolyp ,llndn[ch * 8< Vibriou 1 LKugelthier bkuglich . . 9, <( Protheusthier IjMonade *) von Mix/sog klein und Xxonftä ich betrachte. Zopliyten. BEMERKUNGEN ZUR CLXCIV. TABELLE. Die Organifation der in der Familie der Malakodermen auf’geführ.- len Zoöphyten ilt noch lo wenig behannt, dals man, um fie zu beltim- men, die äufsere Form { 3 es Körpers mit anderen bekannten Gegen Hän- den vergleichen mufs. i.unda. Die Quallen oder Medufen (medulä Linn. z.B, med. auri- ta) und die 'Wurzelmäithr; ( PJiizoftoma , C u vier) haben viel ähnliches in der Form. Es Find Maßen, die wie Fleifchgalierte zittern, oft gefärbt und lehr grofs find. Sie flottiren im Meere, und lehen, durch ihre obere convexe, unten conkave oder platte Form, grofsen, unten mit wurzel- artigen Anbängfeln verfehenen Schwämmen, Champignons ähnlich. 3. Melonenquallen ( beroe Brugieres) find den Medufen verwandt, unterfcheiden fich aber durch die hervorragenden Hibben, die längs der Haut laufen, und mit Haaren beletzt find, welche däs Thier in fei- ner Jfchwimmemlen Bewegung unterfiützen ; einige Arten haben Fühl- laden. Z. B. Medufa infundibülum , Müller (Zool. Dan.) 4. Die Gattung Porpita (porpita, Lamark gleicht auch den Qual- len, hat aber nur lehr kurze und platte Tentakeln und einen lehr plat- ten Körper. Man glaubt dals von ihnen die unter dem Namen Num- mulites bekannten Steinen kommen. 5. Di e Aktinien oder Seca n emo nen (actinia Linn. z. B. act. rufa) find zwar gewöhnlich auf Fellen fitzend, können aber ihren Ort verän- dern. Lamark unterlcheidet noch unter dem Namen Zoantha die Arten die mit einer belonderen Röhre verfehen, und in grofser Mecn» vereinigt find. Z - B. Actin. focinta Ellis. BEMERKUNGEN ZUR CLXCV. TABELLE. Blofs um keine Lücke in diefem Werke zu laßen, find hier auch die Infulorien aufgeführt, deren Formen man nicht mit andern zu glei- cher Zeit zu vergleichen im Stande ilt, zu deren Kenntnifs man alfo auch nicht wohl einen anaiytifchen Weg einlchlagen kann. Man muts über diele Wefen durchaus die Werke von Müller , Pallas ,, B a~ ck'er , Röfel, Tr em b l ey , Sp alanzani und anderer geduldiger und gefcbickter Beobachter, nachlelen; erlt durch dafelbfi aufgezeich- nete genaue Details erhält m*n einigermafsea eine Vorltellung von diefen Wefen, die fich nur in Flüffigkeiten entwickeln, und deren ungeheure Menge, fonderbare Bildungen, und fchnelle Bewegungen, den Beobachter in ungewöhnliches Erfiaunen fetzen und erhalten. 3 » von Aßoi Stein und Ovtov Pflanze. Zoophyteri So» O: ■f 53 t9 r~ 53 © r» a -ys- O" 57 » ' ’ * • o5* ^3 M Mi -tx 01 cn w * O ►H • * * 53 C ß rr CD r*f J3Ö O: »-T-I >; rr« P: f SU rt >-• • g P: - P g P P- 5! CD P? r*+ PC N TT CD ■ P O ST* 'S- CD T3 D O O B t P5 O ?r pr O B *-« O O ►t P CD ET CD Eu CD CD 'U c O y H n a o w a TI CD 0 CLi 01 £ ^ £3 CO ^ £ S- « 55 PO T O CT 1 CD crq 3 CD >1 O T 1 CD ►s ffl < cT s p p fn 5 rf CS CD ES SÄ- CD Ti o CO H W t— ) iz! W cd N P W C O w ja o Ü w cr J 5# tT HH H Ä o T .tu S kj 3- H *-s CD O M 25 3 0 O X O 48 Desman i 5 Eichelmufcbel * 7 * Diapria 257 Eichhörnchen *9 Dickfliigel t 27 r E i nfaclih örner 2 gO Dickhornfalter 271 Einfloffer U 3 Dickhornkäler 227 1 Eingeweidewürmer 302 Djckkäfer 227 Einzahnlchnecke 1 65 Dickkopf 130 Eisvogel ‘ 47 Digitigraden 12 Elephant 23 Dimeriden 142 Eleutheropomen 104 Diplolep 1 257 Eleutheropodcn 122 Dipteren 276 Emarginula 163 Dipteredon 127 Endohr anchien 29S Dolr-hwetpe 253 Endomyche 235 Doldenkäler 201 Engdeckkäfer 2 17 Donax 169 Enoplote i 35 Doppelflugei 250 Ente 69 | '! ' Deutfehes Regifter. 5*7 Entenmufchel 171 Fingerfilch i43 Entomotillen 249. 254 Fingerflieg *3* Entomojtrakinen 174 Fingerß ojfer 130 Eolitle 163 Fingerkäfer *95 Epifpaften 214 Finke 43 Erdflohkäfer 235 Firole *59 Erdkäfer 233 Fifche 96 Erötyle 233 Fifchlaus *75 Erpeton 88 Fikhotter i3 Eryx 88 Fiflurelle 163 Eulchen. 27 5 Flachfchnähel 45 Eule 35 Flachl’cbröter 203 Eumorphe 234 Flamingo 65.. 69 Eydechfe 83 Flate 267 Eyerfifch 109 Fledermaus 1 1 Fleifchfrejfer 193 Fliege 283 " F. Eliegenfänger 39 Fliegen vogei 47 Fächerträger 217 Floh 289 Fadenhörner 272 Flohkrebs *85 Fadenhornkäfer 233 Florfliege 245 Fadenkäfer 219 Floffen 5- '99 Fadenträger 1x5 Flötenfifch *39 Fadenwurm 2 99 Flügeldecken *89 Fallkäfer 233 Flufspferd 23 Falke 35 Flufsfcbildkröte 76 Faltenkäfer 221 Forltkäfer 23* Faltenfchnautze 127 Fregattvogel b9 Falter 271 Fr 0 feil 93 Faltenjungfer 245 Frofchfifch 105 Fangheufchrecke 239 Frofcbkrabbe *79 Fangwanze 265 Frucb tkäfer *95 Fafan 55 Fühlfadenwnrm 3o3 Faulkäfer 505 Fühlhorn *87 Faultbier 22 . borftenförmiges *93 Federhcilfe 34 fadenförmiges *93 Federkammkäfer 209 — - — gezähneltes *93 Federmotte 27 5 kammförmiges 193 Feiftkäfer 221 keulenförmiges *93 Feldmaus *9 . paternofterförmiges *93 Ferfengeher 5 - *4- *5 — — rolenkranzlörmiges *93 Fejthörner 206 [ägeförmiges *93 Fettgans 73 — fchnurförmiges *93 » 3i§ Deutfches Regifter. Füufgliedwaaze 262 Grylle 24 V Fugentäfer Fungitcoralle 309 Grylloiden Guenon 240 9 2 95 2 1 ist 153 I 7 ö 144 Furcbtkäfer 233 Gürtelaffel Fufshornwarize G. 263 Gürtelthier Gymneter Gymnomuräne Gymnonecten Gymnopamen Galago Galeode Galeopitheken Galerite Gailinfekten. 9 291 1 r 305 356 Gymnotus H. M 3 Gallwespe '• 2 57 Haarfliegen 285 Gafteropoden 160 Haarbörnkäfer 234 213 Gecko 85 Haarkäfer Gefälse ' 3 Haarknopf wurm 3o3 Gefchwänzte (Batrachier} g 4 Haarkreifsthierchen 3 o 6 Getraidekäfer 229 Haarpolypen 3 o 6 Geyer 33 Haarlchwanzwurm 303 Giftfchlangen 85 Iiaarwurni 303 Giraffe 2 5 Habicht 35 Glasfchwärmer 273 Hahnfifch Glattkäfer 229 Hakenkäfer ^ JJ 205 ,a 99 23t Glattkiefer 128 Hakenwurra Glattwespe 253 Halbdeck käfer Gliederköpfe *84 Halbkugelkäfer 205 Glomeride 2 93 Halskieme 153 Glyphoramphen 38 Halsrüffel 266 Gobioide 132 Kalsfchild 187 Gobiomore 123 Halsftück *87 2 55 Gobiomoroide 123 Halswespe Goldauge 279 Hamfter 19 Goldfifch *35 Häring «45 Goldhäuter ”7 Harnifchfifch lAt Goldwespe 253 Hafe j 19 Grabinfekten 256 Hafelhuhn 55 Grashüpfer 141 Haube 24 Groppe 131 Hausvögel * 54 Grosauge 149 Hayfifch 103 Grosknopf 207 Hecht *49 Groskopf 4i Hechtgrundel *3 r t Groskopffliege 379 Helm s 83- 2 57 Deutfches Helmfifcb 12;/ Helminthen 302 Helmfeeigel 3 o 5 Heloccren 204 Helode 233 Hemipteren 260 Hemipteromote, T2p Hepate 181 Heterocere 229 Hetero dermen 85 - 88 Heteromeriden 212 Heterojomen 132 Heufchrecke 241 Häuf ehr eckenartige 240 Heufchreckenkrebs i 83 Hiatula 127 Hinterleib »89 Hippa i 83 Hippopotam 23 Hirfch 25 Hirlchfchröter 202 Hocbrücken 117 Hocko 55 Hohlfchnabel 65 Holobranchien I IO < — Bauch fl off er 136 — — Brufifloffer H8 ■ Kahlbäuche 110 - — — Kehlfloffer 117 Holakanth 135 Hologymnus 127 Holothurie 3 o 5 Holzbohrer 20g Holzfrejfer 230 Holzkäfer 209 Holzfpinner 273 Holzwespe 2 59 Ho mo dermen S 4 - 86 Honigbiene 251 Horia 219 Hornfifch. 105 Hornkäfer 21 5 Horncoralle 3 n Hornvogel 41 Regifter. , 319 Han er artige 52 H üpfzikade 267 Hufe 5 Hummel 251 Hunde i3 Hundskopfaffa 9 Hungerwespe 2 55 Hurria 89 Hyale i59 Hyäne >3 Hydrokoreen 264 Hydromyen 284 Hydromys 19 Hymenopteren - 24g Hyperodon 29 Hypoltom 14 t l Iabiru 63 Iakamar 49 Ibis 63 Igel 15 Igelfifch 109 Immenkäfer 229 Indri Q Infuforien 306 Infektpn 186 Inlektenfreffer 254 K. Käfer 19° Käferfchnecke Kahlbäuche - . 163 99 239 Kahlbeufchrecke Kahlrücken - 113 Kakatu Kalmar 15 7 Kaloltom 195 Kameel 2 5 Kammkäfer 211 Kampagnol J .9 » 320 Deutfehes Regifter. .. - /VT- \ f • Känguruh 1 9 / * / Koleopterert 190 Kappenkäfer 229 Kolibri 46 Kappenwurm. 303 Konoramphea 4 2 - 43 Kärdinalkafer , 219 Kopfauge m Karpfen D 5 Kopffifch - . 109 Kalchelot Krabbe *8* Katzen 13 Krabben ähnliche igo Kazike 43 Krabbenkrebs i 83 Kegelfch n übel 42 Kräufelfch necke 165 Kehl fl öfter 99 Kragen käf er 251 Kehlt a pp en vogel 4 i. 43 Krambe 275 Keilfeh näbel 43 - 49 Krammetsvögel 39 Keno ra m p h eit 5 o Kranich 63 Kermes 269 Kratzwurm 3 o 3 Kernbeifser 43 Krealophagen 192 Kieferfufs 177 Krebs i 83 Kiemen 3 - 97 Krebs fpinne 291 Kiemen decke! 97 Kreutzfliege 2gr Kiemenfufs i 75 Kreutzlchnäbel 43 Kiemenhaut 79 Kriope 170 Kinkaju i 5 Kröte 93 Kinkhornfchnecke 165 Krokodil! 80 Kinhladen 189 K r njtaz e en 172 Kl affin u fcli ei ' ' 169 Krujienthierc 172 Klafifchnäbel 63 Krypho deren 32 Klapperfchlange 85 Kryp tobranchien 150 Kleinkopf 113 Kuchenleeigel 305 Klettervögel 3 r. 49 Kukuk 49 Kluppfifch i 35 Kugel flieh 109 Kl öfter o cer en 272 Kugglhörner 270 Kneipkäfer *95 Kugelthier 306 Knochen fif che 97 - 99 Kumal 103 Knochenfchnabel 129 Kuruku 5t Knollkäfer 207 Kurzbockkäfer 231 Knopfhorn wespe 259 Kurzdecken *98 Knorp clfij che 97 - 99 Kurzfittige 72 Knurr fi fch *59 Ku.r zjlugel 56 Koati 15 Kuskus 17 Koch enille 269 Köcherjungfer •247 ’ - ' • _ . - • Kofferfifch 109 - w. ’ ‘.b . 1 r lv L. . 0 ; V 4 Ko Iben Ich wärm er 273 Kol ben wespe 25 r Laabmagen 24 Kolbenwurra 303 Labidouren 236 Deutfehes Regifter 321. Lachs 147 ; Lippentinger i 43 Lachs braßeme 147 Lippfifch 127 Lachsforelle *47 Lippbänger 127 Lama ^5 Liftkrabbe *79 Lamprete 101 Lithofia 274 Landfeh ildkröte 77 Lithopliyten 308 Landfchnecke 165 Löffelkäfer L 95 Langarmkrebs m Löffel fchnabel 65 Langbein 291 Lophionoten I2g Langfulsfliege 283 Lophyr 81 Langfii'tgel 70 Lori 9 Langhalsjungfer 245 Loris 5 i Langhalskäfer *95 Lungen 3 Langhornbieng 251 Lutian i 33 Langkäfer 229 Ljgopkilen mg Langniflel Lang/ ckwänze Langvvanze 10 7 182 263 Lyrizea 1 , 1 1 * 7 * 7 , Langzungbiene Larre 251 257, M. Larve * 8 * Madenwurm 3 o 3 Lattichkoralle Sog Madrepore 3«9 Lau bfro feil 93 Maikäfer 201 Laufkäfer 195 Maki 9 124 Laufkrabbe * 8 * Makrele Laus 289 Makrelenhecht T 149 Lausfliege V 9 Makropieren 70 Leguan 83 Makroram phofe * 4 * Leichtfchn übel ßo Makrouren «82 Leiopomen 126 Malabo dermen 3 of> Lepidopomen 142 Mattkäfer 205 Lepidopteten 270 • Mammarie 1 69 Lepisma 289 Manati 27 45 Leptoramphert 46 Manakin Leptofomen i 34 Man di b ein 188 Lerche 45 Mangufie »3 Leuchtenträger 267 Marder «3 Leuchtkäfer 21 1 Marginella 167 Leuchlwrjrm 21 1 Mafia (a 103 Libellen 24,6 Mauerbiene 251 Lichtmotte 2 75 Maulwurf iS Lichlfcheuer 220 Maulwurfgryll# 34 t Ligularie 170 Maus 19 Linfenkrabbe Dumeril Zool, 178 Meandrine 509 AI 322 Deutfehes Regifter. Med ule 3<>7 Muränoblenna ni Merle . 39 Muränoide 11 7 Meerafch i43 Murmelfifch 151 Meerbärbe 127 Murmel thier 1 9 Meerbraflem 127 Mulafrefler 5i Meerengel 103 Mutille 2 55 Meergrurtdel 123 My cetobien 222 Meerhuhn. 60 Myriapoclen 2 9 2 Meerpferd 10 5 Mynncgen 249. 254 Mcerlchildkröte 77 Mylis i85 Meerfchwalbe 7» Myltus *45 Meerwachtel i 45 Meerzahn 297 N. Mehlkäfer 219 Meife 45 Nabelfchwimmlchnecke 165 Mellilen M9- 2 5° Nachtlöwen 1 1 Melonenqualle 307 Nachtfchwalbe 45 Melyris 2 1 1 Nachtvögel 34 Mene i 45 IVackthälJe 32 M.enfch 6 ISa cktfi zhwi mm er 176 Mefferfifch - 107 Nadelfifch ji° 9 Metall fliege 2*3 Nägel ' 5 Metallkäfer 201 Nagelfilch 127 Midasfliege 281 Nagelkäfer 209 Miesmulchel 169 Nagethiere i& M^kropter i35 Najade 299 Mikropteren *98 Neuropteren 242 Mikroskopthier 306 Napffchnecke 163 Milbe 289 Narhwal 29 Miride 265 Nashorn ‘23 Miltkäfer 201 Naflafchnecke 167 Müve 7 * Natter 89 Mollusken i54 Natter fi Ich 139 Monade , 307 Nautilus *57 Mondfchnecke it'5 Nektzopoden 196 Mooskoralle 5 11 Nelkenkoralle 309 Molchus 25 Nelkenwurm 3o3 Molch ushirfch 25 Nematoceren 272 Motte 275 Ncmatouren 288 ♦ . Mucke 279 Neottokrypt'en 249-2 36 Mugiloide 143 Nereide 297 Mugilomore i43 Nerite 165 Mulio 283 Nerve 3 Muräne ' 114 Netzfliege 245 Deutfehes Regifter. Netzkoralle 309 Neuropteteri 242 Noctilioiu. 1 1 Notopter •' ,^—213 O. Ochs 25 Ochlenhacker 43 Odonathen 243. 246 Odo nio ramphen 40 Oedemera 2x6 Oelkäfer 215 Ohnfloller 102 Obreule 35 Oligopode 1x7 Olivenfchriecke 167 Omäloiden 228 Omalo rümpfen. 35 Omalyfus 21 1 Omophron *95 Ompock » *39 Ondatra *9 Ophichthyten 1 52 Öphidier 84 0 j hilaure 87 Oplophoren 140 Orang 9 Ornephilen 213. 218 Qrnit h 0 myz eit 284 Orthopteren 236 Orykteren 249. 256 Qrykterop 21 Oryffus s 59 Qsphronemus 127 OJieodermen 108 Ofirakinen 176 QJieojiomen 128 Oxyry neben 176. 578 'Oziole *75 P . Pachydermen Paläotherium 23 33 P antopceren Panzen Panzerfifch Papa^ey - papageyfifch Pa pi Hon Paradiesvogel Patella Pavian Pedimanen Pedinä Pelikan Penelope Pentmneriden Pentatom Periftedion Perifieren Perlhuhn Perljungfer P eroptercn P etaloceren Petalofomen Petermännchen Pfahlbohrer Pfau Pfeiffenfifeb. Pferd Pfifferkäfer Pflanzenbeifser P flau zenf reff er Pflanzenfaitger Pflafterkäfer Pfri emfchnäbel Phaläne Phalangerj Phälanzikade Phaskolome Phatagin Pholade Photophygeit Phronime Phryne Phyiioftom Phvfalus atS- 3 . 1 1X4 2 4 I4l 5 1 129 , 2 7 £ 4 t 163 9 16 219 6 9 55 192 262 13t 52 55 24 5 112 200 120 II 7 *69 55 *39 26 229 . 4 * 232 268 21 5 44 2 75 *7 269 *9 2t 169 220 i 85 291 11 - 39 i 5*4 Deutfehes Regifter» P.hyfapodcii 268 Pomatom J25 Phyfeter 2 9 PomjTilus 257 Phytathelgen 268 Pongo > 9 PJiyiophagen 232 Pörpita So 5 Pillenkäfer 301 Porzellan a 18! Pilzfreller 222 Porzellanfchnecke 167 Pilzkäfer 223 Prachtkäfer 207 Pilzfchliipfer *99 Prionoceren 202 Pilzfchnacke 285 Prionoramphen 66 Pimelode 141 Promekopüden 267 Pinguin 73 Proteus 95 Pinnipedeti 68 Plalter 24 Pinnothere 181 Pfok 245 Pipa 93 Plychode 285 Pirol 43 P tero diplert 349. 250 Pia gi oßo men 102 Pteropo den i58 Planligraden 5- i 4 - *5 Pliloderen 32 Plattaal 141 Punktkoralle 3o9 Plattfliege 281 Punktwespe 253 Tlattförmige (Räter) 228 Puppen »87 Platthorn 202 Purpurlchnecke 167 Plattmauikäfer 327 Python 89 Platlfehuabel 47 Platdchröter 203 P laltfchwänze SO Q ■ Plattwels 141 1 Plattwurm 2 99 Quadrumanen 8 Plature 89 Qualle 507 Plekopoden *22 Queckfilberfifch »45 Plekopteren 108 Queermäuler 10 z Plereorampfen 40 Pleurotomalchnecke* 167 Plojere 265 P- ’t ' 41 Pneurnotleren *59 Potlicere 263 Rabe 4 t Podoptereu 68 Racea 7 Pogonathen *4* Racke 4 * Polvdesrae 293 Radiarien 304 Polyodon 105 Räderthierchen 306 Polygnathen 292 Ralle ' 61 Polyxen 293 Ramphokopten 62 Pornacenter i 35 Rampholiten 64 Pomadalis »35 Ramphojienen 60 Pomakauth »55 Ramphus 337 ( l Deutfehes Regifterv 5 Z 5 Randwanze 263 Raphiotamphcn 44 Raubfliege 379 Raubkäfer *99 Raubvögel 52 Rauchhaar fliege 285 Rauhkäfer 209 Rauhwespe 257 Raupen 187. 27 1 Rebhuhn 55 RegenpfeiHer 65 Regenwurm a 99 Reiher 62 Reifskäfer *95 Reizkäfer 215 Reptilien 74 Rhinapleren 288 Rhinobate 105 Rhinoceren 226 Rhinolophe 1 1 Rhinojtomen 262 Rhinozeros 23 Rhombus **5 Riemen wurm 302 Rindenkäfer 2’23. 229 Ringelfchlange 87 Ritter 129 Rochen 103 Röhrenkoralle’ 309 Röhrenmundfifch 107 Röpaloceren 270 Riickenfchwimmer a65 Rückgrath 3 Rückenwespe 257 Ruderfedern 3 i Ruderfiifse 296 Ruderkrabbe iSi Ruderwanze» 265 Rüffel 260 RiiJJ'elhörner 226 Rüffeljungfer 245 Rüffelkäfer 327 Rüffel wespe 253 Rundfchwänzc 82 Ruiidwurm 3®3 S. Samenkäfer 227 Säbelheu fchr ecke 241 Säbelfchnäbler 65. 70 Sägehörner 202 Sägekäfer 235 Sägekrebs i 83 Sägerücken 131 S ägefeh n ä b el 68 S äg efc h w ä nz e j 358 Sägewespe 259 Sänger 45 Salamander 95 Sandaal 115 Sandkäfer 219 Sandköcher 297 Sandläufer *95 Sandwurm 397 Sapaju 9 Sarige *7 Sarkoramph 35 Sarrotrium 2 IQ Saugefliegen 278 Sä ugthiere 4 Saurier 78 Savia *.9 Sckaaf 25 Schaalbauch *°9 Schabe 239 Scharrkäfer 20 t Scharrmaus ' *9 Schattenkäfer 219 Schaufelkrebs J 85 Schaumzikade 267 Scheibenkäfer 231 Scheibenfehnecke 165 Scheibenwurm 297 Scheidenmufchel 169 Schellfifch ti 7 Schenkelwespe 2 57 Schiffshalter 125 Schiffkäfer *97 Schiideraffel 2 9 2 Schildfifch. i>-5 32fr Dentfcbes Regifter Scbiidhecbt Sehildkäfer Schildkräbba Schildpolyp Schild).' livvanz Schildträger Stbildwaftze S c hi n k e h rau ft hei Schläf-i Sch iammfifeh Srhlammpizger Schlangen Schlangenaal Schlangenfifch Sctijan.. nkopf Schlangenlchwanz Schlangenfeeftern Sclilangenvogel Scbleimfifch Schlupfwespe Schmalbiene Schmalbockkäfer Sch.malßügel Schmaldeckkäfer Schmalkäfer Schma/Jchnäbel Schmalfpinner Scbmalvvanze Schmarotzer [hier e Schmerle Sch muck fi Ich Sch u ab elfliege Scbnabelkäfer Schnabalihier Sc 1 nab dwauze Schnacken Schneid fchnähel Schnei Hufs Schnellfchwanz Schnepfe Schnepf' fliege Scholle Schraobenfchnecke Schröter i4g Schnppenfufsler 233 Schupp ent hier Schwärmer 007 Schwalbe 135 Schwa mm fr eff er 1?4 Sch wanzyvanze 263 Schweb fliege 169 Schwein 19 Schwei ufifch 136 Sch w reiflich *39 Schwimmkäfer' 84 Schvnmmkrabbe I5 2 Sc-, wimmkrautkäfer 1*5 Schwimmlchm-cke 127 Schwimmvögel 113 Schwimmwanzen 3o5 Schwungfedern 69 Scomberoide 11 7 Scomberomors 2 55 Scylläe 251 Scymnus 23i Scytale 216 Seeanemoner 216 Seerinde 327 Seefeder 60 Seehahn 273 Seehafe 265 Seehund 288 Seeigel l39 Seekork *45 Seemoosfehnecke 274 Seeobrfchnecke 21! Seepinfel 21 Serralalm 265 Seelcheide 3 85 Seefchwamra 62 Seelpinne 195 Seeftern *4 r Sfeeteufel 65 Segel träger 287 Elopborus Delpbax .267 Elops Delphinapterws 2 9 Emarginarfrofi., Delphittus 29 Emberiza Dentalium 296 Empis Dcrmobranchiata 161 Emys Diaperis 223 Endomychus Diapria 2 57 Enoplofis Didelpbis >7 Entomojiraca Didus 57 Ephemera Diodon 109 Eques Diomedea 7* Equus Diplolepis 257 Erinaceus Dipterodon 127 Erix Dolicbopus 283 Erodius Donacia 233 Erotylus Donaciarius 169 Efchara Doras r4i E(ox Dorippe >79 Eucera Doris 163 Euloplius Dorfuarius i45 Eumorphus Dorylus 255 Eurychoi a Draco 83 Evania Dracoena gi Exocoetus Drilus au Dromia’ igr Drypta >95 Dm gong 27 ■ Dytiscus *97- Falco Falciola Felis E, Fiber Filaria Ecandali 9 2 Firola Echeneis 123 Fißularia Eebidna 21 Fl ata Ecbih^mya ' 283 Flußra Ecbinoneus 3o5 Föenüs Echinorinchus 3o3 Fondul us Ecbinus 3«5 Forbicina Edeutati , Edentuli 20 Eorßcula El ater 207 Formica Elephantus 23 Formicivorl Elephas 23 Fregata 205 *49 33 43 279 77 235 135 172 247 129 27 15 89 22s 233 5 e 9 >49 2 55 257 .235 221 255 >43 55 305 *5 >9 3ö3 >59 *39 267 3>t 25,5 >39 289 236 235 39 69 336 Lateinifclies Regifter* j-, ,, Fringüia 42 Gymnomuroena 153 FuJgora 267 Gymnota 177 Fulica 60 Gymnothorax *53 Fungi a 509 Gymnotus «3 Gypoetus 35 Gyrinus *97 Gadus 117 H. Gaiago 9 Galatoea m Haliotidarius 165 Galbula 49 Haliotis 163 Galeodes 291 Haliplus i 97 Galerites _ 305 Helix ■165 Galeruca 233 Helodes 233 Gallus 13 5 Hemerobius 24'5 Gallin^ae 52 Hemipteronotus 129 Gallinacac 54 Hepatus 181 Gummarus i 85 Hepialus 273 Galteropleucus i 45 Hefperia 271 Galterolteus 125 Hetero dermi 89 Gaftrobrancbus IOI Heteropterus 271 Gafti opoda 161 Hiatula 127 Gecko 83 Hippa i 83 Geotrupes 20 r Hippobofca 279 Gerris 263 Hippopotamus 23 Glaucopis 43 Hirtoea 285 Glipbyfodon i 35 Hirudo 2 99 Glomeris 293 Hiruncj.0 45 Gobiefox i 3 i Hifpa 233 Gßbio 123 Hilter 207 Gobioides 123 Hoematopus 61 Gobionioroides 123 Holasanthus i 35 Gobiomorjus 123 Holocentrus i 33 Gomphofus 127 Hologymnos 127 Gorgonia. 5** Holothuria 3 o 5 Gordius »99 Homo 6 GraculaJ 41 Horia 219 Grallae 58 Hyalaea *59 Graplus iS* Hyans 63 Grus 63 Hydatis 3 o 3 Grylio-talpa ' 24 r Hydrachna J 97 Gryllus 34 1 Hydrochoerus 19 Gymnetrus 121 Bydrometra 265 / . .Lateinisches Regifier. Hydrargyrus Hydromys Hydrophilus Hy'dropkis Hyja Hylaeiis Hyaena Hyperocl-on Hvpbydrus Hypoleon Hypophloeus Hypoßomus Hyrax Hyftrix Ichneumon Iguana Indri Inf ecu i His Iftiophorus lulus L *45 »9 20 5 87 93 25 t i3 29 r 97 2g 1 223 14 1 23 *9 11 . 25 5 83 9 187 Sn 125 293 Leiognatbus Lema Lemur Lepadogafierus «Lepidopus Lepifacanthus Lepisma ' LepiiolLeus Leptocephalus Leptura Lepus Lefteva Letbrüs Leucopfis Leucolla Libeüula Ligula Ligularius Linyax 1 Limulus Linguatula Litholia Locufta Loligo Lophius 33 7 233 9 109 i 2 r 225 239 *49 «3 33 t ~*9 *99 207 237 ■ *7$ 247 3o3 171 165 175 3o3 2"3 24 1 1.57 so 5 Lophyrus 8* K. Lori 9 Loricaria < 14 t Kängurus z 9 Loxia 43 Kurtus 217 Lucanus 203 N ' Lumbricus 29 S I.uperus 233 ■fi'/ • 1 ' L. - Lutjanus \ s 33 Lutris i3 Labrus ‘ r r v *37 Lyctu$ 229 Lacerta 83 Lycus 2 r t Lagomys *9 Lygaeus ■ 263 Lagria 215 Lyncaeus 177 Lanka 231 Lytta 2 l£ Lanipyris 2 n Lanius 39 M. Larra 257 Lar us 7 1 Macrognatus ii5 Laticauda 89 Macropteronotus 14 1 ' D.iifneril Z 00 L 22 ! 338 . Lateinisches Regifter. Macrorampliosus 141 Mofclms 25 Macrorhyncus ■ 10^ Motacilla 45 Madrepora . 309 - Mugi! M 3 Maja *79 Mugiloides / i 43 Malacbius 211 Mugilomorus i 43 Malapterurus i/ji Mulio 283 M a in in ali a i Mulus 127 Mammaria 169 • Muraena 115 Mammata ’ 1 5 Muraenoblennius 152 Manatus 27 Muraen oides 1 *7 , Manis 21 Muraenopbis v i ^3 Manticora *95 Muriciarius 167 Mantis 2 39 Mus '*9 Marginellariu* 167 Musca 2 p ,3 Marfupiati *7 Muscicapa / 39 Malaris 251 Mulopbaga 5 t Matuta 181 Mußela i 3 Meandrina 309 Mutilia 255 Medufa 3°7 Myarius 169 Megalops *49 Mycteria ö 3 Meleagris 55 Mygale 291 Mellinus 253 Mylabris 214. 327 Melolontha ~ , 201 Myopa 2 79 Melyris 211 Myoxus 19 Membracis 267 Myrrn eco pb aga 21 Mene i 45 Myrmeleon 245 Mepbitis i 3 Myfis i 85 Meretrix 169 Myltu* t 45 Mergus -Ö 9 ’ \ Merops 47 Mer ul a 39 N. •• j. f /) Micro pterus i 33 7 ~ t- ' Mi das , 281 Nais 299 ^ Millepora 309 Narwbalus 29 Miras 265 NaUjarius 167 Misgurnus *39 Nafua ; 15 Al o l * us ca 155 Natarius 157 MoLorcnus 35 1 Naticarius 165 Momotus 41 Naucoris 265 Monadactylus £27 Necrobia 229 2 °5 Monodontarius 165 Necrophorus Monopcerus 315 Necydalis 216, 231 Mordelia 217 Nemotelus 28t Mormyrus 151 Nepa 265 Lateinifches Regifter. 339 Nereis 297 Neritarius 165 Kitidula 205 T\ T octilio 11 Noctua 27 5 Nocturni 35 Nomada 251 3 \ T otbiopbilus 195 Notonecta . 265 Notopterus 115- Noroxus 215 NulJipora ' 309 Numenius 65 Numida 55 Q. Octopus »57 Oedetwera 317 Oeolidia 165 Oiigopodus 117 Olivarius 167 Omalylus 21 1 Ombeljnlaria 511 sOmpolk. 139 Oncotiön 10$ Ondatra - *9 Onilcus 2 93 Opatrum 219 Opliiceplialus 127 Opbidium 115 Opbion 2 55 Opbifaurus 87 Ophifurus ii 3 Opbiurus ■ 305- Orbicularius 171 Oriolus 43 Ontliya *79 Omuborincus 21 Orthcrincus 47 Orycteropus 21 Oryffus =59 Osmerus 1147 I Osplironemns 127 Qftorbincus 129 Oltracarius - 169 Oitracion 109 Oßracoda 177 Otis 55 Ovis 2 5 Ovoides 109 Oxiporus *99 Oxyftonia 227 Ozolug * 175 < P. Pagiirus *85 Palemon *83 Palinurus *83 Paloeotherium 23 Panorpa 2/(5 Papiiio 271 Paplo 9 Paradifea 4 * Parnope» 255 Parhus 205 Parra 60 1 Parus 45 Paüalus ' 203 PaJTeres * 37 . Parellarius 165 Pavo 55 Pavona 309 Pecora 24 Pediculus 2S9 Pedinus 2*9 Pegafus 105 Pelecanus 69 Pehis 205 Peneus *83 Penelope 55 Penieillus 297 Pennatula ‘ 3 ** Pentatoma 263 Peramele 17 * 22 * - I ' ■ ' \ t i ' ’ V * •y » " : ir - * .. ■, t 54° Lateiiiiföhfes Regifter ' Per ca i33 Periiledioß 153 Perla 245 Petromixon 1 01 Phaeton §9 Pbalacrocorax 69 Phalaena 275 Phalaenula 285 Phalangilta *7 Phalangium 29 1 Pliascolomys 19 Pbafianus 55 Phasma 2 39 Philantfyus 253 Phoca 27 Phoenicopterus 64, 69 Pholadiarius fög Phronirna' i 85 Phryganea 247 Phrynus 391 Phyllidiä 163 Phyllium 239 Phyllo/toma n Pliyfalus 29 Phyfeterus 29 Phyfo/les 293 Phytotoma Picae 41 Picus 49 Pimelia 221 Pimelodes 141 Pinnarius | J '169 Pinnata^ i 58 Pinnotheres i' 8 f Pipa 93 Pipra > 45 Pifces 97 Pithecus 9 Planaria 299 Planicaudati 80 Planorbarius 165 Piatalea 65 Platurus 89 Platyceru« a ©5 Plectorliinciis 127 Pleurortectes ISS . Pleurotomarius 167 ,, Pioiera 2 65 Piotöfis 141 Plotus, % Pneumoderma * 159 Podicerus 263 Podophtalmus igr Podura a 89 Poederus P /9 Poekillopterus 269 Pogonas Pogonias 127 Polinurus i 83 PoJyd'actylus i 43 Polydesmus 293 Polynemus i 43 Pelyphemus *77 Polvpterus j 4 9 Po lyxenus - 293 - Pornacantha 135 Pom ad a fys 135 Pompilus * 2 57 Pongo 9 porcellana iSt Porphvria 61 Porpita 307 Pn'onotus 13 t Prionns 231 Procellaria ' 7 1 Promecopfis 367 Proteus 95 P feudo - Pilheci 8 Pilttacus 5 t Pfocus 245 Pfychodes 28 5 Pfylla 269 Pterophoras 2 75 Pteropod « i 59 Pteropus , 1 1 Pterotrachea 159 Piilinus 209 Ptinus 309 Latein! fches Regifter. P ul ex 289 Salrno Purpuranus - 167 Salpa Pyralis ’ 275 Saperda Pyrochroa 219 Sarcoramphus 1 ,Quadrumani > ■ 8 Sargus Sarxotrium Saurii Scalatarius Raja R , 103 Scanfores Scaphidium Scarabaeas Scarites Piallus 61 Sparus Ramphaftos 5 > Scaibople Ra m ph us 227 Scaurus Rana 93 Sciaena Ranatra 265 Scincus Rani na ' >79 Sciurus Raphidia 245 Scolex B..ecurviroltra 65. 71 Scolia Reduvius 265 Scolopax Iieptilia 74 Scolopendra Retepora 3oS Scolytus Ilhagio 280 Scomber Rbagium 230 Scomberoides Rliea 57 Scomberomorus Rhingia 279 Scombrefox Rhinobatus 103 Scorpio Pthiuocerös 23 Scorpaena Rhinolophus 11 Scuteliera Rhinoinacer 227 Scutigera Rhincops 7 r Scyllarus; Rhizoftoma 307 Scyllaea ■ Rhombus > >5 Scymnus Rhynchoenus 227 Scytale Ricinus 289 Secretarius Ripiphorus 317 Selene Roforcs >9 Sembiis Ruminantia %5 Sepidium Serpentarius Sabella «s, 2 97 Serpentes Serpula Serralalmo Salamandrs 95 Serratirojirss 34 1 >4 7 169 231 35 283 219 '78 >6js 48 205 2or >95 129 285 22 t >33 83 >9 3^3 253 65 293 229 125 125 I2 5 4g 29 1 >3> 265 293 >83 163 235 89 55 >35 245 221 35 84 297 >47 40 » 34 2 Serropalpns Sertularia Sella Sicus Sigara Sigaretarius Silpha ßilurus Siiniac Siren Sirex Sitaris Sitta Sepia Solenarius Solenoltoma Solipedes Sölpuga Sorex Spalax Sparus Spatangus Spatularia Spb.aeiidium Sphagebranchus Sph er oides Spbex Sphinx Sphyraena Spiroi bis Spirularius Sporidjdis Spongia Squalus Squatina Squilla Stapbylinus Stellio Stenns Sterna Sternoptyx Stolepbörus Spmoxys ßtratiomy'g Latein! fches Regifter. ;> , > ' £ ■ . ;3 219 Slrix 35 3” Strom ateus 115 273 Strongylus 503 28t / Struthio 57 2.6j Sturnns 45 165 Sula 6 9 205 Surnia 35 141 Sus 23. ’ 8 Stylepboru» 1 5i | 95 Syngnathus 109 259 S'ynodendron 203 217 47 Synodus , f 1 . - *49 *57 ; ' ] 169 T. x° 7 . 139 Tabanus f ' 26 279 29 t Tachypus »95 15 Tachyfurns 141 *9 Taenia 303 127 Taehianotus 129. 133 . 3°5 Taenioides 121 105 Tagenia 22 r 205 Talpa »5 153 Tanagra 39 x°9 Tantalus 63 257 Tapirus 23 273 Tardigradi 23 i 49 Tarfius 9 297 Taxus »5 T 5 7 Telephorus 211 225 Tellinarius 169 Tenebrio 219 103 Temacularia 303 103 Tenthredo 259 t85 s Terebella 297 »99 Terebrarius 167 83 Terebratularius I 7 I *99 Ter-edarius 169 7 1 Tereticaudaii 83 Terrnes 245 i45 Teftudo 77 279 Tetanocerus 283 38 t Tetrao 55 / Lateinifclies Kegifter. Tetraodon 109 Tetratoma 223 ! Tettigonia 26 7-, T’lialaflema Thalia^ 2 99 •169 Tli alitrus *85 Thereva 283 Tbroscus 207 Thyreocoris 263 Tilius 209 Tinea 275 Tiphia 257 Tipula 285 Todus 47 Torda 73 Torpedo 103 Turaco 5* Trachmotus * *5 Trnrbinus 117 Tr&chys 207 Tt ichecus 27 Trichocephalus 3o3 Trichodes 229 Tridactyius 24* Tr i cbm us i*3 Trieb i us 201 Tricopodus 127 Trigla *3* Tringa t>5 Tripteronotus *39 Triton 95 Tr i ton i a 163 Trochiarius 165 Trochilus 47 Trogon 5* Trogofiita 229 Trombidium 291 Trnxälis - 241 Tubioora 'i 1 309 ■ ü. Unibranchapexturu* *53 219 Upis Upupa 47 Uranoscopu* * *7 Uria 73 Urocerus m UropIatuS 8* Urfus V. *5 Valvearius 165 Venufarius 169 Veretillum 31t Vefpa 25 * Vefpertilio 1 1 Vipera 89 Volutarius • 167 Vultur TV. 33 Wombaius *7 » Xipbias Xyitexus **5 *45 r. ; Yunx 49 Tupinambis 8 * Zeus Turbinarius *65 Zoe Turbinellarius 167 Zonitis Tubiipirantia x 6 t ' Zophoils Turdus 39 Zygaena *35 177 215 22 f 273 . " S I V erb ei i er ungen einiger Druckf e liier* Seite' sg I eli 3 1 auf der Vif. Tabelle folgende Ueberfchiift,: Sängthiere mit Nägeln , ohne Eckzähne. & i / ' — i2cf> Zeile 2 von oben, itatt Ofteofömen , lefe man Qjteoftomcn. — 135, Zeile 7 von unten, rnuls Itatt des Wortes find geletzt werden: haben die Kiemeüdcckel. , — 1 34, Zeile 14 von unten ftatt an der Spitze , 1 . an die Spitze. — 157, Zeile 9 und 13 von oben, mufs es itatt diefer Körper heifsen diejer Knoqhen. — 157, Zeile 23 .ven oben, Flatt 8 Fifse: lefe man g als F'üJ'se dieneiide Tentakeln. iyg bis igo, mufs es in der Ueberfebrift liztt .Ent.omofirakinen , bei- [sen idjhfakoiden. ' Taßdlle 120, mufs es bey der erden Abtbeilung , ftatt fo lang als die Flügeldecken heifsen /ö breit als die Flügeldecken : Kopf. — 22g, Zeile g von unten fetze man vor ips noch den deutfchen Namen Glattkäfer.- / v QL Dumeril, Andre Marie 351 Constant, 1774-1860. D88 C. Dumeril ’s Rept. Analytische Zoologie. DATE ISSUED TO